Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 302 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Claudi.


  • Ich lese gerade ein Buch, wo gefühlt jeder dritte Satz "Sie wurde vor Verlegenheit rot" lautet. Das nervt mich nun schon und ich habe bisher nicht mal die Hälfte gelesen. :rollen:


    A.C. Gaughens "Scarlet"? Da wurde auch alle zwei Seiten die Hauptperson rot. Ich musste das Buch sogar abbrechen, so mies war es. :rollen:

    Jahresziel: 2/52<br />SLW 2018: 1/10<br />Mein Blog

  • Ana Steele in "Shades of Grey" wird auch alle naselang rot :breitgrins:

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen






  • Serienmörder die als Kind Katzen oder Hunde umgebracht haben :rollen:


    Wobei das ja angeblich auch nachgewiesen sein soll, oder?

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

  • A.C. Gaughens "Scarlet"? Da wurde auch alle zwei Seiten die Hauptperson rot. Ich musste das Buch sogar abbrechen, so mies war es. :rollen:


    Nein, es heißt "Die Feuerkämpferin" von Licia Troisi. Es war gar nicht sooo schlecht, aber dass sie ständig rot wird, fand ich schon sehr störend.

  • Ach ja, in Romanen hat man viel eher mal eine Amnesie als einen Arm- oder Beinbruch. Selbst eine Magen-Darm-Grippe hat höheren Seltenheitswert als dieser praktische Gedächtsnisverlust...

    Bücher sind Magie zum Mitnehmen.

  • Selbst eine Magen-Darm-Grippe hat höheren Seltenheitswert als dieser praktische Gedächtsnisverlust...


    Das stimmt!
    Ich kann mich nur an ein Buch erinnern, in dem jemand Magen-Darm hat: Twilight (erster oder zweiter Teil). Ansonsten kenne ich ad hoc auch keinen Roman mit banalen Krankheiten.

    "Verzicht bedeutet für Frauen die kurze Pause zwischen zwei Wünschen."

    ~ Mario Adorf

  • Das stimmt!
    Ich kann mich nur an ein Buch erinnern, in dem jemand Magen-Darm hat: Twilight (erster oder zweiter Teil). Ansonsten kenne ich ad hoc auch keinen Roman mit banalen Krankheiten.

    Ich kenne da schon einige, allerdings fallen mir die Titel nicht ein. Ich hatte aber neulich erst eine Heldin mit Magen-Darm-Virus.
    Was mich dann immer erstaunt ist folgendes: Die Leute sind richtig krank, 40°C Fieber (!), übergeben sich etc. , es hat sie richtig schlimm erwischt.
    Dann ist von einem Moment zum anderen alles vorbei.
    Wusch. Sie sind wieder gesund und fidel. Immerhin bei meiner aktuellen Heldin nach 5 Tagen (was schon fast Rekord ist) Arztbetreuung samt Infusionen, ab dem 6. Tag natürlich wieder 12 Stunden-Schichten in ihrem Laden samt Verabredung am Abend.
    Wenn mich so etwas erwischt ist es bei mir nie so schnell vorbei und selbst wenn, bin ich dermaßen geschlaucht, dass ich etliche Tage brauche bis ich wieder voll da bin.
    Und das passiert ja nicht nur bei normalen Bagatell-Krankheiten. Selbst bei Schusswunden, Knochenbrüchen und anderen Verletzungen sind die immer sofort wieder belastbar.
    Was bin ich doch nur für eine Lusche... :rollen:
    Und alle meine Bekannten auch. Eine gute Freundin hatte vor einem Jahr einen offenen Trümmerbruch und kann immer noch nicht richtig gehen. Als Romanheldin undenkbar. Da hätte sie schon drei Tage nach dem Bruch wieder begonnen für einen Marathon zu trainieren oder wäre dem Killer davon gelaufen...
    Überhaupt gehört es sich gerade für (männliche) Helden, dass man sich selbst aus Krankehäusern entlässt. Wer braucht schon medizinische Versorgung? Bei echten Kerlen heilt das von alleine, erst recht, wenn es um einen zu lösenden Fall geht.
    Wobei das Fernsehen da die Buchwelt natürlich noch um Längen schlägt.

  • Überhaupt gehört es sich gerade für (männliche) Helden, dass man sich selbst aus Krankehäusern entlässt. Wer braucht schon medizinische Versorgung?


    Absolut!


    Mir ging es bei meinem Posting aber eher um diese unglaublich oft auftretenden Gedächtnisverluste. Wo man hinschaut, kann sich jemand an rein gar ncihts mehr erinnern.

    Bücher sind Magie zum Mitnehmen.

  • Stimmt, mir fallen sofort drei Bücher ein, wo die Protagonisten sich nicht mehr erinnern können.


  • Stimmt, mir fallen sofort drei Bücher ein, wo die Protagonisten sich nicht mehr erinnern können.


    Und sie nehmen es alle so ruhig. Ich habe einige Patienten mit kurzzeitiger Amnesie (transiente globale Amnesie) getroffen, die alle alles andere als ruhig waren. Ihnen fehlten nur ein paar Stunden aus ihrem Leben, aber trotzdem waren sie völlig panisch, fragten wieder und wieder, was mit ihnen passiert war, und konnten keine Erklärung akzeptieren. Ihnen fehlte nämlich plötzlich die Verankerung im Leben. Äußerst angsterregend für sie (und für das Personal sehr anstrengend). So war das in den Büchern, die ich gelesen habe, jedenfalls nie.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Ja diese Ruhe überrascht mich bei meinem derzeitigen Buch auch. Der Protagonist wird angegriffen und ihm baumelt danach ein Teil seiner Kopfhaut an der Seite vom Kopf. 2 Seiten später ist das ganze allerdings vergessen. Er scheint weder Schmerzen zu haben, noch sich Sorgen zu machen, dass es sich entzündet oder er ne hässliche Narbe kriegt... äh ja, ich würde mich da anders verhalten!

    “Every man must die, Jon Snow. But first he must live.” <br />GRRM - A Storm of Swords<br /><br />:lesen: Stephen King - 11/22/63

  • Und sie nehmen es alle so ruhig. Ich habe einige Patienten mit kurzzeitiger Amnesie (transiente globale Amnesie) getroffen, die alle alles andere als ruhig waren. Ihnen fehlten nur ein paar Stunden aus ihrem Leben, aber trotzdem waren sie völlig panisch, fragten wieder und wieder, was mit ihnen passiert war, und konnten keine Erklärung akzeptieren. Ihnen fehlte nämlich plötzlich die Verankerung im Leben. Äußerst angsterregend für sie (und für das Personal sehr anstrengend). So war das in den Büchern, die ich gelesen habe, jedenfalls nie.

    Wobei ich da aus Erfahrung sprechen kann. Mein Vater hatte nach einem Skiunfall auch einmal Amnesie. Nur zeitweise für ein einige Stunden (an den Unfall kann er sich aber immer noch nicht erinnern), aber für uns Angehörige war es schlimmer als für ihn. Er ist ziemlich cool geblieben.
    Er konnte sich an gar nichts erinnern, wusste nicht wo er war, wer er war und meine Mutter hat er auch nicht erkannt. Natürlich war ihm beim Umschauen klar, dass er auf einer Skipiste ist und er konnte auch völlig normal sprechen und reagieren, aber er wusste von seinem eigenen Leben nichts mehr. Dennoch ist er nicht in Panik geraten, sondern blieb ganz ruhig. Nach ein paar Stunden ist das Gedächtnis dann ja zum Glück zurück gekommen.
    Mir persönlich ist es ein Rätsel, wie er auch nur ein paar Stunden so ruhig bleiben konnte, aber er meinte, er hätte es ja auch nicht ändern können, wenn er hysterisch geworden wäre. Wozu sich also aufregen?

  • Hatten wir eigentlich schon die Wissenschaftlerinnen, die unbedingt noch attraktiver und von noch atemberaubenderer Schönheit sind als alle anderen sowieso wunderschönen und hyperattraktiven Protagonistinnen? Wahrscheinlich soll die Superduperattraktivität die Tatsache, dass eine Wissenschaftlerin die Grenze zur Männerdomäne überschritten hat, relativieren und alle Zweifel an ihrer Weiblichkeit im Keime ersticken. :rollen:


    Überhaupt scheint es mir in der modernen Unterhaltungsliteratur eine Korrelation zwischen weiblicher Schönheit und Intelligenz zu geben. Merke: Nur dumme Frauen sind hässlich.

    Wir sind irre, also lesen wir!

    Einmal editiert, zuletzt von Saltanah ()


  • Hatten wir eigentlich schon die Wissenschaftlerinnen, die unbedingt noch attraktiver und von noch atemberaubenderer Schönheit sind als alle anderen sowieso wunderschönen und hyperattraktiven Protagonistinnen? Wahrscheinlich soll die Superduperattraktivität die Tatsache, dass eine Wissenschaftlerin die Grenze zur Männerdomäne überschritten hat, relativieren und alle Zweifel an ihrer Weiblichkeit im Keime ersticken. :rollen:


    Überhaupt scheint es mir in der modernen Unterhaltungsliteratur eine Korrelation zwischen weiblicher Schönheit und Intelligenz zu geben. Merke: Nur dumme Frauen sind hässlich.


    Hab da grade auch so eine Prachtperle an der Hand. Die Protagonistin ist zwar wohl eher Durchschnitt (dafür hat sie aber eine fast übernatürliche Intuition und muss nur drei Sätze einer Fallakte lesen und weiß, wer der Täter ist), aber mindestens eine Ärztin (ich glaube sogar, es waren zwei) sind überirdisch schön, und alle Mädchen der tatverdächtigen Schulklasse, sind rank und schlank und eher zu dünn als zu dick. Die einzige "dicke" Figur ist dann auch noch notorisch verbohrt und ihre Kleidung, Frisur und MakeUp entsprechen auch nicht der einer 30-Jährigen sondern der einer rüstigen Rentnerin. Ja nee, ist klar.
    Mein aktueller Krimi ist ein Sammelbecken aller Klischees. Der Macho-Bulle, der sich permanent in den Schritt greift. Der gutmütige, väterliche Chef, der mich sehr an Chief Wiggum erinnert, der Serienvergewaltiger und -mörder, der die Ratschläge seiner Therapeutin missdeutet, Schüler, die allesamt bei Anonymous mitmachen könnten und Polizisten, die allesamt auf Rachefeldzug sind.


    Aus anderen Thrillern fällt mir noch das Alkoholproblem sämtlicher Protagonisten ein. In der einen Thrillerreihe ist es Whisky, ein anderer Autor bevorzugt puren Tequilla und einer hat keine halben Sachen gemacht und flaschenweise Wodka aufgetischt. Alle haben ein zerrüttetes Liebesleben und sind sozial nicht die befähigsten.


    Romantic Fantasy, wie Bücher wie Twilight inzwischen kategorisiert werden, funktionieren auch nach dem gleichen Muster: einfaches Menschenmädchen mit vorzugsweise zweifelhaftem Sozialverhalten verliebt sich in mysteriösen, dunklen Typen, der sich später – surprise, surprise – als Vampir/Werwolf/Elf/beliebige Fantasy-Figur entpuppt.


  • Hatten wir eigentlich schon die Wissenschaftlerinnen, die unbedingt noch attraktiver und von noch atemberaubenderer Schönheit sind als alle anderen sowieso wunderschönen und hyperattraktiven Protagonistinnen? Wahrscheinlich soll die Superduperattraktivität die Tatsache, dass eine Wissenschaftlerin die Grenze zur Männerdomäne überschritten hat, relativieren und alle Zweifel an ihrer Weiblichkeit im Keime ersticken. :rollen:


    Ich sag' nur "Dan Brown" :rollen:


    Ich erinnere mich noch, dass ich mal ein Buch abgebrochen habe, weil mich die superschöne, superschlaue, supersexy Frau so genervt hat, ich glaube, es war was von Michael Crichton. Es ist ja nett, wenn Frauen nicht nur hübsche Staffage sind, aber diese Super-Weiber ... neeeeee.

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    Leonard Cohen





  • Polizisten und Detektive gibt es wirklich fast nur als alleinstehende Alkoholiker. Am besten mit zerbrochener Ehe in ihrer Vergangenheit, der sie immer noch hinterher trauern. :rollen:


    Jaja, die überirdisch schönen Frauen, die sich in einen "Männerberuf" geschlichen haben kommen wirklich dauernd vor, nicht nur in Krimis. Bzw. generell Karrierefrauen, die anscheinend nicht nur Zeit haben, ein Unternehmen zu führen, sondern auch noch täglich ins Fitnessstudio und jede Woche zum Frisör zu gehen. Und, das dürft ihr nicht vergessen, mit einer durchschnittlich aussehenden Frau kann doch der Held keine Romanze eingehen.
    Und wer mir "sie ist zu groß" oder "sie war zu dünn" als Makel verkaufen will, kann sich ganz schnell verstecken. :kommmalherfreundchen:


    Ich gucke übrigens gerade die TV-Serie zu Alexander McCall Smiths No. 1 Ladies' Detective Agency und es ist unglaublich erfrischend, eine dicke - und, ja das ist tatsächlich möglich - bildhübsche Frau vor sich zu sehen, die mit Herz und Hirn ermittelt. Hier sind eher die dünnen Frauen verblödet. Von der BBC und HBO hatte ich auch nichts anderes erwartet. Sehr empfehlenswert, wenn euch die perfekten Damen in Krimis zu sehr auf die Nerven gehen. :zwinker:


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  • Wobei ich es auch nicht ok finde wenn dann das Klischee umgedreht wird. Auch wenn man dünn ist heißt das ja nicht automatisch das man keine Schulbildung hatte und strohdumm ist... :rollen:


    Wendy
    Wobei mir wie gesagt auffällt das es trotzdem eigentlich keine Männer Berufe sind oder hast Du schon Mal einen Roman mit einer Ingenieurin oder Chemikerin oder so gelesen?? Ich nicht. Ärztin, Journalistin oder Anwältin und Polizistin. Mehr geht oft nicht...


    Gut ich finde eh das ganz normale Berufsgruppen sehr oft ausgespart werden - genauso wie irgendwie kein Jugendlicher in Romanen auf eine Realschule oder gar Hauptschule geht. Seltsam wie viele Gymnasiasten es gibt.