Sherman Alexie - Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeitindianers

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Nad.

  • Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeitindianers
    von Sherman Alexie


    In diesem (Jugend-) Buch geht es um Arnold Spirit, genannt Junior. Er ist Spokane-Indianer und lebt in einem kleinen abgeschiedenen Reservat. Die Arbeitslosenquote liegt hoch, die Alkoholikerquote noch höher. Alles scheint aussichtslos. Dazu kommt, dass Junior nicht gerade mit gutem Aussehen gesegnet ist und ständig Opfer von Hänseleien ist.


    Eines Tages sieht er ganz klar dass es nur einen Weg gibt: raus aus dem Reservat. Er geht auf die Schule der Weißen. Dort ist er Außenseiter, zu hause ein Verräter, aber er hält durch !


    Das Buch ist fast schon satirisch geschrieben obwohl es teilweise einfach nur traurig ist, gespickt mit kleinen Zeichnungen (Junior zeichnet ständig und überall) - ein Satz auf der Rückseite des Covers trifft es ganz gut: " Zum Kaputtlachen komisch, während es einem gleichzeitig das Herz bricht ..."


    Spannend und flüssig zu lesen, geeignet für ein bis zwei nette nachdenklich machende Leseabende.


    Dieses Buch erhielt mehrere Preise, u.a. den National Book Award. Der Autor ist übrigens selbst Spokane-Indianer und im Reservat aufgewachsen.


    4ratten


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    [size=1]Edit: Tippfehler im Titel beseitigt. LG, Valentine[/size]

    Einmal editiert, zuletzt von Valentine ()

  • Hallo miteinander,


    vor gerade mal einer Stunde habe ich eine Besprechung zu diesem Buch aus meiner Bücherzeitschrift herausgerupft - und jetzt gibt es hier auch schon eine Rezi dazu!
    Es kommt auf jeden Fall auf meinen Wunschzettel.


    Grüße von Annabas :winken:

  • Klappentext:
    Als Arnold Spirit, genannt Junior, mit 14 beschließt, sein Reservat zu verlassen, wird er zum Outcast zwischen zwei Kulturen. Überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, steellt er trotz aller Widrigkeiten, die ihm begegnen, fest: "Ich würde immer ein Spokane-Indianer bleiben. Diesem Stamm gehörte ich nun mal an. Aber ich gehörte genauso dem Stamm der amerikanischen Einwanderer an. Und dem Stamm der Basketballspieler. Und dem Stamm der Leseratten. Und dem Stamm der Zeichner."


    Der Autor:
    Sherman Alexie, 1966 geboren, gehört dem Stamm der Spokane-Indianern an. Er wuchs in Wellpinit, Washington, in einem Reservat auf. Mit drei Jahren lernte er lesen und konnte so der Armut und dem Elend seiner Umgebung entfliehen. Als Verfasser von u.a. Romanen, Gedichten und Drehbüchern gilt Alexie international als Stimme des "anderen" Amerikas.
    Für seinen ersten Jugendroman "Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeit-Indianers" erhielt er 2007 den National Book Award und 2008 den Boston Globe-Horn Award.
    Er lebt mit seiner Familie in Seattle


    Meine Meinung:
    Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Arnold.
    Arnold ist 14 Jahre, im Reservat gilt er als "niedrigster Indianer am Totempfahl", denn er stottert, lispelt und trägt eine überdimensional große Brille. Er wird gehänselt und verprügelt - nur sein Freund Rowdy und seine Eltern halten zu ihm.
    Im Reservat herrschen Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit , Alkoholismus und Prügeleien.
    Arnold nutzt die Chance und wechselt auf eine Schule für Weisse, die außerhalb des Reservates liegt. Nun sitzt er zwischen zwei Stühlen - für die Indianer ist er ein Verräter und auf der Schule anfangs noch ein Aussenseiter, bis er durch Penelope und durch den Sport Kontakt findet.
    Arnold muss mit vielerlei Schwierigkeiten kämpfen - schon der Schulweg ist schwierig, denn er muss 35 km bewältigen, die nicht immer sein Vater fahren kann, da dieser oft zu betrunken ist oder kein Benzingeld da ist. Mal muss Arnold trampen, mal auch ein Stück laufen.
    Doch er stellt sich den Schwierigkeiten.
    Sherman Alexies Roman ist oft tragikomisch und selbstironisch.
    Die Sprache ist fesselnd und die Themen ( Rassismus, Armut, kulturelle Unterschiede) doch auch aktuell und interessant.


    5ratten

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.<br />(Hermann Hesse)

  • Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeitindianers von Sherman Alexie

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    Inhaltsangabe:


    Als Arnold Spirit, genannt Junior, mit 14 beschließt, sein Reservat zu verlassen, wird er zum Outcast zwischen zwei Kulturen. Überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, stellt er trotz aller Widrigkeiten, die ihm begegnen, fest: »Ich würde immer ein Spokane-Indianer bleiben. Diesem Stamm gehörte ich nun mal an. Aber ich gehörte genauso dem Stamm der amerikanischen Einwanderer an. Und dem Stamm der Basketballspieler. Und dem Stamm der Leseratten. Und dem Stamm der Zeichner.«



    Meine Meinung:


    Was für ein cooles Buch, ja Cool, der Ausdruck passt wirklich am besten.
    Arnold lebt mit seiner Familie in einem Reservat, für ihn ist das Leben dort aber nicht ganz so einfach, er ist hier unter seines Gleichen eher der Außenseiter. Er ist für ein Indianer ziemlich schlau, besonders was Zahlen an geht, und er liebt es zu zeichnen. Er Zeichnet alles, sein Tagebuch wird durch seine lustigen Zeichnungen unterstützt. Er hat einen Freund, sein bester, ziemlich aggressiv aber die beiden kommen mit einander zurecht. Seine Großmutter ist eine Wucht sehr modern und immer ehrlich. Seine große Schwester bewundert er. Ach ja, er spielt auch wenn nicht immer gut dafür aber sehr ehrgeizig Basketball.


    Ich habe Arnold direkt in mein Herz geschlossen, HALLO schon allein sein Name und dann LIEBT er Bücher, SCHNUPPERT an ihnen und KÜSST sie, ja er ist ein Buchküsser.


    Es ist nicht leicht für die Menschen im Reservat an ein besseres Leben zu kommen, viele Indianer sind Alkoholiker, ob das wirklich so ist kann ich nicht sagen.
    Arnold will das für sich nicht, ein weißer Lehrer gibt ihn den Tipp auf eine High School außerhalb des Reservat zu gehen, und das tut Arnold dann auch. Er hat es nicht leicht, schon allein sein Schulweg, manchmal wird er gefahren, oft muss er trampen oder zu Fuß gehen, und wenn es hart auf hart kommt bleibt er zu Hause.


    Ich fand es toll zu sehen wie Arnold nicht aufgibt ob bei den Weißen oder Roten, leicht war es nie. Man behauptete auch er sei wie ein Apfel: außen rot innen weiß.


    (Sorry, aber nach mind. 1000 mal "er hat/es ist nicht leicht" dürfte das dann auch rüber gekommen sein, hehe)



    Fazit:


    Arnold bring einen zum Lachen und zum Weinen, er und seine Geschichte ist einfach nur Liebenswert. Dieses Buch hebt sich von vielen anderen Büchern ab die ich in der letzten Zeit gelesen hab, mal was ganz anderes, und auch für Jungs sehr zu empfehlen.



    4ratten

    Einmal editiert, zuletzt von Nad ()