Lindsey Davis - Delphi sehen und sterben/See Delphi and Die

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Valentine.

  • Lindsey Davis: Delphi sehen und sterben
    470 Seiten, 8,99€
    Falcos 17. Fall


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    Inhalt
    Falco geht mal wieder auf Reisen. Diesmal nach Griechenland, wo in Olympia zwei junge römische Touristinnen gewaltsam zu Tode gekommen sind. Begleitet von Helena, Hündin Nux und einigen weiteren Familienmitgliedern, ermittelt Falco unter den Mitgliedern einer Reisegruppe von Sieben-Stätten-Reisen und versucht, die Geschehnisse zu rekonstruieren und zu ermitteln, ob eine Verbindung zwischen den Todesfällen besteht. Bald überschlagen sich in Olympia die Ereignisse und Falco wird eine baldige Abreise nahegelegt. Und so geht die Reise weiter, die noch so manche unschöne Überraschung bereithalten wird...


    Der erste Satz
    "Marcus, du musst mir helfen!"


    Meine Meinung
    Ich mag die Falco-Krimis sehr. Seine schnoddrige Art, das Abtauchen ins alte Rom, mit ihm auf Reisen zu gehen, zu sehen, wie sich seine familiäre und berufliche Situation entwickelt. Leider leider haben mich nicht alle der letzten Krimis überzeugt, ich habe sie zwar alle gelesen, manches Mal aber erst nach langen Unterbrechungen und so richtig in Erinnerung geblieben - wie die früheren - ist mir eigentlich keiner.
    Das, denke ich, wird mit diesem Krimi anders sein. Griechenland als Reiseziel war eigentlich längst mal fällig. Göttlich fand ich, wie Davis den Massentourismus mit all seinen Blüten schildert. So anders als heute ist das gar nicht - nervige Fremdenführer und Mittouristen, schlechtes Essen und überall trifft man auf Germanen. :-)
    Natürlich nehmen sich Falco und seine belesene, kulturell interessierte Gattin Helena Zeit für Besichtigungen, doch so richtig Zeit und Muße verbleiben ihnen bei all den Ermittlungen nicht, schließlich gibt es zuhauf Verdächtige und das nicht nur unter den Mitgliedern der Reisegruppe.
    Es wird viel verhört in diesem Krimi - so viel, dass Davis einige dieser Gespräche in der indirekten Rede wiedergibt, sonst bestünde das Buch wohl aus noch mehr Dialogen. Allerdings nimmt das für mich ein bisschen das Tempo raus. Am Schluss überschlagen sich dann - buchstäblich auf der allerletzten Seite - die Ereignisse. Den Schluss fand ich zuerst etwas abrupt, habe ich mich jetzt aber damit angefreundet. Allerdings war er extremst


    Insgesamt konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und empfand es als einen gelungenen Falco-Krimi!


    Ich vergebe
    5ratten

    :lesen: Cathy Ytak: Rendez-vous sur le lac<br /><br />Deine Freunde sind die, die neben dir stehen, wenn die Welt Death Metal spielt.<br />(Aleksander Melli: Das Inselexperiment)<br /><br />SLW 2011<br />Seychella-List

  • Valentine

    Hat den Titel des Themas von „Lindsey Davis - Delphi sehen und sterben“ zu „Lindsey Davis - Delphi sehen und sterben/See Delphi and Die“ geändert.
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    Falco hatte schon viel Kundschaft aus allen möglichen Schichten und Gruppen, doch mit einem Auftrag seiner Schwiegermutter hätte er nicht gerechnet. Sein Schwager Aulus sollte eigentlich endlich was Vernünftiges tun und in Athen studieren, doch auf dem Weg dorthin ist er in eine Reisegruppe geraten, der eines Tages eine junge Braut abhanden kam - die wenig später ermordet aufgefunden wurde.


    Ein paar Jahre zuvor kam schon einmal eine junge Frau unter mysteriösen Umständen auf einer Griechenlandrundreise ums Leben. Spätestens als sich herausstellt, dass beide Damen ihre Reise beim gleichen Anbieter gebucht hatten, läuten bei Falco die Alarmglocken, und er lässt sich, natürlich nicht ohne Helena, auf einen Trip ein, der auf ganz andere Weise aufschlussreich ist als die üblichen Touren, die "Seven Sights Travel" sonst so anbietet ...


    Die Falco-Reihe ist ja eine der Krimiserien, bei denen mir die Ermittlungen an sich schon beinahe egal sind, weil ich die altbekannte Besetzung und den sarkastischen Humor so gerne mag. Aber natürlich beschwert sich die geneigte Leserin nicht, wenn ihr im Gesamtpaket auch noch ein spannender Mordfall geliefert wird, so wie hier.


    Nicht, dass das Buch nicht alleine schon wegen der Art lesenswert wäre, wie Lindsey Davis den Tourismus aufs Korn nimmt (der sich, wenn man ihr Glauben schenkt, damals abgesehen von den Verkehrsmitteln der Wahl gar nicht so sehr von heute unterschieden haben dürfte), eine Reisegruppe voller schräger Vögel erschafft und die alten griechischen Mythen mit der Handlung verwebt.


    Doch auch die Ermittlungen haben es in sich. So harmlos, wie sie scheinen, sind die Mitreisenden wohl fast alle nicht, und es wird ein paarmal richtig brenzlig für Falco und seine Mitstreiter (neben Helena hat er diesmal Albia, zwei Neffen und praktischerweise einen bärenstarken Kraftsportler im Schlepptau), während er mehr oder weniger ergeben der Reiseroute der Gruppe folgt. Für ihn ziemlich anstrengend, vor allem auf See, für die Leserschaft eine interessante Tour durchs alte Griechenland und ein buchstäblich bis zur allerletzten Seite mitreißender und wendungsreicher Fall.


    Einer der besten Fälle der Reihe, in dem sich Humor, Spannung und viel Atmosphäre perfekt die Waage halten.


    4ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)