Stephan Russbült - Die Oger

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Klappentext:
    Oger sind dumm! Sehr dumm sogar. Doch durch Magie kann sich vieles ändern ...
    Mogda ist ein Oger. Schon immer war er schwer von Begriff und führte ein einfältiges Dasein, das vornehmlich aus Fressen und Schlafen bestand. Eines Tages jedoch überfällt er einen Magier und erbeutet von ihm ein seltsames Amulett. Als er sich das Schmuckstück arglos überstreift, ist plötzlich alles anders als zuvor. Denn das Amulett besitzt magische Kräfte und verleiht Mogda etwas, das ihm bislang völlig fremd war: Intelligenz...



    Meine Meinung:
    Dieses Buch hat mir viel Vergnügen bereitet. Oger Mogda war mir von Anfang an sehr sympathisch und nachdem er das Amulett übergezogen hatte und alles Wissen, das er bekommen konnte, in sich hinein sog, ist das passiert, was ich mir nie hätte vorstellen können: ich konnte mich mit einem Oger identifizieren!!! :breitgrins: Oder wie kann man es sonst nennen, wenn ein Oger zum ersten Mal in seinem Leben Bücher liest und folgendes empfindet: Sie zogen ihn so tief in den Bann, dass er jede freie Minute las. Ähnlichkeiten sind also definitiv vorhanden. :zwinker:


    Die Geschichte ist flüssig zu lesen, sie bietet Spannung und natürlich den schon erwähnten Humor, der mich oft auflachen ließ. Trotzdem ist es kein albernes Buch, denn wer nur Witze erwartet, liegt damit falsch. Es gibt nämlich auch die andere Seite. Die grausame und düstere. Und auch wenn Mogda sehr menschlich wirkt, ist er ein Oger und davon gibt es noch einige mehr in dieser Geschichte. Aber nicht nur die Oger mit ihren teilweise gewöhnungsbedürftigen Handlungen sind zu fürchten, viel mehr noch die Meister, die ein nur wirklich grausam zu erreichendes Ziel vor Augen haben.


    Mogda ist auserwählt, die Pläne der Meister zu verhindern. Dabei ist er aber nicht alleine unterwegs, sondern hat außer ein paar befreundeten Ogern auch noch ein kleines Mädchen an der Seite, das einige nützliche Zauber beherrscht und auch die Menschen bleiben nicht untätig. Sie sind dabei sehr sympathisch geschildert und die Dialoge der verschiedenen Figuren untereinander sind einfach köstlich.


    Die Geschichte wird aus verschiedenen Erzählperspektiven erzählt, so dass man unterschiedliche Geschehnisse und Sichtweisen mitbekommt, bevor sich alle Handlungsstränge für die letzte Schlacht treffen. Dies gefällt mir immer sehr gut, hat man doch nicht nur eine einseitige Sicht auf die Dinge.


    Der Schluss war dann etwas abrupt und es wurden auch nicht alle Schicksale aufgeklärt, aber was den Leser interessiert, interessiert offensichtlich nicht immer einen Oger. :zwinker:
    Allerdings gibt es glücklicherweise zwei weitere Bände, in denen die Geschichte fortgesetzt wird. So kann man das etwas unbefriedigende Ende eher verschmerzen und hoffen, dass die Folgebände dann mehr Aufklärung bieten.


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus: