Rebecca Gablé - Hiobs Brüder

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Es gibt 36 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von British_Soul.

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich habe gerade auf der Website von Rebecca Gablé gesehen, dass im Oktober ein neues Buch von ihr erscheint - das wollte ich Euch natürlich nicht vorenthalten:


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    Ich werde gleich vorbestellen und freue mich schon auf den Erscheinungstag :klatschen:


    LG
    Bianca

  • Ich hab mir sagen lassen, das es gut sein soll *g
    Ne Bekannte liest es grade und ich erwarte schon hibbelig ihren bericht.


    Ich freue mich auch schon drauf.




    soft

    up and down

  • Jaaaa, das hab ich neulich schon in unserer Tageszeitung gelesen (die an diesem Beispiel Sinn und Unsinn von Vorab-Rezensionexemplaren untersucht hat), aber völlig vergessen, das auch hier bekanntzugeben.


    Ich bin auch schon gespannt!

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Es soll vom Inhalt her an Das zweite Königreich anschließen! Ich freu mich schon drauf und werde erstgenanntes sicher vorher wieder lesen (bisher mein Gablé Liebling überhaupt)


  • Es soll vom Inhalt her an Das zweite Königreich anschließen! Ich freu mich schon drauf und werde erstgenanntes sicher vorher wieder lesen (bisher mein Gablé Liebling überhaupt)


    Tut es, sagt meine Bekannte. Und sie sagt es ist toll, wer die anderen Bücher mag wird Hiobs Brüder auch mögen.
    Ich bin richtig neidisch das sie das Buch schon lesen darf -.-



    soft

    up and down

  • Ich habs bei meinem Schwager (seines Zeichens Buchhändler) schon vorbestellt; ich hoffe ja ein klein wenig auf ein Gratisexemplar, aber bei Bestsellern sind die Verlage wohl nicht so großzügig... Freu mich jedenfalls schon auf das Buch.

  • Ja, ich habe es auch erst vor ein paar Tagen gesehen, als ich auf der Homepage der Autorin stöbern war. Ich bin schon ganz gespannt und freue mich auf das Buch. :smile:

  • Ich habe auch schon vor ein paar Tagen entdeckt, dass es ein neues Buch von Frau Gablè geben wird. Meine erste Reaktion war im halben Haus herumzuspringen, was mir - wieder einmal - seltsame Blicke von meiner Familie einbrachte, aber das bin ich sowieso schon gewohnt! :zwinker:


    Ich freu mich jedenfalls schon SEHR auf das neue Buch und der Erscheinungstermin ist schon rot in meinem Kalender vermerkt!
    Kann es kaum noch erwarten!

    ...♥...BOOKS are my reason to live...♥...<br /><br />...others have excuses...I have my reasons why..

  • Gott sei Dank, habe ich hier reingeguckt. Ansonsten hätte ich es verpasst. Es wird sofort auf meine Wunschliste kommen.

    Was wäre mein Leben ohne Bücher? Einfach nur leer. <br /><br />Zu viele Bücher, die ich lesen möchte und zu wenig Zeit, sie alle zu lesen.

  • Wer Gablé mag, der wird auch dieses Buch lieben und es innerhalb kürzester Zeit verschlingen. (Ich finde es allerdings fast schon unverschämt, dafür 25 Euro zu verlangen; fand ich schon beim Follet, bei dem sich´s meiner Meinung auch nicht gelohnt hat. Hier lohnt es sich wenigstens!)

  • Wie, du hast das Buch schon gelesen?? :gruebel:


    Die 25 Euro finde ich auch unverschämt, aber das zahle ich auch nur bei einem Gablé.


    LG, Mobi

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    Klappentext:
    England 1147: Eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung, fristen sie ein menschenunwürdiges Dasein, weil sie nicht zu den Kindern Gottes zählen: Simon hat die Fallsucht. Edmund hält sich für einen toten Märtyrerkönig. Regy ist ein Mörder und so gefährlich, dass er an einer Kette gehalten werden muss. Losian hat sein Gedächtnis und seine Vergangenheit verloren. Ausgerechnet Letzterem fällt die Führung dieser sonderbaren Gemeinschaft zu, als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet. Er bringt die kleine Schar zurück in die wirkliche Welt, wo Hunger, Not und Rechtlosigkeit herrschen. Auf ihrer Reise gelangt er zu erschreckenden Erkenntnissen über den Mann, der er einmal war. Und gerade als er einer Frau begegnet, mit der ein Neuanfang möglich scheint, beginnt Losian zu ahnen, dass er die Schuld an dem furchtbaren Krieg trägt, der England zugrunde zu richten droht ...


    Meine Meinung:
    Da war es nun - das sehnlich erwartete neue Buch von Rebecca Gablé. Über 900 wundervolle Seiten warteten auf mich. Gierig stürzte ich mich in die Geschichte und musste nach 2 Tagen feststellen, dass ich nicht wie gewohnt gefesselt war. Keine der Figuren war mir bislang so sympathisch, dass ich
    unbedingt wissen wollte, wie es mit ihr weitergeht. Hinzu kam, dass ich weder Losian noch Simon noch die Zwillige Godric und Wulfric noch sonst wen als
    wirkliche Hauptfigur empfand.


    Erst ab etwa Seite 250 wurde es besser. Die Geschichte verlagerte sich in "gewohntes Terrain", d.h. in das normale Leben zur damaligen Zeit mit all den
    kleinen Nebengeschichten, Verbindungen und Verwicklungen der Personen untereinander, die man von Frau Gablé gewohnt ist und die ich an ihren Büchern
    mag. Teilweise fühlte ich mich wieder in vergangene Zeiten versetzt und litt mit den Figuren.


    Und doch...... so ganz hat mich das Buch beim ersten Lesen nicht überzeugt. Warum nicht?
    1. Waren weder der Handlungstrang um Losian/Alan noch der um Simon und seine Freunde wirklich die Hauptgeschichten und wurde so erzählt, dass man alles verstand, was passierte. Teilweise fehlte mir vor allem bei Losian "Hintergrundgeschichte" um alles, was mit ihm und um ihn herum passierte, nachvollziehen zu können.
    2. Einige Figuren blieben mir zu blass, ich verstand ihren Sinn nicht oder fand sie im Nachhinein als zu unwahrscheinlich (z.B. King Edmund :rollen: )


    Ok, ich muss gestehen, es hört sich jetzt alles schlimmer an, als es war. In dem Moment, wo sich die Handlung wieder um Intrigen, Kämpfe und Liebe drehte,
    flogen die Seiten nur so dahin und bescherten mir einige Stunden tolles Vergnügen.


    Insgesamt vergebe ich 3ratten , weil ich weiß, dass sie es (für mich) besser kann. [size=1]Wobei ich mir echt nicht sicher bin, ob sich meine Meinung beim nochmaligen Lesen evtl. ändert [/size]

    LG<br />Anne

  • Meine Meinung


    Lange habe ich – und wie viele andere Fans - auf den neuesten Roman von Rebecca Gablé gewartet und diesen Monat war es endlich soweit, „Hiobs Brüder“ erschien. Ich habe in der Wartezeit ganz bewusst keine Leseprobe des Romans angerührt und habe somit ganz unbedarft das Lesen begonnen. Das einzige was ich über das Buch wusste, es solle mehr die Sozialgeschichte Englands beleuchten und im 12. Jahrhundert angesiedelt sein.


    Bereits nach den ersten Sätzen war klar, dass mich zumindest stilistisch und sprachlich keine Überraschungen erwarten würden. Vom Schreibstil her ist „Hiobs Brüder“ vom ersten Moment an ein typischer Gablé. Man taucht unmittelbar in die Handlung ein, erfreut sich an der Sprache und dem Aufbau des Romans. Es ist und bleibt einfach ein Genuss Rebecca Gablés „Stimme“ zu lauschen und in ihre Welt einzudringen, sich fallen zu lassen und sich ganz der Geschichte hinzugeben.


    „Hiobs Brüder“ unterscheidet sich gerade in der ersten Hälfte von den übrigen historischen Romanen Rebecca Gablés. Die Geschichte ist nicht so eng an die Geschicke der historischen Persönlichkeiten geknüpft, wie man es von der Autorin gewohnt ist und damit beschreitet sie durchaus neue Wege. Wege, die mich hundertprozentig überzeugt haben. Der Fokus liegt auf den Gefährten, der Gemeinschaft. Den Männer, die von der Inselfestung fliehen können und sich auf den Weg durch ein vom Bürgerkrieg zerrüttetes England machen, um sich selbst und ein sicheres, lebenswertes Leben zu finden. Gerade diese Handlung hat mich unglaublich fasziniert und mitgenommen. Mich in einen Strudel der Gefühle gezogen, mich nicht mehr losgelassen und viel zum Nachdenken gebracht. Es war sowohl aufregend als auch erschreckend, mehr über das Leben im mittelalterlichen England zu lesen. Darüber, wozu Menschen in ihrer Angst und Unwissenheit fähig sind, zu welchen Grausamkeiten aber auch zu welcher Güte. Besonders gefreut hat mich, dass die Autorin dabei nicht nur Christen, sondern auch Juden einbezogen hat. Ungefähr ab der Hälfte des Romans wandelt sich die Handlung und Rebecca Gablé scheint auf altbewährte Weg zurück zu kehren. Die Geschichte ist enger mit dem historischen Hintergrund verwoben und die Figuren geraten in die gefährlichen Abgründe der Politik, erleben den Bürgerkrieg am eigenen Leib, treffen auf historische Persönlichkeiten. Fiese Ränke und Intrigen selbstverständlich inbegriffen. Rebecca Gablés Geschichte ist komplex, in ihrer historischen Bedeutung ebenso wie in ihrer zwischenmenschlichen. Der historische Hintergrund ist, wie nicht anders zu erwarten war, perfekt recherchiert und ebenso akribisch wie gekonnt in die Handlung eingeflochten. Ich konnte den historischen Begebenheiten problemlos folgen und habe einen interessanten Einblick in einen weiteren Teil englischer Geschichte erhaschen können.
    Spannend und unentrinnbar, humorvoll und ernst, fröhlich und deprimierend, schön und schrecklich webt die Autorin ihre Handlung. Man bleibt darin hängen wie eine Fliege im Spinnennetz. Es ist nicht möglich sich aus der Geschichte, um Selbstfindung, Freundschaft, Krieg und Leben zu befreien. Vergeblich sucht man des Nachts nach eine Stelle, an der man das Buch ruhigen Gewissens auf den Nachttisch legen kann, um wenigstens noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Hier ist Selbstdisziplin gefragt, denn Rebecca Gablé entlässt ihre Leserschaft nicht einen Moment aus ihren schriftstellerisch so talentierten Fängen.


    Die Figuren haben mich umgehauen, in erster Linie die Insel-Gefährten. Und dabei sind die Figuren auf den ersten Blick keineswegs die strahlenden Helden, sondern bedauernswerte, gedemütigte, furchtsame, von Selbstzweifeln und Ängsten gequälte Männer, die von der Welt ausgestoßen und isoliert um ihr Überleben kämpfen. Mit viel Liebe zum Detail hat Rebecca Gablé ihre Charaktere geschaffen und ich habe zu den Männern dieser Gemeinschaft eine sehr tiefe, emotionale Bindung aufgebaut. Es sind unglaublich originelle, realistische, lebendige und facettenreiche Persönlichkeiten, die der Leser auf ihrem Weg begleiten darf. Selbst zum bösartigen Regy hatte ich einen Draht, der mir manchmal selbst unheimlich war. Regy ist wohl eine der faszinierendsten, wenn auch nicht sympathischsten Figuren dieses Romans. Alle Gefährten haben in mir etwas zum Klingen gebracht und ich konnte mit ihnen leiden, hoffen und lieben.
    Allerdings wandelt sich im Laufe der Handlung einer der Protagonisten von einem facettenreichen, interessanten und undurchschaubaren Charakter zu einer eher vorhersehbaren und „typischen“ Helden-Figur. Ich muss zugeben, das gefiel mir nicht und daraufhin verlor diese Figur an Anziehungskraft und leider auch an Originalität.
    Die Nebenfiguren konnten mir nicht alle nah kommen, stehen sie doch deutlich im Schatten der Gefährten und es ist häufig spürbar, dass sie nur Randerscheinungen der Geschichte sind, wichtig, aber nicht übermäßig bedeutend.
    Die historischen Persönlichkeiten hat Rebecca Gablé gekonnt in die Geschichte eingeflochten und aus ihnen glaubwürdige, lebendige Figuren geschaffen, über die ich unheimlich gerne gelesen habe, gleich ob gut oder böse. Es war faszinierend König Stephen und Kaiserin Maud zu begegnen, Thomas Becket bei einem Schwätzchen zu lauschen und Henry Plantagenets Vitalität zu spüren.


    Wie nicht anders zu erwarten war, hat sich der Verlag wieder unheimlich viel Mühe mit der Gestaltung des Romans gegeben. Die Illustrationen passen perfekt zur Handlung, das Nachwort ist ausführlich und hat all die Fragen beantwortet, die ich mir beim Lesen gestellt habe. Im Einband des Buches befindet sich eine Karte, ein Personenverzeichnis der historischen Persönlichkeiten sucht man ebenfalls nicht vergeblich. Die Umschlaggestaltung finde ich zwar wunderschön, aber ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich es sehr schade finde, dass der Buchrücken nicht zu den anderen Romanen der Autorin passt.


    Fazit

    „Hiobs Brüder“ ist ein wundervoller, ergreifender Roman, über Menschen, die zeigen wie viel wert sie sind, obwohl sie in den Augen ihrer Mitmenschen derart wertlos sind, dass sie eingesperrt und ausgegrenzt gehören. Es ist eine Geschichte über Freundschaft vor dem historischen Hintergrund des Bürgerkrieges zwischen König Stephen und Kaiserin Maud, die mich unheimlich berührt hat. Spannend, humorvoll und glaubwürdig erzählt, mit faszinierenden, außergewöhnlichen Figuren. Ich habe die Gefährten - Simon, Losian, Godric, Wulfric, King Edmund, Regy und Luke - unheimlich gerne auf ihrem Weg begleitet und ich bin mir sicher, sie werden mir noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben.


    Bewertung


    Damit tue ich mich dieses Mal unheimlich schwer. Mein Bauch sagt, volle Punktzahl, meine Kritik sagt 4 von 5. Also irgendwo zwischen 4 und 5 wird es wohl liegen. :zwinker:

    Liebe Grüße<br />Melli

    Einmal editiert, zuletzt von Cait ()

  • Also das klingt jetzt ja nicht schlecht... Ich werde es mir nicht kaufen (25 Euro :grmpf::grmpf: :grmpf: Da kann man ja...), aber irgendwann wird es die Bücherei haben, bis dahin ist es dann auch als Taschenbuch raus :zwinker: und billiger. Dann kann man es ja immer noch kaufen.


  • Also das klingt jetzt ja nicht schlecht... Ich werde es mir nicht kaufen (25 Euro :grmpf::grmpf: :grmpf: Da kann man ja...), aber irgendwann wird es die Bücherei haben, bis dahin ist es dann auch als Taschenbuch raus :zwinker: und billiger. Dann kann man es ja immer noch kaufen.


    Das sehe ich genauso. Ich habe bald einen Herzinfarkt in der Buchhandlung bekommen. 25,00 € :vogelzeigen: Normalerweise ist Rebecca Gablé eine meiner Auto-Buy Autorinnen. Aber bei den Rezis werde ich wohl auch auf das Taschenbuch-Format warten :wegrenn: Schade.. Ich hatte mich schon auf schöne Schmökerstunden passend zur kalten Jahreszeit gefreut.

    :leserin:Kendare Blake - Der schwarze Thron ( Die Schwestern 1 )

  • Wenn man sich aber mal überlegt, was man für die Harry-Potter-Bände und die Biss-Reihe in Hardcover-Format ausgegeben hat, ist der Preis nicht übertrieben hoch.
    Okay, billig ist es nicht und man hätte es ruhig für 19.90€ verkaufen können...da gebe ich euch schon recht!

    Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

  • Auf einer kleinen Flussinsel hat man sie in einer halbverfallenen Befestigungsanlage eingesperrt: ein kleines Häuflein von Menschen, die an seelischen oder körperlichen Schäden leiden und darum in der Gesellschaft des 12. Jahrhunderts verstoßen wurden, die glaubt, dass nicht einmal Gott ihnen gewogen ist. Jüngster Neuzugang ist Simon, der junge Spross einer Adelsfamilie, den sein Onkel wegen seiner Fallsucht fortschaffen ließ. Unter seinen neuen Schicksalsgenossen sind der psychopathische Mörder Regy, der in Ketten so weit wie möglich von den anderen ferngehalten wird, der rätselhafte Losian, der sein Gedächtnis verloren hat, die siamesischen Zwillinge Godric und Wulfric, Oswald, der als Schwachkopf gilt (und dem man heute wohl das Down-Syndrom bescheinigen würde), Edmund, der sich für einen toten Heiligen hält, sowie einige andere Benachteiligte.


    Die Versorgung mit Lebensmitteln ist miserabel, und glücklich kann sich derjenige schätzen, der es schafft, sich irgendwie ein winziges Dach überm Kopf zu verschaffen. Als ein Unwetter einen Teil der lidschäftigen Anlage vollends niederreißt und einige ihrer Bewohner das Leben kostet, wagt der Rest kühn die Flucht. Trotz ihrer verschiedenen Gebrechen und ihrer völlig unterschiedlichen Herkunft und Charaktere schweißt das wagemutige Unterfangen die Gefährten eng zusammen.


    Das Machtpoker zwischen König Stephen und Kaiserin Maud um den englischen Thron beschäftigt derweil besonders die Adeligen im Lande und hat auch große Auswirkungen auf das Leben der kleinen Schicksalsgemeinschaft ...


    Lang erwartet und heiß ersehnt wie immer - der Roman bietet all das, was man von Rebecca Gablé gewohnt ist: schöne historische Unterhaltung mit scharf gezeichneten Figuren, die durchaus ambivalent sein können, eingebettet in ein gut recherchiertes Bild der Handlungszeit mit ihren Gebräuchen und politischen Hintergründen.


    Die Ausgangssituation, diese Insel der Ausgestoßenen, die sich zusammentun, um überleben zu können, fand ich ziemlich originell. Die Umstände, unter denen die Reise der Gefährten endet, sind schon ein sehr großer Zufall, aber der musste wohl sein, damit der ganze Kontext wieder passt. Dafür können sich Gablé-Kenner über eine hübsche Querverbindung zu einem ihrer anderen historischen Romane freuen.


    Die politische Komponente erhält mit der Zeit immer mehr an Bedeutung, was auch die Spannung aufrechterhält, ohne trocken zu werden. Positiv fällt auch auf, dass der auftretende Arzt nicht durch die abgedroschenen Mittelalter-Ärzte-Klischees Starstechen und Aderlass in Erscheinung tritt.


    Insgesamt ein solider, schöner historischer Roman mit außergewöhnlichen Protagonisten, abgerundet durch ein informatives Nachwort. Optisch fand ich diesmal die Umschlaggestaltung etwas langweilig, mit Lesebändchen, Landkarte und großformatigen Illustrationen am Anfang der drei großen Abschnitte des Buches ist die Ausgabe ansonsten aber durchaus schön ausgestattet.


    4ratten

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)