Heinrich Spoerl - Die Feuerzangenbowle

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Erster Satz:

    Zitat


    „Dieser Roman ist ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, dass die Schule es nicht merkt"



    Die Feuerzangenbowle“
    ist schon seit Jahrzehnten in aller Munde. Der von Heinrich Spoerl im Jahre 1933 verfasste Roman ist die Vorlage von einem Film, welcher bis heute von Jung und Alt gerne geguckt wird. Obwohl Vorschriften und Sitten in der Schule in diesen 77 Jahren natürlich einen Wandel durchlebt haben, besticht sowohl der Film, als auch das Buch durch Schulstreiche, welche von damals bis heute zum Alltag vieler Schüler gehören. Dabei liegt der Witz in der Geschichte nicht unbedingt bei den Streichen, sondern viel mehr bei den Maßnahmen, die sich die Lehrer einfallen lassen, um sich manch eine Schande nicht eingestehen zu müssen.


    Heinrich Spoerl schuf mit seinem Werk eine Parodie auf das Schulwesen, welche durch markante Charaktere besticht. Vor allen Dingen die Lehrer wurden eingehend skizziert, um ihre Eigenarten deutlich herauszustellen. Dagegen werden die Schüler eher oberflächlich vorgestellt. Ein Klassenclown, die Klassenclique und der Klassenstreber dürfen dennoch nicht fehlen.


    Es ist eine Lektüre, die einfach Freude macht zu lesen. Schnell wachsen einem sogar die Lehrer ans Herz, wie zum Beispiel Herr Professor Crey mit seiner etwas anderen Aussprache („Sä send albern“). Man lernt sich während des Lesens wieder neu kennen und erinnert sich schnell an die eigene Schulzeit zurück, auch wenn diese nicht allzu weit in der Vergangenheit liegt.


    Doch wie der Autor so schön schließt, ist nichts an dieser Geschichte war, außer die Feuerzangenbowle und „wahr sind auch die Erinnerungen, die wir mit uns tragen; die Träume, die wir spinnen, und die Sehnsüchte, die uns treiben.“


    Fazit: „Die Feuerzangenbowle“ ist nicht zu unrecht bis heute berühmt berüchtigt und Heinz Rühmann wir nicht zu unrecht mit diesem Filmklassiker der deutschen Filmgeschichte in Verbindung gebracht. Eine Pflichtlektüre für jeden, der es liebt gut unterhalten zu werden und bereit ist sich zu erinnern.


    Bewertung: 5ratten

    MfG Mandel :-)<br />-------------------------------------------------------<br /><br />&quot;Ein Apartment voller kluger Bücher ist das<br />Erotischste überhaupt&quot; - Nick Hornby<br /><br />&lt;b&gt;Mein Blog: http://www.BuchLeben.com&lt;/b&gt;

  • Heinrich Spoerl


    Die Feuerzangenbowle


    Eine Stammtischrunde älterer Professoren betrinkt sich ordentlich und schwelgt in Erinnerungen. Man erzählt sich spaßige Begebenheiten aus der Schulzeit, die Wogen schlagen immer höher. In recht beschwipstem Zustand beschließt man, den Jüngsten der Runde, den 24jährigen Schriftsteller Johannes Pfeiffer, wieder zurück auf die Schulbank zu schicken.


    Der verwegene Plan wird tatsächlich in einem ländlichen Gymnasium in die Tat umgesetzt. Hans Pfeiffer wohnt inkognito auf Untermiete und wird von seiner Vermieterin wunderbar bemuttert. In der Schule schließt er aufgrund seiner phantasievollen Streiche schnell Freundschaft mit seinen Mitschülern. Er nimmt die Eigenarten der Lehrer aufs Korn, inszeniert etliche Späße und schließt sich der allgemeinen Verehrung der schönen Eva an, Tochter des Direktors und bestaussehendste Schülerin der ganzen Stadt.


    Den alten Schwarzweißfilm mit Heinz Rühmann kennen die meisten wohl noch. Ich habe ihn nur noch dunkel in Erinnerung. Das Buch jedenfalls kann ich nur allerwärmstens empfehlen. Ich habe mich von Anfang bis Ende königlich amüsiert, einfach wunderbar! Humorvoll, menschenfreundlich und greifbar wirklichkeitsnah, trotz der grotesken Ausgangssituation. Ein Hochgenuss!



    5ratten :tipp:

    Bücher sind Magie zum Mitnehmen.