Wie muss die perfekte Rezension aussehen?

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Es gibt 51 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Pandora.

  • Wie muss die perfekte Rezension aussehen? 55

    1. Spoilerfrei (42) 76%
    2. So ausführlich wie möglich (mehr als 6 Textabschnitte, kann auch Spoiler beinhalten) (0) 0%
    3. Mit Inhaltsangabe (34) 62%
    4. Kurz und knackig (maximal 2 Textabschnitte) (14) 25%
    5. Mit Rahmeninformationen zu Autor und Buch (11) 20%
    6. Ausführlich, aber nicht seitenlang (zwischen 4 und 6 Textabschnitte) (32) 58%

    Hallo ihr Lieben,


    mich würde interessieren, wie eine Rezension beschaffen sein muss, damit ihr sie gerne lest. Ich selbst mag seitenlange Abhandlungen überhaupt nicht und natürlich müssen Rezensionen auch spoilerfrei sein. Eine Inhaltsangabe brauche ich nicht unbedingt, denn ich habe ja immer auch noch den Klappentext. Besonders wegen dieser Inhaltsangabe rätsele ich gerade, denn ich packe die bei meinen Rezensionen auch immer noch mit dazu und überlege, ob ich nicht einfach stattdessen den Klappentext übernehme - und dafür dann etwas detaillierter meine Meinung zu Schreibstil und Autor kund gebe.


    Ein paar Antworten habe ich oben mal vorgegeben, aber es wäre natürlich schön, wenn ihr selbst noch Ideen hier einbringt, und nicht nur was anklickt und gar nichts dazu schreibt :breitgrins:


    Gerne dürft ihr hier auch ein Beispielrezensionen aus dem Forum verlinken


    Ich bin gespannt, wie ihr das seht :winken:


    Liebe Grüße
    nimue

    "Vor ein paar Jahren hätte ich Ihnen geantwortet: Wir sind nicht die Weimarer Republik. Aber wenn ich mir die Entwicklungen in der letzten Zeit so ansehe, dann muss ich antworten: Ja, ich mache mir ernsthaft Sorgen um unsere Demokratie." (Ein Experte für Rechtsextremismus wird in der Dokumentation "Rechts. Deutsch. Radikal")

    Einmal editiert, zuletzt von nimue ()

  • Nicht ganz einfach. Ich fange meist mit einer eigenen Inhaltsangabe an, da ich so besser den Einstieg finde. Und teilweise stimmt der Klappentext ja auch nicht so ganz oder verrät zu viel. Eine kurze eigene Inhaltsangabe mag ich also bei anderen Rezensionen. Seitenlange Abhandlungen mag ich dagegen nicht, da flieg ich nur kurz drüber. Man kann den Leser auch erschlagen. Ganz kurz sollte es aber auch nicht sein, es sei denn man schafft es tatsächlich in wenigen Zeilen auf den Punkt zu bringen was und warum einem etwas (nicht) gefallen hat. Spoiler in einer Rezension gehen außerdem gar nicht. Rezis lese ich ja teilweise zur Kaufentscheidung, wenn da aber gespoilert wird habe ich hinterher gar keine Lust mehr das Buch zu lesen, sollte es noch so gut sein. Rahmeninformationen zum Autor finde ich nicht unbedingt wichtig, zum Buch (Teil einer Reihe o.ä.?) schon eher.

  • Ich finde eine Inhaltsangabe schon wichtig und zwar unbedingt eine, die nicht mit dem Klappentext übereinstimmt. Klappentexte sind für mich meist spoilerbehaftet und stimmen selten mit dem wirklichen Inhalt überein. Da freue ich mich über eine vernünftige Inhaltsbeschreibung eines Lesers, der es schafft, denselben spoilerfrei zu beschreiben bzw. anzureißen.


    Außerdem mag ich Zusatzinfos zu Autor (Zeichner) usw., also solche Details, die man nicht überall findet. Und Vergleiche zu anderen Büchern, denn nur ein "mir gefällt dies" oder ähnliches hilft mir meist nicht, wenn ich den Rezensenten nicht sehr gut kenne. Da dann schon lieber Vergleiche.

  • Spoilerfrei ist ein Muss, da brauchen wir gar nicht drüber diskutieren, denke ich?


    Inhaltsangabe? Ja, ich finde schon. Ich mag als Rezi-Leser nicht noch woanders nach dem Inhalt suchen müssen. Wenn der Klappentext zum Inhalt passt (was ja nicht immer gegeben ist), kann man natürlich den nehmen. Andererseits ist es auch nicht so wahnsinnig viel Aufwand, sich ein paar eigene Sätze auszudenken, wenn man das Buch gelesen hat...
    Natürlich nicht seitenlang, sonst kommt man garantiert in Gefahr, irgendetwas zu verraten...


    Hintergrundinfos zum Autor finde ich meistens interessant - sind für mich aber kein Muss und tragen auch nicht zu meiner Entscheidung bei, ein Buch aufgrund einer Rezi zu kaufen/lesen.


    Subjektive Eindrücke finde ich am spannendsten in einer Rezi - vor allem, wenn ich das Buch dann auch gelesen habe und vergleichen kann, wie mir manche Dinge gefallen haben. Da finde ich auch schön, wenn konkrete Dinge genannt werden und nicht nur ganz allgemein irgendeine Aussage getroffen wird...

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Ich schreibe auch meist eine Inhaltsangabe mit dazu, weil diese für mich, gerade wenn zwischen Lektüre und Rezension schreiben ein paar Tage mehr liegen, eine Hilfe ist, wieder in das Buch hinein zu finden und mich genauer an meine Eindrücke zu erinnern. Ich lese ja auch viel auf englisch und finde das Einfügen eines englischen Klappentexts meist eher doof - wenn das Buch erst später übersetzt wird, behält meine Rezension ja trotzdem meist ihre Gültigkeit und Deutschleser können mit meiner Inhaltsangabe mehr anfangen, als mit dem englischen Klappentext.


    Wenn der Klappentext aber vernünftig (spoilerfrei, korrekt und nicht zu kurz) ist, reicht mir dieser beim Lesen einer Rezension allerdings für gewöhnlich trotzdem aus. :breitgrins:


    Spoiler sollte man bei Rezensionen meiner Meinung nach vermeiden, ein "ich hätte nicht gedacht, dass *Spoiler* der Mörder ist" kann man auch anders formulieren. Wenn man aber mit einer Szene oder so ein Problem hatte und diese gerne diskutieren würde, ist ein Erwähnen mit ordentlicher Spoilermarkierung natürlich okay.


    Bei der Länge will ich mich nicht festlegen. Manche Bücher bieten einem Stoff für ganz viele Sätze und zu manchen fällt einem kaum etwas ein. Weder Kürzen noch künstlich Aufblähen verbessert eine Rezi unbedingt.


    Informationen über den Autor finde ich manchmal interessant, bei manchen ist es mir aber auch egal, was er oder sie so tut.


    Was ich wirklich gut finde, ist eine Einordnung des Buches in Bezug auf das Genre oder andere Bücher des Autoren.

    Einmal editiert, zuletzt von illy ()

  • Inhaltsangaben sind wichtig, finde ich. Ganz ohne geht es nicht, nur bei Amazon nachzulesen ist mir meistens zu mühsam, denn die Rezis dort haben einfach zu viele Spoiler oder auch dort keine Informationen zu der Handlung.
    Außerdem kann ich mir unter einer Meinung ganz ohne Inhaltsangabe nichts vorstellen.


    Eine mittlere Länge sollte die Rezension haben, aber das kommt auch alles darauf an, was vorher in dem Thread schon geschrieben wurde.
    Wurde der Thread völlig aus der Versenkung geholt, oder ist er noch ganz neu, können Inhaltsangabe oder Meinung auch mal länger sein.


    Spoiler, naja, das kommt auch auf die Menge an. Gegen ein bisschen was habe ich eigentlich nichts, sonst könnte man ja jede Information zur Handlung, die man nicht unbedingt braucht, als Spoiler bezeichnen. Dass man nicht schreiben soll, xy war der Mörder, ist doch sowieso klar.
    Und auch wenn die Leseratten immer sehr persönlich sind, halte ich sie als abschließende Meinung für unverzichtbar, als Zusammenfassung.
    Meistens sind sie auch das erste, was ich mir anschaue.

    Ein Zimmer ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele ~ Marcus Tullius Cicero

  • Hallo miteinander,


    Inhaltsangaben sind mir auch wichtig - dann muss ich nicht auf den Amazon-Link klicken und mir dort meine Buchempfehlungen durcheinander bringen lassen. :zwinker:
    Gerne lese ich selbst formulierte Inhaltsangaben - aber wenn sie passen und nicht zu viel verraten, können sie auch von anderen Seiten einkopiert werden, das ist für mich dann auch ok.


    Ganz wichtig ist für mich die Info, ob es sich um Teile von Reihen handelt. Auch wenn es "nur" der erste Band ist und man daher keine Vor-Info braucht. Und praktisch finde ich es auch, wenn in der Rezi auf andere Threads zu der Reihe verlinkt wird, sofern schon welche vorhanden sind.


    Was ich nicht mag: wenn nur der englische Titel in die Rezi geschrieben wird. Ich habe mich schon halbtot gesucht, wenn ich sicher war, dass ein Thread zu einem Buch existiert, die Titelsuche aber nichts ausspuckt. Suchen nach Autorennamen gibt manchmal sehr lange Listen aus, mir ist der Titel einfach praktischer.


    Natürlich sollte die Rezi enthalten, was gut und was nicht gefallen hat. Und eine abschließende Rattenwertung.


    Die Länge ist mir eigentlich nicht so wichtig. Wenn mich das Buch aufgrund der Inhaltsangabe interessiert, lese ich mich auch durch lange Rezis durch.


    Grüße von Annabas :winken:


  • Ich finde eine Inhaltsangabe schon wichtig und zwar unbedingt eine, die nicht mit dem Klappentext übereinstimmt. Klappentexte sind für mich meist spoilerbehaftet und stimmen selten mit dem wirklichen Inhalt überein. Da freue ich mich über eine vernünftige Inhaltsbeschreibung eines Lesers, der es schafft, denselben spoilerfrei zu beschreiben bzw. anzureißen.


    Da bin ich genau derselben Meinung :smile:


    Den Rest der Rezi habe ich gerne spoilerfrei. Was mir nicht besonders viel bringt, sind Rezis, die eigentlich nur den Inhalt des Buches mit ein paar eingesprengten "Dieser Abschnitt gefiel mir/nicht" zusammenfassen.


    Am liebsten sind mir Rezis, die das Buch einordnen, sei es mit Vergleichen mit anderen Büchern (desselben oder eines anderen Autors) oder ein es wenig analysieren ohne gleich literaturwissenschaftlich zu werden. Da kann es dann beispielsweise heissen, dass ein Autor Mühe hat, vernünftige Charaktere zu zeichnen, aber dafür liefert er eine verzwickte Geschichte ohne Logiklöcher...
    Persönliche Überlegungen zu Dingen, die in einem Buch thematisiert werden, dürfen auch gerne mit einfliessen, am liebsten mit Begründung. Das macht es für mich dann auch einfacher, einzuschätzen, ob ein Buch etwas für mich sein könnte oder nicht.


    Ausserdem ist es oft spannend, Gedankengänge von anderen Leuten mitzuverfolgen. Deshalb lese ich, wenn ich ein Buch beendet und meine Rezi geschrieben habe, oft nochmals die ganzen Threads mit den Vorgänger-Rezis durch, um meine Eindrücke mit denen anderer Leser zu vergleichen.


    Eigentlich mag ich die Rezis am liebsten so, wie ich sie (meistens) schreibe :breitgrins: :breitgrins: :breitgrins: (Das dürfte wohl den meisten hier so gehen - jemand, der Spoiler in Rezis hasst, wird wohl kaum einen darin platzieren...)

    Wer anderen folgt, wird nie zuerst ankommen.

  • Mit ist eine Inhaltsangabe schon auch lieber als der Klappentext. Oftmals wird dort entweder schon das ganze Buch vorweggenommen (dann brauche ich es eigentlich nicht mehr zu lesen) oder man fragt sich, ob der Klappentextschreiber eigentlich das gleiche Werk vorliegen hatte. Ausnahmen bestätigen die Regel, dann kann man auch mal einen Klappentext übernehmen, das tue ich auch gelegentlich. Und vor allem will ich mich nicht erst auf eine andere Seite klicken, um diese Inhaltsangabe lesen zu können.


    Was Spoiler angeht, da kann ich nur sagen: Kommt drauf an. Sicher, wenn es sich um einen Wer-war's-Krimi handelt, sollte man wohl nicht den Mörder verraten. In vielen anderen Büchern macht es mir aber wenig aus. Zum einen bleibt ja immer noch die Frage, wie es dazu kommen konnte, zum anderen – das trifft aber natürlich nicht für jeden zu – liegt bei mir in der Regel so viel Zeit zwischen dem Lesen eines etwaigen Spoilers und dem zugehörigen Buch, daß ich mich gar nicht mehr daran erinnern kann.


    Mit Rahmeninfos zu Autor und Buch ist es auch so eine Sache. Das kann interessant sein, keine Frage. Ich habe schon manches Mal überlegt, ob ich bei „meinen Exoten“ nicht grundsätzlich etwas zum Autor sagen sollte, was vielleicht angebracht wäre. Meistens tue ich es bislang nicht, wenn aber Interesse dafür da ist, könnte ich es mir wohl für die Zukunft angewöhnen.


    Und die Länge kann ich schon gar nicht spezifizieren. Ein gehaltvolles Werk von deutlich über 1000 Seiten wie Die Hungersbräute verträgt eben auch einen langen Kommentar, ein 300-Seiten-Unterhaltungsroman kommt auch mit zwei Absätzen aus. Das möchte ich daher nicht pauschal festlegen. Wichtig ist, wie hier auch schon gesagt wurde, das aus dem Kommentar ersichtlich wird, was genau und ggf. auch warum etwas (nicht) gefallen hat. Das ist schließlich die Basis dafür, im Laufe der Zeit andere Geschmäcker gegen meinen abzugleichen und daraus abzuleiten, ob ein Buch etwas für mich sein könnte oder eher nicht. Und dafür ist die Länge der Rezi ein sekundäres Kriterium :zwinker:

  • Ich denke schon, dass eine Inhaltsangabe enthalten sein soll. Dabei stört es mich nicht, ob es von Amazon oder dem Klappentext kopiert ist (mache ich auch öfter), oder ob der Rezensent selbst formuliert. Hauptsache, es wird nicht zu viel verraten, aber ein paar Anhaltspunkte zur Handlung sind schon hilfeich.


    Spoiler sind manchmal okay, wenn das Buch kontroverse Stellen beinhaltet, über die es sich zu diskutieren lohnt, die aber auch viel von der Handlung und/oder Lösung verraten. Man darf es nur nicht übertreiben. :zwinker:


    Bei eher unbekannteren Autoren finde ich ne kleine Info zu seinem Leben ganz nett. Sicher, man kann sich selbst im Internet belese, aber ich finde, das rundet eine Rezi schön ab, wenn man ein paar Zeilen zum Autor schreibt.


    Bei der persönlichen Meinung schätze ich es, wenn der Rezensent nicht nur kurz und knapp schreibt, ihm hat das Buch gut/ weniger gut gefallen, sondern schon ein bisschen detaillierter darauf eingeht, warum er das Buch gut/schlecht bewertet. Das ist wenig hilfreich, wenn man das Buch nicht kennt und überlegt, ob man es lesen möchte, sieht man aber im Forum immer wieder. Ausführungen zum Schreibstil und zu den Charakteren sind gut, sofern sie nicht zu viel verraten. Denn gerade diese Dinge sind ja auch Grundlage für eine weiterführende Diskussion. :smile:

  • Eine Inhaltsangabe brauche ich nicht unbedingt, da reicht mir auch der Klappentext - es geht mir ja nur darum, ob dadurch mein Interesse geweckt wird. Ein erster Eindruck, ob der Inhalt mich anspricht oder nicht - im Buchladen gehe ich ja auch nur danach.


    Spoiler gehen gar nicht. Überhaupt interessieren mich in einer Rezi weniger Dinge zum reinen Inhalt des Buches, sondern mehr der Stil, die Charaktere, die Welt - und die Gedanken und Eindrücke, die es beim Leser hinterlässt. Ich mag keine kurzen Rezis, einfach weil ich mir da oft nur schlecht eine Meinung bilden kann. Wie lang es dann aber wird, ist mir eigentlich egal - sie sollte nur nicht aufgebläht wirken. Einen ganzen Absatz über das ach so tolle Cover finde ich zum Beispiel nervig.


    Vergleiche zu anderen Büchern finde ich - für mich persönlich - nicht so glücklich, weil man das so pauschal gar nicht sagen kann. Jeder hat andere Schwerpunkte - und der Vergleich erfolgt dann vielleicht aufgrund eines anderen Punktes als der, der mir da wichtig war und mich besonders beeindruckt hat. Anders wäre es, wenn geschrieben wird, auf welcher Grundlage der Vergleich erfolgt - also beispielsweise aufgrund von vielen miteinander verwobenen Handlungssträngen.

  • Du kannst ja mal wieder Fragen stellen. ;) Nämlich genau solche, die ich mir auch ab und zu stelle.


    Am schwierigsten finde ich die Länge einer Rezi. Am liebsten lese ich ausführliche, aber nicht ausufernde Rezis. Dabei darf die Meinung gerne auch länger ausfallen, solange man dabei nicht in Plattitüden schwelgt. Manche Bücher regen schließlich dazu an, auf bestimmte Punkte näher einzugehen, dann finde ich es schade, solche Gedanken zugunsten einer kurzen Rezi unter den Tisch fallen zu lassen. Wenn hingegen nichts (Neues) mehr gesagt werden kann, ist "kurz und knackig" vollkommen in Ordnung.


    Weiterführende Hintergrundinformationen zum Autor interessieren mich selten. Meist dann, wenn im Leben des Autors Hinweise auf sein Werk zu finden sind oder ähnliches, aber wo xy gerade lebt und ob xy verheiratet ist, ist mir absolut egal. Hintergrundinfos zum Buch hingegen finde ich interessant, sei es die Einordnung in eine Reihe oder Infos zur Entstehungsgeschichte. Ich freue mich auch immer über Hinweise, ob bestimmte Kenntnisse hilfreich (oder hinderlich ;)) sind, um das Buch zu verstehen bzw. zu genießen. Wenn mir der Rezi-Schreiber dann zum Beispiel interessante Weblinks anbietet oder den historischen Kontext absteckt, gefällt mir das sehr.


    Einige Zeilen zum Inhalt finde ich immer gut, solange nicht der Inhalt des gesamten Buches wiedergegeben wird (und nicht aus vorherigen Rezis eventuell schon ausreichend hervorgeht, worum es geht). Klappentexte lese ich ungern, weil sie oft irreführend oder spoilernd oder nichtssagend sind, deswegen freue ich mich immer, wenn jemand in wenigen Worten umreißt, worum es geht.


    Spoiler sind in Ordnung, wenn sie entsprechend gekennzeichnet sind. Manchmal kommt man nicht drumherum, seine Meinung deutlich zu machen, ohne ein spoilerndes Beispiel anzuführen.


    Viele Grüße
    Breña

    "Natürlich kann man sein ohne zu lesen, ohne Bücher, aber ich nicht, ich nicht."  J. L. Borges


  • Eine Inhaltsangabe brauche ich nicht unbedingt, da reicht mir auch der Klappentext - es geht mir ja nur darum, ob dadurch mein Interesse geweckt wird. Ein erster Eindruck, ob der Inhalt mich anspricht oder nicht - im Buchladen gehe ich ja auch nur danach.


    Das sehe ich mittlerweile genauso.
    Wenn eine Kurzbeschreibung nicht passen oder zu viel erzählen sollte, ist eine eigene Inhaltsangabe natürlich in Ordnung (gegebenfalls kann man ja dann auch noch darauf eingehen, dass der Klappentext falsch ist) oder auch bei unbekannten Büchern. Bei bekannten Büchern/Bestseller finde ich es eher unnötig, da ich meistens weiß, worum es in etwa geht.
    Allerdings mag ich es nicht, wenn die Inhaltsangabe dann zu ausführlich wird, denn dann habe ich oft das Gefühl, das Buch nicht mehr lesen zu brauchen. (Daher schaue ich oft auch wo die Inhaltsangabe endet und die eigene Meinung anfängt, da ich letzteres einfach interessanter finde)


    Die Kürze oder Länge ist mir eigentlich egal. Zu einem 300 Seiten Roman kann man ja auch meistens nicht so viel sagen wie z. B. zu einem 800 Seiten Schmöker. Und es gibt Menschen, die sich kurz fassen können, aber trotzdem alles wichtige drin ist, und andere eben nicht. Außerdem kommt es auch immer auf das Buch selbst an. Bei manchen Büchern könnte man seitenweise schreiben und bei anderen tut man sich schon mit zwei Abschnitten schwer :zwinker: Allerdings wenn jemand zu ausführlich wird, dann überfliege ich das oft auch einfach.



    Spoiler in einer Rezension gehen außerdem gar nicht. Rezis lese ich ja teilweise zur Kaufentscheidung, wenn da aber gespoilert wird habe ich hinterher gar keine Lust mehr das Buch zu lesen, sollte es noch so gut sein.


    Ja, das geht mir genauso.

    Books are the ultimate Dumpees: put them down and they’ll wait for you forever; pay attention to them and they always love you back.<br />John Green - An Abundance of Katherines<br /><br />:lesewetter: Caprice

  • Das ist wirklich nicht ganz einfach und kommt auf das Buch an.
    Manche Bücher sind so gehaltvoll, dass ich mich auch an den Rezensionen gar nicht sattlesen kann. Meistens mag ich ausführliche Rezensionen vor allem dann, wenn ich das Buch selber schon gelesen habe und mich einfach die Meinung anderer dazu noch einmal interessiert. Wenn ich bloße Kauf-/Leseentscheidungen brauche, reichen meist kurze, knappe Rezensionen, die natürlich nicht zu viel verraten.
    Eine kurze Inhaltsangabe ist dann natürlich auch super, wenn es nicht noch einmal der Klappentext ist.
    Übrigens fällt mir da gerade ein negatives Beispiel zum Thema Spoiler ein. Bei dieser ersten Rezension habe ich mich neulich wirklich sehr geärgert, dass ich sie gelesen habe, weil einfach jede Wendung bis zur letzten Seite verraten wird, ohne dass dies nötig wäre. Umso besser finde ich, dass wir hier unsere Spoiler-Funktion haben.



    Ganz wichtig ist für mich die Info, ob es sich um Teile von Reihen handelt. Auch wenn es "nur" der erste Band ist und man daher keine Vor-Info braucht. Und praktisch finde ich es auch, wenn in der Rezi auf andere Threads zu der Reihe verlinkt wird, sofern schon welche vorhanden sind.


    Das finde ich auch immer sehr wichtig und hilfreich!

    ~ The world is quiet here ~

  • Da mir sowohl Klappentexte als auch Inhaltsangaben vor der Lektüre zu verräterisch sind, lese ich sie normalerweise erst nachher (wenn überhaupt).


    Als Kaufentscheidung für mich wäre es hilfreich, Infos auf den Beginn der Handlung zu beschränken: was, wann & wo? Genre?


    Wenn ich das Buch dann gelesen habe und anschließend eure Rezis dazu lese, sind die Inhaltsangaben schon überflüssig, und mich interessiert vor allem der persönliche Eindruck. Warum hat euch dieser Punkt gut gefallen und ein anderer gar nicht usw. Und natürlich auch die Rattenbewertung. Die überfliege ich teilweise schon vor der Lektüre.

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

  • Ich muss gestehen, ich mag es nicht, wenn jemand bei einer Rezension einfach den Klappentext kopiert. Ist nicht kritisch gemeint, soll natürlich jeder halten, wie er/sie will. Aber für Klappentexte reicht mir Amazon. Bei einer Rezension will ich die Meinung des Rezensenten lesen und die Inhaltsangabe, wie sie formuliert ist und wo die Schwerpunkte gelegt werden, das sagt für mich manchmal auch schon was darüber was, welchen Eindruck das Buch hinterlassen hat. Beim Schreiben merke ich das auch, wenn ich zB ein Buch habe, bei dem es mir irrsinnig schwer fällt, den Inhalt überhaupt zusammen zu fassen, das kann mir schon einen Anhaltspunkt darüber geben, wie ich das Buch zu bewerten habe, was gleichermaßen positiv (so unglaublich dicht!) wie negativ (war da überhaupt was?) sein kann.


  • Ich muss gestehen, ich mag es nicht, wenn jemand bei einer Rezension einfach den Klappentext kopiert. Ist nicht kritisch gemeint, soll natürlich jeder halten, wie er/sie will. Aber für Klappentexte reicht mir Amazon.


    Das finde ich als Extra sogar immer recht gut (weswegen ich es selber auch immer so mache). Im Buchladen gucke ich ja auch immer erst auf den Klappentext und finde es dann praktisch, wenn ich ihn auch hier lesen kann und mich nicht erst zu Amazon hin klicken muss. Aber natürlich sollte danach noch einmal eine persönlichere Zusammenfassung zusammen mit der Meinung kommen.

    ~ The world is quiet here ~

  • Klappentext oder Inhaltsangabe: Wenn der Klappentext das Buch tatsächlich korrekt beschreibt und nicht spoilert, finde ich ihn ausreichend, wenn er jedoch, wie so oft, eigentlich gar nicht zu Buch passt, oder zu viel verrät, ist eine eigene Inhaltsangabe schon besser. Bei meinen eigenen "Rezis" mache ich es entsprechend (auch weil ich nicht gern Inhaltsangaben schreibe): Ist der Klappentext Murks, beschreibe ich den Inhalt selbst, ist er gut, übernehme ich ihn. Kompletter Klappentext und Komplette eigene Inhaltsangabe finde ich doppelt-gemoppelt, mir reich eins von beiden.


    Spoiler: Bitte mit Markierung.


    Rahmeninfo: Kann sicherlich Fälle geben, in denen sowas interessant ist, aber im allgemeinen sind mir solche Infos nicht weiter wichtig.


    Länge: Mir egal. Unterschiedliche Bücher bieten halt unterschiedlich viel Stoff für Kommentare.

  • Wenn ich Rezis schreib, ist es mir sehr wichtig, auch etwas über die Figuren zu sagen - waren sie mir sympathisch oder konnte ich sie auf den Tod nicht ausstehen, sind sie charakterlich gut aufgebaut (hat sich der Autor damit Mühe gegeben oder nicht). Ich denke ich würde ein Buch im Vorhinein ablehnen, wenn ich bei einer Rezi lese, dass der Hauptcharakter keinen erkennbaren Charakter aufweist und einfach unnötig durch die Geschichte irrt.


    Ansonsten muss die Rezi ein Mix aus Inhalt und eigener Meinung sein - nicht zu kurz und nicht zu lang. Ein gesundes Mittelding halt :)

  • Oh oh, eine schwierige Frage ... zumal meine eigenen Rezis sowas von unterschiedlich ausfallen. :redface: Von ein paar Zeilen bis zu seitenlangen Abhandlungen findet man von mir wahrscheinlich alles im Forum, und auch alles zwischen sehr objektiv und total subjektiv. Und vermutlich auch alles von echt aufschlussreich bis vollkommen überflüssig! :elch:


    Ich bin wohl auch eine der wenigen, die nicht generell sagen kann, wie sie fremde Rezis bevorzugt ... also, dass ein Einzeiler in den wenigsten Fällen nützlich ist, darüber sind wir uns wohl alle einig, aber je nach Buch (und je nach persönlicher Stimmung, und je nachdem wie der Mond steht, und ... :rollen: ) lese ich manchmal ewig lange Beiträge genauso gerne wie ein paar knackig-kurze Sätze ohne viel Schnörkel. Umgekehrt habe ich sehr ausführliche Rezensionen aber auch schon mal nur oberflächlich überflogen, oder mich bei ganz kurzen irgendwie unbefriedigt gefühlt.


    Bei der Abstimmung mache ich also nicht mit, weil es bezogen auf Länge und Ausführlichkeit echt ein Ding der Unmöglichkeit ist, vorherzusagen, ob eine Rezi meinen Nerv trifft oder nicht! :breitgrins:


    Dafür wollte ich noch irgendwas anderes loswerden ... *grübel* ... ähm, vielleicht meld ich mich gleich nochmal, wenn es mir wieder eingefallen ist.


    EDIT: Ha! Genau: und zwar trete ich damit hoffentlich keine Welle der Empörung los, aber es gibt eine Floskel, bei der sich mir mittlerweile die Zehennägel aufrollen, und zwar, Schreibstil oder Buch seien "sehr flüssig zu lesen". Ich will damit niemandem auf den Schlips treten und es soll sich um Himmels willen niemand genötigt fühlen, das in Zukunft anders zu formulieren - aber dieses "flüssig zu lesen" fällt mir seit einiger Zeit so inflationär in Rezensionen auf, dass es schon fast so eine Signalwirkung auf mich hat wie der bellende Hund. :zwinker:
    Vielleicht rührt meine Phobie aber auch bloß daher, dass ich mir unter einem "flüssig zu lesenden Schreibstil" nicht viel vorstellen kann ... oder auch unter dem Gegenteil. Was ist z.B. mit Thomas Bernhards Schachtelsätzen? Die entwickeln einen ungeheuren Sog, aber kann man bei eineinhalbseitigen Satzkonstruktionen deswegen noch von "flüssig" sprechen? ... Naja, wie auch immer. Ist halt mein persönliches kleines rotes Tuch. *g*

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    Einmal editiert, zuletzt von Bluebell ()