Claudia Keller - Einmal Himmel und retour

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

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Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kiba.

  • Claudia Keller


    Einmal Himmel und retour


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    Die Ehepaare Phil und Britta sowie Laura und Jan leben jeweils als gut situierte Familie mit Kindern im Eigenheim in der Peripherie Frankfurts. Nach über 15 Jahren Ehe stecken ihre Beziehungen in eingefahrenen Bahnen, nichts ist mehr prickelnd. Die Midlife-crisis schleicht heran.
    Als Phil und Britta sich eines Tages zufällig in einer Cafeteria treffen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Sie beginnen eine Affäre, und schon nach kurzer Zeit trennen sie sich von ihren jeweiligen Ehepartnern und Kindern und ziehen in ein bescheidenes Liebesnest in der Innenstadt. Phil und Laura sind davon überzeugt, dass ihr Leben eigentlich erst jetzt richtig beginnt und in ihrer tollen frischen Beziehung alles besser ist - und bleiben wird.
    Die verlassenen Partner und Kinder kehren die Scherben zusammen und versuchen, mit der neuen Situation zurecht zu kommen. Finanziell ist das recht einfach, da die beiden Turteltauben auf den schnöden Mammon weitgehend verzichtet haben, da sie all das, was sie in 20 Jahren aufgebaut haben, als Ballast und kleinbürgerlichen Firlefanz betrachten und schnellstmöglich loswerden wollen.


    Doch die Zeit vergeht, irgendwann ist auch die neue Liebe nicht mehr neu, man kommt langsam aber sicher zurück auf den Teppich...



    Eigentlich ist die Geschichte wie aus dem Leben gegriffen und voller Spott wiedererzählt. Allerdings waren sich die geschilderten Frauen für meinen Geschmack zu ähnlich. Gibt es tatsächlich in den deutschen Vorstädten so viele Hausfrauen und Mütter, die ihre Ausbildung (offiziell) zugunsten ihrer Männer aufgegeben haben und dann jahrein, jahraus all ihre Zeit in die Aufzucht der Brut und die Vervollkommnung und Dekoration des Hauses stecken? Fürs Grobe kommt selbstverständlich die Putzfrau bei den Lauras & Co in diesem Roman. Immerhin entwickeln sich die anfangs so ähnlichen Frauen im Lauf der Geschichte in sehr verschiedene Richtungen,


    Wer es gern ironisch mag und eine echte Spottdrossel ist, der ist mit diesem Buch sicher gut beraten.


    3ratten

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

  • Hallo,


    ich habe das Buch vor Jahren gelesen und fand es damals sehr unterhaltsam. Daß die Frauen dort so klischeehaft dargestellt sind war mir nicht mehr in Erinnerung...wenn ich mich hier im Ort so umschaue ist es aber durchaus realistisch.


    LG
    Bianca

  • Den Inhalt hat Kiba kurz und treffend zusammengefaßt.


    Interessant finde ich, daß die Autorin bei diesem Roman bereits im Titel das Ende verrät: Einmal Himmel und retour.
    Claudia Keller versteht es, ihre genauen Beobachtungen in präzise Worte zu fassen. Sie teilt mit uns die Gedanken und Gefühle ihrer Charaktere und macht das alltägliche Leben greifbar. Jeder von uns wird sich in der einen oder anderen Situation wiedererkennen. Gut gefällt mir auch, daß hier alle Seiten zu Wort kommen, die Frauen und die Männer, die Neu-Verliebten und die Alt-Verschmähten.


    Laura und Phil, die beiden Verliebten, kommen nach ihrem Höhenflug auch wieder runter - und diese Landung ist der Autorin sehr gut gelungen: Kleinigkeiten, halbe Gedanken, flüchtige Momente, die die Harmonie stören und dann der Rückfall in alte Gewohnheiten - prima erzählt.


    Dazu ein flüssiger Stil, ein spöttischer Grundton - dieses Buch liest man in einem Rutsch durch.
    Dieser Roman bekommt von mir 4ratten


    Ich kenne einige Romane von Claudia Keller, noch besser als dieser hier gefielen mir "Ich schenk´Dir meinen Mann" und "Der Flop".


    Kiba, die in alles Bedruckte ihre Nase steckt, außer in Wohnzeitschriften:
    Du kennst Dich mit Wohnraumdekoration nicht aus. Punkt. :zwinker:


    LG
    Mone

    Lach, wenn´s zum Weinen nicht reicht.<br /><br />:lesen:

  • :lol:


    Mone, mein Angebot, bei dir auszumisten, gilt nach wie vor.
    :breitgrins:

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr