Matthew Dicks - Der gute Dieb

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Inhalt:
    Martin, der Meisterdieb, geht seinem Beruf seit Jahren erfolgreich nach, weil er sich absolut penibel an seine selbstaufgestellten Regeln hält, die verhindern sollen, daß seine Karriere jemals endet.
    Doch eines Tages wird ihm eine simple Zahnbürste zum Verhängnis. Er ist gezwungen, seine sicheren Pfade zu verlassen...und findet Gefallen daran. Nachdem Aufregung und Gefahr Einzug in sein Leben gehalten haben, will er auf diesen Nervenkitzel nicht mehr verzichten.
    Er beginnt, im Leben seiner "Kunden" Schicksal zu spielen und auch sein müdes Privatleben kommt mächtig in Schwung...


    Meine Meinung:
    Noch nie hat mich eine Arbeitsplatz- und Tätigkeitsbeschreibung so amüsiert wie in diesem Fall. Die Kriterien, nach denen Martin seine "Kunden" auswählt, die genaue Planung und Organisation, die einem "Erwerb" vorausgehen, die Tricks und Kniffe, die Martin anwendet um eine Entdeckung zu vermeiden - einfach köstlich!


    Zitat

    "Er hatte bei den Grants bereits mehrere solcher Anschaffungen getätigt: eine Perlenkette im Jahr 2005 und eine zweite 2006, aber in letzter Zeit hatte Martin vor allem mit dem Kristallglas und dem Tafelsilber der Grants gute Einnahmen erzielt."


    Als die Sache mit der Zahnbürste passiert, bricht Martin aus seiner gewohnten Routine aus und die Ereignisse überschlagen sich...


    Fazit:
    Der auf Perfektion bedachte Martin ist ein äußerst liebenswerter Protagonist. Ich habe ihn direkt ins Herz geschlossen und ihn auf seinen Abenteuern gerne begleitet.
    Für diese vergnügliche Lektüre gibt es 3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:


    LG
    Mone

    Lach, wenn´s zum Weinen nicht reicht.<br /><br />:lesen:

  • Der gute Dieb ist eigentlich ein Einpersonenstück. Es gibt wenige andere Akteure und kaum Dialoge.
    Trotzdem zieht das Buch einen in seinen Bann und bereitet vergnügliche Lesestunden.
    Martin ist, wie der Titel schon sagt, Dieb, aber kein gewöhnlicher Dieb. Er hat eine feste "Kundschaft" und entwendet Dinge die nicht gebraucht werden, bzw. nicht auffallen. Hier eine Flasche WC-Reiniger, hier ein wenig Schampoo, da ein Diamantohrring. Natürlich ist für dieses Vorgehen gute Recherche notwendig wie ein längeres Ausspionieren der täglichen Gewohnheiten seiner Kundschaft. So kommt es, dass Martin eine gewisse Bindung, wenn nicht gar Zuneigung, zu den Menschen aufbaut die er ausraubt. Das ist für sich bereits ungewöhnlich, doch dann geschieht Martin ein Missgeschick und die elektrische Zahnbürste einer Kundin fällt in die offene Toilette und verändert damit Martins Leben für immer.


    Patrick Dicks ist mit Martin eine sympathische Figur gelungen. Dieser Dieb ist dem Leser regelrecht sympathisch, was wohl auch die stärke dieser ungewöhnlichen Geschichte ausmacht die ohne viel Action und manchmal fast etwas langatmig daher kommt.
    Ich kann mir dieses Buch auch sehr gut verfilmt vorstellen und vergebe für nette Stunden


    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus: