Julian Frost - Last Days on Earth

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 20 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Miramis.

  • Julian Frost - Last Days on Earth


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    Inhalt:
    Für den 21. Dezember 2012 sollen die Maya den Weltuntergang vorausgesagt haben. Die Anzeichen dafür häufen sich in Form von Katastrophen wie AKW-Störfälle, Vulkanausbrüche, Tsunamis u. a. Nun wurden auch noch wertvolle Bücher aus dem Museum gestohlen. Die weiße Hexe im Kriminaldienst Karla van Zomeren soll zusammen mit dem schwarzen Magier Raoul Winter ermitteln.


    Meine Meinung:
    Wieder einmal ist es Susanne Gerdom, hier unter dem Pseudonym Julian Frost, gelungen, ein Buch zu schreiben, das einen ganz eigenen Charakter besitzt.


    Der Roman ist kein Thriller im herkömmlichen Sinn, eher Fantasy/SciFi mit Thrillerelementen. Spannung ist zwar vorhanden, aber da sind vor allem die unzähligen fantastischen Wesen, die die Welt zusammen mit den Menschen, die hier politisch korrekt als „magisch benachteiligt“ bezeichnet werden, bevölkern. Von Hexen und Magiern bis zu Vampiren und Drachen ist so ziemlich jede Spezies vertreten. Da jede Art ihre eigenen Umgangsformen hat, kommt es im Miteinander immer wieder zu witzigen Szenen.


    Die Protagonisten Karla und Raoul haben mir sehr gut gefallen. Es sind vielschichtige Persönlichkeiten, die liebevoll ausgearbeitet sind. Anfangs tun sie sich mit der Zusammenarbeit schwer, da sie charakterlich sehr unterschiedlich sind, doch nach und nach raufen sie sich zusammen. Nicht weniger liebevoll hat die Autorin auch die übrigen Figuren gezeichnet, den Drachen Quass, den Daimon Brad, der Raoul zeitweise besetzt, den Vampir Kit, der Karla in eine üble Situation bringt, und als Sahnehäubchen den schnuckeligen Vampir Maurizio.


    Besonders schön fand ich, dass keine Spezies als gut oder böse dargestellt wird. In jeder Gruppe gibt es solche und solche, ja sogar innerhalb einer Figur sind Gut und Böse vertreten. Dadurch wirken die Charaktere sehr authentisch, wie auch die ganze Welt, die Susanne Gerdom hier geschaffen hat, trotz der fantastischen Elemente irgendwie real wirkt.


    Sehr gelungen sind auch in diesem Buch wieder die Beschreibungen der verschiedenen Magieformen. Hierfür hat die Autorin einfach ein Händchen. Da kann ein Zauber noch so verzwickt sein, sie erklärt und beschreibt ihn so, dass man sich alles gut vorstellen kann und es direkt nachahmen will. Es würde mich nicht wundern, wenn es dann auch tatsächlich funktionieren würde ;-)


    Susanne Gerdom fesselt den Leser nicht nur durch eine spannende, fantasie- und humorvolle Handlung, sondern auch durch den ihr eigenen bildhaften Schreibstil, der einen tief in die Geschichte eintauchen lässt.


    Fazit:
    Ein absolut tolles Buch, das ich allen Fantasy-Fans vorbehaltlos empfehlen möchte.


    5ratten

  • Susanne Gerdom, die sich hinter dem Pseudonym Julian Frost verbirgt, ist es mal wieder gelungen, mich komplett zu überraschen. Auf Grund des Vermerks „Thriller“ auf dem Buchdeckel hab ich mit etwas ganz anderem gerechnet, als ich letztendlich bekommen habe. Was ich überhaupt nicht erwartet habe war eine so komplexe Welt magischer Geschöpfe und magischer Vereinigungen. Also habe ich statt eines herkömmlichen Thrillers voller atemloser Spannung ein wunderbares Fantasy-Buch mit viel Spannung bekommen. Sowohl was die Geschichte an sich als auch die Figuren angeht.


    Karla und Raoul – die beiden Hauptfiguren des Romanes sind sehr vielschichtige Personen. Beide werden, genau wie sämtliche Nebenfiguren, liebevoll und detailreich charakterisiert und nichts ist so wie es scheint. So vielschichtig, dass man oft nicht weiß woran man wirklich ist, nichts ist wie es scheint und alles kommt anders als man denkt. Denn glaubt man, dahinter zu steigen was wirklich passiert und wer dahinter steckt kommt eine Wendung mit der man nicht rechnet und alles was man sich so gedacht hat fällt wie ein Kartenhaus zusammen.


    Bei den Nebenfiguren gefällt mir ganz besonders gut der Drache Quass aber auch Raouls ehemalige Lehrerin Tora-San und der Butler Horace, aber auch der Daimon Brad – alles Figuren die man gern durch die Geschichte begleitet.


    Ganz besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin die unterschiedlichen Magieformen beschreibt – dabei hat man das Gefühl das man dabei ist und die Magie nur so um einen herumflirrt.


    Es ist eine spannende, fantastische und über weite Teile auch sehr humorvolle Geschichte, die einen regelrecht in seinen magischen Bann zieht und nicht mehr los lässt. Hätte ich das Buch nicht Abschnittsweise in einer Leserunde gelesen, ich hätte es mir Sicherheit in kürzester Zeit gelesen.


    Einzig der Schluss hat mir nicht 100%ig gefallen – für mich bleiben einige Fragen offen und ich hoffe ja auf eine Fortsetzung in der diese Fragen vielleicht aufgegriffen und geklärt werden. Trotzdem – ein voller Erfolg und mit dem Buch hat sich Susanne Gerdom endgültig eine Platz in meiner Must-Have-Autorenliste erkämpft.


    :tipp:

  • Das Buch "Last Days on Earth" ist das erste Buch der Autorin, Susanne Gerdom aka Julian Frost, dass ich gelesen habe. Mit großer Gewissheit kann ich aber sagen das dies nicht mein letztes Buch der Autorin ist denn dieses Buch hat mich total in seinen Bann gezogen.


    Die Autorin hat mich in eine Welt entführt in der es nur so von magischen Wesen wimmelt. Abseits von vielen Klischees hat sie jede Figur liebevoll mit Leben gefüllt.


    Die Beschreibung der Umgebung und der Magie war so bildlich dargestellt das ich mit einem Super Kopfkino beschenkt worden bin.


    Meine Lieblings Protagonistin Karla ist eine schlagfertige Weiße Hexe die gegen alle Regeln, mit Kit dem Vampir eine Beziehung führt, die für sie leider nicht ohne folgen bleiben wird. Begleitet wird sie von ihrem neuen Partner Raoul mit dem sie eine Reihe von Diebstähle aufklären soll hinter denen allerdings noch mehr steckt als die beiden Anfangs Glauben.


    Das Ende des Buches lässt noch einige Fragen offen und lässt dadurch auf eine Fortsetzung hoffen über die ich mich sehr freuen würde.


    5ratten

  • Laut Maya-Kalender soll am 21. Dezember 2012 die Welt untergehen. Und dieses Ereignis kündigt sich bereits an, Naturkatastrophen, Unfälle und Störfälle häufen sich. Karla van Zomeren ist Magistra beim Kriminaldienst und führt ein privates Sammelbuch. Doch dies ist natürlich nicht ihr eigentlicher Job. Aktuell wird sie mit den Ermittlungen in mehreren Fällen von rätselhaften Bücherdiebstählen beauftragt. Da ihr bisheriger Partner bei ihrem letzten Auftrag verletzt wurde und im Krankenhaus liegt, wird ihr der Schwarzmagier Raoul Winter als neuer Partner zugeteilt. Anfangs haben die beiden aufgrund ihrer sehr unterschiedlichen Herangehensweise so ihre Probleme miteinander, insbesondere die Kluft zwischen weißer und schwarzer Magie trennt die beiden und dann ist da auch noch die Tatsache, dass Raoul einen Daimon beherbergt, aber sie raufen sich dann doch zusammen. Der eigentliche Fall rückt durch einige private Verwicklungen Karlas zwischenzeitlich eher in den Hintergrund, bleibt aber dennoch bis zum Ende hin wichtig und im Finale wird dann alles grandios aufgeklärt.


    Die Bezeichnung Thriller hat mich bei diesem Buch etwas auf die falsche Fährte gelockt. Hinter dem Pseudonym Julian Frost steckt Susanne Gerdom, deren Fantasy-Bücher ich alle sehr gerne gelesen habe und nun war ich gespannt, was sie uns in einem ganz anderen Genre denn so bieten wird. Aber schon auf den ersten Seiten wird klar, dass es auch hier magisch zugeht, da ist die Rede von Hexen, Magiern, Dämonen, Vampiren, Drachen und noch einer Reihe weiterer phantastischer Wesen. Neben den Protagonisten Karla und Raoul sind auch die Nebenfiguren daher absolut spannend und unterhaltsam, und ich bin mal wieder fasziniert von der Phantasie und Vielfältigkeit der Autorin!


    Wie immer geht es actionreich zu, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz. Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass die Figuren selten eindeutig gut oder böse sind, sondern jeder hat so seine positiven und negativen Seiten. Auch wenn viele Dinge sehr detailliert beschrieben werden, z.B. wie gewisse Magieformen genau funktionieren, ist das Buch an keiner Stelle langatmig oder gar langweilig, denn hier fesseln auch und gerade die liebevoll ausgearbeiteten Details.


    Ich würde mir wünschen, dass diese Geschichte eine Fortsetzung bekommt, aktuell ist da aber leider noch nichts fest geplant.


    5ratten

    LG, Dani


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  • Also, ich sags ja nur sehr ungern wenn ich hier die vielen Lobhuddeleien lese,
    aber mir gefällt das Buch überhaupt nicht. Ich lese es ja gerade und bin alles
    andere als begeistert. Da es ein Reziexemplar ist muss ich mich da nun durch-
    kämpfen, ob es mir gefällt oder nicht, sonst würde ich es zur Seite legen.


    Fairerweise muss ich aber dazusagen, dass ich weniger mit der Schreibe an sich
    Probleme habe, sondern vielmehr mit der Geschichte als solche. Ich hatte das
    Buch geordert weil es als Thriller eingestuft war und auch der Klappentext eher
    auf ein postapokalyptisches Buch hindeutete. Auch das Cover deutete darauf
    hin. Hätte ich gewußt das sprechende Drachen oder Werwölfe oder Vampire drin
    vorkommen, hätte ich einen großen Bogen drum gemacht. Nun ist es aber zu spät.


    Das wird daher auch mein erstes Rezibuch sein das ich nicht bewerten werde. Ich
    fänds nicht in Ordnung wenn ich eine schlechte Bewertung abgebe nur weil ich mich
    über den Inhalt getäuscht habe. Aber es ärgert mich schon ein bischen.

  • Julian Frost, übrigens ein Pseudonym der Autorin Susanne Gerdom, legt hier einen phantastischen Kriminalroman mit Science Fiction-Elementen vor, der mich die ganze Strecke hindurch fesseln konnte.


    Die Kriminalermittlerin Karla van Zomeren, eine Weiße Hexe, untersucht eine Serie von Diebstählen, bei denen mehr oder weniger wertvolle Bücher entwendet wurden, zumeist Sammlerstücke. Sie alle haben eine Thematik gemeinsam: den Weltuntergang. Im Zuge der Diebstähle wurden zwei Morde begangen, die seltsamerweise nicht in den Akten der Polizeiinstitute auftauchen. Karla ahnt schnell, dass dieser Fall tiefer greift, als auf dem ersten Blick zu ahnen ist.


    Karla ist wenig begeistert, als sie den Partner kennenlernt, mit dem sie diesen Fall bearbeiten soll. Raoul Winter ist ein freiberuflicher Ermittler, der zu den Dunkelmagiern gehört – einer Spezies, die Karla verabscheut. Deshalb begegnen sich die beiden, besonders aber Karla, anfänglich mit großem Misstrauen.


    Hinzu kommt noch, dass Raoul zeitweise nicht er selbst ist, da er der Wirt eines Daimons namens Brad ist. Dieser versorgt Raoul mit einer Fülle von Informationen, die ihm bei seiner Polizeiarbeit sehr wertvoll sind. Jedoch ist das Beherbergen eines Daimons längst nicht nur mit Vorteilen behaftet, wie Raoul schmerzvoll feststellen muss. Wenn Brad „am Steuer“ ist, behandelt er Raouls Körper nicht gerade pfleglich und auch seine Ernährungsgewohnheiten sind mehr als skurril.


    Ich war sehr angetan von der komplexen Welt voller Magie, die sich in diesem Buch vor dem Leser entspinnt. Fasziniert hat mich auch die Vielfalt an fantastischen Wesenheiten, die diesen Roman bevölkern und immer wieder für Überraschungen gut sind. Fernab von Schwarz-Weiß-Zeichnungen arbeitet Susanne Gerdom/Julian Frost ihre Figuren liebevoll und schattierungsreich aus, so dass ich mich schnell mit ihnen identifizieren konnte und Sympathien sowie Antipathien entwickelte. Dabei ist nichts so wie es scheint und viele Figuren offenbaren im Laufe der Geschichte anfangs ungeahnte Wesenszüge und Geheimnisse.


    Besonders Karla macht im Laufe der Geschichte eine interessante Entwicklung durch, da sie durch einen unglücklichen Zwischenfall unvermittelt aus ihrem gewohnten Leben gerissen wird und sich somit komplett neu im Leben orientieren muss. Doch sie ist eine starke Frau und lässt sich durch ihre privaten Schwierigkeiten nicht darin beirren, weiter in ihrem geheimnisvollen Fall zu ermitteln.
    Im Zuge dessen arbeitet das Ermittlerteam Karla/Raoul immer besser zusammen und auch privat entwickelt sich ihre anfangs kühle Beziehung langsam zu einer Art Freundschaft.


    Auch die Nebenfiguren sind vielschichtig und interessant charakterisiert. So erhalten wir auch einen Einblick in die Welt der Vampire und der Drachen, wo es ebenfalls Spannendes zu entdecken gibt.
    Der Plot ist durchgehend spannend und voller unvermuteter Wendungen und geheimnisvoller Andeutungen, so dass der Leser viel Stoff zum Mitdenken und Miträtseln geliefert bekommt.


    Der Schluss lässt ein paar Fragen und Handlungszweige offen, so dass ich sehr auf eine Fortsetzung hoffe, denn diese fantastische Welt birgt noch viel Potenzial für spannende Geschichten.


    Fazit: „Last Days on Earth“ ist ein spannender Fantasy-Krimi, der den Leser in eine magische Welt entführt und den ich allen Fantasy-Freunden nur ans Herz legen kann.


    5ratten

    :lesen: Joe Navarro - Menschen lesen

  • vallenton
    "Lobhudelei" hat für mich einen ziemlich negativen Beigeschmack.
    Auch ich habe etwas anderes erwartet, habe ich auch in der Rezi geschrieben, aber trotzdem hat mir das Buch sehr gefallen. Allerdings lese ich gerne Fantasy.

    LG, Dani


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  • Wer auf Grund des Textes auf dem Buchrücken auf einen Thriller, vielleicht sogar auf einen Endzeitthriller eingestellt war, der könnte eine Überraschung erleben. Spannend ist die Geschichte, aber auch phantastisch. Man erlebt eine Welt voller Hexen, Magier, Drachen und Vampiren.


    Karla van Zomeren ist eine weiße Hexe. Sie ist stolz darauf und hält an ihren Idealen fest. Als Ermittlerin bekommt sie den Auftrag die Diebstähle einiger alter Bücher aufzuklären. Sie soll den Fall gemeinsam mit Raoul Winters lösen. Winters ist ein Magier, quasi die dunkle Seite der Magie. Karla gerät in einen Fall, der viel mehr ist als er zunächst zu sein scheint.


    Nachdem ich die Überraschung der vielen phantastischen Gestalten verdaut hatte, war ich sehr schnell von der Geschichte gefesselt. Der Schreibstil ist richtig gut zu lesen. Karla als Hauptakteurin war mir gleich sympathisch. Sie hat es nicht leicht in dieser Geschichte. Sie, die so bemüht ist, eine weiße Hexe zu bleiben, wird von der dunklen Seite in Schwierigkeiten gebracht.


    Auch Raoul ist eine faszinierende Person. Als Wirt eines Daimons lebt er quasi zwei Leben und hat nicht immer die Erinnerung an alles was passiert. Auch einige andere Personen waren außergewöhnlich. So z.B. Brad der Daimon oder Quass, der Drache und Herr von Felsenstein, auch ein Drache. Für jeden, der spannende Bücher und phantastische Wesen mag, ist diese Geschichte absolut zu empfehlen.

  • Die weiße Hexe Karla van Zomeren ist Ermittlerin in Kriminalfällen im Auftrag des MID. Sie soll eine Diebstahlserie untersuchen, bei der es die Täter auf wertvolle Bücher abgesehen haben. Die Behörde stellt ihr den neuen Kollegen Raoul Winter zur Seite, der Karla aufgrund seiner Zugehörigkeit zur schwarzen Seite der Magie mehr als verhasst ist. Dass ihr Partner außerdem einem Daimon als Wirt dient, macht die ganze Sache nicht leichter. Der weißen Hexe und dem Schwarzmagier bleibt keine Wahl. Sie müssen sich auf den Fall konzentrieren und als ungleiches Ermittlerduo eine Lösung finden.


    Es gehört schon zur geliebten Pflicht, die Romane von Susanne Gerdom und ihren Pseudonymen zu lesen. Immer wieder präsentiert sie neue, erfrischende Ideen, die mich gern zu ihren Bücher greifen lassen. Auch "Last Days on Earth" konnte überzeugen. Es ist kein typischer Thriller, sondern eine Ermittlerstory auf Fantasybasis.


    Der drohende Weltuntergang rückt näher und die Wesen und ihre Absichten könnten nicht unterschiedlicher sein. Drachen, Daimonen, Vampire, Hexen & Co geben sich die Ehre. Der Spannungsbogen ist sehr gut ausgearbeitet, ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen. Dafür sorgten auch die vielseitigen Charaktere mit ihrer Boshaftigkeit und liebevollen Macken. Keinen davon kann man abgrundtief hassen oder in den Himmel loben. Sie alle entwickeln sich deutlich, haben ihre Eigenheiten und sorgen für Überraschungen. Auch die Details um Zauberei, Magieformen und daimonische Informationsnetzwerke sind verständlich erklärt. Der Autorin gelingt es kompliziert erscheinende Dinge kopfkinotauglich zu beschreiben. Mit einer der Gründe, warum ich mich mit Susannes Büchern so wohl fühle.


    Im lockeren, humorvollen Stil findet die Geschichte ein würdiges Ende. Eine Fortsetzung ist bisher zwar nicht geplant, aber die beschriebene Welt bietet genug Raum, um weitere Ermittlergeschichten anzusiedeln. Ich würde sie lesen. :)


    5ratten


  • Nun, ich wußte das es eben sehr magisch werden würde, ich finde aber auch dass die ganze Aufmachung stark auf die falsche Fährte führt und sicher auch verantwortlich für einige enttäuschte Stimmen sein wird. Das finde ich sehr Schade für die Autorin!


    Ich fand das Buch insgesamt okay. Allerdings habe ich doch einige Kritikpunkte. Die vielen überschäumenden Meinungen verstehe ich deshalb leider auch nicht so ganz ... aber vermutlich hat es auch einfach mehr Spaß in der Leserunde "drüben" gemacht. ;)


    Mein erstes Buch von Susanne Gerdom war ja "Elidar" wo ich u.a. die Zeitsprünge kritisierte. Hier waren diese auch vorhanden, zum großen Teil aber besser gelöst. Nur am Ende wurde es mir zu hektisch mit zu vielen Zeitsprüngen im Verhältnis zum eher trägen Anfang. War also leider wieder nicht ausgewogen, das Buch hätte ein paar Seiten mehr vertragen können am Ende. Auch bin ich kein Fan von Cliffhangern bei denen dann Handlungen übersprungen werden und wichtige Erkenntnisse erst im Nachhinein präsentiert werden... :traurig:


    Trotzdem habe ich das Buch ganz gerne gelesen. Mir gefällt der Schreibstil, er enthält genug Beschreibungen um sich Umgebung / Protagonisten vorzustellen und lässt sich schön flüssig lesen. Allerdings sind die Charaktere neben den zwei Hauptfiguren doch etwas blass gelesen.


    Ein gutes Urlaubsbuch, in das ich mich jedoch etwas schwer eingefunden habe.


    Aufgrund der Kritikpunkte gibt es noch gute 3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

  • Puh, und ich dachte schon ich wäre der einzige dem es nicht gefallen hat.
    Für mich eher ein Beziehungsdrama denn ein Thriller. Auch die Auflösung als solche
    empfand ich als äußerst schwach. Mal so eben Knall auf Fall, als die Sache für Karla
    schon gegessen war.


  • War also leider wieder nicht ausgewogen, das Buch hätte ein paar Seiten mehr vertragen können am Ende.


    Ich glaube (Leserundenteilnehmer: korrigiert mich, wenn ich irre), Susanne sagte drüben, dass es einen gut Teil mehr Seiten hatte, sie aber laut Verlag noch mal kräftig kürzen sollte. :winken:

    Liebe Grüße,<br />Verena<br /><br />&WCF_AMPERSAND"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?&WCF_AMPERSAND" Gandalf in &WCF_AMPERSAND"Die Gefährten&WCF_AMPERSAND", J.R.R. Tolkien

  • Ich glaube (Leserundenteilnehmer: korrigiert mich, wenn ich irre), Susanne sagte drüben, dass es einen gut Teil mehr Seiten hatte, sie aber laut Verlag noch mal kräftig kürzen sollte. :winken:


    Nein Du irrst dich nicht! Susanne sagt das, das Buch ursprünglich mehr Seiten hatte!


  • Puh, und ich dachte schon ich wäre der einzige dem es nicht gefallen hat.


    Nicht gefallen kann man bei mir zwar nicht sagen, ich bin halt nur nicht so gänzlich überzeugt. ;)


    Ich glaube (Leserundenteilnehmer: korrigiert mich, wenn ich irre), Susanne sagte drüben, dass es einen gut Teil mehr Seiten hatte, sie aber laut Verlag noch mal kräftig kürzen sollte. :winken:


    Mh, okay ... also wieder ein Buch bei dem der Verlag wollte das gekürzt wird und das mMn darunter leidet. Was soll der Mist, mh? Ich meine ich könnts ja verstehen wenn es sich um einen 800 Seiten Wälzer handeln würde ... aber so hat es knapp über 400. Und die deutschen Bücher sind doch eh recht großzügig bei der Schriftgröße. :schulterzuck:

  • Meinung
    Susanne Gerdom, die hier unter dem Pseudonym Julian Frost schreibt, konnte mich erneut von der ersten Seite an fesseln. Das beginnt schon mit der Ausdrucksweise, welche die Fantasywelt des Buches und die Charaktere nicht nur beschreibt, sondern auch belebt und mir jedes Mal wieder Neues offenbahrt.


    Die Charaktere können nur schwer in bekannte Schemata eingeordnet werden. So punkten beispielsweise die Protagonisten sowohl mit charakterlichen Stärken als auch mit einigen unkonventionellen Schwächen und sind nicht immer klar zu durchschauen. Zudem tauchen die verschiedensten fantastischen Wesen auf, wie Vampire und Drachen, die einige untypische Eigenschaften für ihre Spezies aufweisen können und in einigen Nebenrollen glänzen.


    Weiterhin überzeugt die Autorin, wie schon bei vorangegangenen Büchern, mit ihren Magiesystemen. Sie beschreibt magische Rituale so, dass ich die Magie um mich herum zu spüren beginne und jedes Mal das Gefühl habe, dabei zu sein. Außerdem fasziniert mich die Funktionsweise dieser Magiesysteme. Mein Liebling unter ihnen ist die Sigillenmagie, bei der man einen Zauber vergessen muss, um ihn später anwenden zu können.


    Die Handlung ist während des gesamten Verlaufs durchweg spannend und hält einige Überraschungen bereit, die immer wieder meine aktuellen Theorien zerstörten. Zwischendurch gibt es vereinzelt kleinere, aber vernachlässigbare Ungereimtheiten. Das Ende ist stimmig und schließt einen Großteil der Geschichte ab, lässt aber auch einiges offen, weshalb ich hoffe, dass diese in einem Folgeband wieder aufgegriffen und erklärt werden.


    Fazit
    Entgegen der Einordnung von Piper als Thriller handelt es sich bei "Last Days On Earth" um einen Fantasy-Roman mit Krimi/Thriller-Elementen, der mich rundum mit seiner Einzigartigkeit und seinen vielschichtigen Charakteren begeistern konnte.


    5ratten

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    Wir schreiben das Jahr 2012, in einer Welt, die der unseren sehr ähnlich ist, jedoch von Magie und zahlreichen phantastischen Wesen wie Werwölfen, Dämonen, Hexen etc. bevölkert wird.
    Die weiße Hexe Karla van Zomeren arbeitet im Auftrag des MID an der Aufklärung von Kriminalfällen. In einem aktuellen Fall von Einbrüchen und Bücherdiebstählen bekommt sie zwangsweise einen Partner zur Seite gestellt, bei dem sie mit ihren Vorurteilen kämpfen muss: Den Schwarzmagier Raoul Winter, der auch noch einen Pakt mit einem Dämon geschlossen hat.
    Recht bald stellt sich heraus, dass hinter den Diebstählen mehr steckt als anfangs vermutet und alles scheint darauf hinzudeuten, dass jemand versucht, das Ende der Welt herbeizuführen...


    Dass es sich bei diesem Roman nicht um einen Thriller handelt, haben ja auch andere schon geschrieben. Mich persönlich hat das allerdings nicht groß gestört, weil ich auch mit einer von phantastischen Wesen und Ideen gespickten Handlung leben kann ;-) Allerdings spielt auch das Ende der Welt, das ja eigentlich als großer Aufhänger und zentrales Thema des Buches angepriesen wird, gefühlsmäßig nur eine recht geringe Rolle.


    Das Magiesystem der Welt klingt sehr vielversprechend: Gerade durch die Gegensätze zwischen weißer und dunkler Magie wird ein schönes Konfliktpotenzial geschaffen, mit dem auch unsere Protagonisten zu kämpfen haben.
    Allerdings blieben mir die Details leider etwas zu vage: was genau ist möglich? wie funktioniert es? woher wird die Energie bezogen? Hier hätte ich mir noch mehr konkretere Beispiele gewünscht. Sehr schön beschrieben war zum Beispiel die Sigillenmagie der Dunkelmagier, während ich bei einem Beschwörungsritual eher das Gefühl von Willkür und Planlosigkeit hatte...


    Die eigentliche "Fall"-Handlung rückt immer wieder in den Hintergrund und vieles davon wird am Ende gar nicht oder nur sehr knapp aufgeklärt. Auch die beiden Zeitsprünge, vor allem der zweiten, haben mir nicht wirklich zugesagt. Hier hatte ich eher den Eindruck, dass um der Dramatik willen einfach sichergestellt wurde, dass es bis zum Finale noch möglichst knapp wird. Es bleiben auch einige Punkte ungeklärt und obwohl ich nicht verlange, dass alle offenen Enden tatsächlich verknotet werden müssen, wirkten einige Punkte auf mich doch beinahe wie "vergessen", im Rahmen der weiteren Handlung nach hinten gedrängt und nicht wieder aufgegriffen. Oder als plötzlich gelöst, ohne dass das genaue Wie erläutert wird.


    Das Buch selbst ist spannend geschrieben, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Vor allem in der Anfangsphase, als die Protagonisten eingeführt und die Welt aufgebaut wird. Sprachlich liest es sich sehr angenehm und auch mit den Hauptfiguren (und auch einigen Nebenfiguren, ich sage nur bücherliebender Drache!) konnte man sich rasch identifizieren.
    Die Beziehungen zwischen den Hauptfiguren: Obwohl es anfangs noch den Anschein hatte, kommt es glücklicherweise zu keiner unnötigen (für diese Buch) Liebes- oder gar Dreiecksbeziehung. Dafür war ich sehr dankbar. Gut gefallen hat mir, wie sich Karla und Raoul zusammenraufen und ihre Differenzen überwinden müssen, um den Fall auflösen zu können. Karlas Privatleben wird dabei anfangs noch sehr gelungen eingeflochten, während ich aber gegen Ende ihre Handlungen leider nicht mehr wirklich nachvollziehen konnte.


    Insgesamt überwiegt trotz aller Kritikpunkte das Vergnügen, das ich beim Lesen hatte. Sollten weitere Bände tatsächlich realisiert werden, könnte ich mir auch vorstellen, danach zu greifen, sofern die Handlung interessant klingt.


    3ratten

    Even when reading is impossible, the presence of books acquired produces such an ecstasy that the buying of more books than one can read is nothing less than the soul reaching towards infinity... - We cherish books even if unread, their mere presence exudes comfort, their ready access reassurance.

  • Hach - Susannes "Last days on earth" gefällt mir richtig gut. Ich bin ungefähr in der Mitte, gerade gab es den Zeitsprung in der Erzählung. Ich musste mich erst einmal neu orientieren und war ebenso verwirrt wie unser Prota hier ist :zwinker:
    Ich übe mich übrigens ganz und gar nicht in Lobhudelei, wenn ich sage, dass Susannes Ideen mal wieder großartig phantasievoll sind und sie scheinbar Altbekanntes auf neue Pfade bringt. Denn ich mag genau diese Seite an Susannes Büchern und bin froh, dass sie nach einer Durststrecke (für mich, denn ich bin nicht sooo der große Fan der Elbenbücher) wieder so deutlich hervortritt.


    Wenn ich durch bin, schreibe ich nochmal was Ausführlicheres :smile:

  • Nach Projekt Armageddon, was mir schon so gut gefiel, habe ich nun ein weiteres Buch von Susanne Gerdom gelesen, das mir auch sehr gut gefallen hat:


    Inhalt
    Karla, weiße Hexe im Kriminaldienst, ermittelt den Diebstahl von Büchern, der deshalb so brisant erscheint, da sich diese thematisch mit dem Weltuntergang beschäftigen und zudem begleitet zwei Morden auftreten, die nicht offiziell in den Akten auftauchen sollen. Da sie sich, aufgrund sich dramatisch häufender Katastrophen, schon selbst einige Zeit mit Weltuntergangstheorien befasst, reagiert sie besonders sensibilisiert auf den Fall. Ihr zur Seite gestellt wird der Schwarzmagier Raoul, was sie nicht besonders glücklich macht, da die Weiße und die Schwarze Magie schon immer ein Problem miteinander hatten. Doch anfängliches Misstrauen wird schnell überdeckt von der Erkenntnis, dass die Welt offensichtlich auf ein großes Unglück zusteuert, dessen gemeinsame Bekämpfung wichtiger ist, als irgendwelche eitlen Feindlichkeiten, und so raufen sich die beiden unterschiedlichen Magier zusammen, um denjenigen zu finden, der die Welt vernichten will.


    Meine Meinung
    Ich finde es richtig schade, dass das Buch mit dem Aufdruck „Thriller“ eine irrenführende Einteilung erfahren hat, und somit vielleicht vielen Fantasyfreunden entgeht, die zudem vielleicht auch nicht wissen, dass sich hinter dem Pseudonym Susanne Gerdom verbirgt, eine Autorin, die fantasievolle und überraschende Bücher zu schreiben weiß.


    Denn ein typischer Thriller ist dieses Buch nicht, dafür aber eine Fantasy-Geschichte, die voll von Magie und unterschiedlichen Wesen ist, die sich dort in unserer heutigen Welt eingliedern, als wären sie schon immer da gewesen. Neben Menschen (ja, die gibt es auch), weißen Hexen und schwarzen Magiern, trifft man auf Drachen, Vampire, Daimone und noch so einige andere Kreaturen und irgendwie erscheint es einem völlig normal, dass es sie gibt. Die Beziehungen untereinander oder auch den Menschen gegenüber sind nicht immer einfach, besonders die Drachen sind ein ganz eigenes Volk, das man besser nicht reizt, aber gerade diese Spezies fand ich besonders faszinierend beschrieben in ihrer Fähigkeit, sich darzustellen.


    Beindruckend empfand ich auch die Magie, besonders die Idee, das Bild eines gerade erstellten Zauber vergessen zu müssen, um es später wirken zu können. Etwas, das mir schon kaum vorstellbar ist, aber dadurch einen besonderen Reiz erhält. Überhaupt beschreibt die Autorin die Magie und die Wesen sehr bildreich und emotional, so dass ich sie immer genau vor Augen hatte. Die Figuren sind einfach sehr liebevoll ausgearbeitet und wirkten deshalb immer sehr lebendig auf mich.


    Besonders toll beschrieben empfand ich dabei Raoul, der Wirt für den Daimon Brad ist. Ich konnte es immer spüren, wer von beiden gerade aktiv ist und damit die Vorherrschaft besitzt, denn die Autorin schaffte es, die gegensätzliche Atmosphäre der beiden Figuren innerhalb des einen Körpers abzubilden. Brad erzeugte dabei teilweise sogar eine etwas beängstigend unberechenbare Stimmung, so dass ich oft froh war, wenn Raoul wieder Macht über seinen Körper hatte. Genauso machte mir Karlas Zustand im Laufe der Ermittlungen immer mehr Sorgen, so intensiv konnte ich mit ihr mitfühlen, als ein verhängnisvoller Augenblick ihr Leben radikal veränderte. Aber auch Nebenfiguren bekamen viel Raum und damit viel Persönlichkeit, was mir sehr gut gefiel.


    Der Fall an sich war spannend zu lesen, auch wenn er keine atemlose Thriller-Atmosphäre hatte und teilweise etwas neben den Beziehungsgeschichten in den Hintergrund geriet. So ein wirkliches Endzeit-Feeling kam bei mir nicht auf, auch hatte ich schon recht früh eine Ahnung, wer hinter der ganzen Sache stecken oder zumindest damit zu tun haben könnte, so dass mich die Auflösung nicht mehr ganz so sehr überraschte. Aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, die Protagonisten zu begleiten und ich würde sehr gerne mehr von ihnen lesen, deshalb hoffe ich auf einen weiteren Fall.


    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

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    Julian Frost - Last Days on Earth


    Meine Meinung :


    Wie die meisten Bücher von Susanne Gerdom, die hier unter einem Pseudonym geschrieben hat, habe ich auch dieses sehr gerne gelesen. Allerdings gab es, für mich, auch einige Kritikpunkte....


    Für mich der gravierenste Punkt, war wohl der erste Zeitsprung. Eben sorgt man sich noch mit Karla um ihre Zukunft, denkt über ihr Dilemma nach und - schwupps - fehlen Raoul plötzlich vier Monate und alles läuft seinen Gang ! Hier hätte ich mir wirklich eine elegantere Lösung gewünscht....Ebenfalls schade fand ich, dass das Thema Endzeit, bzw. Weltuntergang nicht so richtig zur Sprache kam. Greifbarere Katastrophen wären schöner gewesen....
    Auch hatte ich das Gefühl, das der eigentliche Fall nicht so im Vordergrund steht, sondern das man als Leser überwiegend mit dem Privatleben der beiden beschäftigt ist. Aber das ist ja nichts Schlimmes, ich fand es sehr interessant die beiden Hauptfiguren kennen zu lernen. Die Autorin hat zwei prima Charaktere ins Rennen geschickt :daumen:
    Aber auch bei Karla und Raoul bleiben Fragen offen : Kann Karla nun wieder Magie wirken und wenn ja, warum ? Wieso ist sie plötzlich wieder mit Kit zusammen, obwohl er ihr so übel mitgespielt hat ? Wieso ist Kit eigentlich wieder da ? Wie ist Raoul zu seinem Reichtum und dem Dämon gekommen und wie ist er an Tora-San geraten ? usw. Vieles wurde leider ziemlich oberflächlich abgehandelt, wo ich mir ein wenig mehr Erklärung erhofft hätte.
    Auch was es mit den verschiedenen Magie-Arten auf sich hat und wie sie funktionieren, hab ich nicht wirklich begriffen - aber das mag vielleicht auch an mir gelegen haben.... :rollen:


    Trotz allem hat mich das Buch sehr gut unterhalten und es gab ja auch viele gute Ideen, z.B. das Raoul der Wirt für Brad ist und obwohl ich diesen Kerl nicht mochte, war es immer spannend, wenn er auftauchte. Quass fand ich prima und seine Arroganz herrlich ! Auch das Tora-San offensichtlich qualmt, wie ein Schlot, finde ich sympatisch :smile: Überhaupt sind alle Charaktere ziemlich gut ausgesucht und liebevoll besetzt, was bestimmt ein Grund ist, das man schnell Zugang zu der Geschichte bekommt.
    Gut gefallen hat mir auch, das wenige neue Spezies genannt wurden, wie z. B. der Wurdelak. Leider wird diese Art nicht näher beschrieben....


    Fazit : Eine spannende Geschichte, mit einigen Kritikpunkten, von der ich trotzdem hoffe, das sie fortgesetzt wird, weil sie so unterhaltsam ist !
    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

  • Worum geht es?
    Karla van Zomeren ist eine weiße Hexe und arbeitet bei der sogenannten MID (Magisterischen Informationsdienststelle). Dort ist es ihrer Aufgabe verschiedene Fälle zu lösen.
    Ihr aktueller Fall befasst sich mit Bücherdiebstählen, die sich alle igendwie mit dem Weltuntergang befassen. Zur Unterstützung bekommt sie den Schwarzmagier Raoul Winter zugeteilt, mit dem es sehr viele Meinungsverschiedenenheiten gibt. Denn nicht nur, dass er ein schwarzer Magier ist, er ist auch noch ein Wirt für den Daimon Brad, der immer mal die Kontrolle über ihn übernimmt. Auf den ersten Blick scheint der Fall nichts besonderes zu sein, doch dann erfährt Karla von Morden, die ihr verschwiegen wurden und von dem Täter ist keine Spur zu finden...
    In einer Welt in der es Trolle, Drachen, Daimonen, Magier, Vampire und viele andere Wesen gibt, muss Karla sich behaupten und den drohenden Weltuntergang, der laut den Maya am 21. Dezember 2012 stattfinden soll verhindern. Denn für sie häufen sich die Anzeichen immer mehr, denn sie führt ein privates Weltuntergangsalbum mit allerhand Katastrophen der jüngsten Zeit.


    Meine Meinung
    Der Klappentext und die Einteilung von "Last Days on Earth" dürfte viele Leser auf die falsche Fährte bringen. Bevor ich mehr über das Buch gehört habe, bin ich fest davon ausgegangen, dass es sich hierbei um ein Buch über die Apokalypse handelt, mit nur sehr wenigen Fantasyelementen. Ich würde es nicht unbedingt als Thriller bezeichnen, sondern eher als Fantasyroman mit Krimi-/Thrillerelementen.
    Susanne Gerdom, die sich hinter dem Pseudonym Julian Frost verbirgt, hat eine überraschend komplexe Fantasywelt erschaffen. Diese Welt dürfte jeden Fantasyfan begeistern. Zwar gibt es auch einige Aspekte, die so wirklich vorgekommen sind, aber die Erklärungen haben alle einen fantastischen Hintergrund. Vom Prolog an, der direkt einen Mord von einem Werwesen erzählt, ist mir klar gewesen, dass mich bei "Last Days on Earth" ein Fantasybuch der Extraklasse erwartet. Und ich wurde nicht enttäuscht.
    Nach und nach lernt man immer mehr Wesen kennen. Von Vampiren bis hin zu Trollen ist alles dabei und ich finde es total faszinierend, wie diese dargestellt werden. Vor allem die Darstellung der Drachen, als Wesen die die Banken und das Finanzwesen beherrschen und das Sammeln schöner Dinge lieben, haben es mir angetan.


    Die Weltuntergangsthematik nimmt dabei gar nicht so viel Raum ein, sondern existiert neben vielen verschiedenen anderen Handlungssträngen, die zum Schluss zu einem schlüssigen Ganzen zusammenlaufen. Das Buch ist einzigartig und durchweg spannend.
    Das wird durch vielschichtige und tiefgründig ausgearbeitete Protagonisten zusätzlich unterstützt.
    Karla hat ihre Überzeugungen und verteidigt diese. Sie ist manchmal sehr vorlaut, aber auch sympathisch und sie versteckt eine Verletzlichkeit, mit der ich zu Beginn nicht gerechnet hätte. In dem Buch macht sie viele Veränderungen durch, bleibt sich selber aber dennoch treu.
    Raoul ist zuerst sehr unnahbar, aber es hat mir Spaß gemacht nach und nach mehr über ihn zu erfahren. Vor allem finde ich es interessant, wieso er Wirt eines Daimon geworden ist.
    Aber auch alle anderen Protagonisten sind interessant und machen das Buch zu etwas Besonderem.


    Das Ganze wird durch einen unglaublich lebhaften und fesselnden Schreibstil unterstützt. Susanne Gerdom schafft es immer die Sprache und Ausdrucksweise ihrem jeweiligen Roman anzupassen, so dass es ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Durch detaillierte und zauberhafte Beschreibungen hat man das Gefühl, völlig in die Welt des Buches einzutauchen.
    Die Handlung wird mal aus der Perspektive von Karla und mal aus der Perspektive von Raoul geschildert, aber immer in der dritten Person, so dass man einen guten Gesamtüberblick bekommt, aber auch einige Informationen, die einem sonst entgangen wären.


    Neben der fesselnden Handlung, hat mir auch gefallen, dass ich nicht einschätzen konnte, auf was das Buch hinausläuft. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und man wird als Leser an der Nase herumgeführt. Die Spannung steigert sich im weiteren Verlauf des Buches und gipfelt in einem grandiosen Finale, so dass ich das Buch jedem Fantasyfan empfehlen kann.


    Mein Fazit
    Für Fantasyliebhaber ist "Last Days on Earth" ein absolutes Must-Read. Mich konnte es von der ersten bis zu letzten Seite überzeugen, schon allein durch seine Komplexität und den verschiendensten Fantasywesen. Es ist mal ein anderes Buch über die Maya Prophezeiung.


    5ratten