Michael Ende - Die unendliche Geschichte

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 58 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Noble Scarlet.

  • So, ich mache uns mal einen Thread auf :winken:


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    Inhalt in Kurzfassung:


    Bastian (Balthasar Bux) verfolgt lesend den drohenden Untergang Phantasiens. Nach und nach wird ihm klar, dass das Buch, dass er liest kein "normales" Buch ist und er verfängt sich in den Zeilen. Packend sind die Abentteuer Atreju`s, der von der kindlichen Kaiserin beauftragt wurde das Land zu retten.


    Er muss geheimnisvollen Gesetzen folgen, verschiedenlichste Aufgaben meistern, ferne Orte besuchen, Rätsel lösen, monströse Gestalten treffen, aber lernt auch lustige Freunde kennen. Doch rettet er am Schluss wirklich Phantasien? Lesen wir es....


    Teilnehmer:


    cori
    Valentine
    bibliomonster
    Jaqui?
    Sookie
    Yklamyley
    Tatjana
    chil
    Tamiami
    bane77
    Beyonder-Prime


    Seid so lieb und fangt erst an zu posten, wenn es auch wirklich was zu erzählen gibt - Postings wie "Buch liegt bereit und ich fange gleich an zu lesen" sind eher unproduktiv und ziehen bloß den Thread in die Länge.


    Und jetzt wünsche ich uns ganz viel Spaß beim Eintauchen ins Land Phantásien. Den Erstlesern viel Freude beim Entdecken dieser Welt und den "Re-Readers" frohes Wiedersehen ;)

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Ich habe heute meine Mittagspause genutzt, um mit dem Buch anzufangen. Allein schon das Wiedersehen mit meinem zerlesenen, zerfallenden und mittlerweile schon kräftig vergilbten Taschenbuch hat mich total gerührt :breitgrins: Übrigens: die Unendliche Geschichte feiert dieses Jahr ihren 30. Geburtstag :klatschen:


    Die Gestaltung des Buches mag ich auch sehr gerne - wie im Buch beschrieben, gibt es grüne und rote Schrift, vorne drauf AURYN und an jedem Kapitelanfang eine große Initiale, ausgestaltet mit Themen aus dem jeweiligen Kapitel. Dass jedes Kapitel mit einem anderen Buchstaben des Alphabets beginnt, finde ich auch genial.


    Ich versuche meine Eindrücke mal ein wenig nach Kapiteln zu gliedern.


    Prolog


    Bastian ist echt ne arme Socke. Mobbing an Schulen war also auch schon vor 30 Jahren ein Thema :sauer: Schüchtern und optisch von der Natur nicht gerade begünstigt obendrein. Umso interessanter, dass er sich gegen die Vorurteile des grummeligen Koreander zur Wehr setzt.


    Besonders schön fand ich diese Passage, in der sich auch so mancher von uns wiederfinden wird:


    Zitat

    Wer niemals ganze Nachmittage lang mit glühenden Ohren und verstrubbeltem Haar über einem Buch saß und las und las und die Welt um sich her vergaß, nicht mehr merkte, dass er hungrig wurde oder fror-
    (...)
    Wer niemals offen oder im geheimen bitterliche Tränen vergossen hat, weil eine wunderbare Geschichte zu Ende ging und man Abschied nehmen musste von den Gestalten, mit denen man gemeinsam so viele Abenteuer erlebt hatte, die man liebte und bewunderte, um die man gebangt und für die man gehofft hatte (...)


    Eigentlich wäre Bastian bei uns im Forum auch gut aufgehoben gewesen. Da hätte er sich wenigstens über seine Lieblingsbücher austauschen können ;)


    Der Dachboden mit den gammeligen Turnmatten und dem ganzen alten Gerümpel ist einer der Handlungsorte, die ich mir von allen meinen gelesenen Büchern am besten vorstellen kann.


    Kapitel 1


    Szenenwechsel zu einigen Gestalten, die ein erster Vorgeschmack auf die Vielfalt der Wesen in Phantásien gibt, und erstmals hört man von dem bedrohlichen Nichts, das sich im Lande breitmacht. Und trotz dieser Sachlage blitzt gerade in der Begegnung der vier Boten auch ein schöner Humor durch. Auch das Aufeinandertreffen der 499 Ärzte fand ich witzig.


    Die Beschreibung der Kindlichen Kaiserin hat mich an ein bestimmtes Gottesverständnis erinnert. Sie übt keine Gewalt aus, nutzt ihre Macht nicht, lässt alle gewähren, existiert einfach nur - doch ohne sie gäbe es auch alle anderen Wesen nicht.


    Kapitel 2


    Atréju wird berufen, eine ungewöhnliche Wahl - ein kleiner Junge, der noch nicht mal seinen ersten Büffel erlegt hat ...


    Kapitel 3


    Atréjus Reise beginnt, einzig geschützt durch AURYN, denn von nun an muss er wie die Kindliche Kaiserin ohne Gewalt und Willensausübung auskommen, und führt ihn als erstes in die Sümpfe der Traurigkeit zur Uralten Morla, die das Geheimnis hinter der Kraft der Kindlichen Kaiserin kennt.


    Die Vorstellung der Singenden Bäume gefiel mir gut, obwohl die ja auch nicht so ungefährlich zu sein scheinen.



    Kapitel 4


    Ygramul, die Viele. Iiiiihhhh.



    Kapitel 5


    Die Zweisiedler finde ich irgendwie putzig, ein kleines altes hutzeliges Ehepaar, das ständig aufeinander herumhackt, auf eine Weise, die aus langer Zweisamkeit geboren ist. Engywuck mit seinem Professorenehrgeiz gegen die bodenständige Heilerin Urgl, herrlich!


    Kapitel 6


    Die drei magischen Tore sind wunderschön beschrieben :herz:


    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Ich habe bisher nur das Vorwort und das A- und B-Kapitel geschafft. Ich bin aber jetzt schon total begeistert und kann es nicht erwarten, weiter zu lesen. Das mit der zweifärbigen Schrift und den schön illustrierten Kapitelanfängen finde ich besonders genial, das macht das Buch zu etwas Besonderem.


    Vom Erzählstil her muss ich sagen, dass die Geschichte auf mich (noch?) sehr kindlich wirkt, was mich einigermaßen überrascht. Ich kannte bisher aus meiner frühesten Kindheit nur einige Szenen aus dem Film, weshalb ich es nicht erwartet hatte. Was ja ansich nichts macht, ich hätte es halt nur nicht erwartet.


    Bastian als Protagonist finde ich wunderbar, er ist so ein toller Anti-Held: Klein, dicklich und einfach nur arm. Wie gesagt, ich freue mich aufs Weiterlesen!


  • Vom Erzählstil her muss ich sagen, dass die Geschichte auf mich (noch?) sehr kindlich wirkt, was mich einigermaßen überrascht.


    Finde ich eigentlich gar nicht. Interessant, wie unterschiedlich man sowas wahrnimmt.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Finde ich eigentlich gar nicht. Interessant, wie unterschiedlich man sowas wahrnimmt.


    Ich sehe das wie Valentine. Der Erzählstil ist zwar einfach gehalten, erscheint mir aber nicht 'kindlich'.



    Ich habe gerade das 5. Kapitel beendet und kann Valentine in allen Punkten zustimmen. (Ich musste mir doch tatsächlich auch ein paar Tränchen verkneifen.)


    Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich war sofort von der Geschichte gefangen, was natürlich an der besonderen Erzählweise liegt.


    Sehr gut gefällt mir daher auch Bastians Rolle als Leser, seine gedanklichen Einwürfe beim Lesen. Wie im 'richtigen' Leserleben macht sich Bastian Gedanken über die Ereignisse im Buch, schweifen seine Gedanken ab zu seiner eigenen Wirklichkeit (private Probleme, sollte ich jetzt wirklich etwas essen, muss ich unbedingt aufs Klo gehen) und zu seinen eigenen Fantasien (was wäre, wenn ich jetzt dort wäre). Und wie Bastian, passiert mir das natürlich auch. :breitgrins:


    Bastian ist eben der typische Leser und es macht einfach Spaß, dass ich als Leser, ein Buch über einen Leser lese, welcher gerade ein Buch liest. :zwinker: Ich glaube, darin liegt auch der besondere Reiz der Geschichte. Indem ich mich mit dem Leser Bastian indentifiziere, werde ich selbst ein Teil dieser Geschichte.

  • Hallo Ihr Lieben! :winken:


    Ich habe inzwischen das 3. Kapitel beendet und bin schon wieder mitten in Phantasien gefangen. Es ist so eine tolle Welt, in der alles und jeder seinen Platz hat. Die Figuren die Michael Ende sich ausgedacht hat, sind so fantasievoll und eindrucksvoll beschrieben, dass man sie gleich vor Augen hat (Den Steinbeißer fand ich immer besonders toll!)


    Die Szene mit den vielen Ärzten fand ich auch klasse.


    Die Szene von

    finde ich so emotional aufwühlend, auch beim x-ten Lesen verliert sie nicht ihre Wirkung. Ich dachte immer, dass dies erst viel später in der Geschichte passiert. Aber so verzerrt können die Erinnerungen sein....


    Atreju ist natürlich klasse. Der Held jedes kleinen Mädchen. Was war ich in den Jungen verknallt! :breitgrins:


    Bastian finde ich zugegebenermaßen recht unsympathisch. Einerseits tut er mir klar leid, v.A. dass er seine Mutter verloren hat und sein Vater sich so zurückzieht. Aber andererseits finde ich doch, dass er ein ziemlicher Hosenscheißer ist. Sympathisch macht ihn nur seine Liebe zum Lesen. Ich finde es wie auch bibliomonster so schön seinen Gedanken beim Lesen zu folgen und ich kann mich seit er mit dem Lesen begonnen hat, sehr gut in ihn hineinversetzen und mich auf den staubigen Boden des Speichers träumen.


    Den Gedanken Valentines, dass die kindliche Kaiserin gottähnlich ist - finde ich sehr interessant. Da bin ich noch gar nicht drauf gekommen. Genau deswegen sind Leserunden so toll! :bussi:


    Ich finde das Buch jetzt schon mächtig unheimlich. Die Auflösung der Welt finde ich unglaublich beängstigend und jetzt hat Atreju auch noch

    *schauder*


    Ich muss heute abend unbedingt weiterlesen. Ich hoffe meine Erkältung übermannt mich nicht allzu bald... :grmpf:


    Viel Spaß weiterhin!
    bane

  • Finde ich eigentlich gar nicht. Interessant, wie unterschiedlich man sowas wahrnimmt.


    Finde ich auch nicht. Ich würde eher sagen, dass das Buch "Kindsgerecht", das heisst, das Kind fordernd, ohne es zu überfordern, ist.


    Okay, ich bin heute leider etwas spät dazu gestossen; :redface: lasst mich mal kurz die anderen Postings ("Beiträge") lesen, und dann sehen wir weiter...


    (Bei der Gelegenheit: weiss jemand, wie man innerhalb eines Threads eigene Beiträge schreibt, ohne laufend jemanden zitieren zu müssen?) :redface:

  • Aha. Ich hab's gefunden.


    Okay. Allzuweit sind wir ja noch nicht gekommen. Zuersteinmal: Wer ist bis jetzt eigentlich euer Lieblingscharakter? Meiner ist und bleibt Atrèju. Er ist der beste Freund, den man sich nur wünschen kann, und gerade nach


    Allerdings gibt es im Buch auch einige Charaktere, die ich nicht ausstehen kann. Das wäre natürlich zuerst einmal Koreander: ein Kinderfeindlicher Bastard, der erst dann anfängt, freundlich zu dem armen Bastian zu sein, nachdem er erfahren hat, dass sie "gemeinsame Erfahrungen" haben. Pfui. Ich hasse solche Kreaturen.
    Dann gibt es da noch einige andere, aber ich warte erst mal ab, bis Ihr anderen geantwortet habt.


    EDIT: Spoilerkasten gesetzt. LG, Saltanah

    Einmal editiert, zuletzt von Saltanah ()

  • Hallo Beyonder-Prime,


    wärst du bitte so lieb und "spoilerst" Teile deines Beitrages. Einige lesen Die unendliche Geschichte das erste Mal und dein Beitrag verrät bereits einige zukünftige Ereignisse.


    Danke und liebe Grüße,
    bimo :winken:

  • So, ich hab mich zusammengerissen und noch eine Weile gelesen:


    Kapitel 4:
    Ygramul, die Viele. Ich wusste gar nicht mehr um welches Wesen es sich dabei handelt. Aber als dann


    Fuchur ist wirklich wunderschön beschrieben. Fuchur ist eine meiner liebsten Buchfiguren. Als Kind habe ich immer davon geträumt auch einen Glücksdrachen als Freund zu haben. :knuddel:


    Kapitel 5:
    An die Zweisiedler kann ich mich noch sehr gut erinnern. Die fand ich damals wie heute so witzig!


    Kapitel 6 & 7:
    Die Tore und die Sphinxen finde ich auch unglaublich faszinierend. Man kann förmlich sehen wie sie sich majestätisch aus der Wüste erheben. Hier hat mir meine Erinnerung auch einen Streich gespielt. Ich war immer der Meinung Atreju muss hier ein Rätsel lösen... :gruebel: Auch die Idee, dass Uyulála


    Kapitel 9:
    Das finde ich auch eines der Kapitel, die mir immer wieder eine Gänsehaut machen. Spukstadt ist wirklich gruselig. Vor dem


    Kapitel 11:

    Wie seht ihr das?


    Ich kann kaum erwarten heute abend weiterzulesen. Ich finde es erstaunlich wieviel ich schon vergessen habe und jetzt neu entdecke! Aber es ist auch schön Altbekanntes wieder zu entdecken.


    lg
    bane


  • Hallo Beyonder-Prime,


    wärst du bitte so lieb und "spoilerst" Teile deines Beitrages. Einige lesen Die unendliche Geschichte das erste Mal und dein Beitrag verrät bereits einige zukünftige Ereignisse.


    Danke und liebe Grüße,
    bimo :winken:


    Ja, das wäre auch mir ein Anliegen!


    Vielleicht ist "kindlich" auch der falsche Ausdruck dafür, wie ich den Beginn der Geschichte erlebt habe. Irgendwie wirkte sie für mich am Beginn sehr bemüht, irgendwie so, als hätte Ende Angst gehabt, dass man ihm die Figuren nicht abnimmt. Schwer zu erklären, aber dieser Eindruck hat sich mit Fortschreiten des Buches sowieso bereits relativiert.


    Bastian ist mir nicht unbedingt unsympathisch, aber ich versteh seine Beweggründe einfach nicht. Wieso bleibt er am Speicher der Schule hocken, wenn er genauso gut heimgehen und im Bett weiterlesen könnte?


    Mir gings auch so, dass jene Szene,

    , mich sehr traurig gemacht hat. Ich habe als Kind einmal einen Teil des Films gesehen und da ausgerechnet jene Szene. Das war genug für mich, um ein Kindheitstrauma auszulösen. Bis vor kurzem habe ich auch nicht recht viel mehr über die Geschichte gewusst. Meine Gedanken haben sich irgendwie an jener Szene festgesaugt. Aber nun ist sie - Gott sei Dank früher als erwartet - vorbei.


    Haben wir eigentlich schon erwähnt, dass die Illustrationen von Michael Endes Vater stammen, der surrealistischer Maler war?

  • Hallo allerseits :winken: ,


    ich habe mich ganz kurzfristig entschlossen, auch mitzulesen. Zwar habe ich das Buch vor etwa 25 Jahren schon mal gelesen, aber nur ein einziges mal und erinnern kann ich mich nicht mehr an viel.


    Bastian ist der perfekte Antiheld. Ängstlich, übergewichtig, in der Schule gemobt - wobei ich das Mobbing durch die Lehrer, das Ende an mehreren Stellen beschreibt, viel schlimmer finde als das durch die Schüler - ohne Freunde, mit abwesenden Eltern, also sehr einsam.


    Atréju ist alles, was Bastian sich wünscht, für meinen Geschmack zu heldenhaft, aber doch sympathisch. Winnetou im Kleinformat.


    Der alte Koreander hat mir relativ gut gefallen, eben weil er keine typische Opagestalt ist, an die sich der einsame kleine Junge halten kann. Er ist abweisend, mag keine Kinder und zeigt das auch deutlich. Außerdem ist er auch nicht der typische Antiquar. Der ist doch hochgewachsen und dürr, oder :zwinker: ? Zumindestens stelle ich einen mir so vor.


    Gut gefallen mir die verschiedenen Überlegungen zu Literatur, die Ende hier unterbringt. Z. B. Bastians Abneigung gegen (in den 70ern ) moderne Kinderbücher.

    Zitat

    Außerdem hasste er es, wenn man ihn zu etwas kriegen wollte. Und in dieser Art von Büchern sollte man immer, mehr oder weniger deutlich, zu etwas gekriegt werden. (1. Kap.)


    Oder seine Überlegung darüber, wieso Helden oder Jesus! denn nie aufs Klo müssen. (5. Kap.)


    Auch die Verbindung zwischen Phantásien und der "realen" Welt (sowohl Bastians realer als auch unserer - das ist ja nicht dieselbe) ist gut gelungen. Wir gelangen mit dem Buch das wir lesen (und das zumindest in meiner Ausgabe so aussieht wie im Buch geschrieben) in Bastians Welt, und Bastian scheint manchmal in Atréjus Welt aufzutauchen.
    Dass dann auch das Orakel feststellt, dass Phantásiens Bewohner

    sind, macht die Verbindung perfekt.


    Zum Stil:
    Auf den ersten Seiten war er mir auch ein wenig zu sorgfältig zurechtgelegt, aber mittlerweile bin ich so sehr in dem Buch "drin", dass mich da nichts mehr stört. Ich hatte nicht erwartet, dass es mich so fesseln könnte.



    Haben wir eigentlich schon erwähnt, dass die Illustrationen von Michael Endes Vater stammen, der surrealistischer Maler war?


    Welche Ausgabe hast du denn? Ich lese die ursprüngliche rot-grüne "Von A bis Z mit Buchstaben und Bildern versehen von Roswitha Quadflieg", wie es im Untertitel heißt.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Obwohl ich „Momo“ über alles liebe, ist es für mich das erste Mal, dass ich „Die unendliche Geschichte“ lese, obwohl das doch nahe liegend gewesen wäre. Umso mehr als mir auch der Film immer gut gefallen hat. (Gibt’s da mehr als nur einen Teil? Ich kann mich an die schöne Eingangsszene erinnern, in der das Steinbeißerbaby auf seinem Dreirad zu „Born to Be Wild“ durch die Gegend radelt :breitgrins:).
    Inzwischen habe ich Kapitel C beendet. Und ich mag Bastian auch nicht so. Natürlich tragisch, was er erlebt hat, aber irgendwie ist er mir einfach nicht sympathisch. Dabei kann ich mir den alten Dachboden als Leseort gut vorstellen, obwohl er irgendwann mal runterkommen muss, hat er doch nur ein Brot und einen Apfel mit.
    Die Bewohner Phantásiens kann ich noch nicht so einschätzen, die gottähnliche Kindliche Kaiserin ist mir jedoch suspekt. Und natürlich kommt

    (meine Finger haben hier ganz von allein Antrax geschrieben. So verdorben sind meine nicht mehr kindlichen Gedanken… :zwinker: ) unerwartet und auch, so finde ich, doch relativ emotionslos daher.

    Auch ungelebtes Leben<br />geht zu Ende<br />- Erich Fried

  • Ich sehe das wie Valentine. Der Erzählstil ist zwar einfach gehalten, erscheint mir aber nicht 'kindlich'.


    Ich sehe es auch wie Valentine. Ein einfacher Erzählstil ohne zu sehr kindlich zu wirken.



    Ich bin gerade im 6. Kapitel ("F")
    Habe das Buch ja noch nie gelesen und finde dafür sollte ich mich schämen. Dieses Buch muss man einfach lesen! Die Probleme, die man als Schüler haben kann sind zeitlos. Mobbing gab es wohl schon immer.
    Eigentlich mag ich keine Bücher in denen Trolle, Fabelwesen oder erfundene Wesen erscheinen, aber allein das Michael Ende solchen Gestalten auch noch die verücktesten Namen gegeben hat (die meistens wie die Faust aufs Auge der Gestalt passen) macht das Buch für mich spannend!!!
    Und jetzt heißt es gleich wieder: "weiterlesen"


    Ach ja eines hatte ich mit Bastian gemeinsam: An der Stelle, an der Auryn erwähnt wird, als zwei Schlangen, die sich gegenseitig in den Schwanz beißen, steckte Bastian seinen Zeigefinger als Lesezeichen in das Buch und sah sich den Einband an.... genau das habe ich zufällig auch getan.. obwohl ich mir den Einband schon früher öfters angesehen hatte :breitgrins:

  • Hallo Saltanah, schön dass Du Dich kurzfristig zu uns gesellst! :winken:


    Ich bin inzwischen schon bei Kapitel 23 gelandet. Die Entwicklung Bastians war so

    , dass ich einfach nur weiterlesen musste.


    Aber mal langsam....


    Kapitel 12:
    Ich fand den Vorgang des Erzählens und Geschehens und die Verwobenheit der beiden Handlungen wunderbar erzählt.


    Kapitel 13 - 15:


    Kapitel 16:


    Kapitel 17 -19:


    Kapitel 20:


    Kapitel 21:


    So jetzt wird geschlafen. Gute Nacht - bane


  • Hallo Beyonder-Prime,


    wärst du bitte so lieb und "spoilerst" Teile deines Beitrages. Einige lesen Die unendliche Geschichte das erste Mal und dein Beitrag verrät bereits einige zukünftige Ereignisse.


    Danke und liebe Grüße,
    bimo :winken:


    Selbstverständlich, Biblio. Tut mir leid... :redface:

  • Ui, da habe ich mich vertan! Die Illustrationen in "Der Spiegel im Spiegel" stammen von Edgar Ende, Michael Endes Vater! Ich dachte, die Illustrationen in der unendlichen Geschichte seien von ihm, tatsächlich ist Roswitha Quadflieg kein Synonym, die Dame heißt wirklich so :breitgrins:

  • Hallo :winken:,
    gestern abend hab ich das Buch beendet und mit einem wohligen Seufzer geschlossen.


    Kapitel 22:


    Kapitel 23:


    Kapitel 24:


    Kapitel 25:


    Kapitel 26:


    ENDE


    Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen. Die vielen unterschiedlichen Wesen und Gegenden fand ich wunderbar beschrieben und sehr phantasievoll. Die Welt hat ihren Namen Phantasien verdient. Gestört hat mich aber ohne Maßen wie


    Euch noch viel Spaß beim Lesen. Ich werd noch ab und zu vorbeischauen! Ab heute gehts in meine nächste Leserunde!


    lg
    bane

  • Kap. 4:
    Ygramul die Viele! :entsetzt: Ein tolles Wesen! (Und ich dachte amüsiert: "Aha, hier hat Christoph Marzi für 'Lycidas' auch geklaut sich inspirieren lassen.)
    Schuppen hat der Glücksdrache! Er ist kein Kuscheltier! - Das war es, was mich am Film am allermeisten gestört hat - dieser unsäglich kitschige Glücksdrache, der so überhaupt nichts mit der Figur im Buch (bzw. in meinem Kopf) gemeinsam hatte.


    Kap.6:
    Hier geht es mir etwas zu glatt. Wieso hat Atréju im 2. Tor


    Kap. 9:
    "Ich bin niemand." Wow, hier hat Ende ja die Odyssee verbraten - Odysseus und Polyphem, der einäugige Riese.
    Was meint ihr, hat Gmork Atréju eigentlich gleich erkannt? Das müsste er ja eigentlich



    Kapitel 11:

    Wie seht ihr das?


    Weniger hart. Zwar kann ich nicht behaupten, dass ich Bastians Handlungsweise begrüßen würde, aber ich finde sie glaubwürdig. Er ist eben kein


    Kap. 12:
    Hier stecke ich gerade mitten drin. Großartig, was Ende sich hier hat einfallen lassen. Die Schlange, die sich in den Schwanz beißt, die unendliche Geschichte. In der Tat!
    Bin mal gespannt, wie sich der Knoten lösen wird.

    Wir sind irre, also lesen wir!


  • Das war es, was mich am Film am allermeisten gestört hat - dieser unsäglich kitschige Glücksdrache, der so überhaupt nichts mit der Figur im Buch (bzw. in meinem Kopf) gemeinsam hatte.


    Dito!!!


    Leider werde ich heute erst zum Weiterlesen kommen ...


    Dass Bastian einfach in der Schule hocken bleibt, kann ich ganz gut nachvollziehen: als er nicht zum Schulschluss verschwindet, hat er den Punkt verpasst, an dem er ohne Aufsehen zu erregen nach Hause gehen kann. Wenn er Stunden später zu Hause auftauchen würde, hätte der Vater sicher wieder sein kummervolles Gesicht, das Bastian nicht ertragen kann, und er würde sich noch mehr wie ein Versager vorkommen.


    Die Lehrer fand ich auch ziemlich gemein beschrieben, vor allem den Sportlehrer :grmpf:

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)