Jan Christophersen - Schneetage

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Es gibt 16 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Valentine.

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    "Warum finden, wenn man auch suchen kann."


    Inhalt
    Im Winter 1978/79 versinkt Norddeutschland im Schnee. In Vidtoft, einem kleinen Dorf an der deutsch-dänischen Grenze, bricht der Wirt des "Grenzkrugs" plötzlich zusammen. Paul Tamm wird ins Krankenhaus gebracht, zurück bleibt seine besorgte Familie. Besonders sein Ziehsohn Jannis leidet unter der Ungewissheit, so dass er sich in Erinnerungen flüchtet: wie er selbst nach dem Zweiten Weltkrieg als kleiner Junge in die Familie kam, wie die Gastwirtschaft gemeinsam wiederaufgebaut wurde und wie er mit Paul im Watt nach Spuren der versunkenen Stadt Rungholt suchte.


    Meine Meinung
    Abwechselnd werden die beiden Erzählstränge verfolgt, wobei Jannis' Erinnerungen den größeren Raum einnehmen. Die Rückblenden setzen mit Pauls Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft ein und beleuchten in erster Linie das Verhältnis der beiden zueinander, aber auch die Höhen und Tiefen der Familie. Paul steckt zuerst all seine Energie in den Wiederaufbau des Gasthofs, reißt die anderen Familienmitglieder durch seine Motivation mit und fügt dadurch auch die Familie wieder zusammen. Nach einer Weile zieht er sich aber mehr und mehr aus dem Betrieb zurück und wendet sich einer leidenschaftlichen Suche nach Rungholt zu. Mit Jannis unternimmt er Ausflüge ins Watt, lässt ihn an seinem Wissen teilhaben und diskutiert mit ihm seine Theorien; die Familie droht wieder zu zerbrechen. So wie Paul nach Überresten Rungholts sucht, ist Jannis auf der Suche nach seinen Wurzeln. Nie fragt er seinen Ziehvater direkt und erhält somit immer nur Fragmente seiner eigenen Geschichte.
    Neben dieser doppelten Spurensuche nimmt das Geflecht von Beziehungen einen zentralen Platz ein, wobei nicht nur die Familie im "Grenzkrug" beleuchtet wird sondern auch die gesamte Dorfgemeinschaft, einschließlich der Flüchtlinge, die nach dem Krieg im Gasthof untergebracht werden. Und damit eng zusammenhängend gibt es natürlich auch zahlreiche kleinere und größere Konflikte, von persönlichen Abneigungen bis hin zum deutsch-dänischen Konflikt.
    Die Verschränkung der beiden Erzählebenen erzeugt, auch wenn nicht wirklich viel passiert, einen Sog, der mich das Buch nur widerwillig aus der Hand legen ließ. Viele Fragen werden aufgeworfen, aber nicht alle beantwortet, was durchaus zum Reiz des Buches beiträgt. Im Gegenzug arbeitet Christophersen Details ein, die erst an späterer Stelle, meist durch die Rückblicke, eine Bedeutung erhalten.


    Das Buch lebt eindeutig von der Sprache - nordisch-karg, schnörkellos, auf den Punkt. Christophersen charakterisiert seine Protagonisten oft durch deren Handlungen, die er umso genauer beschreibt. Besonders gefallen haben mir seine Landschaftbeschreibungen; die zahlreichen Farben des Himmels und des Meeres, die unterschiedlichen Beschaffenheiten des Watts, die verschiedenen Formen des Horizonts. Hinzu kommt der Schnee, der zwar nichts von seiner Bedrohlichkeit einbüßt, aber ebenso seine Schönheit entfalten kann. Von Farben und Formen bis hin zu Geräuschen hat Christophersen alles eingefangen, was den Norden ausmacht, eingeschneit oder nicht. Am liebsten wäre ich einfach ins Auto gesprungen und Richtung Norden gefahren, hätte vor meinem eigenen Fenster nicht gerade ein Schneesturm gewütet...


    Zum Lesevergnügen hat sicherlich auch die Aufmachung des Buches beigetragen, der mareverlag hat hier eine (stil-)sichere Hand bewiesen. Abgesehen davon, dass ich das Cover großartig finde, wird auch im Inneren mit gedeckten Grau- und Blautönen gearbeitet. Nur eine Kleinigkeit, aber für mich trotzdem eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Einerlei.


    Dieses stille, aber stimmungsvolle Buch hat definitiv 5ratten verdient!


    Viele Grüße
    Breña

    "Natürlich kann man sein ohne zu lesen, ohne Bücher, aber ich nicht, ich nicht."  J. L. Borges

  • Ja, ist ja schon gut, ich lese es diesen Monat noch :breitgrins: Dieser nachdrücklichen Aufforderung, nachdem Du mir schon das Buch selbst in die Hand gedrückt hast, kann ich mich ja gar nicht entziehen ...


  • Ja, ist ja schon gut, ich lese es diesen Monat noch :breitgrins:


    :pueh:


    Abgesehen davon, dass es ein SLW-Buch war, hat es einen Thread einfach verdient. Und wenn ich mich mit Lobhudeleien nicht immer so schwer tun würde, hätte ich schon vor zwei Wochen was geschrieben... Aber sieh es einfach als Aufforderung. Und alle anderen bitte auch. :breitgrins:

    "Natürlich kann man sein ohne zu lesen, ohne Bücher, aber ich nicht, ich nicht."  J. L. Borges


  • Das Buch lebt eindeutig von der Sprache - nordisch-karg, schnörkellos, auf den Punkt.


    Ich habe zwar vorhin erst angefangen und bin jetzt gerade irgendwo auf Seite 60 und ein paar Gequetschte, aber ich muß es einfach loswerden: Das kann ich nur bestätigen, Christophersens Stil gefällt mir ausnehmend gut!



    Besonders gefallen haben mir seine Landschaftbeschreibungen; die zahlreichen Farben des Himmels und des Meeres, die unterschiedlichen Beschaffenheiten des Watts, die verschiedenen Formen des Horizonts.


    Und auch das kann ich nur unterschreiben. Ich war in den letzten Jahren immer nur im Winter an der Küste, zwar in Ost- und nicht in Nordfriesland, kenne aber auch letzteres von dem ein oder anderen Besuch. Und seine Beschreibungen decken sich so exakt mit meinen Bildern, daß ich davon völlig überflutet werde. Ich fürchte, ich werde mir dieses Buch auch noch fürs eigene Regal kaufen müssen :zwinker:

  • Ausgelesen ist es schon ein paar Tage, ich habe es noch etwas wirken lassen und bin nach wie vor begeistert. Allerdings tue ich mich schwer damit, Breñas Kommentar noch etwas Subtanzielles hinzufügen.


    Die Sprache hat mir, wie ja schon zuvor festgehalten, ausnehmend gut gefallen, sicher auch in den Details, was sich besonders an den nicht ausufernden, aber notwendigen Beschreibungen zeigt. Die Landschaft in der Wechselwirkung mit Wind und Wetter findet ihre Entsprechung in den Charakteren und ihren Handlungen, nichts davon könnte anders sein.


    Pauls Suche nach Rungholt bzw. seinen Hinterlassenschaften entwickelt sich langsam, von einer zunächst liebenswerten Spinnerei zu einer – vor allem auch für ihn selbst – bedrohlichen Obsession. Jannis ist dem bei weitem nicht so verfallen, er folgt Paul auf diesem Weg, weil er ihn als Vater liebt, auch wenn Paul das (biologisch) nicht ist. Vieles bleibt in diesem Verhältnis ungesagt, und so wenig wie Jannis seine Geschichte kennt, so wenig weiß auch der Leser.


    Die am Ende noch offenen Fragen, und das waren einige, schmälern aber den Gesamteindruck keinesfalls, im Gegenteil. Schließlich ist es oft genug so, daß sie sich auch im „richtigen“ Leben nicht beantworten ließen. Eine zweite Lektüre würde sicher eine Reihe von Verbindungen aufdecken, die beim ersten Lesen noch nicht auffallen können, und manch einem Detail eine weitere Bedeutung geben.


    5ratten


    Schönen Gruß,
    Aldawen

  • Es freut mich, dass Dir das Buch so gut gefallen hat! Alles andere hätte mich aber auch gewundert. :zwinker:

    "Natürlich kann man sein ohne zu lesen, ohne Bücher, aber ich nicht, ich nicht."  J. L. Borges


  • Es freut mich, dass Dir das Buch so gut gefallen hat! Alles andere hätte mich aber auch gewundert. :zwinker:


    Ja, inzwischen können wir uns ganz gut einschätzen in unserem Lesegeschmack :breitgrins:

  • Hallo ihr beiden,


    Thread gefunden! :breitgrins: Der nächste Winter in Badisch Sibirien kommt bestimmt und bei den verhaltenen Begeisterungsausbrüchen, als ich das Wintergrillen erwähnt habe, muss ich mir die Zeit wohl anders vertreiben :zunge:


    Grüßle
    nimue

    "Vor ein paar Jahren hätte ich Ihnen geantwortet: Wir sind nicht die Weimarer Republik. Aber wenn ich mir die Entwicklungen in der letzten Zeit so ansehe, dann muss ich antworten: Ja, ich mache mir ernsthaft Sorgen um unsere Demokratie." (Ein Experte für Rechtsextremismus wird in der Dokumentation "Rechts. Deutsch. Radikal")

  • Ich würde sagen, dieses Buch stellt dazu eine ausgezeichnete Alternative dar :breitgrins:


  • und bei den verhaltenen Begeisterungsausbrüchen, als ich das Wintergrillen erwähnt habe,


    Wie gesagt, wenn wir ein Iglu bauen, bin ich dabei. :breitgrins: Dann aber bitte auch mit Lesung aus dem Buch.


    Zitat


    Noch über Nacht hatte es zu schneien begonnen, und auch über Nacht hörte und hörte es nicht auf. Die Luft weiß von Schnee. [...]
    Milchiges Licht drang durch die Eisblumen ins Zimmer. Schneetreiben hinter der Fensterscheibe, dass der Rahmen knackte. Der Sturm draußen wurde hier drinnen zu einem Geräusch, das verstummte, wiederkam, immer wieder, und kalt klang.

    "Natürlich kann man sein ohne zu lesen, ohne Bücher, aber ich nicht, ich nicht."  J. L. Borges

  • Hallo,


    vor zwei Tagen habe ich auch diesen Roman nach kurzer Lesezeit beendet: Man kann sich dem Sog kaum entziehen. Auch wenn ich kein großer Fan der nordfriesischen Küstenlandschaft bin: Man hätte ihr kein schöneres Denkmal setzen können. Diese lakonische und dennoch ausdrucksstarke Sprache, eine ebensolche Story, in der vieles ungesagt bleibt und gerade deshalb besonders wirkt: Ich freue mich schon auf weitere Bücher dieses Autors!



    finsbury

  • Die Geschichte spielt sich auf zwei Zeitebenen a, einmal einige Tage im Winter 1978/79 und sich über Jahre hinwegstrecken, die Zeit nach dem Ende des zweiten Weltkriegs. Hauptfigur und Erzähler ist Jannis, den Paul damals im Krieg als Kind mitgebracht hat. Er wächst als Teil der Familie des „Grenzkrugs“, einer Gaststätte an der dänisch-deutschen Grenze, auf. Außer Paul, der in die Gaststätte eingeheiratet hat, lebt dort die „Chefin“, Pauls Ehefrau und zwei Kinder der beiden, zwischen denen sich Jannis altersmäßig befindet. Jannis und Paul verbindet Pauls Leidenschaft, die Suche nach Überresten aus dem untergegangenen Rungholt


    Laut Klappentext geht es um die Schneekatastrophe in Norddeutschland 1978/79. Das ist aber mehr der Aufhänger, viel mehr Raum nimmt der Teil ab Ende der 1940er Jahre ein und eigentlich geht es um ja was, Beziehungen? Einsamkeit innerhalb der Familie? Überhaupt Familie? Ach so und die Suche nach dem versunkenen Rungholt, die doch auch symbolisch für irgendeine andere Suche steht.


    Obwohl es mir schwer fällt, der Geschichte ein Etikett zu verleihen, fühlte ich mich von Autor und Erzähler mitgenommen. Sprachlich gefiel es mir auch ausnehmend gut, man hat das Gefühl, dass der Autor jedes Wort sorgfältig betrachtet hat, bevor er sich zu seiner Verwendung entschloss. „Schneetage“ ist ein stimmungsvolles, auch durch seine örtliche Beschränktheit eingeschränktes und deswegen sehr winterliches Buch. Ein Buch, in dem wenig ausgesprochen wird und das man sicherlich noch einmal Lesen könnte und dabei noch ein paar Bedeutungsebenen mehr entdecken würde.


    4ratten

  • Kurz vor dem Jahreswechsel 1978/79 im "Grenzkrug", einem Gasthof nahe der deutsch-dänischen Grenze: es herrscht wie immer einiger Betrieb, man hat alle Hände voll zu tun. Jannis, Ziehsohn der Wirtsleute, hilft wie üblich mit, die Gäste zu bedienen, während die meistens schlicht "Chefin" genannte Kirsten Tamm den Ton angibt. Ihr Ehemann Paul hat sich wie so oft in sein eigenes Reich zurückgezogen, wo er sich seinem großen Interesse widmet, der Heimatgeschichte. Dass er in letzter Zeit öfter "Aussetzer" hatte, wusste er seiner Frau zu verschweigen, auch Jannis, der Bescheid wusste, hat nie etwas gesagt. Doch jetzt ist Paul ernsthaft zusammengebrochen und wird, kurz bevor ein Schneesturm alles zum Erliegen bringt, ins Krankenhaus gebracht.


    Es stürmt und schneit immer heftiger, der Gasthof ist praktisch von der Außenwelt abgeschnitten, Telefon und Strom fallen aus. Und Jannis denkt unwillkürlich zurück an die Vergangenheit: an Pauls Rückkehr aus dem Krieg, an die Flüchtlinge im Dorf, an die immer wieder kriselnde Ehe zwischen der Vollblutgastwirtin und Paul, der am liebsten seine ganze Zeit damit verbrächte, heimathistorische Abhandlungen zu lesen und im Watt nach Überbleibseln lang vergangener Jahrhunderte zu suchen. Bei seinen hobbyarchäologischen Aktivitäten hat Jannis ihn oft begleitet und kennt Pauls großen Wunsch, eine bedeutende Entdeckung zu machen und womöglich ein Artefakt aus der untergegangenen Stadt Rungholt zu finden.


    Der legendäre Schneesturm nimmt weniger Raum im Buch ein, als der Titel vermuten lässt. Die Geschehnisse bilden vielmehr den Rahmen für die Erinnerungen, die in Jannis wach werden, einem Jungen, der seinen Vater nie gekannt hat und auch nicht wirklich weiß, was aus seiner Mutter geworden ist, nachdem die Tamms ihn zu sich genommen haben. Es geht viel um Zugehörigkeit und die Frage, was Familie eigentlich bedeutet - "Herkunftsfamilie vs. Wahlfamilie" ist ein zentrales Thema in Jannis' Leben, das ihn auch noch im Erwachsenenalter beschäftigt. Auch sehr viel, das unausgesprochen bleibt, spielt eine große Rolle. Manchmal möchte man die Figuren am liebsten zwingen, doch einfach mal miteinander zu reden.


    Zu Beginn dauerte es ein wenig, bis ich richtig in dem Buch angekommen war, und sich die Personen und Zeitebenen zu einem Ganzen fügten. Ein bisschen spröde kommen die Figuren daher, fast möchte man klischeehaft behaupten "typisch norddeutsch", zumindest, bis man sie besser kennengelernt hat und manches zu verstehen beginnt. Der eher lakonische Erzählton passt gut zu Schauplatz und Hauptfigur, und über dem gesamten Buch liegt eine gewisse Melancholie, ein leises Bedauern verpasster Gelegenheiten oder auch die etwas morbide Faszination der untergegangenen Stadt, für mich ein sehr spannendes Thema. Ich mochte auch den Schauplatz an der dänischen Grenze mit all den kleinen Besonderheiten, die mir bisher völlig fremd waren.


    Eine ungewöhnliche Familiengeschichte ohne lautes Drama, die durch das interessante Setting und die historischen Hintergründe noch zusätzlich gewinnt.


    4ratten

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Schön, dass dir der Roman auch so gut gefallen hat. Mich hat ja gerade das Lakonische, Spröde daran fasziniert und die Rungholt-Handlung.

  • Mich hat ja gerade das Lakonische, Spröde daran fasziniert und die Rungholt-Handlung.

    Ja, das passte alles wunderbar zusammen, die Art zu erzählen, die oft wortkargen Menschen, die rauhe Landschaft - mich haben auch die Ausflüge ins Watt und die kleine Hallig mit der knurrigen Gräfin gefesselt.


    Die Rungholt-Thematik fand ich schon als Kind hochspannend, als ich erstmals von der Legende gehört habe, dass man heute noch manchmal die Kirchenglocke läuten hören und die Stadt am Meeresgrund sehen können soll, und habe noch mal das eine oder andere dazu nachgeschlagen. Schade, dass es keine erhaltenen Bilder von Rungholt gibt.

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Es gibt einen historischen Roman von Kari Köster- Lösche: Die letzten Tage von Rungholt.

     

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    Den hatte ich mir extra nach der Lektüre von "Schneetage" zugelegt und gelesen. Aber das ist ein ganz durchschnittlicher historischer Roman (s. Link oben) und hat mich nach der Qualität des Romans von Christophersen etwas enttäuscht. Wobei der historische Roman schon einige Aufschlüsse bietet.

  • Danke für den Tip ... Köster-Lösche ist aber erfahrungsgemäß auch nicht so meins.


    Aber vielleicht gibt es ja irgendwann mal noch was Neues zum Thema.

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
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    (John Greenleaf Whittier)