05 - Kapitel 30 bis Ende (ab Seite 244)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 18 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von nimue.

  • Hier könnt ihr von Kapitel 30 zum Ende schreiben. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.

  • Weiter geht es. Ich war gerade so schön im Lesefluss und schwupps war das Buch auch schon vorbei. So kann's gehen. :breitgrins:


    Kapitel 31 hat mich mal wieder ein wenig genervt, glücklicherweise kam das ja nicht oft vor. Da befragt Steve Smudger noch einmal und tut es aber so unglaublich halbherzig, dass er es eigentlich auch gleich hätte bleiben lassen können. Das zeigt im Grunde einfach nur, dass weder für ihn noch für irgendwen anders Smudger als Täter in Frage kommt. Dann kann man sich sowas doch auch gleich sparen und statt dessen richtige Spuren verfolgen. :grmpf:


    Immerhin hat mich Glorias Auftritt am Ende wieder versöhnt. :breitgrins: Allein die Vorstellung, wie diese Frau (ich habe sie ziemlich schlank vor meinem geistigen Auge) in dem Riesenteil von einem BH durch die Tür kommt... totlach Ich würde mir Gloria manchmal echt gern ausborgen. Mit der hat man sicher verdammt viel Spaß. :breitgrins:


    Kapitel 32 kommt mal gleich mit einer Menge Infos daher. Pardoe hat Alibis, scheidet als Täter also erwartungsgemäß ebenfalls aus. Da bleibt in meinen Augen dann wirklich nur noch Mead. Der soll angeblich in London sein, was aber nach einem Anruf Honeys als falsch entlarvt wurde. Die gute Gloria schwankt zwischen Selbstmitleid und Wut darüber, dass sie abserviert wurde - zum Teil finde ich das ganz amüsant. :zwinker:


    In Kapitel 33 müssen nun auch Honey und Steve einsehen, dass eigentlich alles auf Mead hindeutet. Er hat tatsächlich billiges Mischfleisch aus Osteuropa importiert und der Schwindel drohte aufzufliegen. Wie überraschend, dass sie statt des geplanten Abendessens bei Steve mal eben eine Hau-Ruck-Aktion starten und zu zweit (!) gegen Mead und Konsorten ausrücken. Wer's glaubt. :rollen:


    Egal. Bei den Lagerhäusern angekommen stellen sie dann sogar fest, dass der gute Roland Drogen ins Land schmuggelt - und das natürlich gleich in richtig großen Mengen. Nach dieser Entdeckung fällt dem Super-Cop Steve dann endlich mal ein, dass man ja Verstärkung anfordern könnte. Blöd nur, dass beide (um den ruhigen gemeinsamen Abend zu sichern) ihre Handys nicht dabei haben. So was blödes aber auch. :rollen:
    Natürlich werden sie dann beim Schnüffeln auch noch entdeckt und in ein sehr sehr sehr kaltes Kühlhaus gesperrt - gut, dass der Riesen-BH auch wunderbar als Mütze für zwei getragen werden kann. totlach


    Aber, was soll ich sagen, die Rettung naht! - In Form von Lindsey und Gloria (in Turnschuhen!). Natürlich ist die Rettungsaktion waghalsig bis zum Umfallen, aber erfolgreich und Familie Honey und Steve kann den geordneten Rückzug antreten und den Rest den richtigen Polizisten überlassen. Dabei stellt sich dann heraus, dass Meads Chauffeur und Mädchen für alles wohl die Morde begangen hat - aber immerhin auf seine Anweisung. Also lag ich doch gar nicht so falsch. :breitgrins:


    Eigentlich passt das Ende ja wirklich zum Buch, aber dieses Maß an übertriebener Unglaubwürdigkeit war dann doch zu viel für mich. Ich habe permanent zwischen ungläubigem Lachen und Kopfschütteln geschwankt. So richtig gewonnen hat keine Seite. Das Smudger am nächsten Morgen vor dem Eintreffen der Polizei dem guten Mead auch noch ein blaues Auge verpasst und es keinen interessiert, fällt dabei kaum noch ins Gewicht.


    So, das war nun meine erste Einschätzung zum letzten Abschnitt. Ich bin gespannt, wie ihr das Ende so wahrgenommen habt.

    :leser: Plichota/ Wolf: Oksa Pollock - Die Unverhoffte<br /><br />SLW - Annabas: 1/10<br />SLW - Seychella: 0/10

  • Ich habe auch gleich fertig gelesen.


    Die Szene in Kapitel 30 mit Mr. Westlake fand ich wieder ganz witzig. Gloria scheint den Armen richtig fertig gemacht zu haben. :breitgrins:


    Aber der running-gag mit dem BH wird in Kapitel 31 doch langsam etwas platt. Irgendwie ist der Witz jetzt tot geritten.


    In Kapitel 32 und 33 erfahren wir endlich, was es mit den ausländischen Fleischlieferungen auf sich hat. Es ist also kein Gammelfleisch, sondern "nur" gemischtes Fleisch minderer Qualität.


    Aber das ist noch nicht alles, in Kapitel 34 und 35 kommen Steve und Honey dem wahren Grund für die Morde auf die Spur: Drogenhandel. Und natürlich holen sie keine Verstärkung (was jeder vernünftige Mensch tun würde), sondern begeben sich alleine in die Höhle des Löwen, was ihnen erwartungsgemäß schlecht bekommt.


    Anschließend in Kapitel 36 bekommen noch Gloria und Lindsey ihren rettenden Einsatz. Die beiden sind ein gutes Gespann!


    In den Kapiteln 37 und 38 klingt die Geschichte noch aus - Mead erhält noch eine kleine eine Abreibung bevor er festgenommen wird und wir dürfen Honey die Daumen drücken, dass sie mit Steve endlich zusammenkommt.


    Auch wenn einige Punkte ungeklärt bleiben, hat mir das Lesen Spaß gemacht. Nachdem ich mich vom Gedanken und den Erwartungen an einen Krimi verabschiedet hatte, war alles ok. Trotzdem bleibt natürlich ein Gefühl zurück, dass hier ein bisschen zu viel mit Klischees gespielt wurde, so dass sich die Geschichte zwar amüsant liest, aber insgesamt nicht besonders originell ist.


    Grüße von Annabas :winken:


  • Eigentlich passt das Ende ja wirklich zum Buch, aber dieses Maß an übertriebener Unglaubwürdigkeit war dann doch zu viel für mich. Ich habe permanent zwischen ungläubigem Lachen und Kopfschütteln geschwankt. So richtig gewonnen hat keine Seite. Das Smudger am nächsten Morgen vor dem Eintreffen der Polizei dem guten Mead auch noch ein blaues Auge verpasst und es keinen interessiert, fällt dabei kaum noch ins Gewicht.


    Kann ich voll so unterschreiben. Manchmal hat mich alles an eine chaotische Boulevardkomödie erinnert, in der ständig irgendwas Dummes passiert und die Protagonisten keinen Fettnapf auslassen - und obwohl man nur den Kopf darüber schüttelt, muss man lachen.


    Grüße von Annabas :winken:


  • Eigentlich passt das Ende ja wirklich zum Buch, aber dieses Maß an übertriebener Unglaubwürdigkeit war dann doch zu viel für mich.
    ...
    So, das war nun meine erste Einschätzung zum letzten Abschnitt. Ich bin gespannt, wie ihr das Ende so wahrgenommen habt.


    Das kann ich nur unterschreiben. Ein bisschen Unglaubwürdigkeit habe ich ja erwartet, aber am Ende ist es mir absolut zuviel geworden:



    [li]Rückrufversuch Mead in London (S.64): Hat Mead Gloria eine 0190-Nummer gegeben oder warum erkennt man nicht schon an der Vorwahl, dass das nicht London ist?[/li]
    [li] Eine Gruppe Männer steht vor einem Lagerhaus "Er neigte den Kopf näher zu dem Mann, als wollte er nicht, dass sonst jemand hörte, was gesprochen wurde" Honey und Doherty schleichen näher heran und verstehen ein paar Worte (S. 282 ) Ist klar - die zwei Typen entfernen sich nicht von der Gruppe, die nichts hören soll, aber unsere beiden Detektive verstehen aus ihrem Versteck die geflüsterten Worte [/li]
    [li]Generell: ich habe noch nie so einen unprofessionellen Polizisten wie Doherty erlebt! Dass der Held/Amateurdetektiv sich auf eigene Faust in Gefahr begibt, ist normal in solchen Krimis, aber normalerweise versucht der Polizist ihn abzuhalten![/li]
    [li]die SAP/Computer-Sache: da hätte ich das Buch am liebsten in die Ecke gepfeffert: Der Vertriebsfuzzi irgendeiner Softwarefirma hackt sich mal eben so in ein Netzwerk, in eine Software. Und selbst wenn das System so ungeschützt wäre, dass man da mal eben reinkommt, ist der Betrug dann noch buchhalterisch so offensichtlich, dass das auf Anhieb zu erkennen ist. Mead ist also nicht nur zu doof, fähige IT-Spezialisten anzuheuern, sondern seine Buchhaltung ist entweder ebenfalls in die Sache verwickelt oder zu blöd für Sachen, die man im ersten Ausbildungsmonat lernt. Und eine Steuerprüfung hat er auch nicht befürchtet (genauso wenig wie Besuch vom Gesundheitsamt...)[/li]


    Hier wäre etwas mehr Realismus sicherlich besser gewesen, das Ende hat mich aber leider auch nicht genug amüsiert, um das Ganze als Komödie abzutun. Das Buch wird von mir eine mittelmäßige Bewertung bekommen, schade, ich hätte mich gefreut, wenn ich eine neue Serie entdeckt hätte, aber noch mehr Honey Driver würde mich in den Wahnsinn treiben.

    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)


  • Nachdem ich mich vom Gedanken und den Erwartungen an einen Krimi verabschiedet hatte, war alles ok. Trotzdem bleibt natürlich ein Gefühl zurück, dass hier ein bisschen zu viel mit Klischees gespielt wurde, so dass sich die Geschichte zwar amüsant liest, aber insgesamt nicht besonders originell ist.


    So ging es mir auch. Ich hatte das ja relativ weit am Anfang auch geschrieben, dass ich das Buch nicht als Krimi mit Realitätsanspruch ansehe. Damit bin ich eine Weile auch ganz gut gefahren. Leider waren es dann manchmal - und gerade am Ende - zu viele Klischees auf einem Haufen. Da gebe ich dir absolut recht. Schade eigentlich, dass gerade der letzte Eindruck nicht der beste ist.


    Dennoch hat mir das Buch in seiner Gesamtheit ganz gut gefallen - wenn ich es auch eher unter Frauenliteratur als unter Krimis einordnen würde. Vielleicht greife ich irgendwann sogar mal zum Vorgänger. Manchmal hat man (also ich zumindest) ja so Phasen, in denen man beim Lesen nicht so viel denken möchte. Dafür eigenen sich die Bücher doch ganz gut würde ich meinen. :breitgrins:

    :leser: Plichota/ Wolf: Oksa Pollock - Die Unverhoffte<br /><br />SLW - Annabas: 1/10<br />SLW - Seychella: 0/10

  • Ich habe das Buch vorhin auch beendet und bin jetzt doch ziemlich enttäuscht vom Schluss. Auch wenn es nicht das beste Buch ist, habe ich doch immer gerne weitergelesen und es hat auch Spass gemacht. Aber der Schluss war schon sehr gewöhnungsbedürftig.


    Der Auftritt von Gloria mit dem BH war noch relativ unterhaltend, aber danach ging es für mich irgendwie bergab.

    Und dann die Aufklärung. Als sie mit Gloria reden wird plötzlich alles klar und sie kommen dem ganzen ein Stück näher. Sie müssen dann natürlich gleich zu der Lagerhalle fahren. ich glaube ja sofort, dass ein Polizist sowas macht, ohne Verstärkung zu rufen. Und dann hat er auch kein Handy dabei, als Polizist. Natürlich. Dann wagen sich eben die beiden allein an den Ort des Geschehens und werden eingesperrt. Zufälliger Weise ist dann der BH als Mütze noch so nützlich für die ebdien.
    Und dann kommen Lindsey und Gloria und werden nicht erwischt. Und sie retten die beiden. Und ab da geht natürlich alles gut. Die erst später gerufene Polizei kommt natürlich genau im richtigen Zeitpunkt, keine Sekunde zu spät. Und dann auch noch ein Polizist der einen BH als Waffe benutzt. Na klar....
    Und nie ist die Rede von Drogen, aber zu Schluss dann plötzlich kommen die hinzu.
    Oder auch der Butler oder was auch immer als Mörder. Musste natürlich jemand sein, den man nicht kennt. Auch wenn der Mead den Auftrag gegeben hat, wäre es mir lieber gewesen, man hätte den Mörder vorher zumindest mal bisschen vorkommen lassen.


    Also den Schluss fand ich wirklich total unglaubwürdig und ich war ziemlich enttäuscht davon. Auch wenn ich keinen Krimi erwartet hätte, hätte ich mir den Schluss doch um einiges anders vorgestellt...

    Liebe Grüße

    Chibi

    Bevor i mi aufreg´, is ma wurscht. - Rainer Maria Schießler

  • Ich bin auch durch und war genauso wie die meisten hier etwas enttäuscht.


    Als Komödie fand ich das Ende noch recht gelungen. Besonders gut war natürlich Gloria, die so stolz auf ihre Turnschuhe war und sich dann High Heels gewünscht hätte, als sie nicht durchs Fenster schauen konnte. :breitgrins:


    Und ein bisschen hatte ich auch recht mit meiner Vermutung aus dem letzten Abschnitt: Der BH wurde tatsächlich als Waffe benutzt... bzw. hätte dazu benutzt werden sollen. :zwinker: Aber so als riesige Mütze für Pärchen ist er auch nicht schlecht.


    Und auch wenn das so ziemlich der erste Krimi war, den ich gelesen habe, hab sogar ich ein paar Ungereimtheiten festgestellt. Schon vorher hat es mich schon einmal so aufgeregt (in der Szene, in der Honey dachte, dass Lindsay mit dem Mörder weg ist), dass Honey erst nach einer Ewigkeit darauf gekommen ist, es doch mal mit dem Handy zu versuchen! Wenn ich jemanden vermissen würde, dann wäre das doch das erste, oder?
    Und dann Steves komisches Verhalten, als Honey quasi schon herausgefunden hat, wer hinter allem steckt. Welcher Polizist will denn lieber essen als den Mörder zu schnappen? Ich kenne zwar keine Polizisten, aber ich hoffe mal, dass sie verantwortungsbewusster handeln.


    Und gar nicht verstanden hab ich irgendwie, warum Honey plötzlich wusste, dass Mead jemanden mit den Morden beauftragt hat. Sie ruft bei Caspar an und lässt sich bestätigen, dass er nicht die erste Wahl für die Jury war, sondern Pardoe. Und dann war plötzlich alles glasklar. Das wussten wir doch schon von Anfang an! Warum war das gerade jetzt so wichtig?


    Und enttäuscht bin ich auch, dass die Handlung um den Grand Epicure nur eine Sackgasse war. Ich hätte es schön gefunden, wenn dieser Handlungsstrang schon irgendwie einen Zusammenhang mit dem Fleischskandal gehabt hätte... Ich hatte da irgendwie so ein: "Na toll... "-Gefühl. :rollen:

    &quot;This was another of our fears: that Life wouldn&#039;t turn out to be like Literature&quot; (Julian Barnes - The Sense of an Ending)


  • Und auch wenn das so ziemlich der erste Krimi war, den ich gelesen habe, hab sogar ich ein paar Ungereimtheiten festgestellt.


    Ich hoffe, du wirfst nicht gleich das ganze Genre wegen dieses einen Buches über Bord. :zwinker:


    Ungereimtheiten gibt es tatsächlich viele. Offenbar hat es die Autorin nicht für nötig gehalten, sich über Polizeiarbeit etc. zu informieren. Andererseits hätte vielleicht auch der Verlag bzw. das Lektorat auf die Lücken aufmerksam machen können. Irgendwie hatte ich das Gefühl beim Lesen, die Geschichte wäre sehr stark gekürzt worden und niemand hätte sich danach noch die Mühe gemacht, zu schauen, ob die Verbindungen noch stimmen.


    Grüße von Annabas :winken:

  • Ich bin auch durch und vom Ende auch eher enttäuscht. Ich hatte gehofft, dass noch etwas Spannung aufkommt und es ein überraschendes Ende gibt, dem war aber leider nicht so...



    Und gar nicht verstanden hab ich irgendwie, warum Honey plötzlich wusste, dass Mead jemanden mit den Morden beauftragt hat. Sie ruft bei Caspar an und lässt sich bestätigen, dass er nicht die erste Wahl für die Jury war, sondern Pardoe. Und dann war plötzlich alles glasklar. Das wussten wir doch schon von Anfang an! Warum war das gerade jetzt so wichtig?


    Das habe ich auch einfach nicht verstanden. Wir wussten schon von Anfang an, dass Caspar nur zweite Wahl für die Jury war und er für Pardoe eingesprungen ist. An diesem Punkt in der Geschichte habe ich mich etwas verarscht gefühlt, denn ein Geistesblitz von Honey war das ja nicht gerade, erst in dem Moment über diese Tatsache nachzudenken und sie dann als große Erkenntnis zu präsentieren.


    Ich fand die ganze Auflösung recht unschlüssig und an den Haaren herbeigezogen, dass die Morde nicht auf einer Rivalität zwischen Köchen beruhen, hätte man sich ja schon von Anfang an denken können, denn das wäre zu offensichtlich gewesen. Und dass es dann nur Mead sein kann, war ja auch schon fast klar.


    Was mich sehr gewundert hat: Richard Carmellis Mageninhalt wurde untersucht und es wurde festgestellt, dass er kurz vor seinem Tod noch Fleisch gegessen hat. Ist das wirklich gängige Praxis, dass man bei einem Mordopfer, bei dem die Todesursache klar ist auch den Mageninhalt untersucht und genau analysiert, welche Speisen gegessen wurden? Ich fand das etwas seltsam...


    Der blöde BH musste ja wirklich noch zum Einsatz kommen, das fand ich auch kein bisschen witzig und auch etwas blöd. Wer trägt denn einen überdimensionalen BH ständig in der Handtasche mit sich rum? :rollen:


    Ich werde jetzt eher so schnell keinen Krimi mehr lesen, aber vielleicht können die erfahreneren Krimi-Leserinnen mal was richtig gutes aus dem Genre empfehlen, falls ich mal wieder Lust auf Krimis kriege?

    ~~better to be hated for who you are, than loved for who you&WCF_AMPERSAND're not~~<br /><br />www.literaturschaf.de


  • Was mich sehr gewundert hat: Richard Carmellis Mageninhalt wurde untersucht und es wurde festgestellt, dass er kurz vor seinem Tod noch Fleisch gegessen hat. Ist das wirklich gängige Praxis, dass man bei einem Mordopfer, bei dem die Todesursache klar ist auch den Mageninhalt untersucht und genau analysiert, welche Speisen gegessen wurden? Ich fand das etwas seltsam...


    Das fand ich nicht seltsam. Meine rechtsmedizinischen Kenntnisse beschränken sich zwar auf CSI und Co., aber ich glaube das gehört einfach zu einer Autopsie dazu. Entweder ganz oder gar nicht. Und dass die Leiche eines Mordopfers untersucht wird, ist ja klar. Denke ich zumindest. :winken:

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  • Das fand ich nicht seltsam. Meine rechtsmedizinischen Kenntnisse beschränken sich zwar auf CSI und Co., aber ich glaube das gehört einfach zu einer Autopsie dazu. Entweder ganz oder gar nicht. Und dass die Leiche eines Mordopfers untersucht wird, ist ja klar. Denke ich zumindest. :winken:


    Ok, gut, dann ist das wohl wirklich so üblich. Ich habe im Bereich Krimi-Serien im Fernsehen und auch allen Dingen die dazugehören eine große Bildungslücke :zwinker:

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  • Also, das 'Ende des Buches ist da und ich bin nicht wirklich enttäuscht. Damit meine ich nicht, dass ich nicht enttäuscht bin, das das Buch zu ende ist.


    Im Gegenteil. Hier machte sich dann doch Erleichterung breit. Die Inhaltsangabe des Buches hat sehr viel versprochen, aber nur das wenigste davon gehalten. Es war auf gar keinen Fall ein Krimi, sondern eher ein Buch, dass man dann liest, wenn man nicht denken will.


    So wie die ganze Geschichte zu konstruiert und unglaubwürdig war, war auch das Ende. Schade.


    Einziger Lichtblick für mich war Gloria. Wir sie in den letzten Seiten zum Zug kam war unglaublich und hier hätte ich gern mal ihre Bekanntschaft gemacht *grins*

  • Hallo zusammen,


    na das war ja mal ein spektakuläres Ende! Die übereifrige Gloria mit ihren tollen Turnschuhen hätte ich ja zu gerne mal gesehen. :lachen: Gloria fand ich am Ende auch richtig klasse. Vielleicht sollte sie zusammen mit ihrer Enkelin ein Detektivbüro aufmachen. :zwinker:


    Und Mead war es also tatsächlich doch, obwohl er der Fiesling in Person war. Es war ja dann ziemlich offensichtlich und sollte also keine falsche Fährte sein. Die falsche Fährte war dieses seltsame Preiskochen. Aber wie gesagt, ich fand die Krimihandlung ja dann auch nebensächlich und habe bezüglich der ganzen persönlichen Verwicklungen der Köche und deren Frauen/Schwestern/Angestellten irgendwann nicht mehr durchgeblickt und es auch hier nicht mehr versucht. Der Täter an sich, also der Handlanger Meads wurde wohl vorher nie erwähnt oder habe ich ihn schon nicht mehr registriert?


    Die Polizeiarbeit war sicher nicht wirklich recherchiert. So eine stumpfsinnige und tatenlose Gruppe hatte ich auch in noch keinem Krimi. :rollen: Sonst hat man eher das Gefühl, die arbeiten durch, wenn es einen brisanten Fall gibt. Ich habe mich echt gewundert, dass die Polizei dann doch so schnell im Kühlhaus war. Ich dachte, die müssten erst noch aus dem Tiefschlaf geweckt werden. :zwinker::breitgrins:


    Der Riesen-BH verfolgte einen wirklich durch das ganze Buch und es hat mich irgendwann genervt. Aber als Honey ihn sich und Steve auf den Kopf setzte musste ich doch lachen. Ich wusste was sie vorhatte und ich wollte nicht lachen, aber ich musste. totlach


    Das ist wohl wirklich so wie Annabas sagt: obwohl man nur noch den Kopf schüttelt über das, was da passiert, muss man lachen (ich kann nicht zitieren, leider funktioniert das gerade nicht :confused: ) und ich musste recht oft lachen am Ende. :breitgrins:


    Mir hat das Buch eigentlich ganz gut gefallen, so als Komödie. Es ist wirklich übertrieben und unrealistisch, aber irgendwie auch lustig, so zum Weglesen zwischendurch. Manchmal ist mir nach so "sinnfreier Frauenliteratur". :breitgrins: Und vielleicht mache ich es auch wie Stephie und lese tatsächlich irgendwann den Vorgänger :teufel:


  • Ich werde jetzt eher so schnell keinen Krimi mehr lesen, aber vielleicht können die erfahreneren Krimi-Leserinnen mal was richtig gutes aus dem Genre empfehlen, falls ich mal wieder Lust auf Krimis kriege?


    Es ist schwierig, denn auch hier sind die Geschmäcker sicher verschieden und es gibt viele Reihen, die schon allein, weil sie eine Reihe mit immer demselben Ermittlerteam sind, bei mir mit der Zeit ein Vertrautheitsgefühl erzeugen, das mich die Krimis anders bewerten lässt, als einen einzigen davon für sich gelesen. DEN tollen Krimi kann ich dir also nicht empfehlen, denn es gibt da einfach viele Unterschiede. Z. B. eher klassische Ermittlungs-Krimis, dir mir persönlich besser gefallen, als z. B. die blutrünstigen mit den psychopathischen Serienkillern. Historische Krimis finde ich auch immer ganz interessant. Und dann kann man sich ja auch noch ein bisschen die Mentalität aussuchen, durch die unterschiedlichen Länder, gerade bei den Reihen (Skandinavische Krimis, Italien, deutsche Regionalkrimis etc.)


    Ich empfehle dir einfach mal meinen aktuellen Krimi:der neue Krimi von Inge Löhnig "In weißer Stille", der mir bisher sehr gut gefällt. Der Vorgängerfall ist "Der Sünde Sold" und war auch sehr gut. Vielleicht magst du eines von diesen mal irgendwann testen.

  • Heimfinderin : Danke für die Empfehlung, ich werde mir das mal anschauen. Grundsätzlich mag ich es ja nicht so blutrünstig und wäre daher auch eher für klassische Krimis zu haben, bei denen die Ermittlungen im Vordergrund stehen.

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  • und wäre daher auch eher für klassische Krimis zu haben, bei denen die Ermittlungen im Vordergrund stehen.


    Das ist bei "In weißer Stille" auf jeden Fall so. Da sind viele Puzzleteilchen zu einem Bild zusammenzubauen. :smile:


    Gut gefallen mir auch meist die englischen Krimis. Die Reihe von Elizabeth George z. B.


    Ich hoffe, du wagst dich irgendwann nochmals an das Genre. Mich würde es jedenfalls interessieren, wie der Versuch dann ausgegangen ist. :winken: :smile:

  • Guten Morgen allerseits,


    puh, ich habe es jetzt auch endlich geschafft und leider kann ich mich allen euren Kritikpunkten anschließen. Das Buch war ja die ganze Zeit recht unglaubwürdig, aber diese letzten Kapitel setzten dem ein Krönchen auf. Gibt es eigentlich so was wie die "Goldene Himbeere" für Bücher oder einen Bad-Book-Adward? Dann würde ich dieses Buch dafür nominieren. Ehrlich :grmpf:


    Das mit SAP habe ich hier in der Mittagspause gelesen und ich hätte das Buch fast in die Ecke geschleudert. Oder auch die Szene, als Honey und Steve auf das Firmengelände gehen. Die Szene im Kühlhaus war ja auch sehr klassisch (bis auf diesen BH :rollen:). War ja klar, dass jedes erdenkliche Klischee bis aufs letzte ausgereizt wird. Hätte ein Pratchett das Buch geschrieben, so wüsste ich wenigstens, dass er "Cozy-Krimis" parodiert. Aber so?


    Dabei hatte ich mich echt auf das Buch gefreut und das Cover finde ich total niedlich. Schade.


    Liebe Grüße
    nimue

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.