Khaled Hosseini - Tausend strahlende Sonnen

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 35 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von marimirl.

  • Hallo!


    Also ich habe keine Begriffserklärung.


    Ich auch nicht. Aber viele Begriffe wurden direkt im Kontext erklärt.


    Thema Nanas Selbstmord: das macht mich immer noch wütend. Nana mag verzweifelt gewesen sein, aber damit macht sie Mariam für den Rest des Lebens ein schlechtes Gewissen. Hat sie daran nicht gedacht?


    Liebe Grüße
    Kirsten

    Klettern ist viel mehr als nur ein Sport. Draußen sein in der Natur, am Fels, das ist eine Lebenseinstellung.

  • Ich glaube nicht. Genauso wie sie die ganze Zeit nur an sich selbst gedacht hat... :sauer:



    Ich fand die Aussage, dass sich Mariam unter ihrer Burka eigentlich recht wohl fühlt am Anfang befremdlich. Aber dann konnte ich sie irgendwie verstehen- schließlich ist sie ein eher schüchterner Mensch und hat so einen Schutzschild gegen die Welt "draussen". Für mich wäre das trotzdem nichts. Ich würde es wahrscheinlich eine Zeitlang geniessen die Leute zu beobachten, aber dann würde ich mich zu eingesperrt fühlen.


    Ja, ich glaube, ich fände das auch schrecklich. Wir haben letztens in Englisch über Kopftücher und Co. diskutiert. Da fand ich das auch schon furchtbar. Aber ich fand es zuerst ziemlich seltsam, wie Mariam sich verhält. Auch, als sie am Ofen (?) von den Frauen bestürmt wird und einfach wegläuft. Ich glaube, selbst wenn mir das ein bisschen Angst gemacht hätte, hätte ich mich gefreut, wenn man sich für mich interessiert und mir das Gefühl gegeben hätte, dass ich auch wenn ich weit weg bin von der Heimat nicht alleine bin. Dann ist mir aber eingefallen, dass Mariam ja in ihrem ganzen Leben noch nie unter Menschen war. Der größte Menschenauflauf, den sie vorher gesehen hat, war wahrscheinlich bei ihrer Hochzeit. Immerhin hat sie 15 Jahre mit ihrer Mutter in der einsamen Hütte verbracht. Und da konnte ich ihre Reaktion dann doch wieder nachvollziehen.


    Ich bin jetzt übrigens auf Seite 107. Mir tut Mariam einfach unglaublich leid. Dabei schien Raschid am Anfang ja doch gar nicht so schlimm zu sein. Aber als sie es nicht schafft, Kinder zu kriegen... Schon krass. Eigentlich sollte er sie in dem Fall unterstützen. :sauer: Ich finde das auch fast unglaublich. Sieben (!!!) Fehlgeburten!?


    Sooo, ich geh jetzt mal weiterlesen! :klatschen: Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mir das Buch so gut gefällt! Da sollte ich Drachenläufer vielleicht doch mal lesen. Aber das hab ich nur auf dänisch... :rollen: :zwinker:


    Ich habe übrigens zwar keine Begriffserklärungen, aber ein Interview mit Khaled Hosseini hinten im Buch.


    Lg,
    Sookie

  • Das mit der Burka rührt glaub ich daher, dass ihre Mutter immer gemeint hat, dass jeder auf der Straße, in der Schule, etc. sofort erkennen würde, dass sie ein Bastard ist. Natürlich denkt Mariam an die Worte ihrer Mutter, und daher war es ganz angenehm für sie, dass sie sich ein bisschen verstecken konnte.


    Das mit dem Selbstmord verstehe ich auch nicht so wirklich. Man kann doch nicht nach nur einer Nacht davon ausgehen, dass Mariam nie wieder zurückkommt.

  • Ja das mit dem Selbstmord fand ich auch komisch. Mariam wollte doch nur ins Kino mit ihrem Vater. Sie hatte ja nicht behauptet zu ihm zu ziehen und nie wieder nach Hause zu kommen.


    Irgendwie kann ich schon verstehen, dass sie sich in der Burka wohl gefühlt hat. Da war sei eine von vielen und konnte sich "verstecken".


    Ich habe den ersten Teil mittlerweile auch beendet und habe ca. 20 Seiten von Lailas Geschichte gelesen. Aber ich muss sagen, ich hätte mir ihre Mutter ganz anders vorgestellt nach der ersten Begegnung mit Mariam. Ich dachte, sie ist eine starke eher unabhängige Frau. Ich hätte sie auch fröhlich und kontaktfreudig eingeschätzt, doch sie liegt ja die ganze Zeit fast nur im Bett, womöglich leidet auch sie an Depressionen so wie Mariams Mutter.

    Nigends findest du Frieden als in dir selbst.


  • Ich habe den ersten Teil mittlerweile auch beendet und habe ca. 20 Seiten von Lailas Geschichte gelesen. Aber ich muss sagen, ich hätte mir ihre Mutter ganz anders vorgestellt nach der ersten Begegnung mit Mariam. Ich dachte, sie ist eine starke eher unabhängige Frau. Ich hätte sie auch fröhlich und kontaktfreudig eingeschätzt, doch sie liegt ja die ganze Zeit fast nur im Bett, womöglich leidet auch sie an Depressionen so wie Mariams Mutter.


    Das stimmt. Aber meistens ist ein Mensch nicht so, wie er nach außen hin wirkt. Außerdem verging da ja schon auch ein bisschen Zeit dazwischen und ihre Söhne mussten in den Krieg.
    Anfangs war ich da etwas verwirrt, weil ich nicht damit gerechnet hatte, das jetzt aus Lailas Sicht erzählt wird. Daran musste ich mich erst gewöhnen. Laila scheint ja ein ganz liebes Mädchen zu sein. Ihre Probleme weichen auch nicht großartig von denen eines Jugendlichen bei uns ab.

  • Wie gesagt, ich kann den Selbstmord schon verstehen. Nana war ziemlich eindeutig psychisch krank. Sie hat immer das Schlimmste von Jalil gedacht, aber auch gemerkt, dass ihre Tochter ihn bewundert. Und sie war sich sicher, dass Jalil Mariam nicht mit ins Kino nehmen würde. Das hatte er ja auch nicht vor und er ist dann auch nicht gekommen. Mariam ist daraufhin weggelaufen. Und dann nicht wieder gekommen. Nana konnte nicht wissen, was passiert war, und in ihrem Zustand war es eben logisch, das Schlimmste zu befürchten. Für sich sah sie dann eben nur noch den einen Ausweg, weil es für sie nichts mehr gab, für das es sich zu leben lohnte.

  • Ich habe jetzt den 2. Teil beendet und bin verwirrt. Was ist mit Laila passiert???


    Ich ahne böses, und glaube an kein gutes Ende für das Mädchen. Ich bezweifle, dass es zu der von ihr erhofften Hochzeit kommen wird. Aber vielleicht gibt es am Schluss ja ein Happyend.

  • Hallo zusammen!


    Eigentlich habe ich mich für diese Leserunde auch angemeldet und ich habe das Buch auch bereits angefangen, nur leider finde ich keine Zeit hier das Gelesene zu kommentieren, da ich mich für meine Abschlussprüfung am Donnerstag vorbereiten muss. Ab dann werde ich mich hier aber ausführlicher melden und hoffe ihr habt bis dahin nicht alle das Buch schon fertig gelesen.


    :winken:

    :leser: <br />Joyce Carol Oates - Du fehlst

  • Ein bisschen etwas habe ich gestern gelesen, und ich muss sagen, mir tut Mariam so wahnsinnig Leid.



    Ich bin wirklich gespannt darauf, wie es weiter geht. Ich hoffe ja noch immer, da im ersten Teil gestanden ist, sie wird noch einmal einen Vertrag unterzeichnen. Wir werden sehen. Oder ich halt, die meisten von euch wissen es ja schon. :zwinker:

  • Hallo!


    @marimril: irgendwie beneide ich Dich ein bisschen weil Du so viel von diesem tollen Buch noch vor Dir hast :winken: Deinen Spolier kann ich nur unterschreiben.


    Liebe Grüße
    Kirsten

    Klettern ist viel mehr als nur ein Sport. Draußen sein in der Natur, am Fels, das ist eine Lebenseinstellung.

  • Also irgendwie lese ich hier gerade als Einzige oder? Macht mir aber nichts aus :breitgrins:!


    Ich bin wiedermal furchtbar entsetzt.



    Nach wie vor geniese ich die Lesezeit sehr, leider komme ich aber nicht viel dazu, weil ich bis Mittwoch noch 3 Prüfungen und eine Präsentation habe. Da bekomme ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich das Buch nur ansehe.

  • Hallo!


    Eigentlich sollten noch mehr Leute lesen, aber irgendwie scheinen alle den Brückentag zum Kurzurlaub zu nutzen :urlaub:


    Das war auch so eine Szene, die mich hat schlucken lassen. Wenn das die letzte Möglichkeit ist.... das will ich mir gar nicht vorstellen.


    Liebe Grüße
    Kirsten

    Klettern ist viel mehr als nur ein Sport. Draußen sein in der Natur, am Fels, das ist eine Lebenseinstellung.

  • @ marimirl: Ich lese momentan auch noch, aber ich bin erst bei Kapitel 4, weil ich irgendwie kaum zum Lesen komme und mich die englische Sprache nicht wirklich reizt. :(


    Bis jetzt erinnert mich das Buch ein wenig an Drachenläufer nur mit einem Mädchen. Auf eine gewisse Art finde ich Mariam goldig und süss, ich kann sie mir so richtig gut vorstellen. Ihre Mutter hingegegen empfinde ich irgendwie als nervig und sie ist für mich keine Mutter. Das arme Mädchen kann doch für ihre Geschichte nichts. Der Vater? Hmmm, ja, bei ihm bin ich mir unschlüssig, was ich von ihm halten soll. Ist er wirklich so toll, wie er von Mariam gesehen wird oder doch eher ein wenig wie Nana ihn beschreibt?

    &quot;Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn&#39;t do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in y

  • Hallo :winken:
    Mich gibt's auch noch. Nur komme ich im Moment leider kaum zum Lesen und erst recht nicht zum schreiben. Besserung ist leider erst nächte Woche Donnerstag in Sicht.
    Ich habe mitlerweile den ersten Teil beendet aber ich bin gerade viel zu müde um etwas vernünftiges darüber zu schreiben. Wenn ich Zeit habe melde ich mich in den nächsten Tagen nochmal.
    Liebe Grüße
    Wickie

  • Ich habe das Buch nun zu Ende gelesen, und werde gleich mal eine Rezi schreiben, falls es sich vor dem Mittagessen noch ausgehen sollte. Kurz mal mein Gesamteindruck: Ein wunderschönes Leseerlebnis, auch wenn man den Inhalt nicht als schön bezeichnen kann. Besonders gefallen haben mir die vielen Überraschungen und Wendungen, mit denen ich wirklich nicht gerechnet hätte.


    Auf keinen Fall lesen, wenn ihr noch nicht fertig seid!!!


    Die Geschichte lebt von seinen zwei Hauptpersonen, Mariam und Laila, die man als Leser am liebsten knuddeln würde. :breitgrins: