Diana Rowland - Vom Dämon gezeichnet

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Meine Meinung:


    Kara Gillian ist noch am Anfang ihrer Karriere bei der Polizei und ist gerade erst zum Detective aufgestiegen. Umso wichtiger ist es ihr, die besondere Seite ihres Privatleben vor der Außenwelt zu verbergen: Sie beschwört Dämonen. Eines Tages geht etwas gründlich schief und statt eines niederen Dämonen erscheint ein unberechenbarer Dämonenfürst. Was will er von ihr? Gleichzeitig wird sie beruflich von einem Serientäter auf Trab gehalten. Kara hat ein großes Interesse an dem Fall, denn am Tatort kann sie Spuren von übernatürlicher Präsenz fühlen. Anscheinend gibt es auch eine Verbindung zwischen den Verbrechen und ihrer Person ...


    Dieser Roman ist ein Erstlingswerk und ich habe mich von der Inhaltsangabe überzeugen lassen, einen Versuch zu starten. Ich bin froh, dies getan zu haben, denn ich wurde nicht enttäuscht.
    Auf dem Cover ist eine Frau abgebildet, auf ihrer Haut schimmern Zeichen, wahrscheinlich dämonischer Herkunft. Dies beides wirkt zusammen sehr geheimnisvoll.


    Von Anfang an war mir die Protagonistin, Kara Gillian, sehr sympathisch. Auf mich wirkte sie wie das nette Mädchen von nebenan, nur dass sie ein besonderes Hobby hat. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt. Ich war gleich mitten im Geschehen, als während einer Beschwörung ein Einbrecher versucht, in ihr Haus zu gelangen und ihr gerade herbeigerufener Dämon ihr hilft, diesem eine Lektion zu erteilen. Sehr gut fand ich, dass nebenher immer wieder alles erklärt wurde, so dass ich mir als Leser ein Bild über die Geschichte der Dämonen machen konnte.


    Es gibt auch sehr geheimnisvolle Charaktere, wie zum Beispiel den Dämonenfürsten Rhyzkahl, den ich überhaupt nicht einzuschätzen wusste: was er im Schilde führt und auf welcher Seite er steht.
    Und auch Karas Kollege vom FBI, Ryan, blieb mir bis zum Schluss ein Rätsel.


    Der Schreibstil ist sehr flüssig gehalten. Die faszinierende Welt der Dämonen und ihrer Beschwörer hat mich in ihren Bann gezogen, so dass mich das Buch gefesselt hat. Ein wenig auf der Strecke geblieben sind leider die Ermittlungen gegen den Serientäter. Im Vordergrund stand mehr Karas Privatleben als die Polizeiarbeit, auch wenn beides zusammenhing.


    Das Ende und die Auflösung hatten einige Überraschungen für mich parat und es ist auch noch mal richtig geheimnisvoll geworden. Leider blieben noch ein paar Fragen offen, was ich aber nicht ganz so schlimm fand, da es noch eine Fortsetzung geben soll.


    4ratten

    Lese fast alles-fast immer

  • Meine Meinung


    Ich war ehrlich skeptisch, ob mich dieses Buch begeistern könnte, da schon die Kurzbeschreibung auf viel Erotik hindeutet. Allerdings hat mich das Beschwören von Dämonen als Thema dann doch gereizt. Mal etwas anderes als Gestaltwandler und Vampire…


    Es war wirklich leicht, sich in den Roman einzufinden und Kara während ihrer Ermittlungen und in ihrem Privatleben zu begleiten. Durch den angenehmen, lockeren Schreibstil, der mit humorvollen Akzenten und – im richtigen Augenblick – düsterer, bedrohlicher Atmosphäre glänzt, kann man sich der Handlung kaum entziehen und so habe ich das Buch dann tatsächlich in einem Rutsch verschlungen.


    Die Handlung ist von Beginn an spannend erzählt, vermutlich nicht zuletzt so interessant, weil Dämonenbeschwörungen noch nicht den Buchmarkt überschwemmt haben und sich daher wirklich viele originelle und faszinierende Ideen in „Vom Dämon gezeichnet“ finden lassen. Dämonen, die in einer Art Parallelwelt leben und von Beschwörern in unsere Welt gezogen werden können, um ihnen zu dienen, macht sicherlich einen großen Aspekt des Romans aus, aber überraschenderweise entwickelt sich der Plot von Seite zu Seite mehr zu einem fantastischen Kriminalroman, der mich atemlos in Spannung hielt. Und das, obwohl ich wirklich gar nicht gerne Krimis lese. Der Fall selbst ist zwar auch fantastischer Natur, aber die Ermittlungen sind sowohl konventionell als auch paranormal (hier im speziellen „arkanisch“). Da die Diana Rowland dank ihres beruflichen Werdegangs so einiges an Fachwissen über Polizeiermittlungen, Kriminaltechnik und Pathologie beizusteuern hat, wirkt die Jagd nach dem Serienmörder absolut authentisch und hat mich wirklich fasziniert und interessiert. Dabei haben mich die Spitzen auf diverse TV-Krimi-Serien besonders amüsiert, die sich die Autorin zum Glück nicht verkneifen konnte. Bis zum großen Showdown auf den letzten Seiten überrascht Diana Rowland mit unvorhersehbaren Wendungen, so dass es mir nicht möglich war, den Mörder zu identifizieren bis es die Autorin selbst auflöst. Die Beschreibungen der Gewaltverbrechen sind schonungslos und für manchen vielleicht zu detailliert.
    Die von mir befürchtete Erotik findet äußerst schnell ihren Platz in der Handlung, was mich zunächst abschreckte. Allerdings wird sie nicht zum dominierenden Thema gemacht und taucht auf den darauf folgenden 300 Seiten nur noch vereinzelt auf, ist dabei gut dosiert in die Geschichte eingebunden. Die Genre-Einordnung des Romans seitens des Verlags in „Romantic Fantasy“ ist irreführend und nicht ganz zutreffend, denn Romantik oder Liebe sucht man hier vergeblich und auch der erotische Anteil ist eher gering.


    Kara ist eine unglaublich sympathische Protagonistin. Sie ist nicht die Superheldin, die in allem perfekt ist, Herausforderungen ohne Schwierigkeiten meistert. Sie ist zwar gut, in dem was sie tut, aber dabei stolpert sie oftmals über sich selbst und ihre Selbstzweifel, lässt sich von ihren Emotionen und Instinkten leiten. Aber auch die anderen Figuren konnten mich begeistern, allen voran Ryan, mit dem Kara gezwungen ist, während ihrer Ermittlungen zusammenzuarbeiten. Er ist undurchsichtig bis zum Schluss, scheint einerseits ein wirklich anständiger Kerl zu sein, andererseits gibt es offensichtlich Dinge, die er nicht bereit ist zu offenbaren. Die Spannungen die sich zwischen Kara und Ryan während des Romans aufbauen, waren absolut überzeugend und gingen mir richtig unter die Haut.


    Fazit


    Ein großartiger, spannender Auftakt zu einer neuen Fantasy-Reihe, mit deutlich kriminalistischen Zügen, wunderbar facettenreichen Protagonisten und großem Potential.


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Liebe Grüße<br />Melli