Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen

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Es gibt 43 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Finchen.

  • London - das ist seine Stadt. Und über den Dächern von London - dort hat David Pettyfer sein zweites Zuhause gefunden. Hier oben kann er den Schatten der Vergangenheit entfliehen. Bis er eines Tages auf ein Mädchen trifft, das alles in auf den Kopf stellt, an das er bisher geglaubt hat. Ihr Name ist Heaven. Sie ist wunderschön. Und sie behauptet, kein Herz mehr zu haben. Ehe David begreifen kann, worauf er sich einlässt, sind sie gemeinsam auf der Flucht. Und sie werden nur überleben, wenn sie Heavens Geheimnis lüften...


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    Es beginnt mit dem Lied "Chim Chim Cher-ee", das einst Dick van Dyke und Julie Andrews in "Mary Poppins" sangen. Diese Melodie, die ich zudem sehr mag, versetzte mich gleich in die passende Stimmung zu der Geschichte um Heaven und David - in der auch oft der schnellere Weg über die Dächer Londons genommen wird.


    Musik begleitet uns durch das ganze Buch, ich traf sowohl auf alte Bekannte als auch auf unbekannte Namen, die meine Neugier herausforderten. Auch gab es wieder viele literarische Anspielungen: Autoren, Figuren, schweigende Bücher, Geschichten von bestimmten Titeln und ihren Lesern - und nicht zuletzt war da ein wunderbarer kleiner Buchladen namens "The Owl and the Pussycat", der von einer liebenswerten älteren Dame geführt wurde, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe.


    Nicht fehlen dürfen natürlich auch die für Christoph Marzi so typischen poetischen Sätze, und glücklicherweise gab es hier sehr viele davon. Einige davon berühren mich einfach nur tief und auf eine ganz besondere Weise, andere vermitteln mir wunderschöne Bilder - und manche bringen mich auch noch zum Nachdenken. Da geht es dann um Erwartungen, Abgründe und alte Fotografien, die jeder mit sich herum trägt.


    In der Geschichte geht es um eine junge Liebe, Überleben, Flucht, Geheimnisse, Tote, Geister - und Dinge, die ich nicht erwähnen will, die mich aber sehr begeistert haben. Und die mit der hier dargestellten Entstehung von Feen eng zusammenhängen.
    Dazu kommen noch die wirklich gelungenen Figuren, auch die Nebenfiguren standen mir sehr nah und werden mich sicher noch eine Weile begleiten.


    Ich hoffe, man merkt wie begeistert ich von dem Buch bin - es hat mich nämlich rundherum glücklich gemacht. Und je weiter ich kam, desto intensiver wurde dieses Gefühl. Die besondere Atmosphäre hält bei mir auch noch an, und meine Gedanken schweifen manchmal ab - zu Dingen, die ihr selber erlesen müsst... :elf:


    5ratten und ein großer :tipp:

  • Oh weh... Deine Rezension lässt mich nägelkauend auf die Amazon-Seite starren, und "kaufen" brüllt "Klick mich endlich!"...


    Dieses Forum ist nicht gut für mich... :rollen:

  • Toll, und ich bin schuld! :breitgrins:


    Zitat gefällig?

    Zitat

    Sie überquerten die stark befahrene Straße, wo die Abgase der Autos wie befreite Geister in der Luft schwebten. Es waren Schleier, fast unsichtbar, so filigran.
    Magie, dachte David, hat wirklich viele Gesichter.

  • Danke für die schöe Rezi, Seychella! Weißt du vielleicht, ob Heaven ein Einzelband ist, oder ob daraus eine Trilogie o.ä. entstehen soll?

    "Eine Welt ohne Magie ist unmöglich. Magie ist das, woran die Menschen glauben, und an irgendetwas werden sie immer glauben."


  • Weißt du vielleicht, ob Heaven ein Einzelband ist, oder ob daraus eine Trilogie o.ä. entstehen soll?


    Zumindest habe ich von einer Fortsetzung nichts gehört, und die Geschichte fühlt sich für mich auch abgeschlossen an.


    Das macht es kein Stück besser! :grmpf:


    Sollte es ja auch nicht... :engel:
    *zur Beruhigung eine Tasse von Wittgensteins Kräutertee rüberreicht*

  • Mann. Jetzt muss ich dem Marzi doch noch eine Chance geben. Eine wirklich tolle Rezi. Ich schmeiß das Ding gleich mal auf die Wunschliste. :breitgrins:

    Jahresziel: 2/52<br />SLW 2018: 1/10<br />Mein Blog

  • Na Klasse! Es ist bestellt :grmpf: . Da hilft auch der Tee nicht.

  • Dem Cover und diesem Forum sei es verdankt: Es liegt neben mir. :smile:
    Muss aber noch etwas warten, 2 Bücher wollen davor noch gelesen werden.



    soft

    up and down


  • Ich bin ehrlich gesagt gespannt auf eine zweite Meinung. Mich hat Chistoph Marzi in letzter Zeit leider nur noch enttäuscht.


    Deshalb warte ich gerade auch noch mit dem Kauf, es lesen ja schon einige daran. Von "Somnia" und "Fabula" hatte ich mir auch mehr erwartet, "Lyra" werde ich daher gar nicht erst kaufen. Bei "Heaven" hoffe ich, dass er mich vielleicht wieder mehr begeistern kann. Und ich gestehe: Das Cover ist so schön! :rollen:

  • Deshalb warte ich gerade auch noch mit dem Kauf, es lesen ja schon einige daran. Von "Somnia" und "Fabula" hatte ich mir auch mehr erwartet, "Lyra" werde ich daher gar nicht erst kaufen. Bei "Heaven" hoffe ich, dass er mich vielleicht wieder mehr begeistern kann. Und ich gestehe: Das Cover ist so schön! :rollen:


    Somnia fand ich immerhin schon mal wieder Meilen besser als Fabula, in dem ja wirklich nicht ganz wenige imho auch nicht unerhebliche logische Fehler waren. Mal abgesehen von Christophs Lieblingstempus, dem Futur II nach Sonnenaufgang "hatte gemacht gehabt" *schüttel*.


    Und falls Heaven mir so gar nicht gefallen sollte, gibts ja noch TT :zwinker: .

  • Somnia fand ich immerhin schon mal wieder Meilen besser als Fabula,

    Ich fand Fabula deutlich besser, bei Somnia wurden zu viele Ideen aus den andren Büchern einfach an einen neuen Schauplatz verpflanzt.



    Heaven habe ich gerade beendet. Es hat mir gefallen, aber so hin-und-weg wie Seychella bin ich nicht. (Werd mal sehen, ob ich die Tage noch eine detailliertere Meinung zustande bringe.)

    Einmal editiert, zuletzt von Liafu ()

  • Eine kleine Warnung vorweg: Eine vernünftig strukturierte Rezi bringe ich zu diesem Buch irgendwie nicht fertig. Also habe ich einfach mal drauflosgeschriebn. Ich hoffe, es liest sich trotzdem einigermaßen erträglich.


    Meine Meinung:


    Wenn ich bisher Bücher von Christoph Marzi gelesen habe, dann kam gleich mit dem ersten Absatz das ganz typische “Marzi-Feeling” auf. Ich wusste sofort, jetzt bin ich in einer Geschichte von Christoph Marzi. Bei Heaven war das weniger der Fall, oder es dauerte zumindest länger. Irgendwie liest sich dieses Buch “normaler”, nicht schlechter - der Stil ist gut und flüssig zu lesen – aber weniger... “eigenwillig” als seine Vorgänger. Auch die wunderschönen Beschreibungen, wegen der ich Marzis Stil so mag, schienen dünner gesät zu sein, bzw. Sie kam erst in der zweiten Hälfte des Buches wieder stärker zum Vorschein. (Für Leser, die mit Marzis Stil sonst nicht so viel anfangen können, aber vielleicht gar nicht so schlecht.) Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass sich Heaven Gegen Ende noch mal steigert – den Showdown fand ich, allein schon vom Schauplatz her, jedenfalls sehr gelungen. Ein weiterer Grund dafür, dass sich dieser Roman weniger wie ein “Typischer Marzi” liest, ist vielleicht auch, dass er von allen seinen Büchern wohl den geringsten Fantasy-Anteil aufweist. Abgesehen von den im Titel erwähnten Feen spielt so etwas wie Magie oder Fabelwesen eigentlich keine Rolle. Dadurch liest sich Heaven mehr wie ein “normales” Jugendbuch, ein spannendes Abenteuer, die Flucht vor Verfolgern, ein Geheimnis, dass es zu lüften gilt und nicht so sehr wie ein Fantasyroman. Was aber ja durchaus auch nichts negatives sein muss, ich fand es jedenfalls spannend, die Figuren sympathisch (bzw. Die Bösewichte fies, wie es sich gehört) und und musste mich zu keinem Zeitpunkt überwinden weiterzulesen. (Im Gegenteil, das Buch hat mich erfolgreich vom Lernen abgehalten *Nachtschicht, ich komme. Yay.* -_-)


    Zum Leseflaute überwinden (was bei mir noch alle Marzis geschafft haben) oder einfach mal eine Weile in eine spannende Geschichte abtauchen, taugt die Stadt der Feen also allemal. Die Gerade schon angesprochenen Charaktere fand ich durchaus gelungen. Sie können an Tiefe zwar sicher nicht mit denen aus z. B. Lycidas mithalten aber sind, was die Hauptcharaktere betrifft, für ein Jugendbuch sympathisch genug und mit einem Hintergrund versehen, durch den man mit ihnen Mitfühlen und sich für sie interessieren kann, wobei auch dieser Hintergrund, gerade bei David, erstaunlich realistisch ist und nichts mit Fantasy zu tun hat. Und auch die Bösewichte sind nicht alle ausschließlich böse, ohne dass die Erklärungen für ihr Verhalten z. B. in einen Taurige-Lovestory-Overkill ausarten, wie in Lumen. Und apropos Lovestory: Natürlich gibt es sie auch die in diesem Buch, die Teenies, die sich unsterblich ineinander verlieben. (*Lieber Christoph, schreib doch mal ein Buch ohne Liebe-auf-de-ersten-Blick-Lovestory, bittebitte.* *liebguck*) Aber auch wenn ich auf dieses Thema sonst spätestens Seite Marzis zweitem Buch allergisch reagiere, fand ich es diesmal, wie auch schon bei Du glaubst doch an Feen, oder?, gar nicht so schlimm. Es scheint fast, als gelänge es dem Autor mittlerweile, dieses immer wiederkehrende Element etwas subtiler, weniger aufdringlich zu gestalten.


    Ähm, ja. Also insgesamt fand ich Heaven nicht schlecht, ein Jugendbuch, dass fast mehr einen leichten Thriller-Touch hat und gar nicht so sehr wie ein Fantasyroman wirkt (den ich eigentlich erwartet hatte). Edit: Ach ja, das Buch hat auch den ein oder anderen Toten oder Verletzten aufzuweisen, allzu detailliert beschreiben wird da zwar nichts, aber es ist eben eindeutig ein Jugend-, kein Kinderbuch.


    Wer, wie ich und wohl auch Seychella, sowieso alles kauft, wo Marzi draufsteht, wird mit dem Buch sicher etwas anfangen könne. Auch wenn es, wie gesagt, für mich kein ganz typischer Marzi ist. Ob es aber die “Skeptiker” überzeugen kann? Ich würde fast sagen, versucht es vielleicht zuerst mit Du glaubst doch an Feen, oder?. Das kleine Büchlein fand ich überraschend gut. Oder wartet einfach noch ein paar Meinungen ab. ;)


    Ach ja, die typischen Bezüge zu Literatur und Musik gab es natürlich auch, und sie haben mir wie immer gefallen, auch wenn es mir manchmal fast zu viel war, ich fühle mich mittlerweile fast gezwungen, jeden Namen und jede erwähnte Band zu googeln, nur um ja keine Anspielung zu verpassen.

    Einmal editiert, zuletzt von Liafu ()


  • Wenn ich bisher Bücher von Christoph Marzi gelesen habe, dann kam gleich mit dem ersten Absatz das ganz typische “Marzi-Feeling” auf. Ich wusste sofort, jetzt bin ich in einer Geschichte von Christoph Marzi. Bei Heaven war das weniger der Fall, oder es dauerte zumindest länger.


    Ich war ja gleich in Marzi-Stimmung, auch wenn die Geschichte ja recht dramatisch anfängt. Vielleicht hat da "Chim Chim Cher-ee" bei mir auch einfach nur gut gepasst - wie erging es dir denn mit dem Lied?



    Irgendwie liest sich dieses Buch “normaler”, nicht schlechter - der Stil ist gut und flüssig zu lesen – aber weniger... “eigenwillig” als seine Vorgänger.


    Im Vergleich zur uralten Metropole kann ich das nachvollziehen, es gibt keinen Wittgenstein mit seinen kurzen Sätzen und dem speziellen Humor - und auch nicht das Gefühl, im London von Dickens zu sein.
    Im Vergleich zu Fabula jedoch... Die beiden Bücher kommen mir gleich "modern" vor.



    Auch die wunderschönen Beschreibungen, wegen der ich Marzis Stil so mag, schienen dünner gesät zu sein, bzw. Sie kam erst in der zweiten Hälfte des Buches wieder stärker zum Vorschein. (Für Leser, die mit Marzis Stil sonst nicht so viel anfangen können, aber vielleicht gar nicht so schlecht.)


    Ich habe in Heaven sehr viele poetische Beschreibungen gefunden, womit ich gar nicht gerechnet hätte. Bei den Malfuria-Büchern, die ja schließlich auch als Jugendbuch verkauft werden, waren sie schließlich eher rar gesät.



    Ein weiterer Grund dafür, dass sich dieser Roman weniger wie ein “Typischer Marzi” liest, ist vielleicht auch, dass er von allen seinen Büchern wohl den geringsten Fantasy-Anteil aufweist. Abgesehen von den im Titel erwähnten Feen spielt so etwas wie Magie oder Fabelwesen eigentlich keine Rolle.


    Ich fand es schon magisch, wenn auch auf eine etwas andere Weise.



    Die Gerade schon angesprochenen Charaktere fand ich durchaus gelungen. Sie können an Tiefe zwar sicher nicht mit denen aus z. B. Lycidas mithalten aber sind, was die Hauptcharaktere betrifft, für ein Jugendbuch sympathisch genug und mit einem Hintergrund versehen, durch den man mit ihnen Mitfühlen und sich für sie interessieren kann, wobei auch dieser Hintergrund, gerade bei David, erstaunlich realistisch ist und nichts mit Fantasy zu tun hat.


    Ich fand die Figuren nicht nur sympathisch, sondern auch etwas tiefer als die aus Malfuria. Und der realistische Hintergrund war bei David sicher sehr klar und genau gezeichnet, es gab aber auch schon andere Figuren mit realistischer Vergangenheit. Und ich war ganz froh, nicht auf ein weiteres Waisenkind zu stoßen. :zwinker:



    Und apropos Lovestory: Natürlich gibt es sie auch die in diesem Buch, die Teenies, die sich unsterblich ineinander verlieben. (*Lieber Christoph, schreib doch mal ein Buch ohne Liebe-auf-de-ersten-Blick-Lovestory, bittebitte.* *liebguck*)


    Es gibt eben Dinge, die passieren. Einfach so. :breitgrins:



    Wer, wie ich und wohl auch Seychella, sowieso alles kauft, wo Marzi draufsteht, wird mit dem Buch sicher etwas anfangen könne. Auch wenn es, wie gesagt, für mich kein ganz typischer Marzi ist. Ob es aber die “Skeptiker” überzeugen kann? Ich würde fast sagen, versucht es vielleicht zuerst mit Du glaubst doch an Feen, oder?. Das kleine Büchlein fand ich überraschend gut. Oder wartet einfach noch ein paar Meinungen ab. ;)


    Mist, bin ich etwa aufgeflogen? :engel:
    "Du glaubst doch an Feen, oder?" ist für mich eher Marzi light - etwas, das Lust auf mehr macht. Einem Erwachsenen würde ich als Einstieg entweder Lycidas (wenn es etwas undurchschaubarer und/oder mythenlastig sein darf) oder eben Heaven empfehlen, und bei Jugendlichen käme noch Malfuria dazu (weniger poetische Beschreibungen, aber mehr phantastische Ideen und abwechslungsreichere Spannung).



    Ach ja, die typischen Bezüge zu Literatur und Musik gab es natürlich auch, und sie haben mir wie immer gefallen, auch wenn es mir manchmal fast zu viel war, ich fühle mich mittlerweile fast gezwungen, jeden Namen und jede erwähnte Band zu googeln, nur um ja keine Anspielung zu verpassen.


    Ich mag das Spiel ganz gerne - und es ist mehr meine Neugier, die mich dann zu Google treibt. Manche Musiker kenne ich ja auch schon aus anderen Büchern von ihm, z.B. The Divine Comedy :jakka: und Yamit Mamo.

  • Ich war ja gleich in Marzi-Stimmung, auch wenn die Geschichte ja recht dramatisch anfängt. Vielleicht hat da "Chim Chim Cher-ee" bei mir auch einfach nur gut gepasst - wie erging es dir denn mit dem Lied?

    Ja, das Lied hat schon eine gewisse Stimmung erzeugt - zumal ich erst vor kurzem die Mary-Poppins-Lieder für mich wiederentdeckt habe.


    Zitat


    Im Vergleich zur uralten Metropole kann ich das nachvollziehen, es gibt keinen Wittgenstein mit seinen kurzen Sätzen und dem speziellen Humor - und auch nicht das Gefühl, im London von Dickens zu sein.
    Im Vergleich zu Fabula jedoch... Die beiden Bücher kommen mir gleich "modern" vor.


    Zitat

    Ich habe in Heaven sehr viele poetische Beschreibungen gefunden, womit ich gar nicht gerechnet hätte. Bei den Malfuria-Büchern, die ja schließlich auch als Jugendbuch verkauft werden, waren sie schließlich eher rar gesät.

    Ich behaupte auch nicht, dass sie nicht da sind - aber sie wirkten auf mich... etwas weniger augenfällig, ich musste sie mehr suchen, während sie mich sonst regelrecht angesprungen haben. Und ich hatte eben den Eindruck, dass sie im späteren Verlauf der Geschichte mehr wurden.


    Zitat

    Ich fand es schon magisch, wenn auch auf eine etwas andere Weise.

    Ja, aber eben nicht in dem Maße, wie die anderen Bücher. Die Geschichte rund um die Feen fand ich auch sehr schön - aber sie hat irgendwie... keinen ganz so direkten Einfluss auf die akute Handlung, fühlte sich mehr an wie eine Geschichte...hm, weiß nicht so recht, wie ich das erklären soll. Die sagen wir, "friedhofsbezogenen" Elemente hatte ich gerade tatsächlich kurzfristig ausgeblendet - dabei haben haben sie mir eigentlich gut gefallen, aber irgendwie fülen sich diese auch ein bisschen mehr nach Gruselgeschichte an, nicht so sehr nach Fantasy... Aber ich das mit dem "untypisch" oder den wenigen Fantasyelementen auch gar nicht negativ - "anders" muss ja nicht zwangsläufig schlecht sein.


    Zitat

    Ich fand die Figuren nicht nur sympathisch, sondern auch etwas tiefer als die aus Malfuria. Und der realistische Hintergrund war bei David sicher sehr klar und genau gezeichnet, es gab aber auch schon andere Figuren mit realistischer Vergangenheit. Und ich war ganz froh, nicht auf ein weiteres Waisenkind zu stoßen. :zwinker:

    Stimmt, tiefer als die Figuren aus Malfuria sind sie. Und mein Kommentar zu Davids Hintergrund war auch absolut positiv gemeint, auch wenn es vielleicht nicht so rüberkam. Aber so sehr, dass ich sagen würde, dass sie "mich noch eine Weile begleiten", haben mich Charaktere dann eben doch nicht gefesselt.


    Zitat

    Es gibt eben Dinge, die passieren. Einfach so. :breitgrins:

    Ja, aber doch bitte nicht in jedem Buch... :grmpf:



    (The Devine Comedy" sind auch auf meine Wunschliste gewandert.)

  • Liafu, danke auch für deine Meinung! Ich mochte Marzis Stil in Lycidas wirklich sehr, bin also kein Kritiker seiner Schreibweise. Allerdings hat mir deine Rezension eher Lust auf den Verzicht an Heaven gemacht. Keineswegs weil deine Rezi schlecht ist, oh nein, das nun wirklich nicht - sondern weil ich vermute, dass es mir wieder nicht besonders gefällt. Leider hatte ich bei Somnia ganz arg das Gefühl, dass das Buch mir Zeit gestohlen hat :rollen:


    Marzis Kurzgeschichten allerdings haben mir immer gefallen.