Irgendwo bellte ein Hund.

  • Ich hasse diesen Satz! Wirklich. In jedem dritten Buch taucht er auf, dieser doofe Köter, der irgendwo in der Nähe der Handlung bellt. Spätestens wenn dieser Hund auftaucht, lege ich das jeweilige Buch beiseite und frage mich, was dieser vermaledeite Vierbeiner denn da verloren hat. Wie auch immer, für mich gehört dieses Tier eingefangen und weggesperrt, denn er zerstört meine Leselust sofort. Nur das dürfte natürlich ziemlich schwierig werden, taucht er doch in so unglaublich vielen Büchern auf. Und warum muss es denn immer ein Hund sein? Warum darf denn ein Rabe nicht irgendwo dramatisch krächzen, ein Kater nicht unheimlich miauen, eine Taube nicht knisternd gurren oder eine Eule nicht einsam uhuhen? Was hat dieser Hund, was andere Tiere nicht haben? Oder: was macht das Bellen so atmosphärisch? Also mich nervt es nur, und ich stelle mir den Hund etwa so vor:


    [IMG:http://www.boriszatko.com/wp-content/uploads/2008/09/Der-bellende-Hund.jpg]


    Ich fordere euch nun auf, nach diesem Hund Ausschau zu halten, und wenn ihr ihn hört, das entsprechende Buch hier zu listen. Ich wette, da kommen einige zusammen. ich mache mal den Anfang (also die Bücher, die mir jetzt mal so spontan einfallen):


    -Tintenherz (und das schon im ersten Abschnitt!!!)
    -Messias
    -Der Kindersammler


    Viele liebe Grüße


    Borz

  • :geil: totlach


    Mir fällt im Moment leider nur ein Kläffer im realen Leben ein, der mir auf die Nerven geht. Den können wir aber gerne mal in irgendein Buch sperren.


    Uhuhende Eulen gibt es nur selten, aber rufende Käuzchen tauchen auch gerne mal auf, wenn es unheimlich werden soll :breitgrins:

    The little cares that fretted me

    I lost them yesterday

    Among the fields above the sea

    Among the winds at play

    Elizabeth Barrett Browning

  • Ach ist der süüüüßßßß :)


    "Irgendwo" hat er nicht gebellt, aber in meinem aktuellen Buch, "Mein bis in den Tod" von Peter James, kommt ein Hund vor, und der bellt auch dauernd, wenn sein Herrchen heimkommt und wedelt mit dem Schwanz und alles (mind. 7 Mal bis jetzt und das Buch ist noch nicht zuende)

  • Eindeutig: mal ein anderer Thread. totlach


    Ein Hund, ein Hund, ... Moment mal! In "Herr Lehmann" von Sven Regener kommt doch ein Hund zu Anfang vor, oder?
    Da ich aber sehr viele Tiere gerne mag, stören mich Hunde auch nicht im geringsten. Selbstverständlich werde ich ab jetzt drauf achten und Meldung erstatten.



    Schöne Grüße
    dubh

  • Ich habe diesen Thread bereits in meine Bookmarks aufgenommen und werde Acht geben! Versprochen!


    Das ist bestimmt von Hundefutter-Herstellern gesponsorte Lektüre :breitgrins:


    Ich müsste in meinen künftigen Krimis eigentlich jede Menge Hunde finden. Borz, ich werde wachsam sein. Danke für Deinen sachdienlichen Hinweis.

    ☞Schreibtisch-Aufräumerin ☞Chief Blog Officer bei Bleisatz ☞Regenbogen-Finderin

  • Wie genial! :lachen:


    Das stimmt, Hunde bellen immer wieder. Wahrscheinlich hat auch in meinem letzten Krimi einer gebellt, aber ich kann mich nicht erinnern. Wohl weil ich mir bis jetzt noch nie Gedanken darüber gemacht habe. Dafür werde ich ab jetzt wahrscheinlich kein Buch mehr lesen können, ohne dass mir der bellende Hund gleich auffällt. :breitgrins:


    Ich werde dann auch mal Bericht erstatten...

  • Das ist mal ein Thread totlach


    So auf die Schnelle kann ich mich an Buchtitel nicht erinnern, obwohl ich den Satz sicher schon 500 mal in einem Buch gelesen habe. In meinem aktuellen Buch 'Das Lied der Sirenen' von Val McDermid gab es einen ständig kläffenden Hund, die Betonung liegt auf gab. Das was dem passierte, wuah... da lese ich lieber von bellenden Hunden.

    [font=arial][size=8pt]&quot;Man hat in der Welt nicht viel mehr, als die Wahl zwischen Einsamkeit und Gemeinheit.&quot; A. Schopenhauer[/size]<br /><br />:blume: :engel:<br />[size=7pt]Italien: 0/22 Österreich: 0/9 Deutschland


  • In "Herr Lehmann" von Sven Regener kommt doch ein Hund zu Anfang vor, oder?


    Der tut aber mehr als bellen, der läuft ihm nach, er findet ihn eklig, wird ihn aber nicht los ... ich erkenne da durchaus Parallelen zu Borz und dem Romankläffer :breitgrins:

    The little cares that fretted me

    I lost them yesterday

    Among the fields above the sea

    Among the winds at play

    Elizabeth Barrett Browning

  • Die jüngere der Southern Sisters von Anne George hat einen Hund (Woofer heißt der). Aber einen ziemlich faulen. Der liegt immer nur rum und Patricia Anne muß ihn immer mit Hundekuchen aus seiner Hundehütte rauslocken. Ausser wenn er Nachts etwas seltsames wittert, dann bellt er sein Frauchen aus dem Bett.


    In meinem letzten Buch "die Königin des Feuers" von Barbara Erskine war gleich von zwei Hunden die Rede. Es waren zwei ganz wilde verspielte Collies und die haben ihr totes Herrchen im Wald gefunden.
    Eigentlich waren in dem Buch noch mehr Hunde. Die Königin Cartimandua hatte der ständig um sich rum die sabberten und sie verteidigen wollten.


    Ich werde weiter nach Hunden ausschau halten.

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Natürlich stolpert man über einen Hund, gerade nachdem man diesen Thread gelesen hat. :zwinker:
    Ich habe etwas darauf geachtet und bin fündig geworden in "Winter in den Weiden" von William Horwood. Da heißt es

    Zitat

    Dann hörte er in der Ferne das Bellen eines Hundes


    Ich werde auch nach weiteren Hunden ausschau halten. :winken:

  • Wusste ich's doch :). Also wenn es spezifisch genannte Hunde sind und direkt in die Handlung eingreifen, dann ist das okay. Aber eben, sobald einer irgendwo in der Ferne bellt, den müsst ihr schnappen :). Und scheinbar seid ihr das eine oder andere Mal schon fündig geworden. Aber falls jemand einen anderen Satz findet, der sich in mehreren Büchern findet, nur her damit :).


    Viele liebe Grüße


    Borz

  • :grmpf: Da liest man ganz unbedarft diesen Thread - grinst einmal :breitgrins: was Ihr so für Probleme habt und was passiert.... ich denke nur noch an WUFF-WUFF...


    Also musste Ablenkung her - am besten ein Nobelpreisträger (Miguel Angel Asturias - Der Sturm) und ooohhh Schreck ooohhh Graus auf Seite 19 bellten die Hunde!!!! :wegrenn:

  • In die Richtung hatte ich auch schon überlegt Borz. Es ist nämlich definitiv so, dass ich bei einigen abgedroschenen Sprachbildern oder billigen Stimmungsmachern innerlich die Augen verdrehe, wenn ich sie lese. Nur, dass mir im Moment nichts Konkretes einfällt. Ich werde aber mit Sicherheit darauf achten! Lustiger Threadgedanke übrigens! :winken:

    :schmetterling: <br /><br />Wer zu lange in sich geht, kommt auf der anderen Seite wieder heraus.

  • Mir geht's auch mit manchen Klischees so wie melu und Borz. Ich hasse auch die schrummelige Cellomusik in Gruselfilmen, die flackernden Kerzen und flatternden Gardinen, wenn in einer düsteren Gewitternacht ein Windstoß durch das Spukhaus fegt :rollen:

    The little cares that fretted me

    I lost them yesterday

    Among the fields above the sea

    Among the winds at play

    Elizabeth Barrett Browning

  • :breitgrins: In meinem letzten Roman gab es die krächzenden Raben. Hunde hatte ich schon lange keine mehr, mir fällt auch grad kein buch mit ein.

    Liebe Grüße<br />JaneEyre<br /><br />Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht zurück<br />Theodor Fontane