Irgendwo bellte ein Hund.

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

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Es gibt 727 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Enid.

  • Gestern hatte ich auch wieder so 'nen Köter, in einem Buch, das den eigentlich gar nicht nötig hätte :rollen: (Ulla Hahn: Unscharfe Bilder)

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Ich auch, sogar vor Kai Meyer hat der Hund nicht haltgemacht:


    "Hunde bellten wie tollwütig. Katzen strichen fauchend über Mauern und Dächer"


    (Kai Meyer - Dschinnland)


    Interessant finde ich, dass manche Autoren gleich nach dem Hund noch eine Katze bringen. Als ob sie einen Ausgleich oder Kontrast schaffen wollten... :zwinker:

    :lesen: Leonie Swann - Mord in Sunset Hall

  • Bellen Hunde überhaupt wenn sie Tollwut haben? So rein hypothetisch?


    Hunde bellten wie tollwütig, Schaum spritzte durch die Stadt. :rollen:

    Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.<br />Jean Anouilh


  • Bellen Hunde überhaupt wenn sie Tollwut haben? So rein hypothetisch?


    Doch, doch - in diesem wikipedia-Artikel wird sogar ausdrücklich erwähnt, dass tollwütige Hunde unmotiviert bellen. Also eigentlich analog zum Pausenfüllerbellen, das ja auch jeglicher Motivation seitens des Hundes entbehrt. :zwinker:

    :lesen: Leonie Swann - Mord in Sunset Hall

  • Doch, doch - in diesem wikipedia-Artikel wird sogar ausdrücklich erwähnt, dass tollwütige Hunde unmotiviert bellen. Also eigentlich analog zum Pausenfüllerbellen, das ja auch jeglicher Motivation seitens des Hundes entbehrt. :zwinker:


    Aha, wieder was gelernt. Wobei manche Hunde generell oft unmotiviert, im Sinne von ohne erkennbares (zumindest für den Menschen) Motiv bellen.

    Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.<br />Jean Anouilh


  • :tse:
    Meiner aber nicht! Ich hoffe ja, ihr seid keine Hundehasser aufgrund dieser überflüssig eingesetzten "Atmosphäre-Beller" :breitgrins:


    Nein, natürlich nicht - die Hunde können ja auch nichts dafür, wenn die Autoren sie einfach reinschreiben.... :elch:

    :lesen: Leonie Swann - Mord in Sunset Hall

  • Gilt die Warnung auch für Filme? Mußte mir eben im Russischkurs "Tschetyre" (4) anschauen. Entsetzlicher Film! Aber, da lief entweder fast ununterbrochen ein Hund durchs Bild oder bellte im Hintergrund. Faszinierend. Habe ich in der Ausprägung auch noch nicht erlebt. Ich glaube, da gibt es auch eine Buchvorlage. Wenn der Film hundgemäß eine korrekte Darstellung war, müßte das Buch dann der Overkill für den Thread hier sein.

  • Ist mir bisher nie aufgefallen, aber es stimmt leider wie die Faust aufs Auge. Klappe gestern einen Krimi auf und auf der ersten Seite heißt es schon: "Durch die Falltür drang das nächtliche Bellen eines Hundes zu uns herab,..."
    (Jim Kelly "Einer blieb zurück").


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  • :tse:
    Meiner aber nicht! Ich hoffe ja, ihr seid keine Hundehasser aufgrund dieser überflüssig eingesetzten "Atmosphäre-Beller" :breitgrins:


    Naja, irgendwo her müssen die Schreiberlinge ja auch diese Szene haben. Da sitzt man zu Hause am Schreibtisch und irgendwo kläfft ein Hund, während man gerade an seinem Buch arbeitet. Ist ja eigentlich nicht vollkommen aus der Luft gegriffen. :smile:


    Meiner bellt höchstens mit Motiv. Einfach so bellende Hunde, die fast des Bellens wegen bellen, finde ich nämlich auch etwas nervig.

    Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.<br />Jean Anouilh

  • Wie konnte ich den Thread übersehen. :lachen:


    Ich hab gehört das unheilschwangere Hunde bellen ist das neue schweigen der Lämmer? So wie lila das neue schwarz ist? Viel gravierender ist das Wort "unheilschwanger". :rollen:

  • Bis vier Seiten vor dem Ende war alles im grünen Bereich: auftauchende Hunde hatten eine vernünftige Rolle und/oder waren stumm. Aber dann hieß es doch, bis auf die Zeit wörtlich zum Threadtitel:


    Irgendwo bellt ein Hund. (Andrzej Stasiuk: Die Welt hinter Dukla)


    Schönen Gruß,
    Aldawen

  • Bei mir will einfach kein Hund bellen :sauer: . Aber dafür lässt sich ein anderes Wesen, nach dem Borz gefragt hat, vernehmen:



    Warum darf denn ein Rabe nicht irgendwo dramatisch krächzen, ein Kater nicht unheimlich miauen, eine Taube nicht knisternd gurren oder eine Eule nicht einsam uhuhen?


    Irgendwo gurrte eine Taube :bang: ,
    nämlich in Robert Löhr - Das Erlkönig-Manöver.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Ich lese gerade Dracula und da begegnet mir der Hund, der hier allerdings ein Köter ist, schon gleich jaulend auf der zweiten Seite.
    Und auf der neunten Seite dann folgendes:


    Da begann ein Hund irgendwo in der Ferne zu heulen - ein langgezogenes Jaulen, als fürchte er sich vor etwas. Ein anderer fiel ein, dann folgten in kurzen Abständen weitere Köter, deren Stimmen der Wind zum Pass trug. Es hörte sich an, als heulten jetzt im ganzen Land die Hunde ängstlich durch die Nacht.


    Na, das ist ja kaum noch zu toppen. Nur noch durch bellende Hunde auf der ganzen Welt! :breitgrins:


  • Na ja, die Köter haben aber einen Grund zum Heulen, wie sich später erweisen wird.


    Da wirst du wahrscheinlich Recht haben :breitgrins: Und ich habe hier in der Geschichte die Hunde auch erwartet, mindestens zwei. :zwinker:

  • Bei mir bellte vor kurzem auch irgendwo ein Hund – in „Naokos Lächeln“ von Murakami, und ziemlich am Anfang schon.


    Ich muss aber gestehen, ich mag diese Hunde, die da irgendwo bellen... :redface: Das gibt mir ein Gefühl von Weite, Ferne und auch Stille (wäre es laut, würden z.B. viele Autos fahren, würde man den Hund wohl nicht hören). Ich mag aber auch knarrendes Holz :redface:.


    In einem Songtext von den Doors kam mal der Schrei eines Schmetterlings vor. Das wäre ein schönes Motiv für ein eher surreales Buch, finde ich.


    Die von Mrs. Dalloway erwähnten geschürzten Lippen hingegen treiben mich fast in den Wahnsinn. Ich habe danach sogar mal bei google gesucht, um endlich zu verstehen, was das ist, wovon es zeugt, wozu es gut ist und was es mir sagen will. Wirklich verstanden habe ich es aber immer noch nicht. „Er/sie (häufiger sie, will mir scheinen) schürzte die Lippen“ :grmpf: