Stephan R. Bellem - Bluttrinker

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von apassionata.

  • Die Vorgeschichte zu "Die Chroniken des Paladins"


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    Klappentext:
    Kann man die alten Götter schwächen, indem man die Menschen dazu bringt, nicht mehr an sie zu glauben? Gottgleich zu werden und sich über die anderen zu erheben im Kampf um die Vorherrschaft auf Kanduras werden vier verschiedene Charaktere alles versuchen, um an ihr Ziel zu gelangen. Vier Schicksale vier Einblicke in menschliche Abgründe. In Zeiten, in denen die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, kämpfen sie um ihren Platz in einer Welt, die im Dunkel der Nacht zu versinken droht.


    Meine Meinung:
    Aus Gewohnheit würde ich zu Beginn kurz auf die Handlung unter Zuhilfenahme des Hauptcharakters eingehen. Das gestaltet sich in dem Fall etwas schwierig, da ich eine solche Person schlecht greifen kann. Dafür bietet "Bluttrinker" eine große Vielfalt an Schauplätzen und Wesen der ursprünglichen Fantasy. Wer Trolle, Orks, Zauberer, Zwerge & Co mag, ist hier gut aufgehoben. Durch zügigen Wechsel der Handlungsstränge innerhalb der Kapitel wird es nicht langweilig. Die Geschichte konnte mich gut mitreissen und ich fand schnell meine Favoriten. Auch die bekannten Grundlagen der Fantasywesen hat Stephan R. Bellem umgesetzt und durch eigene Noten aufgefrischt.


    Besondere Freude hatte ich persönlich an dem Zwergenvölkchen, der Trollarmee sowie der mysteriösen Handlung um die Fürstin Iphelia. Auch einige Andeutungen zur Magie waren ziemlich beeindruckend. Leider blieb es aber für mich nur bei Andeutungen. Die Geschichte hat so viele Details, dass sie eigentlich weitere Seiten füllen müsste. Viele Dinge waren mir zu kurz abgehandelt. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Das die Ideen umfassender verhanden sind, zeigt sich spätestens bei den Extras zum Buch. Glossar, Karte und Geschichtschronik des Landes sind beigefügt.
    Wenn ich bedenke, dass es sich um eine Vorgeschichte zu bereits erschienener Paladin-Trilogie handelt, macht die Zusammenfassung und Schnelllebigkeit in Bluttrinker aber durchaus Sinn. Da ich die Nachfolgebände noch nicht kenne, kann ich mir kein abschließendes Urteil erlauben. Im besten Fall füllen sich die Lücken dadurch auf und man trifft wieder auf alte Bekannte und lernt sie genauer kennen.


    Für mich eine solide Leistung der deutschen Fantasy!


    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:


    LG Kati :winken:

  • Hallo!


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    Inhalt:
    Gottgleich zu werden und sich über die anderen zu erheben - im Kampf um die Vorherrschaft auf Kanduras werden vier verschiedene Charaktere alles versuchen, um an ihr Ziel zu gelangen. Vier Schicksale - vier Einblicke in menschliche Abgründe. In Zeiten, in denen die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, kämpfen sie um ihren Platz in einer Welt, die im Dunkel der Nacht zu versinken droht. (Klappentext)


    Bewertung:
    „Bluttrinker“ ist ein vielversprechender Titel für ein Fantasybuch. Leider hält das Buch nicht, was der Name verspricht, obwohl die Grundidee nicht schlecht ist. Als Grundproblem hierbei sehe ich, dass der Titel am Kern des Buches vorbeigeht. Ein guter Buchtitel sollte das treffen, worum es geht und nicht nur aufmerksamkeitserregend klingen. Vielleicht liegt es daran, dass es sich generell schwer sagen lässt, worum es in diesem Buch geht. Die Handlung besteht aus dem altbekannten Kampf Gut gegen Böse, der schon besser erzählt wurde. Das Buch mag noch den ein oder anderen Pluspunkt haben, wenn man mit Fantasy nicht sehr vertraut ist, wenn man aber schon einiges kennt, erfüllt dieses Werk die Maßstäbe nicht.


    Bereits der Prolog gefiel mir nicht besonders. Meine Meinung zu dem Buch besserte sich zwar mit zunehmender Seitenzahl, ganz überzeugen konnte es mich bis zum Ende dennoch nicht. In einem Fantasybuch erwarte ich auf bekannte Fantasyvölker zu treffen. Hier erfüllt der Autor also meine Erwartungen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man sich abgedroschener Sätze bedienen muss und zum Teile unkreative Namen vergibt.
    Die Männer spielen die großen Rollen und die Frauen sind schmückendes Beiwerk. Damit kann ich leben. Womit ich nicht leben kann ist, dass alle Frauen, die dann doch noch auftauchen nicht nur unheimlich schön, sondern auch noch unheimlich talentiert sind. In Zusammenhang mit ihnen verirrt sich die ein oder andere fast unwichtige Liebesgeschichte. So manche Szene entkommt gerade noch so der Bezeichnung Kitsch.


    Den Personen nahe zu kommen, fällt schwer. Es gibt zu viele und zu wenige sind sympathisch. Man muss sich nicht auf den einen Hauptcharakter beschränken, aber wenn es mehrere sind, müssen auch diese tiefgründig dargestellt werden. Genauso oberflächlich wie die nicht immer logisch handelnden Personen erscheint stellenweise auch die Handlung. Wo sind die genauen Hintergründe? Geschichten nur kurz anzureißen, fesselt nicht. Einzig eine Idee für magische Fortbewegung konnte mich überzeugen.
    Immerhin konnte ich mit zwei Charakteren mit der Zeit mehr anfangen, aber wie alles andere, kamen auch sie zu kurz. Positiv erwähnen muss ich auch, dass die weisen Personen nicht fehlerlos sind. Ihre Handlungsweise ist diskutabel.
    Keine Figur ist sicher vor Verletzungen oder gar tot, das gefällt mir, denn nichts ist so unrealistisch wie Kämpfe, bei denen alle Guten stets heil davonkommen.


    Interessant war es, von beiden Seiten zu lesen, der guten und der bösen. Dadurch war man als Leser besser informiert als die Charaktere. Die haben zum Teile eine ziemlich lange Leitung und brauchen ewig, um hinter bestimmte Dinge zu kommen.
    Bereits zu Anfang heißt es, dass Trolle nur mit Feuer richtig vernichtet werden können. Wenn dies allgemein bekannt ist, warum dauert es dann ewig bis jemand auf die glorreiche Idee kommt sie mit eben diesem zu bekämpfen?


    Sprachlich gefielt mir das Buch nicht durchweg. Manche Wortwahl sagte mir gar nicht zu, aber das ist natürlich subjektiv. Ein paar Fehler haben sich auch eingeschlichen.


    Kartenfans bekommen ihre Karte. Ich finde die weder besonders gelungen noch unbedingt notwendig. Haben Leser heutzutage so wenig Phantasie, dass sie zu allem eine Karte brauchen? Die Welt, um die es hier geht, ist nicht so komplex, dass man nicht ohne auskommen kann.


    Vielleicht bin ich einfach zu verwöhnt von anderen Fantasybüchern, um dieses Buch zu bejubeln.


    2ratten


    Liebe Grüße


    Nirika

    „Jeg ser, jeg ser …<br />Jeg er vist kommet på en feil klode! <br />Her er så underligt …“<br /><br />Sigbjørn Obstfelder - Jeg ser

  • Hallo liese Lesefans...


    „Kann man die alten Götter schwächen, indem man die Menschen dazu bringt, nicht mehr an sie zu glauben?“ Dies ist wohl der zentrale Gedanke dieses Buches, der uns so auf dem Klapptext präsentiert wird. Und tatsächlich machen sich die verschiedensten Spezies aus der klassischen Fantasy-Szene auf in den Kampf zwischen Macht und Frieden. Gefangen zwischen Rache, Weisheit und Wahn. Denn es geht um das Wohl oder den Untergang des ganzen Kontinent Kanduras. Dieser wird bedroht durch einen niedergekämpften, bösartigen Göttervater, der aus seinem Gefängnis, den Niederhöllen entspringen will…


    Vorab möchte ich betonen, dass es mein erstes Buch in dieser Sparte eines Fantasy-Abenteuers mit vielen klassischen High Fantasy Elementen war. Daher gab es für mich viele neue Gestalten sowie ihre Wesenszüge zu entdecken. Doch durch Stephan R. Bellems lockeren und leicht zu lesenden Schreibstil, sowie seine sehr spannende und recht rasante Handlung, wurde es mir leicht gemacht in diese Geschichte einzutauchen. Es gab jeweils ganz unterschiedliche Handlungsstränge denen ich gut folgen konnte und welche zum Schluss hin nach und nach gekonnt miteinander verknüpft wurden. Dabei gab es immer wieder viele, sehr blutige Schlachten. Leider verlor ich dadurch auch all zu oft mir näher gekommene Figuren innerhalb des Plots. Auch möchte ich betonen, dass dieses Buch sicher nichts für zart besaitete Leser ist, da sie vor den detailliert beschriebenen Gemetzel der verschiedenen Lager doch zurückschrecken könnten. Wenn man dieser Art der Spannungslektüre aber mag, kann man sich tatsächlich wunderbar in den Kämpfen zwischen Barbaren, Menschen, Orks, Zwergen, Gnomen und den unglaublich widerstandsfähigen Trollen verlieren. Auch Zauberer treten maßgeblich auf beiden Seiten in Erscheinung. Aber auch die Menschen sind gespalten, versuchen den Frieden zu wahren oder die Macht an sich zu reißen. Es gab auch einen kleinen Ausflug ins Reich der Elfen, was für mich natürlich Neuland war, mir aber durchaus gefallen hat. Gut fand ich, dass ich die einzelnen Figuren hier nicht gleich nach Gut oder Böse zuordnen konnte. Besonders beeindruckt hat mich das Volk der Zwerge. Sie haben es mir mit ihrem mutigen Einsatz und dem Herzen am rechten Fleck richtig angetan. Irritiert hat mich letztendlich dann doch der Titel des Buches. Dieser spiegelte für mich die Gesamthandlung nicht wirklich wieder. Doch alles in allem, eine straffe, spannende Story die sich recht flott weglesen lässt und zum Schluss hin für mich eine gelungene Lösung bietet.


    Es war eine interessante Erfahrung für mich, dennoch muss ich zugeben, dass mich dieses Genre generell wohl nie gänzlich begeistern wird. Aus diesem Grund möchte ich auch keine Benotung via Rattenvergabe aussprechen. Da bin ich einfach noch zu neu in dieser Materie drin.


    Liebe Grüssle
    Marion :winken:

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi