Harold Cobert - Ein Winter mit Baudelaire

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Spatzi79.

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    Ist schon eine Weile her, dass ich es gelesen habe, aber ich erinner mich, dass es mir sehr gefallen hat!


    Meine Rezi von damals:


    Harold Cobert schildert dem Leser in diesem Buch, wie schnell man aus einem scheinbar sicheren, geordneten Leben in den Abgrund rutschen kann. Philippe, sein Protagonist, und dessen Frau Sandrine lassen sich scheiden, sie wirft ihn aus der gemeinsamen Wohnung, er findet keine neue Bleibe, verliert kurz darauf noch seinen Job, darf keinen Umgang zu seiner geliebten Tochter mehr haben... und findet sich, nachdem das Geld zuende ist und er sich auch das billigste Hotelzimmer nicht mehr leisten kann, auf der Straße wieder.


    Erschütternd, wie realitätsnah der Autor den Umgang der Menschen mit Obdachlosen schildert - man erkennt sich erschreckend genau wieder in den Beschreibungen der vorbeieilenden Menschen, die beschämt den Blick abwenden und das Elend am liebsten gar nicht sehen wollen.


    Eine Zeitlang schlägt er sich so durch, aber irgendwann greift er zum Alkohol, obwohl klar ist, dass dies die Abwärtsspirale nur weiter beschleunigt.


    Und dann erscheint sein persönlicher Schutzengel in Form eines streunenden Hundes, namens Baudelaire! Wo die Passanten peinlich berührt weggeschaut haben, um den menschlichen Penner nicht anschauen zu müssen, öffnet der Blick auf den Hund mit seinen Charme einen Weg zu ihren Herzen (und ein bisschen auch zu ihren Geldbeuteln). Mithilfe von Baudelaire findet Philippe Zugang zu Menschen, die ihm helfen, wieder Fuß zu fassen im Leben und als ihm jemand den Tipp zu einer Obdachlosen-Unterkunft gibt, in die er seinen Hund mitbringen darf, erfährt sein Leben eine Wendung.


    Diese Organisation, die Obdachlosen und ihren Tieren eine Unterkunft auf einem Boot gewährt und Beratung durch Sozialarbeiter und Juristen bietet, gibt es tatsächlich in Paris. Harold Cobert schildert in einem dem Buch beiliegenden Faltblatt, dass er selbst einmal kurz davor stand, obdachlos zu werden und als er später einen Bericht über Le Fleuron sah, entstand in ihm die Idee zu diesem Buch.


    Ein sehr schön und eindringlich geschriebenes Buch über ein ernstes, aktuelles Thema in der heutigen Gesellschaft, vor dem viele nur zu gerne die Augen verschließen.


    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    LG, Dani


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  • [Harold Cobert schildert in einem dem Buch beiliegenden Faltblatt, dass er selbst einmal kurz davor stand, obdachlos zu werden und als er später einen Bericht über Le Fleuron sah, entstand in ihm die Idee zu diesem Buch.


    Entweder ist das im TB nicht enthalten oder mein Exemplar wurde geplündert.
    Aber hinter im Kapitel DANK steht, dass ein Teil der Tantiemen für das Buch an Le Fleuron geht und es sind auch mehrere Organisationen aufgelistet für die man in Deutschland/Österreich/Schweiz spenden kann.

  • Ich hatte es als HC von vorablesen vor ca. einem Jahr...

    LG, Dani


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