2 - Zweiter Satz / andante

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Es gibt 16 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von schokotimmi.

  • Hier könnt Ihr den oben genannten Abschnitt diskutieren.
    Spoilermarkierungen sind nicht nötig.

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  • Die Dopplungen in den Beschreibungen und Handlungen sind hier weitestgehend verschwunden, dafür verschränken sich beide Stränge mehr und mehr. Das gefällt mir sehr gut, auch wenn ich zunehmend weniger weiß, was ich als Fiktion und was als Realität einstufen soll. Besonders die Szene mit dem winkenden Mann im Zug macht es mir schwer :zwinker:


    Bemerkenswert finde ich aber vor allem die Konfrontationen zwischen Mandume und Bartolomeu, die sich hier nicht nur häufen, sondern auch an Intensität zunehmen. Dabei irritiert mich vor allem Mandumes Verhalten. Sicher, Bartolomeu ist schon ziemlich harsch und dogmatisch in seinen Aussagen, aber Humor ist wirklich nicht Mandumes starke Seite. Oder reagiert er so extrem, weil er spürt, daß an Bartolomeus Kritik etwas dran ist? Berührt ihn da doch etwas? Vielleicht erfährt Mandume (und wir) es noch bis Mosambik.


    Die Witze über den Kontrabaß erinnerten mich übrigens sehr an Patrick Süskinds Theaterstück über dieses Instrument :breitgrins:

  • Ach je, ich bringe die Personen immer noch durcheinander. Ich glaube, ich habe den Anfang nicht sorgfältig genug gelesen. :sauer: Und mein hier und da zwischen zwei Filmen mal schnell ein paar Seiten lesen bekommt diesem Buch gar nicht.


    Ein Rätsel ist mir, wer der Sprecher in "Von Liebe und Tod" ziemlich gegen Ende dieses Teils ist. Wisst ihr das?



    Das gefällt mir sehr gut, auch wenn ich zunehmend weniger weiß, was ich als Fiktion und was als Realität einstufen soll. Besonders die Szene mit dem winkenden Mann im Zug macht es mir schwer :zwinker:


    Ich neige mehr und mehr dazu, alles für Fiktion zu halten. Die Szene mit dem winkenden Mann könnte man aber gut als Vorbild (Agualusa sieht vom Zug aus Haus mit Mann) und literarische Verarbeitung halten. Allerdings hätte er sich dann in die Fiktion selbst hereingeschrieben - zumindest wenn man davon ausgeht, dass Mandume tatsächlich Agualusa winken sieht. Das wäre dann ein Gruß des Autors an sein Geschöpf und zurück. Aber vielleicht winkte ja jemand anderes.

    Wir sind irre, also lesen wir!


  • Ein Rätsel ist mir, wer der Sprecher in "Von Liebe und Tod" ziemlich gegen Ende dieses Teils ist. Wisst ihr das?


    Das ist der Fahrer, Pouca Sorte. Aber man muß wirklich sehr aufpassen, um das mitzubekommen.

  • Ja, an Pouca Sorte hatte ich auch gedacht - mehr im Ausschlussverfahren -, war mir aber sehr unsicher.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Hallo,


    ich bin noch am Anfang des 2. Satzes "andante" - heißt das nicht langsam?! Wir sind jedenfalls in Südafrika und für meine Begriffe verlaufen die Szenen noch immer recht schnell. Wenn es mir beim ersten Satz schon schwergefallen ist die beiden Stränge auseinanderzuhalten, wird es hier keinesfalls leichter. Ich schaffe es immer noch nicht, die einzelnen Personen auseinanderzuhalten - ganz gut geht es noch bei der Gruppe um Laurentina, die anderen sind mir noch sehr rätselhaft. Was mich vorallem durcheinanderbringt sind die Stücke aus 2006. Könnt ihr mir da weiterhelfen, ich habe die Szene mit dem verstorbenen Freund nicht ganz verstanden. In welchen Zusammenhang steht dies mit der bzw. den Reisen?


    Na mal sehen wie es weitergeht.


    Viele Grüße
    schokotimmi

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  • Könnt ihr mir da weiterhelfen, ich habe die Szene mit dem verstorbenen Freund nicht ganz verstanden. In welchen Zusammenhang steht dies mit der bzw. den Reisen?


    Nein, dazu habe ich bislang auch keine Meinung.

  • Nein, dazu habe ich bislang auch keine Meinung.


    OK, auch eine Antwort - so bin ich wenigstens nicht allein. :breitgrins:


    Ich bin ein Stück weitergekommen und meine Verwirrung wird immer größer. Laurentia war bei Bartolomeus, oder hat er das nur geträumt oder war es der Fahrer? Wenn sich jetzt hierzu noch eine Traumebene gesellt komme ich total raus - ich bin mir jetzt schon nicht mehr sicher, wer die einzelnen Szenen erzählt - dabei hatte ich das einen Eintrag vorher von dieser Konstellation gerade noch geglaubt...


    Nun ja, bis jetzt bin ich von dem Buch nur mäßig begeistert, aber irgendwie gefällt es mir auch - ich kann nur noch nicht sagen, was mir gefällt.


    Viele Grüße
    schokotimmi

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  • Hallo,


    ich habe nun den 2. Satz beendet und werde aus Faustinos Liebschaften nicht so recht schlau - letztere hat ja nun angedeutet, dass sie die Vaterschaft bezweifelt, was mich natürlich wieder neugierig macht, wie die Zeugungsunfähigkeit am Ende herauskommt. Außerdem scheinen einige seiner Frauen ja bekannte Personen zu sein. Gibt es die genannten bekannten Frauen nur in der Fiktion oder wird hier mit wahren Personen bzw. in Anlehnung an reale Personen gearbeitet?


    Nun gehts auf zum 3. Satz.


    Viele Grüße
    schokotimmi

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  • Nun ja, bis jetzt bin ich von dem Buch nur mäßig begeistert, aber irgendwie gefällt es mir auch - ich kann nur noch nicht sagen, was mir gefällt.


    Viele Grüße
    schokotimmi


    Das geht mir auch ein wenig so. Aber mir gefallen insbesondere die kleinen Spitzfindigkeiten zwischendurch. Die Kontrabaß-Witze muss ich mir merken.


    Ich versuche schon von Anfang an nicht mehr Fiktion und reale Reise auseinanderzuhalten und lasse "geistig" jedes Kapitel für sich eigenständig stehen. Meist kann ich ein Kapitel auch erst nach ein paar weiteren Abschnitten einer bestimmten Person zuordnen.



    Faustino kommt mir vor wie ein "Seemann" - in jedem Hafen eine Braut. Das merkwürdige daran ist wohl, dass jede Frau auf die nächste Liebschaft verweist und dies ganz ohne Groll.


  • Faustino kommt mir vor wie ein "Seemann" - in jedem Hafen eine Braut. Das merkwürdige daran ist wohl, dass jede Frau auf die nächste Liebschaft verweist und dies ganz ohne Groll.


    Ja das ist mir auch aufgefallen, keine eifersüchtigen Exfrauen, aber was soll uns das sagen? Warum ist das so? Ich werd daraus (noch?) nicht ganz schlau.


    Viele Grüße
    schokotimmi

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  • Nachdem ich im ersten Teil über einen doppelten Unfall gestolpert bin, begegnet mir hier der unfassbare Zufall, dass man ausgerechnet auf den Mann trifft, der vor Jahren den Vater eines Reisegruppenmitglieds umgefahren hat. :rollen:

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  • Ich habe zwei Teil beendet und frage mich gerade, was ich über Teil 2 schreiben kann. Das einzige, was bewusst hängen geblieben ist, sind einzelne Szenen die darauf hin deuten, dass Laurentina mit einem Mann im Bett war oder gewesen sein könnte, der nicht ihr Freund Mandume ist. Aber mit wem? Und war sie überhaupt? Denn wenn ich es richtig im Kopf habe, erzählt der Mann über eine beschwipste Laurentina, die bei ihm im Zimmer aufkreuzt und er selbst verrät nichts über sich.


    Aus meinem vorigen Posting sehe ich noch, dass ein weiterer unglaublicher Zufall aufgetreten ist, der mir allerdings trotz seiner Auffälligkeit in den letzten zwei Tagen gar nicht mehr in den Sinn gekommen war. Ich hatte einfach nachgedacht, was ich über diesen Abschnitt schreiben kann, aber mir fiel eben außer der potenziellen Fremdgehszenen nichts weiter ein. Ich werde aus diesem Buch nicht klug.


    Beim Blättern ist mir zum Beispiel wieder eine Szene aufgefallen, in der Mandume eine Visitenkarte findet, die er im Lauf seiner Reise erhalten hat. Das ist ein sehr typisches Beispiel für die zusammenhanglosen Fetzen, die mir solche Probleme bereiten. Ist das nun etwas, das ich mir für später merken muss oder nicht? Mich nervt's, weil es bei mir den Lesefluss unheimlich dämpft. Ich komme mir vor wie jemand, dem man das Essen von vier Tagen in kleine Happen verteilt alle paar Minuten zuwirft und dann guckt, ob ich einen Brocken Nachtisch esse, bevor ich ein Blatt Salat bekomme, dann kommt die Schoko-Deko vom Nachtisch hinterher und dann erst erhalte ich vier Nudeln ohne Soße, weil die Soße zusammen mit dem Knäckebrot vom Frühstück für morgen eingeplant ist.


    Die ewigen Frauengeschichten verschaffen mir übrigens den Eindruck, dass Manso eine Art Männer-Karikatur ist. Ständig irgendeine Frau im Bett, egal wer, egal welche, Hauptsache, er schläft nicht alleine. Die Frauen lassen sich das bieten, die Männer finden das auch noch klasse und dabei ist das Ganze so übertrieben, dass Manso auf mich schon wie eine Witzfigur wirkt. Der Mann kann einem nur Leid tun: Permanent auf der Flucht, permanent auf der Suche, völlig unstet, niemals zufrieden, findet niemals zu sich selbst, findet keine Ruhe und das soll dann ein Mann sein, zu dem man aufsieht. :rollen:


    Ich sehe schon, ich rede mich gerade in Rage :breitgrins:
    Gut, ich trinke einen Tee, dann sehen wir weiter.

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  • Hallo,


    meine Lektüre ist ja schon ein wenig her und ich muss zugeben, ich weiß nicht mehr wirklich viel über diesen Teil. Laurentinas Fremdgehen könnte nochmal interessant sein :zwinker:, aber mir ging es wie dir - phantasiert da jemand und wenn nicht, wie kommt sie dazu und überhaupt in diesem Buch scheint es um fast nichts anderes als "Bettgeschichten" zu gehen. Ich frage mich gerade was uns der Autor damit sagen will - in Afrika treibt man es bunt, das ist selbstverständlich da und man redet offen und frei darüber?! - Ich weiß nicht recht...


    Dein Bild von Manso ist ja interessant, für mich war er immer der typische Klischee-Musiker; bewegt sich in der Künstlerszene der jeweiligen Gegend, "reißt" dabei immer wieder Damen auf, weil er durch seine Art und seine Arbeit faszinierend und anziehend wirkt...warum die nie eifersüchtige Frauen auftauchen hat mich auch gewundert, aber ein wenig habe ich am Ende für mich eine Erklärung gefunden.


    Viele Grüße
    schokotimmi

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  • Ich bin inzwischen auch in den zweiten Abschnitt vorgedrungen, kaum zu glauben :zwinker:



    Nachdem ich im ersten Teil über einen doppelten Unfall gestolpert bin, begegnet mir hier der unfassbare Zufall, dass man ausgerechnet auf den Mann trifft, der vor Jahren den Vater eines Reisegruppenmitglieds umgefahren hat. :rollen:


    Ist das wirklich passiert? Ich wollte diesen Zufall auch nicht so wahrhaben und habe mir das dann eher so erklärt, dass das Treffen mit diesen Mann der Anlass dazu ist, dass dieses Reisegruppenmitglied (wer war es denn überhaupt?) sich mit der Tötung des eigenen Vaters auseinandersetzt und das Gespräch eher eingebildet als real ist. Aber das kann auch Unsinn sein, ich bin schon total verwirrt, was hier Realität und Fiktion ist und wer wann erzählt :spinnen:

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  • Ich habe den zweiten Teil jetzt beendet und langsam komm ich besser mit dem Buch klar. Ich konnte sogar mal mehrere Kapitel am Stück lesen, das hilft ungemein dabei, Zusammenhänge zu sehen, wo man vorher keine vermutet hat. Die eigentliche Reise tritt aber immer mehr in den Hintergrund und die Beziehung der Reisenden untereinander wird immer wichtiger.
    Interessant fand ich auch die Ausführungen zur Apartheid. Hängen geblieben ist hier vor allem der Mann, dessen Frau sich als Weiße hat registrieren lassen und somit komplett aus seinem Leben verschwunden ist. :entsetzt:


    Die letzten zwei Kapitel in diesem Abschnitt fand ich sehr schön, der Autor winkt aus einem vorbeifahrenden Zug einem jungen Mann in einem roten Haus zu, im nächsten Kapitel ist unsere fiktive Reisegruppe in einem roten Haus und Mandume winkt einem Mann in einem vorbeifahrenden Zug. So berühren sich die zwei Geschichten, die bisher nur nebeneinander her gelaufen sind.

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  • Die letzten zwei Kapitel in diesem Abschnitt fand ich sehr schön, der Autor winkt aus einem vorbeifahrenden Zug einem jungen Mann in einem roten Haus zu, im nächsten Kapitel ist unsere fiktive Reisegruppe in einem roten Haus und Mandume winkt einem Mann in einem vorbeifahrenden Zug. So berühren sich die zwei Geschichten, die bisher nur nebeneinander her gelaufen sind.


    An die Szene kann ich mich auch erinnern und fand sie gut gemacht. Das ist wirklich eine schöne Idee gewesen, schade das es nicht mehr davon gab oder ich sie nicht bemerkt habe...


    Ich find es aber auch toll, dass du dich eingelesen hast, vllt. geht es ja jetzt besser voran.


    Viele Grüße
    schokotimmi

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