John Burdett - Die letzten Tage von Hongkong

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    Inhalt
    In Hongkong werden bestialisch verstümmelte Leichname ohne Kopf aufgefunden. Nachdem dann drei entstellte Köpfe gefunden werden, steht fest, dass es sich um insgesamt drei Tote handelt. Mehr Erkenntnisse stehen Chan am Anfang seiner Ermittlungen nicht zur Verfügung, eine Identifizierung ist damit nicht möglich. Chan passt hervorragend ins Hongkong der späten 90er Jahre. Er ist der Sohn einer Chinesin und eines Iren und kennt somit beide Kulturen. Ob er beide auch mag ist eine andere Frage. Er gilt als zäh und unnachgiebig und ist vielen wegen gerade dieser Eigenschaften ein Dorn im Auge. Im Zuge seiner Ermittlungen gerät er immer tiefer in einen Dschungel aus Korruption und Drogen. Ganz offensichtlich ist das organisierte Verbrechen verwickelt. "Charlie" Chan, wie ihn seine Kollegen nennen ermittelt, aber seine Ermittlungen werden ihm von allen Seiten erschwert. Soll dieses Verbrechen überhaupt aufgeklärt werden?


    Meine Meinung
    Die Handlung spielt in einer Stadt, in der zwei völlig unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen. Da sind zum einen die kultivierten Briten, die immer fair spielen und die Chinesen, bei denen Bestechung zur Tagesordnung zu gehören scheint. So kann Chan den Sack mit den abgetrennten Köpfen erst aus chinesischen Wassern bergen, nachdem eine große Summe Geld den Besitzer gewechselt hat. John Burdett beschreibt das Aufeinandertreffen dieser beiden Kulturen farbenfroh und lebendig. Genauso gut beschreibt er die Zerrissenheit Chans. Er hasst die Kommunisten, aber er hasst auch den irischen Teil seiner Persönlichkeit.


    Die Geschichte beginnt mit einem brutalen Mord und ähnlich brutal sind auch die weiteren Verbrechen. Die Geschichte ist spannend bis zum Ende. Leider wird sie gegen Ende aber auch verworren und wirkt teil wirkt teilweise etwas weit hergeholt. Da mir das schon bei einem anderen Buch, das ich von dem Autor gelesen habe negativ aufgefallen ist, werde ich wohl kein weiteres Buch von ihm lesen, auch wenn ich Die letzten Tage von Hongkong nicht so schlecht fand.


    Meine Lieblingsstelle ist übrigens die, in der Chan mit hunderten anderen Menschen vor einer Uhr stehen auf der der Countdown bis zur Übergabe Hongkongs angezeigt wird. Als es nur noch sechs Millionen Sekunden sind, sagt eine Frau: "Eine Sekunde für jeden von uns."


    3ratten


    Liebe Grüße
    Kirsten

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.