02 - Kapitel 5 bis 9 (Seite 81 - 165)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 20 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Nina2401.

  • Hier könnt ihr zu dem oben genannten Bereich schreiben. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Ich habe nun auch diesen Abschnitt beendet.


    So schlecht kommt Michael gar nicht mit Bradford aus. Ich befürchte fast, da wird sich noch eine Liebesgeschichte ergeben. Sie hat ja eh schon so Andeutungen gemacht.
    Allerdings sind ihre Methoden schon etwas fragwürdig. Muss sie ihm denn gleich Schlafmittel verabreichen, nur weil sie Dinge zu erledigen hat? Das kann man doch mal auf andere Weise probieren. Zur Not kann sie ihm das Mittel immer noch geben. Aber dass er das so wegsteckt? An seiner Stelle würde ich da schon härter durchgreifen und mir das nicht gefallen lassen. Er hat nunmal genauso wie sie einen Auftrag.


    Die drei Männer, die Michael und Bradford verfolgen, dürften wohl eher so etwas wie Beschützer gewesen sein. Ich glaube nicht, dass sie ihnen böses wollten. Aber jetzt, nachdem sie am Polizeirevier waren, stehen sie ja praktisch nicht mehr unter Schutz und schwups, die Verfolger sind auch weg. Die letzte Szene hat mich überrascht. Da trinken sie das Cola extra aus verschlossenen Dosen und dann wird sie erst Recht unter Drogen gesetzt? Ich vermute mal, Bradford teil dasselbe Schicksal und er wird so schnell nicht mehr zu ihr zurückkommen. Ich frage mich wie Michael, wie sie das wohl angestellt haben. Ich vermute mal, dass die beiden jetzt entführt werden.


    Ich denke nicht, dass Emily tot ist. Zumindest ist diese Sterbeurkunde absolut kein Beweis dafür. Die wurde sicher nur schnell geschrieben, damit die beiden keine weiteren Nachforschungen mehr anstellen, weil sie in dem Land unerwünscht sind bzw nicht zu tief wühlen sollen.


    Mir gefällt das Buch bis jetzt ziemlich gut - abgesehen davon, dass mir Munroe ein bisschen zu arrogant ist. Sie denkt, jeder Mann will nur sie - nagut, wenn sie meint. Das liegt natürlich auch daran, dass sie schnell erkennt, was Menschen wollen und sich danach richtet. Trotzdem finde ich ihre Gedanken manchmal zu eingebildet.

  • Miles ist mir irgendwie sympathisch, vor allem weil er sich nicht einschüchtern lässt. :breitgrins: Das mit dem Schlafmittel fand ich wirklich seltsam. Vor allem hätte ich gedacht, dass er so was eventuell auch durchschaut, er ist immerhin auch Profi. Und wie er schon sagte: Sie hätte es ihm auch sagen können, dass sie etwas alleine erledigen will.
    Dass sie keine zwei Namen hat und deswegen gegen das Gesetz verstößt, fand ich schon sehr lustig. An ihrer, aber noch viel eher an Miles Stelle, hätte ich wohl erst mal ungläubig gucken müssen. Was mich zur Sterbeurkunde bringt: Wer möchte, dass sie schnell das Land verlassen, um keine weitere Fragen stellen zu können?


    Die drei, die Munroe und Miles beschattet haben, waren anscheinend auch keine Profis. Dazu haben sie die ganze Aktion zu offensichtlich vollzogen. Mal sehen, ob die nochmals auftauchen.


    Ich frage mich, was nun mit den beiden passiert. Das mit dem Mittel in den Cola-Dosen finde ich auch überraschend - wer möchte die beiden unbedingt aus dem Weg räumen?


    marimirl : Kann dir nur zustimmen... Ist ja schön und gut, dass sie eine schöne Frau ist und alle sie ansehen, aber dass sie immer wieder quasi denken muss, dass sie jeden haben kann, könnte noch nervig werden.

  • Das Kennenlern-Gespräch zwischen Munroe und Miles fand ich richtig gut. Ich hatte eigentlich mit mehr gezicke von beiden Seiten gerechnet. Die beiden kommen besser miteinander aus als ich erwartet hatte.


    Das Munroe Miles mit einem Schlafmittel ruhigstellt, fand ich allerdings bedenklich. Die Dame greift ja zu Methoden........


    In diesem Abschnitt haben wir nun etwas mehr aus Munroes Kindheit und Jugend erfahren. So ein Leben hätte wohl nicht jeder durchgehalten. Mich wundert es nicht, das sie nun manchmal leicht arrogant rüber kommt. Wer so aufgewachsen ist und mit solcher Brutalität fertig geworden ist, der glaubt wohl alles zu wissen und zu überleben.


    Das Munroe nun tatsächlich irgendetwas zu sich genommen hat, Schlafmittel oder Drogen, hatte ich nicht erwartet. Wie geht das denn bei geschlossenen Getränkedosen? Wahrscheinlich ist es Miles dann nicht anders ergangen.


    Eines weiß ich nun ganz gewiss. Afrika war mir immer schon suspekt und nun ist es nicht besser geworden. Ich gehe mal davon aus, das die Sitten und Gebräuche der Machthaber gut recherchiert ist. Das ist mir alles irgendwie sehr zuwider.

  • In diesem Abschnitt haben wir nun etwas mehr aus Munroes Kindheit und Jugend erfahren. So ein Leben hätte wohl nicht jeder durchgehalten. Mich wundert es nicht, das sie nun manchmal leicht arrogant rüber kommt. Wer so aufgewachsen ist und mit solcher Brutalität fertig geworden ist, der glaubt wohl alles zu wissen und zu überleben.


    Ich vermute aber auch, dass das zum Teil Selbstschutz ist. Anscheinend lässt sie einen Mann ja nicht richtig an sich herankommen. Ein paar Tage Spaß, aber das war es dann auch schon. Vielleicht wird das mit Miles (jetzt weiß ich seinen Vornamen auch wieder :breitgrins:) ja anders. Trotzdem wundert es mich, dass sie anscheinend kaum Selbstzweifel hat. Das hat doch eigentlich jeder mal. Aber sie ist sich immer sicher, dass alle an ihr Interesse haben. Auch so eine Kindheit oder gerade so eine rechtfertigt das nicht. Mit allem fertig zu werden und jedem zu gefallen sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

  • So langsam zieht das Tempo der Story an - das Abschnittsende ist ja fies gewählt!!
    Aber mal der Reihe nach:


    Wie Munroe sich gegenüber Miles benimmt, finde ich ein wenig anstrengend. Das fängt ja schon in Frankfurt an, als sie ihn erst warten lässt und sich dann in einem nur schwer zu erreichenden Restaurant verabredet.
    Sie ist es nicht gewohnt, mit jemandem zusammen zu arbeiten, aber sie hat die Bedingung nun mal akzeptiert und da geht mir ihr leicht zickiges Verhalten doch auf die Nerven. Die Aktion mit dem Schlafmittel fand ich auch völlig übertrieben.
    Aber Miles nimmt ihr jedesmal den Wind aus den Segeln, indem er wirklich cool reagiert. Ich mag ihn bisher echt ganz gerne und bin gespannt, ob er Munroes Panzer knacken kann (und ob er das überhaupt will? Bisher verhält er sich ja sehr professionell und das obwohl sie so eine Wahnsinnsfrau zu sein scheint).



    In diesem Abschnitt haben wir nun etwas mehr aus Munroes Kindheit und Jugend erfahren. So ein Leben hätte wohl nicht jeder durchgehalten. Mich wundert es nicht, das sie nun manchmal leicht arrogant rüber kommt. Wer so aufgewachsen ist und mit solcher Brutalität fertig geworden ist, der glaubt wohl alles zu wissen und zu überleben.


    Das fand ich auch spannend. Ihre Eltern sind/waren also Missionare und haben sie in ein Internat gesteckt. Wie sie zu dieser Bande gekommen ist und was die eigentlich gemacht haben, blieb noch etwas schwammig, aber auf jeden Fall wissen wir nun, dass sie als junges Mädchen schon ziemlich viel Grausamkeiten erleben musste. Wobei ich nicht verstehen kann, wieso dieser Francisco, dem doch offensichtlich viel an ihr lag (der Ausweis-Typ hat doch erzählt, Francisco hätte auch nach ihr gesucht, etc) es erstens nicht merken konnte, wie dieser Pieter sie misshandelt hat und zweites nichts dagegen getan hat.


    Die afrikanischen Verhältnisse stelle ich mir schon authentisch geschildert vor - und dementsprechend unheimlich und gefährlich. Munroe kennt sich da aus, aber jemand anderes käme sicherlich schnell unter die Räder. Wie der Polizeichef ihnen unverhohlen droht, dass man ja keinen Einfluss auf Verbrecher aus anderen Ländern hätte... :entsetzt: Ich würde da ja machen, dass ich in den nächsten Flieger raus da komme! Aber sie haben natürlich ihren Auftrag und die Sterbeurkunde ist sicherlich nur ein dilettantischer Versuch, ihnen weitere Nachforschungen auszureden.

    LG, Dani


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  • Zitat



    Ich glaube auch das es reiner Selbstschutz ist, nach außen so überheblich zu scheinen. Nach den Erlebnissen aus ihrer Jugend müsste sie eigentlich Männern gegenüber, ja was, Ekel, empfinden? Ich glaube das es weiblichen Missbrauchsopfern schwer fällt sich auf das andere Geschlecht einzulassen. So würde es zumindestens mir ergehen. Obwohl man sich so Situationen wohl gar nicht wirklich vorstellen kann.

    Einmal editiert, zuletzt von zehn123 ()

  • Diesmal habe ich am Anfang direkt etwas zum Realismus zu mosern :breitgrins: Miles ist Profi und fragt Passanten nach dem Weg zum Restaurant? Ähm, schon mal was von Navigationsprogrammen fürs Handy, Google Maps oder Streetview gehört? Heutzutage braucht man sich doch nicht mehr unbedingt durchzufragen, um etwas zu finden...


    Die drei Männer, die sie beobachtet haben, könnten doch von dem Passfälscher als Beschützer engagiert worden sein, der wusste ja so ca. wann und wo die beiden hinwollten. Nur nachdem die Regierung die beiden loswerden wollte, wurde den Beobachtern vielleicht der Boden zu heiß.


    Mich hat ja etwas gewundert, dass sie sich tatsächlich auch in weiblicher Rolle als Michael vorstellt, aber das Internet sagt:

    Zitat von http://www.thinkbabynames.com/meaning/0/Michael

    Michael is a very popular first name for women (#799 out of 4276) [...] (1990 U.S. Census)


    Akzeptieren wir das also mal. Bleibt nur noch die Frage, warum ausgerechnet Michael - hat das was mit dem Erzengel zu tun?


    Wird eigentlich klar, was Monroe in ihrer Jugend geschmuggelt hat? Ich tippe ja auf Waffen oder Diamanten :breitgrins: Jedenfalls war Francisco wohl zwar Organisator und damit offizielles Oberhaupt ihrer Gruppe, aber leider ohne echte Macht. Wie sie dahinein geraten ist, erfahren wir hoffentlich noch. Ihre Eltern waren also wohl doch keine absoluten Sektierer, sondern nur Missionare - dabei allerdings recht exklusiv lebende, ich dachte immer, die mischen sich unters Volk und habe nicht Kindermädchen, Gärtner,..... Wieso sie ständig Bibelsprüche vor sich hinmurmelt, wenn sie ihre "Traumarückerinnerungsphasen" hat, erklärt das aber für mich nicht so ganz.


    Bei der Sterbeurkunde sieht man ganz gut, die unterschiedlichen Denkarten von Miles und Monroe. Für ihn ist (trotz all seiner Erfahrung) ein Regierungspapier verbindlich, während ihr klar ist, dass es gerade mal das Papier wert ist, auf dem es ausgestellt wurde.

    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)

  • So allmählich bekommen die Dämonen aus Munroes Vergangenheit ein Gesicht, die Herkunft der Psalmen ist schlüssig. Der Rest wird sich wohl auch noch aufklären. Ich hatte mir das aber noch etwas spektakulärer vorgestellt. Es erklärt allerdings, warum sie so hart ist und sich auch nicht auf eine Beziehung einlassen möchte.


    Miles finde ich ziemlich farblos und irgendwie auch unglaubwürdig, dass er ihr aus der Hand frisst. Ich hatte mir da mehr Feuer zwischen den beiden gewünscht und war nach dem ersten Abschnitt so gespannt auf ihr Zusammentreffen. Munroe zickt ja schon ein bisschen rum, aber er bleibt cool und wehrt sich so gar nicht, schade. Das stört mich auch ein bisschen an dem Buch, Munroe ist die coole, gutaussehende Hauptfigur und die restlichen Personen spielen nur Nebenrollen und werden auch so „behandelt“.


    Das Kapitel endet mit einem Cliffhanger, was war in der Cola und was passiert nun mit den Beiden? Ich hoffe, dass jetzt endlich ein bisschen mehr Fahrt in die Geschichte kommt, denn so super spannend finde ich es noch nicht :rollen:.


  • Diesmal habe ich am Anfang direkt etwas zum Realismus zu mosern :breitgrins: Miles ist Profi und fragt Passanten nach dem Weg zum Restaurant? Ähm, schon mal was von Navigationsprogrammen fürs Handy, Google Maps oder Streetview gehört? Heutzutage braucht man sich doch nicht mehr unbedingt durchzufragen, um etwas zu finden...


    Stimmt, das fand ich auch komisch und unprofessionell ... auch diesen Test von Munroe ...


    Mich hat ja etwas gewundert, dass sie sich tatsächlich auch in weiblicher Rolle als Michael vorstellt, aber das Internet sagt:


    Akzeptieren wir das also mal. Bleibt nur noch die Frage, warum ausgerechnet Michael - hat das was mit dem Erzengel zu tun?



    Oder weil es ein Vorname für beide Geschlechter ist???


    Bei der Sterbeurkunde sieht man ganz gut, die unterschiedlichen Denkarten von Miles und Monroe. Für ihn ist (trotz all seiner Erfahrung) ein Regierungspapier verbindlich, während ihr klar ist, dass es gerade mal das Papier wert ist, auf dem es ausgestellt wurde.


    Sie hat lange in Afrika gelebt und er nicht, damit habe ich mir das erklärt.


  • Sie ist es nicht gewohnt, mit jemandem zusammen zu arbeiten, aber sie hat die Bedingung nun mal akzeptiert und da geht mir ihr leicht zickiges Verhalten doch auf die Nerven. Die Aktion mit dem Schlafmittel fand ich auch völlig übertrieben.


    Ich glaube, sie will damit ihr Revier abstecken und ihm zeigen, dass er mit allem rechnen sollte. Das ist ihm auch klar, aber ein zweites Mal wird er auf sowas aber sicher nicht mehr reinfallen. Die beiden befinden sich auf einem Niveau. Ich kann gut verstehen, dass es ihr nicht passt, quasi auf dem Schoß ihres Bewachers sitzen zu müssen. Dass sie sich so abweisend zeigt, hängt für mich auch mit Selbstschutz zusammen.



    Mir gefällt das Buch bis jetzt ziemlich gut - abgesehen davon, dass mir Munroe ein bisschen zu arrogant ist. Sie denkt, jeder Mann will nur sie - nagut, wenn sie meint.


    Den Eindruck habe ich nicht. Sie setzt halt ihre Mittel ein, das zu kriegen, was sie will. Und wenn das weibliche Reize sind - warum nicht?



    Akzeptieren wir das also mal. Bleibt nur noch die Frage, warum ausgerechnet Michael - hat das was mit dem Erzengel zu tun?


    Gute Frage! Das würde auch die Theorie mit der Sektenzugehörigkeit unterstützen. Über die Walton-Mama mit dem Vornamen Micheal bin ich schon als Kind gestolpert, konnte mir aber auch keinen Reim darauf machen.



    Miles finde ich ziemlich farblos und irgendwie auch unglaubwürdig, dass er ihr aus der Hand frisst. Ich hatte mir da mehr Feuer zwischen den beiden gewünscht und war nach dem ersten Abschnitt so gespannt auf ihr Zusammentreffen. Munroe zickt ja schon ein bisschen rum, aber er bleibt cool und wehrt sich so gar nicht, schade. Das stört mich auch ein bisschen an dem Buch, Munroe ist die coole, gutaussehende Hauptfigur und die restlichen Personen spielen nur Nebenrollen und werden auch so „behandelt“.


    Ja, das Zusammenspiel der beiden hätte ich mir auch prickelnder gewünscht, wenn auch eher in Hinsicht auf ihre gemeinsame Aufgabe. Aber Miles' Stunde wird bestimmt noch kommen, das wäre ja sonst doch zu fad, wenn er nur dabei ist, um Munroe gut aussehen zu lassen.


    Im 9. Kapitel ist das Problem mit den Polizisten ein schönes Beispiel für Beamtenwillkür. Aber Munroe hat mit solchen Vorfällen ohnehin schon gerechnet. Sie kennt sich gut aus mit den Gepflogenheiten, nicht nur, was die Behörden betrifft, sondern auch bezüglich Land und Leuten. Zusammen mit ihrer eigenen Vergangenheit wird das auch der Grund sein, warum sie diesen Job angenommen hat. Auf diese Weise kommt sie zurück auf den Kontinent, was sie vorher aus persönlichen Gründen nicht nicht gemacht hat.


    Was mich erstaunt, ist, dass alle Afrikaner ihre Autorität so einfach hinnehmen, noch dazu, wo sie ständig mit einem Mann unterwegs ist. Es ist noch nicht einmal Verwirrung zu erkennen, dass sie ständig im Vordergrund steht und Miles sich so überhaupt nicht in die Gespräche einmischt. Munroe wird sofort als Gesprächspartnerin akzeptiert. Ich hätte erwartet, dass man sie als Dolmetscher betrachtet oder Führerin oder was auch immer. Aber keiner stellt ihre Position in Frage. Äquatorial-Guinea ist zwar im Vergleich mit anderen afrikanischen Staaten sehr fortschrittlich, aber ob sich das in den Köpfen der Einzelnen schon festgesetzt hat, ist eine andere Frage.

  • Miles finde ich ziemlich farblos und irgendwie auch unglaubwürdig, dass er ihr aus der Hand frisst. Ich hatte mir da mehr Feuer zwischen den beiden gewünscht und war nach dem ersten Abschnitt so gespannt auf ihr Zusammentreffen. Munroe zickt ja schon ein bisschen rum, aber er bleibt cool und wehrt sich so gar nicht, schade. Das stört mich auch ein bisschen an dem Buch, Munroe ist die coole, gutaussehende Hauptfigur und die restlichen Personen spielen nur Nebenrollen und werden auch so „behandelt“.


    Stimmt, ein paar Spannungen zwischen den beiden wären schön gewesen. Andererseits ist es ja so, dass sie macht, was sie will, so ist sie halt, und er ist ein Profi, der beim Militär war. Daraus schließe ich, dass ihn nichts so leicht aus der Fassung bringt. Nicht mal eine Frau, die gerade seinen Job macht.

  • Bin mit diesem Teil auch durch, und finde es richtig gut.


    Miles gefällt mir auch sehr gut, seine coole Art, aber trotzdem ist er sehr mitfühlend, und lässt sich nicht von Munroe Aktionen irritieren.
    Mich wundert es nur das er sich noch nicht so mit den Gepflogenheiten des Landes auskennt, schließlich gehörte er ja auch zum Suchtrupp und die waren ja auch dort.


    Warum sich Munroe so gut auskennt haben wir ja auch in diesem Abschnitt erfahren, ich finde eh das wir hier jetzt schon viel aus ihrer Vergangenheit erfahren, hätte gedacht das wir da noch lange im dunklen tappen. Wahnsinn was sie schon alles durchgemacht hat, und das scheint ja auch nicht alles gewesen zu sein.


    Seid ihr euch sicher das die Beschatter gutes im Sinn hatten, an die Option hab ich die ganze Zeit nicht gedacht. Aber ich glaube nicht das sie vom Passfälscher geschickt worden, der erste Beschatter war ja schon am Flughafen, und da hatte sie ja noch nicht Kontakt mit dem Passfälscher aufgenommen.


    Und das Abschnittende ist echt gemein, lese deswegen gleich noch was weiter.


    LG Nad


  • Warum sich Munroe so gut auskennt haben wir ja auch in diesem Abschnitt erfahren, ich finde eh das wir hier jetzt schon viel aus ihrer Vergangenheit erfahren, hätte gedacht das wir da noch lange im dunklen tappen.


    Ich glaube, das wirklich Wesentliche erfahren wir erst ganz am Ende. Ihr früheres Leben ist so eine Art Geschichte in der Geschichte und enthüllt immer mehr Details, die wichtig für die Handlung sind und einiges erklären. Doppelte Spannung sozusagen.


  • Diesmal habe ich am Anfang direkt etwas zum Realismus zu mosern :breitgrins: Miles ist Profi und fragt Passanten nach dem Weg zum Restaurant? Ähm, schon mal was von Navigationsprogrammen fürs Handy, Google Maps oder Streetview gehört? Heutzutage braucht man sich doch nicht mehr unbedingt durchzufragen, um etwas zu finden...


    das hat mich auch sehr gewundert. Überhaupt scheint das Buch völlig technikfrei. Naja, vielleicht ein riesiges Funkloch oder so.


    Zitat


    Akzeptieren wir das also mal. Bleibt nur noch die Frage, warum ausgerechnet Michael - hat das was mit dem Erzengel zu tun?


    habe ich mich auch gefragt. Ich habe auch zwei Bibelstellen willkürlich rausgesucht, das war irgendwie
    Altes Testament Prediger, Jesaya etc. Vielleicht hätten sie ja eine Bedeutung, aber da fehlt mir jetzt die Zeit, um genauer zu recherchieren.



    Zitat

    Wird eigentlich klar, was Monroe in ihrer Jugend geschmuggelt hat? Ich tippe ja auf Waffen oder Diamanten :breitgrins:


    Das ist mir auch nicht klar geworden. Das war eine höchst suspekte Organisation, der sie sich das angeschlossen hat. Aber vermutlich war das ganz authentisch, wenn ich auch hoffe, dass es doch seltener Mädchen waren, in diesen Guerilla ähnlichen Truppen.


    Die Cola war wohl trotz Dose nicht ganz in Ordnung. Man hat offenbar grosses Interesse, dass Munroe und Miles verschwinden.


    Mir gefallen diese Passagen auf den Ämtern gut. Die Willkür der Polizei und der Politik ist sehr gut dargestellt. Ein wirklich verzweifeltes Land, wenn man nicht das Glück hat vorübergehend auf der richtigen Seite zu sein. Aber das kann auch ganz schnell ändern. Die Atmosphäre abends, wenn das Leben erwacht, ist sehr gut dargestellt. Und mir ist es ganz recht, wenn sich nicht allzuviel Techtelmechtel zwischen Miles und Munroe entwickelt.


  • [quote='illy','https://literaturschock.de/neuesforum/forum/index.php?thread/&postID=664513#post664513']
    Diesmal habe ich am Anfang direkt etwas zum Realismus zu mosern :breitgrins: Miles ist Profi und fragt Passanten nach dem Weg zum Restaurant? Ähm, schon mal was von Navigationsprogrammen fürs Handy, Google Maps oder Streetview gehört? Heutzutage braucht man sich doch nicht mehr unbedingt durchzufragen, um etwas zu finden...


    das hat mich auch sehr gewundert. Überhaupt scheint das Buch völlig technikfrei. Naja, vielleicht ein riesiges Funkloch oder so.


    [quote]


    Das zum Beispiel finde ich wiederum ganz normal. Ich frage auch noch immer Leute nach dem Weg, bzw. werde ich oft gefragt. Und ich mache wirklich alles mit dem Handy :zwinker:

  • das hat mich auch sehr gewundert. Überhaupt scheint das Buch völlig technikfrei. Naja, vielleicht ein riesiges Funkloch oder so.


    Ja, das ist sehr ungewöhnlich für einen Thriller. Normalerweise gibt es in solchen Geschichten technisches Equipment, von dem unsereins nur träumen kann, aber hier kaum.


    @ marimirl
    Ich bin auch eine, die lieber fragt (schon weil ich gar kein Handy habe, das mir den Weg sagen kann :zwinker:), aber in einem fremden Land, in dem ich die Sprache nicht spreche und die technischen Mittel vorhanden sind, würde ich schon ein Navi benützen.



    Die Cola war wohl trotz Dose nicht ganz in Ordnung. Man hat offenbar grosses Interesse, dass Munroe und Miles verschwinden.


    Darüber zerbreche ich mir immer noch den Kopf. So ein Crack wie Munroe müsste doch feststellen können, ob die Dose manipuliert wurde. Leider gab es darüber keine Aufklärung, genauso wenig darüber, ob Miles auch betäubt wurde.

  • Naja, auch in eine Dose kann man mit einer festen Nadel doch sicherlich was Passendes reinspritzen, wenn man es drauf anlegt...

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Dann würde aber mit der Kohlensäure Flüssigkeit austreten und das würde auffallen. Munroe hat die Dosen bestimmt überprüft. Vielleicht war an der Stelle, wo man mit den Lippen ansetzt, ein Betäubungsmittel aufgestrichen, ähnlich wie bei "Der Name der Rose". Etwas anderes fällt mir nicht ein. Aber ich bin auch kein Profi :zwinker:

  • Stimmt, das fand ich auch komisch und unprofessionell ... auch diesen Test von Munroe ...
    [


    Ganz ehrlich finde ich Miles wirkt nicht nur an dieser stelle nicht sehr professionell. Eigentlich passt das alles für mich nicht dazu, dass er zuvor ähnliche Aufträge wie Munroe erledigt haben soll und bei den gleichen Unternehmen gearbeitet hat. Manchmal erscheint er mir in dieser Hinsicht so planlos und unvorbereitet. Er merkt nicht, dass Munroe ihm etwas im Getränk unterjubelt, er weiß nicht wie er die Menschen und die Verfolger einschätzen soll... Ich habe das Gefühl, dass Munroe viel besser den Überblick behält. Sicher sie kennt sich mit Land und Leuten aus, aber in diesem Metier muss ich das auch können, wenn ich noch nicht dort war. Daran muss Miles wohl noch etwas arbeiten.


    Jedenfall verstehen sich Munroe und Miles hinsichtlich der Arbeitsteilung ganz gut und stehen jetzt wohl vor einem großen Problem. M;an hat ihnen ja mehr als deutlich gesagt, dass man sie nicht im Lande haben will und ihre Ermittlungen durch die "Sterbeurkunde" wohl beendet sind. Also ich glaube ja mittlerweile, dass Emily noch lebt. Nur wo ist sie und wieso überhaupt ist sie von der Bildfläche verschwunden? Die Hintergründe sind mir noch ein absolutes Rätsel.

    Lesen ist meine Leidenschaft