Jean M. Auel - Ayla und der Clan des Bären

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kirsten.

  • Jean Marie Auel


    Ayla und der Clan des Bären -


    (The Clan of the Cave Bear)


    Zyklus der Erdenkinder 1


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    Osteuropa vor 30.000 Jahren


    Ein Er beben tötet die Familie der 5jährigen Ayla und zerstört die Wohnhöhle. Das Mädchen entkommt der Katastrophe nur durch einen Zufall. Es beschließt instinktiv, fortzugehen und dem Fluss zu folgen. So läuft Ayla mehrere Tage lang ohne Essen durch den Urwald, bis sie von einem Höhlenlöwen angegriffen und leicht verletzt wird. Als die Wunde sich entzündet und das Mädchen zu fiebern beginnt, bricht es endlich besinnungslos und halbtot zusammen. Doch es hat Glück und wird von einem durchziehenden Stamm Neandertaler gefunden und mitgenommen. Der Clan wurde ebenfalls durch das Erdbeben heimatlos und sucht jetzt eine neue Wohnhöhle. Die schwangere Medizinfrau des Stammes, Iza, nimmt Ayla auf und pflegt sie gesund.


    Vom Mog-ur Creb, dem Zauberer, lernt Ayla nicht nur die Zeichensprache des Stammes, sondern auch viele andere nützliche Sachen. Iza weist sie in die Heilkunst ein. Ayla versucht, sich den Gepflogenheiten und Sitten des Stammes anzupassen, obwohl ihr das nicht immer leicht fällt, da sich Ayla nicht nur durch ihr Aussehen deutlich von den Neandertalern unterscheidet. Sie ist und bleibt ein „Fremdling“, der ständig misstrauisch beäugt wird. Ihr Gegenspieler ist Broud, der Sohn des Clanführers Brun. Broud ist ein junger, stolzer Jäger, der Ayla für die Aufmerksamkeit hasst, die sie durch ihre Andersartigkeit erfährt. Ayla ist wie alle Frauen nur ein Sklave der Männer und zu absolutem Gehorsam gezwungen. Ihre Stellung als angehende Medizinfrau ermöglicht es ihr jedoch, viel Zeit allein und außerhalb der Höhle beim Sammeln von Heilpflanzen zu verbringen. Durch einen Zufall kommt sie in den Besitz einer fortgeworfenen Schleuder und beschließt, nur durch Beobachten und Üben das Jagen mit dieser Waffe zu erlernen. Ein sehr hohes Risiko, wo doch minderwertige Frauen eine Waffe nicht einmal berühren dürfen.



    Und so zittert der Leser zusammen mit Ayla aus Angst vor Entdeckung und Strafe, sorgt sich mit der mütterlichen Iza, ärgert sich über den unreifen, egozentrischen Broud, lernt die Entscheidungen des Clanführers Brun nachzuvollziehen und erhält Einblick in die absonderliche Geisterwelt des Mog-urs und das alltägliche Leben der Leute von damals. Die Schilderungen sind interessant und sehr flüssig zu lesen.


    ABER: Sei es das Original oder die Übersetzung – was mir den Lesespaß an diesem Buch gründlich verdorben hat, ist die Wortwahl, der gezwungen absonderliche, auf alt getrimmte Schreibstil. Noch dazu vollkommen überflüssig, da der Stamm ja Zeichensprache benutzte. Trotzdem wird der Leser mit Begriffen wie Kältnis, Verzehr, wohlbebrüstet, bresthaft usw. drangsaliert, und der Satzbau ist oftmals haarsträubend.


    In einer Fremdsprache also unlesbar, weil man sich sonst Fehler aneignen und nicht existierende Ausdrücke im Wörterbuch suchen würde, und in der Muttersprache tut das Lesen dieses Buches weh!



    2ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

    Einmal editiert, zuletzt von Kiba ()

  • Nachdem ich das Buch ein wenig sacken lassen habe:


    Meine Meinung:


    Erdstöße erschüttern die urzeitliche Erde, und die Höhle eines Stammes stürzt ein. Nur das kleine Mädchen Ayla überlebt und ist nach dem Angriff eines Löwen dem Tode nah. Ein Clan Neandertaler findet das Mädchen, und die Heilerin Iza überredet den Häuptling Brun, das Mädchen bei sich aufzunehmen und zu pflegen. Wie durch ein Wunder überlebt das Mädchen und Iza adoptiert die Kleine. Bald jedoch werden die Unterschiede offenbar. Wegen ihres wachen Geistes fügt Ayla sich nicht in die klare Rangordnung des Stammes ein, nach der die Frauen den Männern vollständig untergeordnet sind. Vor allem Broud, der Sohn des Häuptlings, sieht sich durch Ayla ständig provoziert und versucht immer wieder ihr das Leben zur Hölle zu machen.Und es soll noch schlimmer kommen....


    Die Figur der Ayla ist meiner Meinung nach total überzogen, denn die Protagonistin kann einfach zu viel. Ihre Fähigkeiten, den Widersachern Paroli zu bieten, sind einfach zu stark und am Rande der Unglaubwürdigkeit.Und nicht nur das. Auch übertreibt es die Autorin mit ihren unglaublich detailreichen Naturbeschreibungen.Ständig wiederholt sie sich und eigentlich hat das Buch ( Um es mal sehr nett auszudrücken ) eine für meinen Geschmack zu einfache, sehr wenig kunstreiche Sprache. Alles in allem mag die Geschichte rund um Ayla ganz nett sein. Allerdings weiß ich nun auch wieder warum die Reihe schon so ewig bei mir subt. ( Und auch noch lange liegen bleiben wird ) Von mir gibt es auch nur :


    2ratten

    :leserin:Silvia Stolzenburg - Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

  • Sooo, ich habe mich jetzt auch durchgebissen und weiß nicht recht, was ich jetzt schreiben soll.


    Der Anfang fiel mir tierisch schwer. Diese ewigen Beschreibungen waren für mich eher langweilig - Gott sei Dank - wurden sie gegen Ende ein bisschen weniger. Allerdings habe ich diese Stelle auch ganz oft einfach übersprungen bzw. überflogen.
    Auch empfand ich den Anfang der Geschichte als ein wenig schleppend. Aber gut, sowas passiert. Die Grundidee gefällt mir, aber bis man die erstmal ausarbeiten kann, bedarf es halt eines kleinen Vorspiels.


    Doch im Laufe der Geschichte fing das Buch immerhin ein wenig an mich zu fesseln, so dass ich das Ende auch recht schnell gelesen habe, obwohl ich doch einiges zu tun habe. ;)


    Aber wie schon meine Vorrednerinnen beklage auch ich die Sprache. Ich hoffe mal, es liegt an der Übersetzerin, aber teilweise sträubten sich mir die Nackenhaare. Nicht zu vergessen, die ganzen Rechtschreib- und Grammatikfehler. Sowas darf eigentlich nicht passieren. Aber für die nächste Bände habe ich Hoffnung, wo doch der Übersetzer wechselt.


    Ich werde die Geschichte auf jeden Fall weiterlesen. Allein damit sie endlich mal vom SuB runterkommt. ;)

  • Ich habe mir gerade den Film angesehen und fand ihn sehr gewöhnungsbedürftig. Das Buch habe ich trotz der teilweise seltsamen Sprache ganz gern gelesen. Habe es mir eigentlich unverfilmbar vorgestellt. Die Zeichensprache des Buches haben die Filmemacher in Untertiteln erklärt, aber ich fand das ziemlich anstrengend. Der Schluss ist ein wenig anders geraten.
    Ich hätte beim Buch bleiben sollen.


    ***
    Aeria

  • Jean M. Auel – Erdenkinder 1 – Ayla und der Clan des Bären


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    In der Steinzeit: Ein kleines Mädchen (Cro Magnon Mensch) verliert bei einem Erdbeben nicht nur seine Eltern, sondern gleich seine ganze Sippe. Verzweifelt und halb verhungert, von Raubtieren verletzt, wird sie schließlich bewusstlos von einem Clan Neandertaler gefunden – und gesund gepflegt. Der Clan nimmt sie in seinen Reihen auf und so wächst Ayla, eine der „Anderen“, bei den „Erdenkindern“ auf und muss sich ihren Gebräuchen und Sitten anpassen. Dies fällt ihr nicht immer leicht, denn sie ist geistig deutlich beweglicher und hat daher wenig Scheu, uralte Gesetze zu brechen.


    Jean M. Auel schreibt lebendig, niemals fand ich die Geschichte langweilig. Ayla erlebt unendlich viele Dinge, erwirbt mancherlei Fähigkeiten und ist immer wieder für eine Überraschung gut. Ich war gespannt, ob die Geschichte, die ich in meiner Jugendzeit gelesen hatte, mich nach über 20 Jahren immer noch fesseln kann – sie kann es, und ich bin froh, mit der Erdenkinder-Saga noch einmal von vorne angefangen zu haben. Ich habe, obwohl ich die Grundzüge der Geschichte noch gut kannte, wieder sehr mit Ayla mitgefiebert.


    Sprachlich ist das Buch wirklich sehr ungewöhnlich, aber ich mag solche Art der Sprache, umständliche Ausdrücke und Wendungen, die heutzutage fast vergessen sind. Ich denke, es soll hierdurch gezeigt werden, dass die Neandertaler sich völlig anders ausdrücken, nämlich durch Zeichensprache. So hat die Autorin/Übersetzerin dieses Hindernis bewältigt und das Außergewöhnliche der Sprache gut dargestellt. Ich habe die Bücher vor einigen Jahren auf Englisch gelesen, kann mich aber an die englische Ausdrucksweise nicht mehr erinnern, so dass ich nicht sagen kann, ob das Ungewöhnliche hier auf die Autorin oder die Übersetzerin zurückzuführen ist.


    Aylas Geschichte hat mich auch nach langer Zeit wieder fesseln können und sehr gut unterhalten. Ich vergebe 4ratten und mache sogleich mit dem nächsten Band der Saga weiter.

    Liebe Grüße,<br />Verena<br /><br />&WCF_AMPERSAND"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?&WCF_AMPERSAND" Gandalf in &WCF_AMPERSAND"Die Gefährten&WCF_AMPERSAND", J.R.R. Tolkien

  • Hallo!


    Eines muss man dem Autor lassen: so, wie er es beschreibt kann ich mir das Leben zu Aylas Zeit durchaus vorstellen. Trotzdem sind mir ein paar Sachen eher negativ aufgefallen. Zum einen von Kiba schon erwähnte künstlich alte Sprache, die mich mit zunehmender Seitenzahl immer mehr gestört hat. Außerdem hat Jean M. Auel den Unterschied zwischen Ayla und ihrem neuen Stamm überdeutlich und immer wieder betont. Der Bärenclan wurde primitiv und dumm beschrieben, während Ayla fast schon ein Mensch der heutigen Zeit hätte sein können. Je weiter die Geschichte ging, desto mehr wurde auf diesen Unterschied hingewiesen. Auch das hat mich immer mehr gestört.


    Abgesehen davon ist Ayla und der Clan des Bären gute Unterhaltung, sonst hätte ich es bestimmt zur Seite gelegt. Ich weiß nicht, wie gründlich Auel zu den Gegebenheiten der damaligen Zeit recherchiert hat. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das Leben zu Aylas Zeit so gewesen ist, lasse mich aber auch gerne eines Besseren belehren :zwinker:
    3ratten


    Liebe Grüße
    Kirsten

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.