Die Versuchung eines Wühltisches

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Es gibt 63 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von melanie.

  • Ich schaue auch nicht sooo gerne in Wühltischen. Zum einen finde ich da nichts und zum anderen werden die von anderen so dermaßen herumgeworfen, dass die dann schon so kaputt sind, dass ich sie nicht mehr lesen mag. Und ich kann sehr genügsam in puncto Bücher sein, seufz. Zwar wühle ich, aber nicht gerne.

  • Zitat von "melanie"

    Jedes Buch hat nur 1 Euro 50 Cent gekostet.


    - Rebecca Gable: Das zweite Königreich


    :grmpf: Und ich habe für den König der purpurnen Stadt 2.95 € bezahlt.


    :breitgrins:


    Habe allerdings für den gleichen Preis auch noch Lorentz' Goldhändlerin and Serno's Chirurg von Campodios bekommen - also 3 Bücher für 10 € ist auch kein schlechter Schnitt.

    Alamir

  • Hallöchen,


    Yeah!! Endlich Menschen die meine Neigung teilen. :winken:
    Ein Wühltisch zieht mich magisch an. Und den kann ich dann so lange in Beschlag nehmen bis ich jedes Buch darauf gesehen hab. Da kommt solange fast niemand anderes ran. :breitgrins:


    Manchmal hab ich Glück und finde ein paar Bücher, doch sehr oft ist nur noch der Schund übrig. Aber Spaß macht es trotzdem. :klatschen:

    ***********************************<br />Unsere Weisheit stammt aus unserer Erfahrung, und unsere Erfahrung stammt aus unseren Dummheiten.<br />(Sascha Guitry)

  • An einer Buchhandlung habe ich ein Schild an einem solchen Tisch gesehen:


    "Dies ist eine Auslage mit Remittenden und kein Wühltisch. Wir bitten unsere Kunden, darauf zu achten."


    Die Kunden haben tatsächlich darauf geachtet: Keine abgestoßenen Ecken, keine Knicke, obwohl es fast nur Taschenbücher waren. Ich ging später um 29 Euro ärmer und 14 Bücher reicher nach Hause.


    Violetta

  • Moin,


    gelegentlich suche ich auch Wühltische ab, aber eher selten, da ich dort so gut wie nix finde, was mich interessiert.


    Meine Lieblingsbuchhandlung und meine Stammbuchhandlung haben leider auch nie Wühltische...
    Dafür gehe ich aber gerne in Antiquariate und habe sehr viele Bücher antiquar erworben.


    Gruß
    Nischa

    Habent sua fata libelli

  • Jaja, die lieben Wühltische. Wegen so einem bin ich zu spät zum Meet-up (Treffen) der Bookcrosser in Halle gekommen *schäm*. Ich habe dafür aber auch ein gutes Buch gefunden ("Puppenmord" von Tom Sharpe)


    Ich habe schon einige gute Bücher auf so einem Kramtisch gefunden und manch einer ist schuld daran, dass ich jetzt eine Chronologie sammeln "muss". In Magdeburg fand ich den 1. Band der Vampir-Chronologie von Anne Rice.


    Das beste Buch, das ich jemals gefunden habe ist: "No War - Krieg ist nicht die Lösung, Mr. Bush!" von Karl-Heinz Harenberg.


    Naja, und die Stephen King Biographie, die meinen SUB bereichert, habe ich auch von einem Wühltisch - wie ich Wühltische liebe. Immer wenn man sich fest vornimmt, keine Bücher zu kaufen, dann sieht man einen Wühltisch und nichts kann einen aufhalten. Da brennen die Hormone durch :zwinker:.

    &quot;Das Schreiben verursacht kein Leid, es wird aus Leid geboren.&quot;<br />Montaigne

  • Ich habe zwar schon öfters Wühltische gesehen, aber nur ein- oder zweimal darin gestöbert. Wenn die Bücher kunterbunt durcheinanderliegen, dauert es einfach zu lange, alles zu durchsuchen. Und meist haben die Bücher auch kleine Beschädigungen wie Eselsecken. Ich greife daher nur bei ordentlich sortierten Ständern mit Restexampleren oder Remittenden zu, aber nur, wenn wirklich etwas dabei ist, das mich interessiert.

    [size=9px]Paul ist 24 Jahre alt. Er ist doppelt so alt, wie Thomas war, als Paul so alt war, wie Thomas heute ist. Wie alt ist Thomas ?[/size]

  • Hehe, in meinem letzten Fall stand der Wühltisch in einer Filiale einer mittelgroßen Lebensmittelkette, die normalerweise gar keine Bücher verkauft. Mitten zwischen den Regalen mit der Tiefkühlpizza. :breitgrins:


    Aber die müssen den 5 Minuten bevor ich ihn gefunden habe, aufgebaut haben. Die Stapel waren alle noch schön ordentlich, und die Bücher hatten keine Öhrchen und Knickcover. Ein paar Tage später lagen da nur noch die traurigen Reste geknickter Rätselbücher und Ratgeber die Niemand Braucht. ;)


    Die Schäppchen hatte ich mir geschanppt. : :zunge:

    Alamir

  • Inzwischen kann ich der Versuchung immer öfter widerstehen, weil manche Läden den Preis für Remittenden auf 3,50 Silberlinge angehoben haben.

  • Ich bin in der Schweiz bisher nur einmal über einen Wühltisch gestolpert, und dort haben die Bücher 6 CHF gekostet. Macht also rund 3,80 Euronen.
    Aber im Vergleich zu den Originalpreisen immer noch günstig. Mein aktueller Crombie kostete 14,70 CHF, also 9,50 Euro (wahrscheinlich ein Puffer wegen potenzieller Währungsverluste?). Man muss hier also alles relativ sehen oder aber nah zur Grenze wohnen ;-)

    ☞Schreibtisch-Aufräumerin ☞Chief Blog Officer bei Bleisatz ☞Regenbogen-Finderin ☞immer auf dem #Lesesofa

  • Hallo zusammen!


    Zitat von "Bettina"

    Ich bin in der Schweiz bisher nur einmal über einen Wühltisch gestolpert, und dort haben die Bücher 6 CHF gekostet. Macht also rund 3,80 Euronen.


    Ja? Also ich kenne mehrere. Darunter auch welche, deren Preise tiefer liegen. Es hat allerdings selten was Gescheites auf solchen Wühltischen, imho.

    Zitat von "Bettina"

    wahrscheinlich ein Puffer wegen potenzieller Währungsverluste?


    U.a. - Du darfst aber auch nicht vergessen, dass in der Schweiz alles ein bisschen teurer ist: Löhne, Miete, Transport etc. etc. Dafür ist tendenziell das Sortiment der Buchhandlungen erfreulich breit - im Gegensatz zu dem in andern Ländern.


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Zitat von "sandhofer"


    Ja? Also ich kenne mehrere. Darunter auch welche, deren Preise tiefer liegen. Es hat allerdings selten was Gescheites auf solchen Wühltischen, imho.


    Da ich bisher nur einen in 14 Monaten gesehen habe, habe ich mir zumindest dessen Standort gemerkt *g* - der war in der Tat gut bestückt mit zudem gut erhaltenen Taschenbüchern. Mehr war bei den Stadtbummeln bisher noch nicht zu sehen. Wühltische sind halt Glückssache, mal stehen welche, mal stehen keine. Und das Sortiment solcher Angebote war schon immer Glückssache. Gerade in einer der deutschen Anlaufstellen sind bei den letzten Malen selten gescheite Bücher drin gewesen, sondern Sudokus, Rätselhefte, Bücher über Boygroups, Ratgeber für Servietten falten und all solche Druckerzeugnisse. Dafür war mein erster schweizer Tisch gleich ein Volltreffer.


    Hast Du ggf. einen Tipp, welche Ketten gute Adressen für Remittenden sein können?

    ☞Schreibtisch-Aufräumerin ☞Chief Blog Officer bei Bleisatz ☞Regenbogen-Finderin ☞immer auf dem #Lesesofa

  • Hi!


    Zitat von "Bettina"

    Hast Du ggf. einen Tipp, welche Ketten gute Adressen für Remittenden sein können?


    Orell Füsslis "Restseller" (Rail City Zürich und Basel) - in letzter Zeit v.a. für Bildbände interessant (die dann natürlich immer noch mehr als CHF 6.00 kosten können!). Aber praktisch hat jede Buchhandlung doch irgendwo im Eingangsbereich eine kleinere oder grössere Wühlkiste ...


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Zitat von "sandhofer"

    Aber praktisch hat jede Buchhandlung doch irgendwo im Eingangsbereich eine kleinere oder grössere Wühlkiste ...


    In Winti leider noch nicht gefunden. Aber ich halte die Augen offen! Unser Orell hatte bisher noch nie was für Taschenbücher - und Bildbände oder Kochbücher kaufe ich leider nicht. Und Zürich ist hier ja nicht aus der Welt. 20 Minuten mit der Bahn mitten in die Stadt - bzw. direkt vor die Türen der RailCity - ist nicht zu verachten.

    ☞Schreibtisch-Aufräumerin ☞Chief Blog Officer bei Bleisatz ☞Regenbogen-Finderin ☞immer auf dem #Lesesofa

  • sandhofer und Bettina: Kann Sandhofer nur beipflichten. Restseller im Zürcher RailCity hat einen Wühltisch, der jedoch - wie ihr das bereits angedeutet habt - leider nur selten über ein interessantes Taschenbuch-Angebot verfügt. Beim Orell Hauptgeschäft in Zürich hat es vor dem Eingang ab und zu ein paar Taschenbücher, die über ein gewisses Niveau verfügen. Ich bin zwar schon seit längerer Zeit nicht mehr dort gewesen (bestelle lieber übers Internet), aber das letzte Mal hatten sie eine grosse Auswahl der Werke von Henning Mankell.


    Im Übrigen liegt der Grund für die hohen Buchpreise in der Schweiz nicht an den hohen Lebenskosten oder dem allgemein hohen Preisniveau sondern an einer kartellähnlichen Vereinbarung zwischen Verlagen und Buchhändler die sich Buchpreisbindung nennt und nur für deutschsprachige Bücher gilt.


    Schwer verkäufliche Titel können unter diesem Regime über höhere Verkaufsmargen bei den gängigeren Büchern mitfinanziert werden. Die Buchpreisbindung sichere damit - so die Argumentation ihrer Verfechter - ein kulturell vielfältigeres Angebot und eine grössere Dichte in der Distribution. Würden die festen Preise freigegeben, kämen wohl mittelgrosse Buchhandlungen und Verlage unter Druck; ebenso würden sich die in geringer Auflage erscheinenden Bücher verteuern, während die Bestseller billiger würden. Es geht also um eine Art Kulturförderung - wenngleich auf Kosten der Käufer.

    Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat.
    <br />Heinrich Heine

  • Thot Das klingt eher abfällig aber es leider wirklich so wenn es die Buchpreisbindung nicht gäbe häten manche Werke einfach keine Chance mehr zur Veröffentlichung weil das Breite Puplikum fehlt. Kleine Buchläden hätten das nachsehen. Schade das du so darüber denkst aber unser Buchmarkt wäre um einiges Langweiliger wenn es diese Bindung nicht gäbe. (Es gibt ja nach ein paar Jahren die Möglichkeit des Verlages die Buchpreisbindung aufzuheben was uns übrigends die Wühltische erst ermöglicht...)

  • Wühltische ziehen mich magisch an. Und wenn die Bücher noch ordentlich aufgereiht drin stehen sowieso. Da kann ich einfach nicht widerstehen mal einen prüfenden Blick über das Angebot schweifen zu lassen. Witzigerweise finde ich aber diese Tische in größeren Lebensmittelläden, bei einem Schreibwarenhändler in einem Center und hab sogar schon einen in einem Großhandel für Pflanzen etc. gefunden. Leider noch nie vor einer Buchhandlung!

  • Heut nachmittag war ich einkaufen und da stand auch so ein, zwei, nein sogar drei dieser Tische herum.
    Es dauerte leider ziemlich lange bis ich wieder draussen war, da ich mir jedes Buch anschauen musste. Es hat sich gelohnt. :breitgrins:
    Der Apfelgarten von Adele Crockett Robertson
    Manchmal stößt man durch die Wühltische auf Autoren, die man sonst vielleicht nie kennen gelernt hätte.

  • Ich bin ihr heute wieder erlegen... :redface:


    Zwei Bände der Kaltfeuer-Reihe von C.S. Friedman, die ich mir jetzt bald komplett in Wühlkisten zusammengesammelt habe...wobei mir einfällr, daß ich nachsehen wollte ob ich den einen nun soppelt gekauft habe... :rollen: