01 - Kapitel 1 bis einschl. Kapitel 5 (bis Seite 58)

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 31 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Annabas.

  • Hallo liebe Leserunde!


    Hier könnt Ihr bis einschließlich zum Kapitel 5 (bis Seite 58) schreiben. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Fragen, Wünsche und Anregungen im Zusammenhang mit der Leserunde dürft ihr natürlich gerne an mich richten.


    Dies ist ein Pilotprojekt - wenn alles reibungslos funktioniert und die Nachfrage entsprechend ist, wird es in Zukunft weitere offizielle Literaturschock-Leserunden mit umfangreichen Verlosungen geben :winken:


    Ich wünsche uns allen viel Spaß!


    Viele liebe Grüße
    nimue

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.

  • Dann mache ich mal den Anfang. Ich habe jetzt die ersten vier Kapitel gelesen und das Buch gefällt mir bisher ziemlich gut. Es ist eine ganz gute Mischung aus Witz und Ernsthaftigkeit.


    Sehr gelungen finde ich die Abwechslung zwischen der eigentlichen Krimihandlung, die sich nun immer weiter herauskristallisiert und den zahlreichen kleineren Nebenhandlungen. Dabei denke ich zum Beispiel an die Rivalitäten zwischen den Köchen oder zwischen Honey Driver und Stella Broadbent, wobei bei letzteren vermutlich auch eine kleine Portion Neid eine Rolle spielt (auch wenn Honey das natürlich nie im Leben zugeben würde. :zwinker:). Die Szene nach der Siegerehrung im Kochwettbewerb zum Beispiel fand ich zum Schießen. Erst ist Honey bemüht, ihren Koch zu bändigen und dann kratzt sie Broadbent fast die Augen aus. Das hatte schon viel Komik. :breitgrins:


    Der Mordfall ist ja wie gesagt noch in den Startlöchern, aber es deuten sich ja schon so einige Verwicklungen an, die uns sicherlich noch mehrmals in die Irre führen werden. Dass Honeys Koch aus dem Scheider ist, scheint ja bereits klar zu sein und ich denke, dass das auch bald auf ihre Tochter zutreffen wird. Mal sehen, vielleicht bekommen wir ja bald noch mehr Hinweise und vor allem neue Verdächtige - oder hat schon jemand von euch eine Vermutung?


    Ansonsten gefällt mir der Schreibstil auch ziemlich gut. Die lockere Erzählweise passt bisher gut zur Handlung und besonders zu Honey, die sehr direkt ist (Was habe ich über den nackten gefesselten Mann im ersten Kapitel gelacht. :breitgrins:) und weiß, was sie will. Ein paar komische Formulierungen, die ich mal der Übersetzerin zuschreibe, sind mir zwar schon aufgefallen, aber damit kann ich noch ganz gut leben. Ich hoffe, dass das nicht schlimmer wird.


    Eine Frage stellt sich mir aber dennoch. Kann sich jemand erklären, was es mit dem Massai-Mann auf sich hat? Offenbar wurde er ja von irgendwem beauftragt, zumindest heißt es:

    Zitat von Seite 27

    Außer Sichtweite und auf dem Rücksitz zusammengekauert, schlief der große Mann in dem zufriedenen Gefühl ein, seinen Job gut gemacht zu haben.


    Wer steckt aber dahinter? War es vielleicht Oliver, der sie dadurch lächerlich machen wollte, weil er ihre Affäre sowieso beenden wollte? :schulterzuck: Ich hoffe mal das klärt sich noch.


    Das war es erst einmal von mir. Ich bin gespannt auf eure ersten Eindrücke.


    Liebe Grüße
    Stephi :winken:

    :leser: Plichota/ Wolf: Oksa Pollock - Die Unverhoffte<br /><br />SLW - Annabas: 1/10<br />SLW - Seychella: 0/10

  • Ich habe den ersten Abschnitt auch bereits gelesen und bin bisher leider noch nicht wirklich begeistert.


    Ich muss gestehen, dass ich keine große Krimileserin bin, es aber mal probieren wollte. Bisher scheint mir das Buch so zu sein, wie ich mir einen Krimi immer vorgestellt habe: In den ersten Kapiteln werden erst einmal die Figuren vorgestellt und jedem wird ein mögliches Motiv angehängt.
    Ob das Motiv von Honeys Koch allerdings so wirklich wasserdicht ist, da bin ich mir noch nicht sicher. Obwohl es ja im Klappentext quasi schon verraten wird. :rollen:


    Den Schreibstil finde ich gerade noch etwas holprig. Manchmal finde ich die Forulierungen witzig und manchmal könnte ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Irgendwie scheint es mir so, als hätte die Autorin händeringend versucht, Wortspiele einzubauen... aber vielleicht liegt es auch an der Übersetzung. Es kommt allerdings auch vor, dass ich die Formulieren dann aber wieder so grottig finde, dass sie schon wieder witzig sind ("Er war so kühl wie eine Cola mit Eiswürfeln" :breitgrins:).


    Was es mit dem Massaimann auf sich hat, das frage ich mich auch noch. Aber wir werden es sicher herausfinden. :winken:

    &quot;This was another of our fears: that Life wouldn&#039;t turn out to be like Literature&quot; (Julian Barnes - The Sense of an Ending)

  • Ich habe den ersten Abschnitt auch schon gelesen und kann mich grundsätzlich Mrs.Dalloway anschließen. Ich bin keine große Krimileserin und bisher auch mäßig begeistert. Bisher kommt nicht so richtig Schwung in die Sache, der Mord ist zwar passiert, aber das Buch ist so konstruiert, dass jeder der Mörder sein könnte. Jedem wird also noch ein Motiv angedichtet.


    Vom Schreibstil bin ich bisher auch nicht begeistert, einige Formulierungen waren wirklich nicht so toll, das könnte aber auch an einer etwas holprigen Übersetzung liegen.


    Den Massai-Mann fand ich ziemlich seltsam, irgendwie passt er nicht so ganz in die Geschichte rein. Den Satz, denn Stephi zitiert hat, habe ich ganz überlesen, ich habe bis jetzt also wirklich geglaubt, dass er der Ehemann von Stella Broadbent ist. Aber anscheinend hat ihn dann jemand angeheuert um Stella lächerlich zu machen...

    ~~better to be hated for who you are, than loved for who you&WCF_AMPERSAND're not~~<br /><br />www.literaturschaf.de

  • Die Krimihandlung wurde in Gang gebracht, die ersten Fährten sind gelegt - ganz normal würde ich sagen und für mich weder positiv noch negativ auffallend.


    Honey gefällt mir ganz gut, sie bringt die typischen Qualitäten einer Cozy-Krimi-Heldin mit sich (halbwüchsige Tochter und eigenwillige Mutter, selbstständig (in beruflicher Hinsicht) und mit einem Polizeibeamten verbandelt, eine Liebesgeschichte deutet sich an, ist aber noch nicht in vollem Gang) und sie stehen ihr gut.


    Einige Szenen waren von angenehmer Situationskomik (der überraschend auftauchende Massai oder wie oben schon geschrieben der Einstieg mit dem nackten Gast)


    Sprachlich bin ich aber nicht wirklich mit dem Buch zufrieden. Ich lese "so etwas" sonst eher im englischen Original, wo mir Schwächen sicherlich nicht so schnell auffallen, aber "Dinner für eine Leiche" schwächelt in Bezug auf die Sprache schon ganz schön. Es gibt zum Einen ein Überangebot von sehr kurzen Sätzen, was das sprachliche Niveau natürlich etwas senkt, zum Anderen gab es aber auch mehrere Sätze wo mir die Wortwahl nicht sonderlich angemessen erschien. S. 9 "Ihr Chefkoch, Mark <<Smudger >> Smith, der kluge Junge, war einer von diesen sechs Köchen" (kluger Junge, Häh?)


    Ich gebe zu, ich lese wegen der Leserunde schon etwas kritischer als sonst, aber einiges passt nun einmal wirklich nicht. Da hat vermutlich die Übersetzerin nicht sonderlich lange nach einer passenden Formulierung gesucht (ja ich habe eine Vorstellung davon, wie unterbezahlt dieser Job ist, aber trotzdem...)



    Was mir allerdings jetzt schon fehlt sind Rezepte! Beim Kochwettbewerb zum Einstieg hätte zumindest eine Erwähnung der Gerichte der beiden konkurrierenden Köche auftauchen müssen, vorzugsweise mit einem Rezept dazu. Das gehört für mich einfach zwingend dazu, wenn ich kein Interesse an den Gerichten hätte, würde ich keine Krimi lesen, der im Kochmilieu spielt. Mir ist schon klar, dass die Hauptperson Hotelchefin ist und Hotelmilieu deswegen besser passen würde, aber alleine der Titel weckt bei mir gewisse kulinarische Erwartungen. Wer sich noch nicht einmal die Mühe macht, sich Wettbewerbsgerichte auszudenken hat keinen Spaß am Kochen/Essen und sollte keinen Roman in dieser Umgebung ansiedeln (auch wenn vermutlich der Verlag das empfohlen hat, weil es gewinnversprechend ist und "in" ist)

    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)

    Einmal editiert, zuletzt von illy ()


  • Sprachlich bin ich aber nicht wirklich mit dem Buch zufrieden. Ich lese "so etwas" sonst eher im englischen Original, wo mir Schwächen sicherlich nicht so schnell auffallen, aber "Dinner für eine Leiche" schwächelt in Bezug auf die Sprache schon ganz schön. Es gibt zum Einen ein Überangebot von sehr kurzen Sätzen, was das sprachliche Niveau natürlich etwas senkt, zum Anderen gab es aber auch mehrere Sätze wo mir die Wortwahl nicht sonderlich angemessen erschien. S. 9 "Ihr Chefkoch, Mark <<Smudger >> Smith, der kluge Junge, war einer von diesen sechs Köchen" (kluger Junge, Häh?)


    Ich habe heute während einer ungeplanten Zugfahrt noch weiter lesen können und mittlerweile sehe ich es ähnlich wie du, Illy. Und leider merkt man wirklich immer wieder, dass es an der Übersetzerin liegt. Zumindest kommt es bei mir so an. Bei so mancher Formulierung habe ich einen Satz immer und immer wieder gelesen, weil er sich einfach so "falsch" gelesen hat. Das ist schon echt schade. Ich meine klar, das Buch ist kein literarisches Meisterwerk. Aber ich erwarte trotzdem gute Unterhaltung - ohne dass ich auf jeder zehnten Seite die Hände über dem Kopf zusammen schlage.


    Ansonsten verwirrt mich die Geschichte um den Massai-Mann auch noch immer. Ist er nun mit Stella verheiratet oder nicht? Eigentlich würde ich ja sagen nicht, aber das ist irgendwie nicht eindeutig finde ich. :gruebel: Aber vermutlich steckt da die Lösung des ganzen Falls dahinter und deshalb zieht sich das Thema durch das komplette Buch. Abwarten.


    Besonders gut gefallen hat mir im 5. Kapitel das "Verhör" Lindseys. Ich habe so gelacht, als die drei Generationen Frauen den armen Steve Doherty in den Wahnsinn getrieben haben. :breitgrins: Natürlich ist das total unrealistisch, dass Honeys Mutter das Geschehen so an sich reißt, Honey die Fragen stellt und Steve wie ein Idiot daneben sitzt. Auch dass Honey danach losgeht und beschließt, einfach mal ein wenig zu ermitteln, ist total fragwürdig, aber ich habe für mich mittlerweile eh beschlossen, dass das Buch keinen großen Wert auf eine wirklich authentische Handlung legt. Denn solche gravierenden Geschichten können nicht beabsichtigt sein. :breitgrins: Mit dieser Einstellung kann ich das Buch - abgesehen von besagten sprachlichen Mängeln - aber durchaus genießen.



    Die Krimihandlung wurde in Gang gebracht, die ersten Fährten sind gelegt - ganz normal würde ich sagen und für mich weder positiv noch negativ auffallend.


    So sehe ich das auch. Wir werden sicherlich noch so einige Wendungen erleben, die eine andere Person in den Fokus der Ermittlungen stellen. Aber das ist auch keine Überraschung. Ich bin also zufrieden. :smile:


    Eines verstehe ich jedoch noch immer nicht so ganz. In welcher Beziehung steht Honey zur Polizei? Es wird zwar ziemlich am Anfang gleich gesagt, dass die die Verbindungsfrau des Hotelverbands zur Polizei ist, aber was es damit nun genau auf sich hat, wurde noch nicht erläutert. Das wurde vermutlich im ersten Band der Reihe schon ausreichend behandelt, aber ein kleiner Exkurs wäre dennoch schön. Ich hoffe mal das kommt noch. Die Unwissenheit darüber erschwert nämlich auch das Einschätzen ihrer Handlungen. Klar, sie ist keine Polizistin, aber was tut sie dann? Ist sie in die Ermittlungsanfänge nur aufgrund ihrer Beziehung zu Steve einbezogen? Man weiß es (noch) nicht.


    :winken:

    :leser: Plichota/ Wolf: Oksa Pollock - Die Unverhoffte<br /><br />SLW - Annabas: 1/10<br />SLW - Seychella: 0/10

  • Jetzt wo illy es geschrieben hat, finde ich auch, dass die Gerichte der Köche etwas mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt hätten. Rezepte hätte ich da zwar nicht gleich erwartet, aber man hätte zumindest ausführlicher sagen können, wer was gekocht hat. Das hätte ich schon auch gerne gewusst.

    ~~better to be hated for who you are, than loved for who you&WCF_AMPERSAND're not~~<br /><br />www.literaturschaf.de

  • Hallo miteinander,


    etwas verspätet geselle ich mich zu euch. Aber so weit seid ihr ja Gott sei Dank noch nicht.


    Kapitel eins:


    Ich mag gleich den ersten Satz:

    Zitat

    Bei einem Kochwettbewerb zwischen Sterneköchen musste es einfach Mord und Totschlag geben.


    Das war eine gute Einstimmung!


    Und auch der Name der Hauptdarstellerin „Honey Driver“ ist witzig. Honey Driver ist überhaupt sehr sympathisch und patent beschrieben, ich mochte sie von Anfang an. Ihre Familie ist auch nicht ohne, Tochter Lindsay zumindest scheint sehr praktisch veranlagt zu sein und Mutter Driver verspricht noch einige Lacher im Lauf der Geschichte.


    Die Geschichte geht auch gleich in die Vollen – es werden die rivalisierenden Paare vorgestellt: Smudger Smith und Oliver Stafford bzw. Honey Driver und Stella Broadbent. Das verspricht alles sehr interessant zu werden! Und auch den großen Krach gibt’s auch gleich im ersten Kapitel – Parkplätze und Hühnerbrüste als mögliche Motive! Das ist mal originell.


    Übrigens musste ich auf Google Maps sofort nach dem Ort Bath suchen. Ich kannte ihn zwar vom Hörensagen, dachte aber eigentlich, dass er am Meer liegt. Ist aber nicht so – gebadet wird in warmen Quellen.


    Kapitel zwei:


    Und noch ein Geheimnis: Obediah Jones tritt auf. Ich bin gespannt, ob er „echt“ ist. Ich kann mir übrigens die beschriebenen Szenen bisher alle sehr gut vorstellen, das ist von der Autorin toll gemacht.


    Dann passiert es: Mord am Sternekoch in der Küche, auch noch mit einem „Küchenteufel“-Allzweckmesser. Eigentlich ist das doch ein sehr stilvoller Tod. Natürlich wäre es noch stilvoller gewesen, wenn es ihn beim Kochen und nicht beim Schmutzigmachen getroffen hätte. :breitgrins:


    Kapitel drei:


    Nach „Beau Brummell“ musste ich übrigens auch gleich bei Wikipedia nachschauen. Mir war dunkel ein alter Film mit dem Namen in Erinnerung, Peter Ustinov (einer meiner Lieblingsschauspieler) hatte mitgespielt. Dass es aber eine historische Person Beau Brummell gab, wusste ich auch nicht.


    DI Steve Doherty scheint Honeys Freund zu sein. Wenn mir das Buch gefällt, hole ich mir sicher auch noch Band 1, denn dann interessiert es mich schon, wie sich die beiden gefunden haben. Bisher gab es schon ein paar Anspielungen („das Polizeiverbindungs-Dingsda“).


    Kapitel vier:


    Jetzt werden die Verwicklungen noch komplizierter – Lindsey hatte eine Affäre mit Stafford. Noch eine Verdächtige! Smudger aber scheint mit seinem Alibi auf der sicheren Seite zu sein.


    Kapitel fünf:


    Gloria Cross – was für ein bühnenreifer Auftritt! Und anscheinend spielt auch noch eine Wahrsagerin eine Rolle, die Beteiligten werden immer exzentrischer. Gefällt mir aber! Britische Exzentriker geben immer eine gute Geschichte ab. :breitgrins:


    * * * *


    Insgesamt gefällt mir der Anfang des Buches ziemlich gut, es ist witzig, hat Tempo und sympathische Darsteller. Ich freue mich auf’s Weiterlesen. Aber erstmal muss ich die Postings der anderen Mitleserinnen lesen.


    Viele Grüße von Annabas :winken:

  • Hallo Annabas :winken:



    Übrigens musste ich auf Google Maps sofort nach dem Ort Bath suchen. Ich kannte ihn zwar vom Hörensagen, dachte aber eigentlich, dass er am Meer liegt. Ist aber nicht so – gebadet wird in warmen Quellen.


    So kann's gehen. Ich war vor Jahren mal von der Schule aus auf Sprachreise in England und wir haben unter anderem auch Bath besucht. Ich denke bei den heißen Quellen sofort an den Gestank, der uns dort an einer Ecke der Bäder entgegen geweht ist. :breitgrins:



    Ich kann mir übrigens die beschriebenen Szenen bisher alle sehr gut vorstellen, das ist von der Autorin toll gemacht.


    So geht es mir auch. Und deshalb macht mir das Lesen auch Spaß. Ich habe nicht das Gefühl, weiter lesen zu müssen, sondern das Buch plätschert (sehr!) munter vor sich hin und es geht in zügigem Tempo immer weiter. So soll das sein.



    Gloria Cross – was für ein bühnenreifer Auftritt!


    Absolut! Ich sehe die Frau als eine Art Cruella DeVille vor mir. Herrlich - und so ganz anders als Honey und Lindsey. :breitgrins:


    Liebe Grüße
    Stephi

    :leser: Plichota/ Wolf: Oksa Pollock - Die Unverhoffte<br /><br />SLW - Annabas: 1/10<br />SLW - Seychella: 0/10

  • Nochmal hallo,


    oh, da gibt es ja einiges an Kritik.


    Zum Schreibstil: ich bin bis jetzt noch nicht über eine Redewendung gestolpert, aber das hat nichts zu sagen, denn die Stolpersteine, die ich bemerke, müssen riesig sein. :zwinker:
    Ich konnte bisher ganz flott lesen.


    Dass am Anfang erstmal die Personen und die möglichen Motive eingeführt werden, ist doch für Cozy-Krimis ganz normal. Was dann am Ende übrig bleibt, werden wir noch erfahren, aber es gehört für mich schon zur Grundlage des Spannungsaufbaus, erst einmal die ganze Situation mit Beteiligten zu beschreiben. Sonst könnte man ja gar nicht spekulieren. :zwinker: Und wenn am Ende die Autorin den Täter einfach ohne Erklärung aus dem Hut zieht, dann nehme ich das übel. :grmpf:


    Zum Massai (der Vergleich mit Eddie Murphy hat mir übrigens sehr geholfen, ihn mir vorzustellen): Ich denke, er wurde für den Auftritt im Hotel angeheuert. Aber warum und von wem, weiß ich auch nicht, da lasse ich mich überraschen.


    Überhaupt finde ich die Anspielungen auf diverse Kinofilme ganz gut, sowas mag ich.


    Rezepte in Krimis: Hm, das finde ich langsam nicht mehr sehr originell, ich bin ehrlich gesagt froh, dass man darauf verzichtet hat. In anderen Büchern habe ich da immer nur Feld-Wald-und-Wiesen-Rezepte gefunden, die man eh schon kennt.


    Aber bei so unterschiedlichen Meinungen verspricht es, eine spannende Runde zu werden. :klatschen:


    Gute Nacht! Annabas :winken:


  • Absolut! Ich sehe die Frau als eine Art Cruella DeVille vor mir. Herrlich - und so ganz anders als Honey und Lindsey. :breitgrins:


    Ganz genau! :daumen:


    Grüße von Annabas


  • Rezepte in Krimis: Hm, das finde ich langsam nicht mehr sehr originell, ich bin ehrlich gesagt froh, dass man darauf verzichtet hat. In anderen Büchern habe ich da immer nur Feld-Wald-und-Wiesen-Rezepte gefunden, die man eh schon kennt.


    So sehe ich das auch. Ich lese einen Krimi nicht, weil mich die Rezepte des Kochs interessieren, der umgebracht wurde, sondern weil ich den Kriminalfall im Idealfall spannend finde. Von daher vermisse ich keine Rezepte. :winken:

    :leser: Plichota/ Wolf: Oksa Pollock - Die Unverhoffte<br /><br />SLW - Annabas: 1/10<br />SLW - Seychella: 0/10

  • Jetzt musste ich erst mal googeln, was denn ein Cozy-Krimi ist, immerhin habe ich jetzt wieder etwas dazugelernt.


    Wie gesagt, bei mir ist es viele Jahre her, dass ich zuletzt einen Krimi gelesen habe. Vor 10-12 Jahren hatte ich eine Agatha-Christie-Phase, aber seitdem haben sich selten Krimis zu mir verirrt. Deshalb ist es für mich auch etwas ungewohnt, dass so viele Personen mit jeweiligen Motiven so lang und ausführlich eingeführt werden. Die Reihen werden sich schon noch lichten und ich vertraue fest darauf, dass der Täter am Ende überführt wird :zwinker:


    Was haltet ihr eigentlich von Lindsay's Grund, mit Oliver eine Affäre anzufangen? Weil er sich auch für Geschichte interessiert? Ich weiß ja nicht, wie das in Bath ist, aber ich kenne viele junge Männer, die an Geschichte interessiert sind, da muss man ja nicht gleich was mit einem verheirateten Mann anfangen... :rollen: Die Kleine scheint mir etwas naiv.

    ~~better to be hated for who you are, than loved for who you&WCF_AMPERSAND're not~~<br /><br />www.literaturschaf.de


  • Was haltet ihr eigentlich von Lindsay's Grund, mit Oliver eine Affäre anzufangen? Weil er sich auch für Geschichte interessiert? Ich weiß ja nicht, wie das in Bath ist, aber ich kenne viele junge Männer, die an Geschichte interessiert sind, da muss man ja nicht gleich was mit einem verheirateten Mann anfangen... :rollen: Die Kleine scheint mir etwas naiv.


    Das würde ich so nicht ganz unterschreiben. Ich fand die Begründung auch mehr als fragwürdig und sehr niav, aber in anderen Situationen war sie auch schon sehr schlagfertig. Für mich überwiegt auch eindeutig die selbstbewusste Lindsey, die ihrer Mutter im Grunde doch recht ähnlich ist.

    :leser: Plichota/ Wolf: Oksa Pollock - Die Unverhoffte<br /><br />SLW - Annabas: 1/10<br />SLW - Seychella: 0/10

  • Hallo ihr Lieben,


    ich bin noch nicht ganz so weit, aber leider finde ich das Buch sprachlich auch etwas holprig:


    - Diejenigen, die bereits dort waren, betrachteten den Neuankömmling mit kaum verholener Feindseligkeit. Wenn Blicke töten könnten, wäre Smudger sofort zu Boden gesunken.


    - Der Stolz schwellte Honeys wohlgerundete Brust noch mehr.


    - Und er war wirklich scharf auf dieses Wettkochen. Scharf wie Löwensenf.


    An den Sätzen selbst ist grundsätzlich erst mal gar nichts auszusetzen, aber ich empfinde sie so abgehakt. Der Lesefluss kommt bei mir immer wieder ins Stocken.


    Dafür fand ich den ersten Satz aber wirklich klasse und ich könnte nicht behaupten, dass ich das Buch total schlecht finde. Im Gegenteil. Ich werde mir jetzt einen Kaffee schnappen und mich gemütlich weiterlesend auf die Couch verziehen :winken:

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.

    Einmal editiert, zuletzt von nimue ()

  • So, nun hab ich das Buch auch von der Post geholt und kann anfangen mit Lesen.


    Zum Anfang erschien mir der Schreibstil sehr flüssig, die ersten fünf Kapitel waren schnell gelesen und waren humorvoll und temporeich geschrieben.


    Gleich im ersten Kapitel haben mir die Beschreibungen der Personen gefallen, die so richtig würze in das Buch brachten. Ich denke da nur an den Gast, der von einer Edelnutte ausgeraubt wird und an den Chefkoch, der wegen des Wettbewerbes nervös ist. Oder an die Mutter von Honey, die wie ein Hund ist, den man nicht einschläfern lassen kann. Diese kleine Vergleiche bringen einen immer wieder zum Schmunzeln.


    Honey ist mir ein bißchen zu sehr von sich eingenommen. Ihre Tochter Lindsay hingegen kam mir erst zu angeklärt vor, jedoch stellte sie sich dann als naiv heraus.


    Das Massai-Krieger hat mich etwas überrascht - wie passt er ins Bild und warum taucht er auf? Auf die Auflösung dieser Frage bin ich schon mal gespannt.


    Der Mordfall entwickelt sich recht langsam, spielt in meinen Augen derzeit nur eine Nebenrolle. Mal sehen, ob das noch anders wird und ob etwas mehr Spannung aufkommt.


    SO, nun werde ich mal Eure Postings lesen ...


  • Was mir allerdings jetzt schon fehlt sind Rezepte! Beim Kochwettbewerb zum Einstieg hätte zumindest eine Erwähnung der Gerichte der beiden konkurrierenden Köche auftauchen müssen, vorzugsweise mit einem Rezept dazu. Das gehört für mich einfach zwingend dazu, wenn ich kein Interesse an den Gerichten hätte, würde ich keine Krimi lesen, der im Kochmilieu spielt. Mir ist schon klar, dass die Hauptperson Hotelchefin ist und Hotelmilieu deswegen besser passen würde, aber alleine der Titel weckt bei mir gewisse kulinarische Erwartungen. Wer sich noch nicht einmal die Mühe macht, sich Wettbewerbsgerichte auszudenken hat keinen Spaß am Kochen/Essen und sollte keinen Roman in dieser Umgebung ansiedeln (auch wenn vermutlich der Verlag das empfohlen hat, weil es gewinnversprechend ist und "in" ist)


    Ein paar Rezepte hätte ich auch sehr gern dabei gehabt - aus dem Grund habe ich mich ja auch für einen Krimi entschieden, der im Kochmilieu spielt. Ich werde aber das eine Rezept, das bei dem "Verhör" von Honey mit dem zweiten Koch des Hotels erwähnt wird, googeln.



    Besonders gut gefallen hat mir im 5. Kapitel das "Verhör" Lindseys. Ich habe so gelacht, als die drei Generationen Frauen den armen Steve Doherty in den Wahnsinn getrieben haben. :breitgrins: Natürlich ist das total unrealistisch, dass Honeys Mutter das Geschehen so an sich reißt, Honey die Fragen stellt und Steve wie ein Idiot daneben sitzt. Auch dass Honey danach losgeht und beschließt, einfach mal ein wenig zu ermitteln, ist total fragwürdig, aber ich habe für mich mittlerweile eh beschlossen, dass das Buch keinen großen Wert auf eine wirklich authentische Handlung legt. Denn solche gravierenden Geschichten können nicht beabsichtigt sein. :breitgrins: Mit dieser Einstellung kann ich das Buch - abgesehen von besagten sprachlichen Mängeln - aber durchaus genießen.


    Ich seh das Buch mittlerweile nicht mehr als authentischen Krimi sondern eher als entspannte Lektüre. Honey stürzt los um zu ermitteln und lässt sich dann von einer Auktion ablenken? Wo gibt es denn so was *grübel*



    Was haltet ihr eigentlich von Lindsay's Grund, mit Oliver eine Affäre anzufangen? Weil er sich auch für Geschichte interessiert? Ich weiß ja nicht, wie das in Bath ist, aber ich kenne viele junge Männer, die an Geschichte interessiert sind, da muss man ja nicht gleich was mit einem verheirateten Mann anfangen... :rollen: Die Kleine scheint mir etwas naiv.


    Das ist etwas sehr naiv. Ich hab gleich mal überlegt, was mich dazu bringen würde, eine Affäre mit einem verheirateten anzufangen. Zugute halten müssen wir ihr, dass sie von seiner Ehefrau erstmal nichts gewußt hat bzw. gewußt haben will.

  • Das ist etwas sehr naiv. Ich hab gleich mal überlegt, was mich dazu bringen würde, eine Affäre mit einem verheirateten anzufangen. Zugute halten müssen wir ihr, dass sie von seiner Ehefrau erstmal nichts gewußt hat bzw. gewußt haben will.


    Mich hat das nicht gestört. Es war naiv von Lindsay, aber Stafford wird ja auch schon vorher als Frauenheld dargestellt, warum sollte er sich also nicht an ein junges Mädchen heranmachen? Geschichtliches Interesse zu heucheln, war für ihn vermutlich auch nicht zu schwierig.


    Grüße von Annabas :winken:

  • So, auch ich habe diesen Abschnitt beendet.


    Bis jetzt bin ich wirklich begeistert von dem Buch. Es ist mal wieder etwas leichteres, in das man ohne viel denken einfach hinein versinken kann.


    Honey finde ich total super und erfrischend. Mit ihr gibt es bestimmt noch viel zu lachen. Auf im Hinblick auf ihre Feindschaft mit Stella. Besonders gefallen hat mir ihr Umgang mit dem Gast zu Beginn und Das Kochduell: zuerst gehen die Köche fast aufeinander los und dann die Chefinnen. Einfach köstlich :breitgrins:
    Bis jetzt mag ich eigentlich alle Personen rund um Honey, nur von ihrer Mutter weiß ich noch nicht genau was ich denken soll.
    Lindsey wirkt zwar zum Schluss naiv, aber doch mag ich sie.


    Ich hätte da so einen Verdacht, was den Mord betrifft. Vielleicht war es Stella. Sie hat Honey doch so einen Klunker gezeigt und gesagt, dass der von Oliver ist. Dann erfahren wir noch, dass Oliver verheiratet war. Vielleicht hatten die beiden eine Affäre und Stella wollte, dass Oliver seine Frau verlässt. Da er es aber anscheinend nicht getan hat und sie betrunken ist, ist das Ganze vielleicht eskaliert? Nur so eine Vermutung, die mir gekommen ist :zwinker:


    Ich bin auch gespannt wer für den Massai verantwortlich ist. Aber lustig war es schon.


    Hier wurde ja schon oft die Sprache erwähnt. Mir ist sie ehrlich gesagt noch nicht negativ aufgefallen, außer einmal wurde, glaube ich mich zu erinnern, dass sie statt sich da stand, obwohl vom Sinn "sich" da stehen hätte müssen. Aber ich muss zugeben auf die Sprache habe ich auch nicht wirklich geachtet, da mich die Schreibweise einfach durch die Geschichte gezogen hat den ersten Abschnitt lang.


    Ich begebe mich jetzt in Richtung Abschnitt zwei :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Chibi

    Bevor i mi aufreg´, is ma wurscht. - Rainer Maria Schießler

  • Hey ihr Lieben,


    so langsam werde ich recht warm mit dem Buch. Leider ist die Leseschnecke nimue noch nicht sehr weit, aber gerade musste sie über diesen Absatz zum ersten Mal schmunzeln:


    Zitat

    Honey begann mit dem Einpacken. Erst die Messer. Die waren am gefährlichsten. Vor ihrem geistigen Auge sah sie Smudger mit dem Schneebesen auf Oliver zustürmen. Hastig verstaute sie auch den.


    Ich kann das so gut verstehen :breitgrins:

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.