Jennifer Fallon - Die Götter von Amyrantha (Die Gezeitenstern-Saga 2)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Fruttini.

  • Hallo!


    Jennifer Fallon - Die Götter von Amyrantha (Die Gezeitenstern-Saga 2)

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    Inhalt:
    Die Flut steigt und die Unsterblichen postieren sich an den Zentren der Macht. Sobald die Flut ihren Höhepunkt erreicht, sind auch sie wieder im Vollbesitz all ihrer Kräfte und bereit die Herrschaft zu übernehmen. Und manchen ist die Herrschaft über ein Land nicht genug.
    Die Bruderschaft des Tarots versucht Pläne zu entwickeln wie sie die Gezeitenfürsten vernichten können. Aber wie soll man Wesen töten, die nicht sterben können?
    Arkady wird mit ihren Mann auf eine diplomatische Mission nach Torlerien geschickt. In diesem Land herrschen andere Sitten und Arkadys Freiheit wird stark eingeschränkt. Doch ihr Aufenthalt in Torlerien ist nicht ganz umsonst, denn die Frau des torlerienischen Kaisers weiß um viele Geheimnisse …


    Bewertung:
    Die Götter von Amyrantha ist der zweite Teil der Gezeitenstern-Saga. Wie es sich für eine mehrteilige Buchreihe gehört, muss sich hier die Situation dramatisch verschärfen, sodass es Grund genug gibt, auch den nächsten Band zu lesen.
    In Teil eins begegnete der Leser einem todessehnsüchtigen Unsterblichen, dem keiner glaubt, dass er unsterblich ist. Die Unsterblichen sind aber realer denn je. Mit dem ansteigen der Gezeiten, gewinnen sie ihre Macht zurück, auch wenn es noch Jahre dauern wird bis diese ihren Höhepunkt erreicht.
    Wer glaubt, Cayals Todessehnsucht wäre verflogen, irrt sich gewaltig. Der unsterbliche Prinz ist hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch einen Weg zum Sterben zu finden und der Möglichkeit einen Sinn in seinem Dasein zu erkennen.
    In dieser Situation taucht Lukys, ein anderer unsterblicher mit unglaublichen Neuigkeiten auf. Lukys ist nicht der einzige Unsterbliche, der in diesem Buch auf der bildfläche erscheint. Auch andere Charaktere, die man bisher nur aus Cayals Erzählungen kannte, mischen sich nun aktiv in die Handlung ein. Manchmal ist es schwierig sich zu erinnern in welcher Beziehung welcher Unsterbliche mit welchem Unsterblichen steht, aber nach etwas Orientierungszeit, findet man sich zurecht.
    Lukys ist mit Sicherheit einer der interessantesten Unsterblichen. Obwohl er offen seine Ziele verrät, bleibt das Gefühl, dass das noch nicht alles ist. Das bewahrheitet sich auch, denn Lukys ist für die ein oder andere Überraschung gut. Er hat eine sehr eigene Methode seine Ziele zu verfolgen und hat in mehr Sachen seine Hände im Spiel als man erwartet hat.
    Mit dem Erscheinen weiterer Unsterblicher, flammen auch alte Konflikte wieder auf. Noch steht die Flut nicht hoch genug als das sie ein weiteres Weltende auslösen könnten, aber gefährlich sind sie dennoch.
    Eines kann man über alle Unsterblichen sagen: Sie sind nicht die Guten. Sie waren als Menschen nicht die besten und die Unsterblichkeit hat keinem der Charaktere gutgetan. Die Unsterblichen sind eigentlich überaus menschlich, nur haben sie die Fähigkeiten ihre Vorstellungen von Machtbesitz durchzusetzen.
    Das bedeutet nicht, dass sie nicht auch ihre positiven Eigenschaften haben. Man muss sie nur suchen, und es sind nicht so viele.
    Lukys erscheint beinahe sympathisch, wüsste man nicht, dass er ein kleiner, hinterhältiger Bastard ist, der nur an seinen eignen Vorteil denkt. Oder wirkt das vielleicht nur so?
    Cayal kann einem in seinem unmöglichen Wunsch zu sterben fast leidtun. Aber nur fast, denn sein ewig gleiches Gejammer kann zu einer langweiligen Seitenfüllung werden. Zum Glück sind Cayals Auftritte im zweiten Band wesentlich seltener als im ersten, ansonsten wäre es nicht zum Aushalten.
    Wenn man die Gute unter den Unsterblichen wählen müsste, wäre das wohl Maralyce, weil die sich eigentlich für nichts als ihre Miene interessiert und davon absieht, Menschen zu plagen.
    Die meisten Unsterblichen sind aber so durch und durch schwarz gezeichnet, dass man sich fragt, ob so viel Boshaftigkeit in einer Person vorhanden sein kann.
    Von der Hälfte der Unsterblichen möchte ich gar nicht unbedingt mehr lesen. Sie sind derart starr in ihren Charakterzügen, dass man mit keinen großen Überraschungen ihrerseits rechnen kann. Egal, was sie tun, es ist auf jeden Fall negativ für „die Guten“.


    Während Arkady mit Stellan nach Torlerien geschickt wird, ereignet sich in Glaeba eine Katastrophe mit hinreichenden Folgen für die Fürstin und ihren Gemahl. Die beiden geraden von einer kleineren Tragödie in eine auswegslose Lage. Man muss einfach mitfierben und hoffen, dass es einen Ausweg gibt.


    Declan muss in seiner Position als erster Spion des Königs extra vorsichtig sein und bringt sich doch in einige brenzlige Situationen.


    Was die menschlichen Protagonisten anbelangt, lässt sich keine große charakterliche Weiterentwicklung erkennen. Abgesehen davon, dass Arkady nun an die Existenz der Gezeitenfürsten glaubt.


    Sehr interessant ist die Funktion der Arks, der Crasii, die den Unsterblichen nicht gehorchen müssen. Es ist amüsant zu beobachten wie die Unsterblichen in ihrem Größenwahn gar nicht merken, dass sich unter ihnen Crasii-Spione befinden.
    Leider wirken die Crasii zumeist nur wie schmückendes Beiwerk. Sie sind mehr ein Werkzeug der Bruderschaft des Tarots als das sie selbst agieren könnten.


    Nachdem im ganzen Buch die Hauptfiguren von einer schwierigen Situation in die nächste kamen, verwundert es nicht, dass am Ende noch ein paar ganz große Überraschungen kommen. Da kommt es einer Gemeinheit gleich, auf den nächsten Band warten zu müssen.


    Das Buch lässt sich leicht lesen und die Geschichte zieht auch mit, aber ganz so sehr wie Band eins zog mich Die Götter von Amyrantha nicht in den Bann. Das lag zum einen daran, dass die Welt bereits bekannt ist, und zum anderen an den Personen. Diese bleiben einem meistens sehr fern.
    Nicht gerade förderlich ist auch, dass viele neue Konfliktsituationen entstehen, die Auflösung aber oft auf das nächste Buch verschoben wurde.


    4ratten


    Liebe Grüße


    Nirika

    „Jeg ser, jeg ser …<br />Jeg er vist kommet på en feil klode! <br />Her er så underligt …“<br /><br />Sigbjørn Obstfelder - Jeg ser

  • Das hört sich cool an :zwinker:
    Muss ich unbedingt lesen...


    Fruttini :schmetterling:

  • Hallo!



    Das hört sich cool an :zwinker:
    Muss ich unbedingt lesen...


    Kann ich nur empfehlen, aber trotzdem ist es sinnvoll zuerst das hier zu lesen:
    Gezeitenstern-Saga 01 - Der unsterbliche Prinz von Jennifer Fallon

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    Liebe Grüße


    Nirika

    „Jeg ser, jeg ser …<br />Jeg er vist kommet på en feil klode! <br />Her er så underligt …“<br /><br />Sigbjørn Obstfelder - Jeg ser