Fjodor M. Dostojewski - Schuld und Sühne

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 103 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Samia.

  • Hallo Ihr Lieben!


    Hier ist Euer Diskussionsthread für die Leserunde zu "Schuld und Sühne".


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    Bitte verzichtet auf Postings à la "Ich fange in 5 Minuten an zu lesen" oder "Das Buch liegt bereit und ich starte heute abend", um den Thread nicht unnötig in die Länge zu ziehen.


    Viel Spaß! :winken:

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Es ist nur ein sehr vorläufiger Eindruck: aber bereits auf den ersten Seiten werde ich psychisch irgendwie runtergezogen. Vielleicht impliziert das Wort Schuld bei mir bereits eine derartige Belastung, die mich niederdrückt und es reicht schon das Wort um sich unter "Schuld" so schwer zu fühlen, dass ich mich ein paar Etagen tiefer wiederfinde :schwitz:

  • @ Judith: Interessant was du dabei empfindest. Mir ist es nämlich überhaupt nicht so ergangen - ich fand's bis jetzt einfach nur klasse. :zwinker:


    Ich bin gerade am Ende vom 2. Kapitel und lasse mich von der Geschichte dieses Marmeladoff berieseln. :breitgrins:
    Was mir bis jetzt sehr gut gefällt ist, dass die Personen im Buch ihre Geschichten selber in Dialogform erzählen. So kann man sie, finde ich, viel besser kennenlernen und sich seine eigene Meinung über sie bilden, da es irgendwie viel realistischer ist. Dieser Marmeladoff zum Beispiel ist ja wirklich ein komischer Kauz.


    Von Raskolnikoff weiß ich bis jetzt noch nicht so viel, aber ich habe das Gefühl, dass er ein sehr grüblerischer und verzweifelter junger Mann ist, aber trotzdem anständig.
    Bis jetzt bin ich vom Buch begeistert und ich hoffe, dass das auch anhält, so dass ich zur Abwechslung mal wieder eine LR erfolgreich beenden kann. :zwinker:


    Lg :blume:

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  • Ich habe bisher nur das erste Kapitel gelesen, daher bin ich natürlich noch nicht wirklich in einer Geschichte drin.
    Mein erster Eindruck hat aber bisher noch nicht viel mit "Schuld" zu tun, ich stelle mir eher die ganze heruntergekommene Nachbarschaft und Umgebung vor und versuche vor allem ein Bild von dem Hauptcharakter zu bekommen, was mir noch schwer fällt, aber beim ersten Kapitel kein Wunder.


  • Es ist nur ein sehr vorläufiger Eindruck: aber bereits auf den ersten Seiten werde ich psychisch irgendwie runtergezogen. Vielleicht impliziert das Wort Schuld bei mir bereits eine derartige Belastung, die mich niederdrückt und es reicht schon das Wort um sich unter "Schuld" so schwer zu fühlen, dass ich mich ein paar Etagen tiefer wiederfinde :schwitz:


    Das geht mir ähnlich wie Dir. "Schuld und Sühne" klingt sehr belastend, dazu kommt das ich ein Bild eines betagteren Mannes vor einem Gefängnisfenster auf dem Cover abgebildet habe:

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    Und bei Russland denke ich auch immer an rieselnden Schnee, dicke Pelzmäntel und eher melancholische Gesänge :rollen: :breitgrins:


    Kann es sein, das die Personen in den unterschiedlichen Ausgaben anders heißen? Meine Hauptperson schreibst sich Raskolnikow, woran ich mich erstmal gewöhnen musste. Namen die ich nicht aussprechen kann, überlese ich gerne mal......


    Bin jetzt am Anfang des 3. Kapitels angekommen. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Am Anfang dachte ich noch das es schwierig werden könnte, zumal auf der ersten Seite 2 Straßen/Brückennamen vorkommen die nur mit Punkten angedeutet werden, aber das fremde Gefühl hat sich verflüchtigt und das Lesen geht nun fließend und überraschend zügig.


    :winken:

    Ich bin, was du träumst.<br />Ich wache immer über dich.<br />Ich bin, was deine Hand lenkt.<br />(gez. Seele)


  • Kann es sein, das die Personen in den unterschiedlichen Ausgaben anders heißen? Meine Hauptperson schreibst sich Raskolnikow, woran ich mich erstmal gewöhnen musste. Namen die ich nicht aussprechen kann, überlese ich gerne mal......


    Der Name ist der selbe, nur ist meine Variante des Namens, Raskolnikoff, wahrscheinlich eingedeutscht, weil es im Russischen auch so ausgesprochen wird so weit ich weiß. Seine Mutter zum Beispiel schreibt sich bei mir eh auch Raskolnikowa, weil Raskolnikoffa ja irgendwie lustig klingen würde bzw. falsch wäre. :breitgrins:


    Ich bin jetzt mit dem 3. Kapitel durch und da scheint sich etwas anzubahnen :zwinker: - was ich aber durchaus verstehe, denn es ist meistens so, dass sich die Dinge komplizieren, sobald die eigene Familie im Spiel ist. :breitgrins: Bin mal gespannt was der Gute nun macht, obwohl ich ja schon so eine kleine Vorahnung habe...na mal sehen!


    Vom Schreibstil bin ich hin und weg. Der liest sich so flüssig, dass mich sogar diese winzige Schrift in meiner Ausgabe gar nicht mehr so stört, weil die Seiten nur so dahinfliegen... :winken:

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  • Entschuldigt einen kleinen Einwurf nach folgenden Bemerkungen:


    Das geht mir ähnlich wie Dir. "Schuld und Sühne" klingt sehr belastend...


    Das Wort "Schuld" mag da psychologisch viel belastender wirken und uns an "anderes" erinnern. Im Original, als auch in der sehr texttreuen, neuen Übersetzung von Svetlana Geier, heisst es richtig: "VERBRECHEN UND STRAFE".

    Gruß, tom leo<br /><br />Lese gerade: <br />Léonid Andreïev - Le gouffre<br />Franz Kafka - Brief an den Vater<br />Ludmila Ulitzkaja - Sonjetschka

  • Also ich weiß auch nicht, auf mich wirkt die "Schuld" überhaupt nicht. Vielleicht auch, weil ich schon seit Wochen weiß, wie das Buch heißt und es deswegen mich nicht mehr beeindruckt? Jedenfalls trägt es nicht zu einer düsteren Athmosphäre bei.


    Ich bin eher von den schlimmen Verhältnissen, in denen die Protaginisten leben müssen, geschockt.

  • Ich habe mittlerweile bis inklusive 6. Kapitel gelesen.


    Kaptiel 4
    Nach dem

    ist Raskolnikoff völlig außer sich. Mir kommt es so vor, als ob dieser und eben die momentane (verzweifelte) Situation seiner Familie ausschlaggebend dafür ist, dass er seinen mörderischen Plan auch wirklich in die Tat umsetzen wird.


    Kapitel 5
    Raskolnikoff hat

    :entsetzt: Diesen zu lesen war für mich wirklich schlimm.


    Und durch Zufall erfährt er, dass

    .


    Kapitel 6
    Es wird immer spannender und ich glaube, dass es bald so weit ist. :zwinker: Was mir sehr gut gefällt ist, dass man auch die Hintergründe erzählt bekommt, wie es eigentlich zu seinem Vorhaben gekommen ist und welche Gedanken ihn auf diesem Weg begleitet haben – wirklich sehr interessant.


    Die Übersetzung „Schuld und Sühne“ ist wirklich nicht die Beste. Sogar im Englischen wurde korrekter mit „Crime and Punishment“ übersetzt.


    :winken:

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    Einmal editiert, zuletzt von Juggalette ()

  • Da ich noch nicht so viel Zeit hatte, bin ich immer noch Ende des zweiten Kapitels, aber ich ahne bereits furchtbares. Allein, dass unser Student von 'Vorsehung' gesprochen hat, als er diesen herunter gekommenen (ehemaligen?) Staatsbeamten erblickt lässt auf nichts gutes hoffen.

    Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr.<br />~ A. Einstein<br /><br />Man umgebe mich mit Luxus; auf das Notwendige kann ich verzichten. <br />~ Oscar Wilde

  • Hej ihr
    Ich schaffe es leider wirklich nicht mit zulesen. Hab noch ne offene Leserunde und fahre am Montag in den Urlaub. (Nur leichtes Gepäck) Blöd,...ich wollte das Buch endlich mal lesen

    &quot;Bücher sind Spiegel: Man sieht in ihnen nur, was man schon in sich hat&quot;<br />Carlos Ruiz Zafón<br />:lesen:

  • Juggalette


    Bitte sei so lieb und spoiler, da doch einige noch nicht soweit sind und du ja bestimmt nichts vorab verraten möchtest. Das nimmt die Spannung aus dem Buch.


    Danke :winken:


    Ich habe erst 22 Seiten gelesen und bin somit also im 2. Kapitel.
    Auch mir gefällt das Buch bisher sehr gut. Zumal ja doch schon eine gewisse Spannung da ist
    Dostojewskis Schreibstil finde ich einfach nur genial.
    Schon im ersten Kapitel dachte ich Raskolnikow


    Leider komme ich heute nicht sehr viel, wenn überhaupt zum Lesen.


    Darum noch mal meine Bitte an alle


    Setzt einen Spoiler um nicht zuviel zu verraten...


    ♥-lichen Dank

    :biene:liest !

    SUB: 01.01.2019: 246

    SLW 2019: 08/10

    gelesen:27/50


  • Juggalette


    Bitte sei so lieb und spoiler, da doch einige noch nicht soweit sind und du ja bestimmt nichts vorab verraten möchtest. Das nimmt die Spannung aus dem Buch.


    Danke :winken:


    Ja, natürlich! Sorry! :redface: Dabei habe ich aber eh extra die Kapitel angegeben und versucht meine Sätze eher im Allgemeinen zu halten, denn worauf ich da "anspiele" steht ja eh auf dem Klappentext... :rollen:



    EDIT: so, hab mal verspoilert. Wenn noch was "verräterisches" dabei ist, bitte sagen! :blume:

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    Einmal editiert, zuletzt von Juggalette ()

  • Ja, natürlich! Sorry! :redface: Dabei habe ich aber eh extra die Kapitel angegeben und versucht meine Sätze eher im Allgemeinen zu halten, denn worauf ich da "anspiele" steht ja eh auf dem Klappentext... :rollen:


    Dankeschön :bussi:

    :biene:liest !

    SUB: 01.01.2019: 246

    SLW 2019: 08/10

    gelesen:27/50


  • Kapitel 5
    Raskolnikoff hat

    :entsetzt: Diesen zu lesen war für mich wirklich schlimm.


    Das fande ich auch. Habe die paar Seiten in einem Zug gelesen, und war danach vollkommen außer Atem. Das Buch musste ich dann erstmal eine Weile weg legen bevor ich mich innerlich wieder beruhigt hatte.


    Ich habe nun das 7. Kapitel beendet, und damit auch den ersten Teil des Buches. Ich bin immer noch restlos begeistert von dem klaren aber auch grausam (realistischen) Sprachstil.


    Irritiert hat mich am Ende des 7. Kapitel


    Ich bin gepannt wie es weiter geht, werde heute aber wahrscheinlich nicht mehr zum Lesen kommen.....


    :winken:

    Ich bin, was du träumst.<br />Ich wache immer über dich.<br />Ich bin, was deine Hand lenkt.<br />(gez. Seele)

  • Kapitel 7
    Meine Vermutung hat sich bestätigt.

    In diesem Kapitel habe ich von Anfang an mitgefiebert und die Geschichte ist wie ein Film in meinem Kopf abgelaufen. So gefällt mir das! :breitgrins: Hätte echt nicht gedacht, dass mich das Buch so mitreißt – hoffentlich bleibt das auch so! :zwinker:


    @ samia:

    fand ich nicht sonderlich überraschend – war ein blöder Zufall und er hat schließlich nichts anderes getan als so zu reagieren, wie es vermutlich die meisten in seiner Panik getan hätten.


    Kapitel 8
    Kaum ist er zu Hause fängt ihn sein Gewissen an zu quälen bzw. ist er so nervös, dass er fast nichts mehr zu Stande bringt. Und natürlich flattert auch bald darauf eine

    ins Haus. :breitgrins:


    Jedenfalls fühle ich mich beim lesen total nervös und hab ständig Angst, dass er sich irgendwie verplappert oder, dass er irgendwo bei irgendwem zusammenbricht und ein Geständnis ablegt... :rollen: Als ob ich seine Komplizin wäre... :vogelzeigen:


    Kapitel 9
    Hm...

    :gruebel:

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  • @ samia:

    fand ich nicht sonderlich überraschend – war ein blöder Zufall und er hat schließlich nichts anderes getan als so zu reagieren, wie es vermutlich die meisten in seiner Panik getan hätten.


    Auch wieder war. Ich war dennoch geschockt. Er wirkte für mich von Anfang an irgendwie anders als


    So genau kann ich mich in einen solchen Schlag von Mensch allerdings auch nicht hineinversetzten....irgendwie gut so :zwinker:

    Ich bin, was du träumst.<br />Ich wache immer über dich.<br />Ich bin, was deine Hand lenkt.<br />(gez. Seele)


  • Auch wieder war. Ich war dennoch geschockt. Er wirkte für mich von Anfang an irgendwie anders als


    So genau kann ich mich in einen solchen Schlag von Mensch allerdings auch nicht hineinversetzten....irgendwie gut so :zwinker:


    Ich muss ja auch ehrlich sagen, dass ich bis jetzt überhaupt keine Ahnung habe wie ich Raskolnikoff einschätzen soll. Auf der einen Seite wirkt er so wahnsinnig bedenklich und irgendwie ruhig und auf der anderen Seite ist er so...ja...so

    :breitgrins:
    Aber wie heißt's so schön? Stille Wasser sind tief.

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  • Kapitel 8
    Kaum ist er zu Hause fängt ihn sein Gewissen an zu quälen bzw. ist er so nervös, dass er fast nichts mehr zu Stande bringt. Und natürlich flattert auch bald darauf eine

    ins Haus. :breitgrins:


    Jedenfalls fühle ich mich beim lesen total nervös und hab ständig Angst, dass er sich irgendwie verplappert oder, dass er irgendwo bei irgendwem zusammenbricht und ein Geständnis ablegt... :rollen: Als ob ich seine Komplizin wäre... :vogelzeigen:


    :breitgrins: Das 8. Kapitel hat was. Unruhe ist wohl der 2. heimliche Untertitel. Ich muss aber gestehen, das ich dieses Hin und Her

    total klasse finde :breitgrins:


    Da er vermutlich wirklich


    [size=7pt](oh jeee, jetzt ist fast der ganze Beitrag verspoilert..... )[/size]

    Ich bin, was du träumst.<br />Ich wache immer über dich.<br />Ich bin, was deine Hand lenkt.<br />(gez. Seele)

  • Hallo zusammen,


    hier ist ja schon richtig was los. Habe gerade das zweite Kapitel beendet. Und ich muss sagen das mir die Schreibweise von Dostojewski gefällt, dachte erst das es eine anstrengende Leserunde durch einen dicken Wälzer wird. Aber das glaub ich jetzt nicht mehr, und es scheint ja schon auf den ersten 100 Seiten richtig was los zu sein, so wie ich das aus euren Einträgen erkennen kann. Ich bin jetzt erst durch euch richtig heiß aufs Buch geworden, und da ich noch fit bin, hoffe ich das ich noch so einige Seiten gleich weg lesen werde. :leser:


    Viel Spaß allen die noch lesen, bis morgen. :winken:


    LG Nad