Seth Grahame-Smith - Abraham Lincoln: Vampirjäger

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 30 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Blackfairy71.

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    Inhaltsangabe laut Amazon:


    Abraham Lincoln war der 16. Präsident der Vereinigten Staaten, Befreier der Sklaven, Wiedervereiniger der Union und Amerikas größter Held. Doch Lincolns dunkelstes Geheimnis blieb seit über einhundert Jahren verborgen, hätte es doch die Geschichte der USA in ihren Fundamenten erschüttert. Denn seinen wichtigsten und tödlichsten Kampf führte Lincoln im Dunkel der Nacht – gegen blutrünstige Vampire…


    Meine Meinung:

    Der Inhalt des Buches ist eine Mischung aus Tatsachen und Fiction, geschickt miteinander verwoben zu einer spannenden Geschichte, die mich sehr gut unterhalten hat. Sie beginnt wie eine ganz normale Biographie mit der Geburt von Abraham Lincoln. Schnell jedoch wird eine Brücke zu den Vampiren geschlagen, denen Abraham schon im frühen Kindesalter das erste Mal begegnet. Diese Begegnung ist es auch, die ihn zu jenem furchtbaren Axtschwinger werden lässt, den die Vampire fürchten lernen.


    Die Figur des Abraham Lincoln ist sehr lebensecht gezeichnet, kein Wunder, denn eigentlich liegt seine Lebensgeschichte dem Buch zu Grunde. Der politische Hintergrund Amerikas wird auch etwas beleuchtet, damit man Abrahams Weg zur Präsidentschaft nachvollziehen kann, auch wenn seine Beweggründe im Buch natürlich meistens etwas mit den Vampiren zu tun haben. Es hat übrigens auch ein paar "Beweisfotos" im Buch, die Lincoln in verschiedenen Situationen mit seiner immer griffbereiten Axt zeigen, was natürlich sehr witzig ist. Da ich mit Abraham Lincolns Lebensgeschichte nicht sehr vertraut war, war es für mich ein Genuss, das ganze auf solch fantasievolle Art serviert zu bekommen.


    Wenn man was übrig hat für Biographien und Vampire, kann man getrost zugreifen. Der Sprachstil des Autors ist nicht anspruchsvoll und lässt sich angenehm lesen. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, und von daher vergebe ich 4ratten

    Liebe Grüsse Hanni 8)

  • Hach, cool, endlich mal eine Rezi!


    Ich bin schon gespannt auf Buch und Film (auch wenn Herr Sewell sich wohl am falschen Ende der furchterregenden Axt befinden dürfte :elch: )

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Das Buch hab ich ja schon vor einiger Zeit gelesen, die Rezi geschrieben und auf meinem Laptop gespeichert. Und dann vergessen, sie hier einzustellen. Dabei hatte ich sie schon jemandem hier im Forum versprochen... :redface:


    Der Film ist auch der Grund, warum ich das Buch noch schnell lesen "musste". Ich bin schon sehr darauf gespannt, wie das ganze umgesetzt wurde. Der Trailer sieht schon mal ganz interessant aus! :zwinker:

    Liebe Grüsse Hanni 8)

  • Abraham Lincoln ist noch ein Kind und lebt mit seiner Familie in einfachsten Verhältnissen, als seine über alles geliebte Mutter unter rätselhaften Umständen stirbt. Es ist nicht der erste dieser merkwürdigen Todesfälle, und als er den wahren Grund herausfindet, dass nämlich Vampire in der Gegend ihr Unwesen treiben und seine Mutter auf dem nicht vorhandenen Gewissen haben, schwört er ihnen blutige Rache. Dabei kommt ihm zugute, dass er seinem (ziemlich nichtsnutzigen) Vater häufig beim Holzhacken hilft - wie könnte man den Umgang mit Äxten wohl besser trainieren?


    Die Jagd auf die Blutsauger, die die Herrschaft über die Welt an sich reißen wollen, wird zu Abrahams Lebensthema, das ihn immer wieder einholt, seine Haltung gegen die Sklaverei festigt und selbst seinen kometenhaften Aufstieg in der Politik mit prägt. Unterstützung im Kampf gegen die Vampire erhält er übrigens von ziemlich unerwarteter Seite.


    Der Titel hört sich erst mal ziemlich dämlich an, und ohne meine Leidenschaft für einen gewissen Herrn, der in der Verfilmung mitspielt, hätte ich das Buch schätzungsweise nie in die Hand genommen. Nach beendeter Lektüre muss ich sagen, dass das schade gewesen wäre. Grahame-Smith hat einen überraschend eleganten Schreibstil und trifft perfekt den Ton einer süffig geschriebenen Biographie, eingestreute "Originaldokumente" und "Fotos" inklusive. Soweit ich es beurteilen kann, bleibt er - von den Vampiren abgesehen - ziemlich nah an Lincolns tatsächlicher Lebensgeschichte, was für mich ziemlich spannend war, da ich recht wenig über "Honest Abe" wusste.


    Natürlich gibt es, wo Äxte und Vampire im Spiel sind, auch einige reichlich blutige Szenen, aber insgesamt ist das Buch viel mehr spannend-interessant als splatterhorror-eklig. Für mich also ein erstaunlich lohnender Fremdgenre-Ausflug.


    4ratten

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen






  • Hab ich mir in London spontan gekauft, weil mich der Film ziemlich interessiert.
    Ich bin jetzt fast durch mit dem Buch und finde es klasse, wirklich eines der besten Bücher die ich in diesem Jahr bisher gelesen habe. :klatschen:


    Magst Du dann noch ein bisschen mehr erzählen, wenn Du fertig bist?


    Und hast Du den Film schon gesehen?

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Ich überlege mir ernsthaft, das Buch zu lesen. Zumindest, seit ich das englische Filmcover gesehen habe :herz:

    //Grösser ist doof//

  • Wie gesagt, ich war äußerst positiv überrascht von dem Buch, ich fand es erstaunlich gut geschrieben (und erstaunlich wenig eklig).


    Ich bin sehr gespannt auf den Film. Das Echo in der englischsprachigen Kinowelt ist ja sehr gemischt.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Ich habe mir das Buch spontan gekauft, weil mich der Filmtrailer ziemlich angesprochen hat. Viel erwartet hatte ich allerdings nicht, jedenfalls nicht dass es mir so gut gefallen würde. Seth Grahame-Smith vereint in seinem Roman Realität und Fiktion, und das auf meiner Meinung nach ziemlich überzeugende Art und Weise. Ich wusste ehrlich gesagt fast gar nichts über Abraham Lincoln und fand es deshalb ziemlich interessant so auch mehr über diese historische Persönlichkeit zu erfahren. Ich fand es auch spannend, selbst verschiedene Sachen im Internet nachzusehen, weil ich halt nicht immer wusste ob es nun auf wahre Tatsachen beruht oder nicht, wie z.Bsp. ob Abraham Lincoln und Edgar Allan Poe wirklich befreundet waren bzw. sich gekannt haben. Der Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen: nichts Aussergewöhnliches, aber gerade deshalb passte es zum Buch, eine sachliche und simple Sprache, die das Wesen einer Biographie unterstreicht. Auch Spannung kam nicht zu kurz und es waren für mich jedenfalls einige unvorhersehbare Stellen dabei. Das Einzige, was mich ein klein wenig gestört hat, ist dass ich ab und zu den Überblick über alle handelnden Personen verloren habe und mich gefragt habe ob verschiedene Personen z.Bsp. schon vorgekommen sind, usw. Ich bin auch nicht wirklich ein Fan von Blutgemetzel, Gewalt und Horror im Allgemeinen, doch in diesem Fall fand ich, dass die blutigen Szenen nicht übertrieben waren und einfach dazu gehört haben. Gruselig fand ich den Roman auch nicht wirklich.
    Sehr gut gefallen haben mir auch die diversen "Fotos", die den Eindruck verstärkt haben, dass es sich um eine echte Biographie von Lincoln handelt und dass die Vampirplage damals Realität war. Es ist definitiv eines meiner Lieblingsbücher in diesem Jahr bisher und ich bereue es keine Sekunde lang es gekauft zu haben. Deshalb vergebe ich 5ratten


    Und morgen werde ich mir endlich mal den Film im Kino ansehen. :zwinker: Auch wenn ich befürchte, dass er nicht ans Buch heranreichen wird.


    Magst Du dann noch ein bisschen mehr erzählen, wenn Du fertig bist?


    Und hast Du den Film schon gesehen?


    Hier hab ich meine Meinung dazu etwas ausführlicher geschrieben. :smile:
    Auf den Film morgen bin ich schon echt gespannt, ich habe da auch schon verschiedene Meinungen gehört ...

    "Von den Sternen kommen wir, zu den Sternen gehen wir. Das Leben ist nur eine Reise in die Fremde." - Walter Moers - Die Stadt der Träumenden Bücher

    Einmal editiert, zuletzt von zauberin ()

  • Cool, danke für die Rezi!


    Am Film scheiden sich die Geister ja ganz extrem. Ich bin sehr gespannt, was Du erzählen wirst. Schade, dass der hier erst im Oktober anläuft.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen






  • Cool, danke für die Rezi!


    Am Film scheiden sich die Geister ja ganz extrem. Ich bin sehr gespannt, was Du erzählen wirst. Schade, dass der hier erst im Oktober anläuft.


    Wenn du als große Schwester bei uns einziehst, bekommst du Taschengeld fürs Kino. Hier läuft der Film schon. :zwinker:

    LG, resca


  • Wenn du als große Schwester bei uns einziehst, bekommst du Taschengeld fürs Kino. Hier läuft der Film schon. :zwinker:


    Gerne :breitgrins: Ich versteh' echt nicht, wieso der in D so spät anläuft.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





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  • Bereits der Titel lässt so manch einen schmunzeln: “Abraham Lincoln – Vampirjäger”, der erst kürzlich verfilmte Roman des Autors Seth Grahame-Smith. Genauso wie der Titel wirkt auch der Inhalt auf den ersten Blick eher absurd, denn wer könnte sich vorstellen, dass der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wirklich Jagd auf Vampire gemacht hat? Der Autor, der übrigens auch den Bestseller “Pride and Prejudice and Zombies” geschrieben hat, hat nämlich Abraham Lincolns Lebenslauf etwas verändert.


    Die Geschichte basiert auf einigen Tagebüchern, welche dem Autor von einem gewissen Henry nähergebracht werden (so steht es zumindest in der Einleitung des Buches). Die Eintragungen Lincolns beginnen zu seinem elften Lebensjahr, er erfährt, dass seine Mutter nicht an einer Krankheit gestorben ist sondern von Vampiren ermordet wurde, nachdem sein Vater einen höheren Betrag an Schulden nicht bezahlen konnte.
    Abraham macht es sich zur Aufgabe alle Vampire zu töten um seine Mutter zu rächen.
    In seiner Jugend lernt er den Vampir Henry Sturges kennen, welcher ihm freundlich gesinnt zu sein scheint. Er sorgt dafür, dass Lincoln neben einigen schlecht bezahlten Jobs – denn Abraham hat nicht länger als ein Jahr die Schule besucht – die Gelegenheit bekommt böse Vampire umzubringen, welche es darauf abgesehen haben Sklaven zu kaufen und auszusaugen. Dennoch weist Lincolns Leben hier, trotz all der eher banalen Rahmenhandlung, natürlich Bezüge zu seinem wirklichen Leben auf.


    Was den Leser neben einigen Vampirangriffen erwartet, ist die unglaublich gut recherchierte eigentliche Biographie des Präsidenten. Die Jagd auf Vampire wirkt an einigen stellen beinahe nur als Mittel zum Zweck um die Geschichte etwas spannender zu gestalten, denn in Wirklichkeit erfährt der Leser viel mehr über das eigentliche Leben Abraham Lincolns (die jenigen, die dieses Buch für reinsten Müll halten sollten also die Klappe halten).
    Da Lincoln selbst gegen die Sklavenhaltung war, waren es also die Vampire und die Vampirdulder, die sich für die Sklaverei einsetzten.


    Entsprechend ansprechend und vor allem sachlich gestaltet sich auch der Schreibstil von Seth Grahame-Smith, der hier stets zwischen den verschollenen “Tagebuchaufzeichnungen” und einigen Zusammenfassungen wechselt um weitere Hintergrundinformationen hinzuzufügen, natürlich mit einigen Rechtschreibfehlern Lincolns, der das Schreiben immerhin “nur” autodidaktisch gelernt hat.


    Das Buch spricht also, Fantasy- und Vampirliebhaber an, wirkt aber auch für Geschichtsinteressierte passend, vor allem für eben jene, die es zu langweilig finden eine richtige Biographie zur Hand zu nehmen (auch wenn hier sicherlich noch ein paar mehr Informationen zu Lincoln zu finden sein sollten).


    4ratten

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    Abraham Lincoln war nicht nur ein grosser Präsident, sondern auch ein Vampirjäger!


    Obwohl ich mich lange weigerte, sahen wir uns vor einigen Monate den Film an. Den mochte ich zwar auch, aber das Buch gefällt mir jetzt schon besser. Ich mag den Wechsel zwischen auktorialer Etzählweise und den Tagebucheinträgen.


    Weit bin ich zwar noch nicht, aber ich bin schon gespannt, wie es weitergeht!

    //Grösser ist doof//

  • Der Schreibstil gefällt mir unglaublich gut und mag die ständigen Perspektivwechsel. Probleme habe ich damit zum Glück keine.


    Unterdessen ist auch Henry aufgetaucht. Mit ihm habe ich ziemliches Mitleid :traurig: Er musste echt viel durchmachen...


    Auch die historischen Hintergründe sind gut und anschaulich beschrieben. Ich habe bereits ein wenig recherchiert :breitgrins:

    //Grösser ist doof//

  • Das Buch gefällt mir wirklich, wirklich gut. Viel besser als der Film. Und die Figur des Abe Lincoln finde ich auch sehr spannend.
    Deshalb habe ich mich dazu entschieden, noch die Biographie aus dem C.H Beck Verlag zu kaufen. Ein paar Punkte bei der SUB-Challenge habe ich ja noch :zwinker:

    //Grösser ist doof//


  • Das Buch gefällt mir wirklich, wirklich gut. Viel besser als der Film.


    Sag ich doch! ;) Ich fand die Verknüpfung der realen Biographie mit den Vampirelementen und die Umdeutung bestimmter Ereignisse als "vampirrelevant" ziemlich gut gelungen.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen