Jo Nesbø - Headhunter

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kiba.

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    Amazon-Kurzbeschreibung:

    Roger Brown genießt als Headhunter in Wirtschaftskreisen einen exzellenten Ruf. Was niemand weiß: Er raubt seine Klienten aus, bringt sie um ihre Kunstwerke. Auf einer Vernissage lernt Brown den Holländer Clas Greve kennen. Greve scheint ihm die perfekte Besetzung als Geschäftsführer eines GPSUnternehmens. Die Männer kommen ins Geschäft, und so erfährt Brown, dass Greve einen lange verloren geglaubten Rubens besitzt. Am nächsten Tag stiehlt Brown das wertvolle Gemälde. Doch Greve erweist sich als hartnäckiger Gegner. Eine gnadenlose Verfolgungsjagd beginnt.




    Roger Brown arbeitet als Headhunter. Jeder Kandidat, den er empfiehlt, wird von den Unternehmen eingestellt. Eine Quote, auf die sich Roger durchaus etwas einbildet. Überhaupt ist er einerseits sehr von sich eingenommen (Jeder weiß dass er der Beste in der Branche ist, vor allem er selbst), andererseits merkt man, wie ihn seine mangelnde Körpergröße von unter 1,70m verunsichert und er kaum glauben kann, dass seine wunderschöne Frau Diana wirklich für immer bei ihm bleiben wird bzw. fragt er sich noch immer, warum sie sich überhaupt für ihn entschieden hat.


    Roger Brown nutzt seine Arbeit aber auch für seine kriminellen Tätigkeiten, in dem er seinen Bewerbern durch geschicktes Fragen Informationen entlockt, um deren wertvolle Gemälde stehlen zu können. Er versucht mit dem Geld seine Frau an sich zu binden, durch eine eigene Galerie und teure Geschenke, ein großes Haus.
    Er nutzt die Verhörmethoden des FBI und glaubt damit alle anderen zu überlisten und zu durchschauen, bis er auf Clas Greve trifft und in ihm seinen Meister findet.


    Der Klappentext ist etwas irreführend, denn Greve interessiert sich weniger für sein Gemälde, als dass er vielmehr Roger Brown für seine Zwecke nutzen möchte.


    Und hier kommen wir zum ersten Problem, der Aufwand ist viel zu übertrieben und nicht notwendig, für das was Clas Greve erreichen will.
    Außerdem ist Roger Brown einfach ein Ar..., klar, er ist eloquent und kann ziemlich zynisch sein, was mir gut gefallen hat, aber ansonsten ist er total von sich selbst überzeugt, hat aber Komplexe was seine Frau betrifft:


    Und drittens kommt mir die ganze Auflösung und das Drumherum viel zu inszeniert und konstruiert vor, um auch nur ansatzweise glaubwürdig zu sein.



    Dennoch ist und bleibt es gute Unterhaltung, weil Nesbø einfach flüssig und unterhaltsam schreiben kann, das macht die Unglaubwürdigkeit wieder etwas wett. Es lässt sich gut an 1 - 2 Nachmittagen am Balkon verschlingen. Allerdings ist das Buch auch ziemlich brutal, mit viel sinnloser Gewalt.
    Irgendwo habe ich gelesen, dass das Buch eventuell verfilmt wird, was ich mir gut vorstellen kann, ich hatte beim Lesen schon teilweise ein Popcornfilm/buch-Gefühl. Für Roger könnte ich mir eine junge Version von Danny DeVito gut vorstellen. :breitgrins:


    3ratten

    Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.<br />Jean Anouilh

    Einmal editiert, zuletzt von Arjuna ()

  • Hallo!


    Jo Nesbø - Headhunter
    OT: Hodejegerne


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    Inhalt:
    Roger Brown ist stolz darauf der zu sein, der immer die richtige Person für jeden Job findet. Nie hat er jemanden für eine Stelle vorgeschlagen, ohne dass diese Person dann auch genommen wurde. Wer so erfolgreich im Job ist, muss doch andernorts Probleme haben? Die hat er. Zunächst einmal glaubt er, zu klein zu sein. Außerdem hat er eine Frau, Diana, die er über alles liebt, ihn aber dazu verführt über seine Verhältnisse zu leben. Deshalb führt er ein Doppelleben als Kunstdieb.
    Eines Tages trifft er den Niederländer Clas Greve bei einer Kunstausstellung. Roger findet heraus, dass Clas ein wertvolles Bild besitzt. Das könnte all seine finanziellen Probleme lösen, nur hat er in Clas Greve einen Gegner gefunden, dem nicht so leicht zu entkommen ist.


    Bewertung:
    Was mich am deutschen Titel stört: Das ist kein deutscher Titel! Vielleicht findet sich keine gute Übersetzung für Hodejegerne, aber dann denkt man sich besser etwas anderes aus als Headhunter? Ich glaube kaum, dass ein Buch mit dem englischen Titel Headhunter gleich als Buch mit einem Inhalt in deutscher Sprache identifiziert wird.


    Das war mein erstes Buch von Jo Nesbø und ich mag die Art wie er schreibt. Die Geschichte ist durchweg fesselnd, obwohl sie manchmal etwas sehr unangenehme Szenen hat. Manchmal war es dann doch ein bisschen zu viel Detailreichtum bei der Darstellung von Gewalt.
    Die Geschichte ist absolut nicht vorhersehbar. Besonders gefallen hat mir das Ende, weil das wirklich Einfallsreichtum erfordert hat.


    Die Geschichte wird aus Rogers Sicht erzählt. Man ist also nie schlauer als er und das macht die Sache sehr spannend. Der Knackpunkt dabei ist, dass ich Roger alles andere als sympathisch finde. An manchen Stellen habe ich mir nur gewünscht, ihn endlich loszuwerden. Wenn ich Diana wäre, hätte ich ihn schon vor langer Zeit verlassen.


    Spannender Nervenkitzel mit einer unsympathischen Hauptfigur.


    3ratten und :marypipeshalbeprivatmaus:


    Liebe Grüße


    Nirika




    Irgendwo habe ich gelesen, dass das Buch eventuell verfilmt wird, was ich mir gut vorstellen kann,


    Das habe ich auch gelesen.

    „Jeg ser, jeg ser …<br />Jeg er vist kommet på en feil klode! <br />Her er så underligt …“<br /><br />Sigbjørn Obstfelder - Jeg ser

  • Klappentext
    Roger Brown gilt als Top-Headhunter. Wenn er anruft, gehorchen die Bosse aufs Wort. Was niemand weiß: Brown spielt ein falsches Spiel. Doch dann geht einer seiner Coups grandios daneben, und plötzlich wird er zum Gejagten.

    Inhalt
    Roger Brown ist überaus erfolgreich darin, für Kunden neue Mitarbeiter anzuwerben, worauf er sich auch sehr viel einbildet. Zudem hat er eine gut aussehende Frau, um die ihn viele beneiden, und das bei einer Körpergröße von unter 1,80 m. Allerdings leben er und seine Frau über ihre Verhältnisse und um dem entgegenzuwirken, hat Roger sich darauf spezialisiert, seine Bewerbungsgespräche als Informationsquelle für den potentiellen Standort von wertvollen Gemälden zu nutzten. Der Raub dieser Gemälde hält ihn ganz gut über Wasser und das Bild seines neuesten Bewerbers soll ihn endgültig von seinen Geldsorgen befreien. Doch leider hat er sich damit einen ganz harten Gegner gesucht.


    Meine Meinung
    Zu Anfang der Geschichte wird Roger Brown ausführlich bei seiner Arbeit als Headhunter vorgestellt. Diese Einführung war mir fast zu lang und ich begann irgendwann ungeduldig zu werden, auch wenn seine Gedanken zu den Bewerbern und seine Erklärungen zu seiner Arbeit schon interessant waren. Zusammen mit den Rückblicken über seine Beziehung zu seiner Frau bot diese manchmal etwas langweilige Einleitung allerdings ein sehr gutes Bild von Rogers Charakter. Und machte ihn alles andere als sympathisch. Im Gegenteil: Roger Brown ist eine eitle, egoistische und arrogante Person, mit der ich nichts zu tun haben wollte. Das machte es eigentlich erst mal schwer, überhaupt weiterlesen zu wollen.


    Mit der Planung und Ausführung des Diebstahls zogen dann aber rasant das Tempo und die Spannung an und ließen auch bis zum Ende nicht mehr nach. Die Protagonisten lieferten sich ein spannendes Katz- und Maus-Spiel, das sehr fesselte und mich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchlesen ließ. Einige Szenen waren zwar recht brutal geschildert oder hatten einen Ekelfaktor (ich warne empfindliche Nasen vor der Kloszene. Obwohl... ich musste teilweise auch grinsen, denn es war auch überraschenderweise lustig. :klo::breitgrins:) aber ich muss sagen, ich habe schon viel brutalere Thriller gelesen, so dass mich nicht alles schockte.


    Roger Brown als Person war mir nicht sympathisch, trotzdem fieberte ich mit ihm mit. Natürlich macht es mir normalerweise mehr Spaß Figuren zu begleiten, die ich auch mag, da man emotional mehr an ihnen hängt, aber der Autor hat es hier trotzdem geschafft, dass ich an ihm dran blieb.


    Die Handlung wirkte im Verlauf teilweise etwas übertrieben und die Aufklärung etwas überzogen, aber das hat mich nicht so sehr gestört. Die rasante Handlung mit vielen überraschenden Wendungen hat mir viel Spaß gemacht und ich kann sie mir jetzt schon sehr gut als Film vorstellen.


    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

  • Roger Brown, der beste Headhunter aller Zeiten, braucht für seinen aufwändigen Lebensstil ein zweites Standbein: Er raubt die wertvollen Gemälde seiner Kunden, die er in den Bewerbungsgesprächen ausspioniert. Das geht gut, bis er eines Tages an den Falschen gerät: Clas Greve. Ein perfides Katz- und Mausspiel beginnt.


    Die Handlung kommt leider sehr langsam in Fahrt, das erste Drittel des Buches, ist nicht besonders spannend. Hier geht es vornehmlich um die Arbeit als Headhunter, was zwar ganz interessant, aber eben nicht wirklich atemberaubend ist. Doch es lohnt sich durchzuhalten. Ab dem Moment, wo Roger Brown und Clas Greve aufeinandertreffen, wird es spannend. Es gibt einige Überraschungen und unvorhersehbare Wendungen, allerdings auch einige Ungereimtheiten, die vor allem die Polizei etwas dämlich dastehen lassen. Wirklich eklige Szenen werden leider auch nicht ausgespart.
    Insgesamt ist der Stil von Jo Nesbø einfach, erfrischend und durch viele spritzige Dialoge lebendig. Das Buch lässt sich schnell in einem Rutsch durchlesen, was bei einer Seitenzahl von nur 300 und recht großem Druck nicht verwunderlich ist. Der Autor hätte den Anfang ruhig etwas kürzen dürfen, dafür den Hauptteil etwas besser ausbauen.


    Fazit: Dies war mein erstes Buch von Jo Nesbø. Ich fand es insgesamt ganz okay, aber mehr auch nicht. Vielleicht sollte ich mich doch mal an die Harry-Hole-Reihe machen, um die Begeisterung für diesen Autor verstehen zu können.

    Staubfänger 29/29 + 13/29 + 00/29 + 13/22 --> 55 Punkte

    Frischlinge 29/29 + 29/29 + 28/29 + 22/22 --> 108 Punkte

    SLW 31/40


    Liebe Grüße, Lilli

  • Durchaus gelungene Verfilmung, obwohl die Hauptrolle mal wieder an Aksel Hennie ging :

    „Jeg ser, jeg ser …<br />Jeg er vist kommet på en feil klode! <br />Her er så underligt …“<br /><br />Sigbjørn Obstfelder - Jeg ser

  • Oh, es gibt tatsächlich eine Verfilmung? Ich hatte beim Lesen des Buches ja noch gedacht, das könnte einen recht spannenden Film abgeben. Aber den Hauptdarsteller habe ich mir völlig anders vorgestellt ... :rollen:


  • Oh, es gibt tatsächlich eine Verfilmung? Ich hatte beim Lesen des Buches ja noch gedacht, das könnte einen recht spannenden Film abgeben.


    Ja.



    Aber den Hauptdarsteller habe ich mir völlig anders vorgestellt ... :rollen:


    Ich auch, aber die Norweger geben diesem Schauspieler eben gerne die Hauptrolle, egal ob es passt oder nicht. :rollen:

    „Jeg ser, jeg ser …<br />Jeg er vist kommet på en feil klode! <br />Her er så underligt …“<br /><br />Sigbjørn Obstfelder - Jeg ser

  • Meine Meinung:


    Ein Mann mit Renommee ...


    Roger Brown ist Headhunter. Und er ist der Beste! Wenn er mit dem Finger schnippt, springen die Anderen. Er hat alles, was man mit Geld kaufen kann - dank seines kleinen Zusatzgeschäftes, denn Roger Brown stiehlt die Kunstgemälde seiner Klienten. Bei dem Lebenswandel, den er und seine Frau führen, bleibt ihm auch nichts anderes übrig, denn ohne seinen Nebenverdienst könnte er nicht einmal sein Haus halten. Als seine Frau ihm einen potentiellen Klienten vorstellt, muss er sich mächtig ins Zeug legen, denn dieser hat zufällig ein ganz kostbares Gemälde in seinem Besitz. Und da kann Roger einfach nicht widerstehen. Doch bei seinem letzten und größten Coup wendet sich plötzlich das Blatt und Brown ist der Gejagte. Und als er erkennen muss, wer ihn verraten hat, ist es beinahe zu spät.


    Da ich noch keines seiner Bücher kenne, ist der Headhunter von Jo Nesbø mein Debüt und ich habe somit keinen Vergleich zu den Harry Hole Romanen. In meinen Augen ist dieser Roman sehr gelungen. Der Autor schreibt fesselnd und überzeugt durch eine stimmige Story, die zwar manchmal etwas übertrieben wirkt aber nicht unglaubwürdig. Einige Szenen waren etwas unangenehm und haben ihr Ziel, den Leser zu schocken wohl erreicht (zumindest bei mir).


    Etwas unnötig fand ich den Prolog, denn dieser ist Ausgangspunkt für gar nichts und dient nur der Effekthascherei. Aber das hat Jo Nesbø eigentlich gar nicht nötig.


    Das spannende an diesem Thriller sind die vielen unvorhersehbaren Wendungen und das gut durchdachte Szenario in diesem Katz- und Mausspiel. Sein Protagonist Roger Brown ist ein kleiner arroganter Gauner, den man aber trotz allem irgendwie sympathisch findet. Bleibt abzuwarten, ob sein Platz in dieser Serie gesichert ist. Ich würde es begrüßen, denn Headhunter hat mich überzeugt, nachdem ich es nicht wieder aus der Hand legen konnte, bis ich es ganz durchgelesen hatte.


    5ratten

    Wer lesen will, der liest, und jedes Buch wird gefunden von dem, der es sucht.<br />(Eduard Engel)

  • Jo Nesbø


    Headhunter


    Hodejegerne


    Roger ist Headhunter und in seinem Beruf schon beinahe eine Legende. Er ist der Beste. Er liebt seine Frau Diana. Einzig Dianas Kinderwunsch trübt Rogers Glück, weil er kein Kind haben will. Um das zu kompensieren, übernimmt er sich finanziell, um Diana alle anderen Wünsche zu erfüllen. Das zwingt ihn zu einigen kriminellen Aktionen.


    Dann lernt er über Diana Clas kennen, der gerade eine Auszeit nimmt und das Herz jeden Headhunters ob seiner Qualifikationen höher schlagen lässt. Er versucht, Clas zu akquirieren.


    Als Roger feststellt, dass seine über alles geliebte Diana ihn betrügt, gerät irgendwie alles aus den Fugen, und bald ist er auf der Flucht vor einem gefährlichen Menschenjäger und muss um sein Leben kämpfen.


    Dieser Thriller ist temporeich, tricky und nimmt ein paar Wendungen, die mich überrascht haben. Sehr unterhaltsam!


    4ratten

    Bücher sind Magie zum Mitnehmen.