Daniela Knor - Nachtreiter (Elbensang 1)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Räubertochter.

  • Über die Steppe Phykadoniens, die Heimat der beiden Krieger Braninn und Grachann, bricht ein unerklärliches Ereignis herein: Immerwährende Dunkelheit schiebt sich über das Land und vertreibt alles Licht aus dem Leben der Steppenreiter. Als ihr Herrscher Ertann sein Volk zum Krieg gegen das Nachbarland Sarmyn aufstachelt, ahnen Braninn und Grachann: Ertann selbst steht mit Dämonen im Bunde. Auf der Flucht verschlägt es die beiden Freunde ausgerechnet ins feindliche Sarmyn. Doch dort finden sie Hilfe. Zwei sarmynische Ritter und eine geheimnisvolle Reisende schließen sich ihnen an. Gelingt es den ehemaligen Gegnern, ihre Welt der dunklen Macht der Dämonen zu entreißen?


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    Das Buch wurde sehr schön und stimmig gestaltet - leider fehlt aber ein Hinweis darauf , dass es sich um den ersten Teil einer Trilogie handelt. Auch ein kleines Personenregister wäre am Anfang hilfreich, ist für mich hier aber nicht unbedingt notwendig. Zumindest hat sich meine anfängliche Verwirrung bezüglich der vielen Personen schnell wieder gelegt.


    Die Geschichte ließ sich flüssig lesen, die Seiten flogen nur so dahin und ich befand mich schnell mitten in der Handlung. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die früher oder später aufeinander treffen. Dabei fand ich es interessant, die Personen aus mehreren Perspektiven kennen zu lernen - das ergibt immer ein runderes Bild. Es gab sehr unterschiedliche Figuren, darunter auch einige, die man nur schwer einem "Lager" zuordnen konnte. Das macht es spannend, denn so wird oft die Gesinnung überdacht - und manchmal war das ein ganz schönes hin und her.


    Neben der Weiterentwicklung der einzelnen Charaktere gefielen mir vor allem die verschiedenen Kulturen und das Spiel mit Vorurteilen. Bei aller Fremdartigkeit gibt es doch immer auch Dinge, die sich ähneln und durch die man aufeinander zugehen könnte.


    Im Verlauf der Geschichte gibt es Entwicklungen, die abzusehen waren, aber auch viele Überraschungen. Und Momente, die meine grauen Zellen zum Arbeiten gebracht haben - ich mag es, wenn nicht gleich alles auf dem Silbertablett präsentiert wird, sondern man auch mitdenken muss.
    Mit ein wenig mehr Tiefe bei den Figuren wäre Nachtreiter ein perfektes Buch für mich - allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, dass das bei so vielen Hauptfiguren gar nicht so einfach ist...


    4ratten

  • Nachtreiter ist der Auftakt zu einer Trilogie und hat mir gut gefallen. Ich konnte mich sehr gut in das Buch hineinfinden und wurde genauso sehr von der plötzlichen und bedrohlichen Dunkelheit überrascht, wie die Steppenkrieger. Diese bedrohliche Stimmung lauerte die ganze Geschichte über im Hintergrund, und kam immer wieder zum Vorschein, was eine unheimliche Atmosphäre schuf. Den Kampf gegen dieses heraufbeschworene Unheil zu übernehmen, berforderte einiges an Stärke, aber auch an Überwindung von Vorurteilen und Bildung von Vertrauen.


    Dass dies nicht immer einfach war, wurde in der Geschichte um die unterschiedlichen Gefährten sehr gut deutlich gemacht. Denn gerade die Unterschiede der Völker und ihrer Stände und das daraus resultierende Misstrauen untereinander machten die Aufgabe nicht einfach und erzeugten Unsicherheit. Mit der Zeit rauften die jungen Leute sich zwar zusammen und fanden auch Gemeinsamkeiten, teilweise hatte man das Gefühl, sie könnten sogar gute Freunde werden, aber einfacher wurde es deshalb nicht, denn der Einfluss der Vorurteile und Standesunterschiede war groß.


    Und auch ich als Leser sprang sehr oft mit meiner Sympathie zwischen den Personen hin und her, denn auch ich war mir oft nicht sicher, welche Ziele der ein oder andere wirklich verfolgte und ob man ihm trauen konnte oder nicht. Verstärkt wurde dieses Gefühl durch die wechselnde Erzählperspektive, die mir die Gedanken, Pläne und Befürchtungen der einzelnen Charaktere nahebrachte und mich oft hin- und herschwanken ließ.


    Eine spannende Geschichte voll von dunklen Dämonen, magischen Kräften und geheimnisvollen Gaben, Intrigen, Mut und Misstrauen, die mir ein paar schöne Lesestunden gebracht hat und auf deren Fortsetzung ich mich freue.


    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

  • Daniela Knor - Nachtreiter


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    Im Reich Phykadon legt sich eine unerklärliche schwarze Wolke über das Land. Der Häuptlingssohn Braninn und sein Freund Grachann finden schon bald heraus, was es damit auf sich hat...
    Im westlichen Teil des Landes, Sarmyn genannt, herrscht ein Königsgeschlecht über ein Reich voller Ritter, Bauern und Söldner, ein typisches Feudalsystem. Der junge Adlige Arion hat sich an den Königshof begeben, um Ritter zu werden...
    Regin, ein Ritter, hat merkwürdige Erscheinungen, die schon bald einen ungeahnten Ehrgeiz in ihm wecken...
    Und nicht zuletzt geht es um Sava, die mit Arion aufwuchs, die auf der Flucht vor ihrer Hochzeit im Tempel einer uralten Göttin Zuflucht sucht, deren Reich schon lange vergangen ist und deren Anhänger im Reich verfolgt werden...


    Das Schicksal all dieser Menschen wird von der Autorin zu einer Geschichte verwoben, in der man zunächst nur allzu leicht den Faden verlieren kann, denn die Erzählperspektive wechselt häufig zwischen den verschiedenen Protagonisten und es dauert ein wenig, bis man alle soweit identifizieren kann, dass man sofort weiß, wer bzw. was Sache ist.


    Obwohl es ein wenig dauert, bis man den großen roten Faden in den einzelnen Geschichten findet, ist das Buch doch sehr spannend, denn man möchte natürlich gerne wissen, wie es mit jedem einzelnen weiter geht, wenn mal wieder ein Kapitel zu Ende ist. Interessant wird es, als die obligatorischen Helden zu ihrer obligatorischen Queste aufbrechen, denn sie sind sich gegenseitig nicht so wohlgesonnen, wie es für ihre Sache wohl gut wäre.


    Leider wird die Geschichte dann auf der Reise etwas langatmig, wohingegen das Ende dann ziemlich plötzlich und kurz abgehandelt wird. Der Schluss ist zwar abgeschlossen, es bleiben aber genügend offene Fragen für weitere Teile der Reihe und auch das Schicksal der meisten Protagonisten ist noch nicht klar und bietet noch viel Raum..


    Obwohl das Buch eigentlich nicht schlecht ist, fehlte ihm doch das gewisse Etwas, was mich dazu zwingen würde, die weiteren Bände lesen zu wollen – so bin ich mit dem Ende der Geschichte zufrieden und würde wohl nur weiterlesen, wenn der nächste Band mir zufällig begegnen würde.


    3ratten

    Liebe Grüße,<br />Verena<br /><br />&WCF_AMPERSAND"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?&WCF_AMPERSAND" Gandalf in &WCF_AMPERSAND"Die Gefährten&WCF_AMPERSAND", J.R.R. Tolkien