05 - Kapitel 20 - Ende (Seite 364 - 446)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 28 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Doris.

  • Hier könnt ihr zu dem oben genannten Bereich schreiben. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • So, auch die letzten Seiten habe ich nun gelesen und diesen Abschnitt fand ich nur noch mittelmäßig.


    Ich konnte es schon nicht fassen, dass die drei aus Emilys Haus einfach fliehen konnten ohne danach auf der Straße direkt aufgegriffen zu werden. Es wird beschrieben, dass alle anderen in Fahrzeugen austeigen und alle Fußgänger verhaftet werden, nur die drei schaffen es, unbehelligt davon zu kommen.
    Danach fesselt Munroe Miles und Francisco, um heraus zu finden, ob einer von beiden Informationen weiter gibt. Kurz danach kommt sie jedoch zu dem Schluss, dass es eine dritte Person sein muss - wozu also erst der Aufwand, die beiden zu bedrohen?


    Die Fluchtaktion war wieder einmal dramatisch, mit allerhand Bestechungsgeldern. Bei dieser Aktion wird Francisco erschossen. Munroe hat die näher kommenden Autos aus weiter Entfernung bemerkt, Francisco anscheinend erst, als es zu spät war. Anschließend beginnt ein großes Blutbad und Miles muss Munroe schließlich dazu überreden, mitzukommen.
    Dass sie sich ihm schließlich öffnet und all ihre schrecklichen Geheimnisse erzählt, fand ich gut. Allerdings wären ein paar Details interessant gewesen. Inzwischen scheint es ja so, dass sie sich ein wenig menschlich geben kann und auch mal Gefühle zulässt.


    Bemerkenswert fand ich schlussendlich, dass Kate mir in der Sache drin steckt! Der unauffälligste Charakter begeht den größten Verrat. Munroes Racheaktion erscheint mir als eine der ersten Aktionen wirklich halbwegs realistisch.
    Ich denke aber, dass Miles gewusst hat, dass sie etwas damit zu tun hat. Er kennt sie inzwischen ja auch ein bisschen und hat sie live erlebt.


  • Ich denke aber, dass Miles gewusst hat, dass sie etwas damit zu tun hat. Er kennt sie inzwischen ja auch ein bisschen und hat sie live erlebt.


    Da bin ich mir auch ziemlich sicher. Ich bilde mir ein, dass man das zwischen den Zeilen auch herausgelesen hat (aber ich habe das Buch schon etwas länger fertig... :redface:)


    Dass Kate in die Sache verwickelt war, hat mich nicht besonders überrascht, sowas dachte ich mir schon. Allerdings kam mir der Gedanke auch erst als Munroe schon begann, darüber nachzudenken, wer sie wohl verrät.


    Mir hat das Buch schon ganz gut gefallen, da es mal was anderes war - zumindest für mich. Ich fand es spannend, aber es war nicht das spannendste Buch aller Zeiten. Manche Dinge wirkten einfach zu konstruiert, sprich zu unrealistisch. Das beste Beispiel bleibt hier die Flucht vom Boot. Ich merke nur gerade, dass ich schon wieder viele Details vergessen habe, was ja auch nicht unbedingt für das Buch (oder aber auch mein Gedächtnis) spricht.

  • Ich hatte Kate auch irgendwann im Verdacht, genau wie Logan. Denn die beiden waren nun mal am ehesten über Munroes Schritte informiert.


    Dass Francisco dran glauben musste und das anschließende Blutbad, als Munroe im wahrsten Sinne des Wortes "rot sieht", war mir etwas viel. Sie wird ja echt zu einem Monster und das offensichtlich nicht zum ersten Mal! Wenn sie danach allerdings immer in so eine Schockstarre gefallen ist, wundert mich doch, dass sie nie jemand erwischt hat.


    Gut fand ich aber am Ende, dass sie ihre Rachegelüste unter Kontrolle kriegt, Burbanks erschießt sich anhand des drohenden Skandals selber und Kate lässt sie auch davonkommen - was auch gut ist, denn wie sich hinterher dank Miles rausstellt, war die gar nicht die große Verräterin, sondern wurde selber von Burbanks manipuliert.
    Dass sie den Alibi-Strichjungen dann noch auf Entzug schickt, fand ich aber etwas viel des Guten.



    Danach fesselt Munroe Miles und Francisco, um heraus zu finden, ob einer von beiden Informationen weiter gibt. Kurz danach kommt sie jedoch zu dem Schluss, dass es eine dritte Person sein muss - wozu also erst der Aufwand, die beiden zu bedrohen?


    Ich hatte es so verstanden, dass sie die beiden mit der Fesselung in erster Linie verhindern wollte, dass die beiden sich gegenseitig umbringen. Und an der Art wie sie sich verhalten haben, ist ihr irgendwann klargeworden, dass es keiner der beiden war.


    Mir hat das Buch auch gut gefallen - klar war so einiges unrealistisch, aber das ist es bei James Bond auch, den schaue ich trotzdem gerne und ich fand es hier auch durchaus größtenteils spannend.

    LG, Dani


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  • Wenn sie danach allerdings immer in so eine Schockstarre gefallen ist, wundert mich doch, dass sie nie jemand erwischt hat.


    Ich glaube, das hier war ein Spezialfall, weil sie Francisco nahe stand.

  • Ja, das stimmt wahrscheinlich.

    LG, Dani


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  • Ich muss zugeben, dass ich an Kate nicht gedacht habe. Hat mich geschockt zu erfahren das sie in der Sache drinsteckt. Zum Ende hat sich dann ja noch herausgestellt das sie von Burbank erpresst wurde.


    Munroe hat Francisco also wirklich sehr gerne gehabt, sonst wäre sie wohl nicht so ausgerastet. Gut fand ich das nicht, war schon sehr heftig. Das sie Burbank nicht selbst erschossen hat, fand ich gut. Ich hatte wirklich damit gerechnet das sie Burbank und auch Kate tötet.


    Mir hat das Buch eigentlich ganz gut gefallen. Ich würde einen Nachfolgeband auf jeden Fall lesen. Gut fände ich wenn auch Miles wieder darin vorkäme.

  • An Kate hätte ich auch als letzte gedacht. Ihr Motiv war, wenn ich es richtig verstanden habe, dass sie in Burbank verliebt ist? Wie banal. Aber es ist eine Entschuldigung. Überhaupt gefällt mir, dass eigentlich alle, die in die Sache verstrickt sind, einen guten Grund haben, warum sie mitmachten bzw. mitmachen mussten. Der Einzige, der wirklich aus Geldgier handelte, war Burbank. Pleite war er ja nicht von Anfang an, da war es bestimmt noch der reine Gedanke des Geldanhäufens.


    Munroes Ausraster kann man gut mit Amokläufen vergleichen. Sie lebte die letzten Wochen ständig am Limit und immer unter Höchstspannung, und Franciscos Tod hat einen Schalter bei ihr umgelegt. Die Rückkehr nach Afrika hat sie ohnehin sehr aufgewühlt, weil es quasi ein Schritt zurück in ihre Vergangenheit war, die sie noch nicht bewältigt hat.


    Insgesamt fand ich das Buch ganz in Ordnung. Streckenweise war es wirlich spannend, aber so manche überspitzt dargestellte Aktion hat das wieder ein wenig ins Negative gezogen. Stilistisch war es bis zuletzt gut. Taylor Stevens könnte mit anderen Themen, die inhaltlich auf dem Boden bleiben, bestimmt lesenswerte Bücher schreiben. Gut gefiel mir - wenn es auch oft nur Andeutungen waren - die Beschreibung der Korruption in Afrika, des Waffen- und Drogenhandels oder die Ausbeutung des Landes durch übermäßige Rodung.



    Bitte denkt daran, eure Rezis nicht vor dem 18. Juni zu veröffentlichen!


  • Munroes Ausraster kann man gut mit Amokläufen vergleichen. Sie lebte die letzten Wochen ständig am Limit und immer unter Höchstspannung, und Franciscos Tod hat einen Schalter bei ihr umgelegt. Die Rückkehr nach Afrika hat sie ohnehin sehr aufgewühlt, weil es quasi ein Schritt zurück in ihre Vergangenheit war, die sie noch nicht bewältigt hat.


    Aber es ist ja leider so, dass ihr das schon öfters passiert ist... Sie erzählt Miles im Hotel doch all ihre schlimmen Geschichten. Bei der Sache mit Francisco kann ich es ein bisschen nachvollziehen, aber ich kann mir keine andere Situation denken, wo ich so was gerechtfertigt nennen würde.

  • Damit will ich sie nicht entschuldigen. Es gibt keine Situationen, die Ausraster dieser amokähnlichen und auch gemäßigterer Art rechtfertigen. Auch wenn sie über ihre schlimme Vergangenheit redet, bedeutet das nicht, das sie damit alles kompensiert.

  • Ich habe gestern Abend noch das Buch beenden können.
    Insgesamt hat es mir ganz gut gefallen, es war spannend und zügig zu lesen, und mir hat der Schauplatz gut gefallen.
    Ich empfand die Geschichte nicht wirklich als Thriller, eher wie ein Abenteuerroman mit Ansätzen von Thriller aber dennoch ganz gut.


    Es wäre ja zu einfach gewesen wenn sie gemütlich mit Emily heraus spaziert wären.
    Das Munroe mal wieder zeigen musste wer der Boss ist und die beiden fesselt und mal wieder mit der Waffe bedroht war ja so was von typisch. Francisco schien schon ziemlich genervt, naja es hat ja seinen Zweck erfüllt.
    Ich wollte aber eigentlich nie glauben das es Logen sein soll, sie sagt ja selber von ihm das er wie ein Bruder ist.


    Das Francisco stirbt musste ja so kommen, schon alleine weil es ja eine Reihe werden soll, und mit ihn Munroe vielleicht doch ein anderes Leben aufgebaut hätte.
    Das sie so stark um ihn trauert hätte ich wiederum nicht gedacht, Rache ja, Trauer nicht. Weil sie bis her nie jemanden so stark an sich hat rankommen lassen um nicht verletzt zu werden.
    Aber in jedem von uns steckt, denke ich mal, das Verlangen nach einen Menschen den man vertrauen, lieben ... kann.


    Die Aktion um Kate und Burbank fand ich ein wenig übereilt. Gerade Munroe sollte Wissen das Fotos nur Momentaufnahmen sind und oft die Wahrheit verdrehen können.
    Da hat Miles ja mal genauer recherchiert. Sie lag ja nicht ganz falsch, aber sie hatte zu wenig Informationen, und das für jemanden deren Beruf das beschaffen von Informationen ist.
    Burbank hat es auf jeden Fall verdient, bei Kate bin ich mir nicht so sicher.


    LG Nad

    Einmal editiert, zuletzt von Nad ()

  • Das Francisco stirbt musste ja so kommen, schon alleine weil es ja eine Reihe werden soll, und mit ihn Munroe vielleicht doch ein anderes Leben aufgebaut hätte.


    Ich habe damit eigentlich nichts fix gerechnet. Aber eigentlich hast du Recht. Die Frage ist natürlich, ob es jetzt in dieser Art weitergeht oder ob sie nach all dem, was passiert ist, noch aggressiver ist?!

  • Ich habe damit eigentlich nichts fix gerechnet. Aber eigentlich hast du Recht. Die Frage ist natürlich, ob es jetzt in dieser Art weitergeht oder ob sie nach all dem, was passiert ist, noch aggressiver ist?!


    Wir haben ja erfahren, dass ihre inneren Dämomen verschwunden sind, nachdem sie Miles alles erzählt hat. Ich denke, dass sie nun nicht mehr durch die Gegend läuft und Menschen umbringt, ohne sich danach dran zu erinnern. Früher hätte sie Burbank mit Sicherheit ebenso eiskalt ausgeschaltet wie Kate.

  • Zitat

    [quotekleiner Hase]Wir haben ja erfahren, dass ihre inneren Dämomen verschwunden sind, nachdem sie Miles alles erzählt hat. Ich denke, dass sie nun nicht mehr durch die Gegend läuft und Menschen umbringt, ohne sich danach dran zu erinnern. Früher hätte sie Burbank mit Sicherheit ebenso eiskalt ausgeschaltet wie Kate.

    [/quote]


    Ich könnte mir auch gut vorstellen das sie nun mit Miles zusammenarbeitet.

  • Ich könnte mir auch gut vorstellen das sie nun mit Miles zusammenarbeitet.


    Davon gehe ich eigentlich fast aus! Und wahrscheinlich wird zwischen den beiden auch noch mal irgendwas passieren und es werden sich romantische Gefühle entwickeln. Hoffentlich muss er dann nicht auch gleich sterben.

  • Das wäre schade! Miles ist so sympathisch.

  • Aber so richtig spannend war er ja nun auch nicht - ich fand ihn ganz nett als Ausgleich zu der megatollen, aber durchgeknallten Munroe, aber allein wäre es ja eher langweilig :breitgrins:

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Ich habe gestern auch noch zuende gelesen:



    Ich konnte es schon nicht fassen, dass die drei aus Emilys Haus einfach fliehen konnten ohne danach auf der Straße direkt aufgegriffen zu werden. Es wird beschrieben, dass alle anderen in Fahrzeugen austeigen und alle Fußgänger verhaftet werden, nur die drei schaffen es, unbehelligt davon zu kommen.


    Alle anderen haben nicht genug Bestechungsgeld? - Das kam mir aber auch komisch vor, vor allem weil die 3 als Weisse ja sowieso ein Stück weit aus der Menge hervorstechen dürften.


    Munroes Racheorgie an der Einheit, die Francisco tötet fand ich auch etwas übertrieben und dabei aber nicht detailliert genug. Dabei meine ich jetzt nicht, dass ich jeden Bluttropfen sehen will, aber ein paar zusätzliche "sie lauschte und hörte einen Ast knacken" oder so wären nicht verkehrt gewesen. Das war bei ihrem Überfall auf Kate und Burbank schon besser, da hat man auch die Planung der Schritte gut mitbekommen.


    Insgesamt hat die ganze Story ein paar Realismusprobleme und Munroe könnte sympathischer sein. Ein bisschen zu viel Popcornkino. Das ganze Buch kann ich mir halt auch super als Drehbuch vorstellen. Optisch könnte ich mir einen Typ wie Halle Berry gut vorstellen, bei ihr ist genügend Androgynität mit drin. Dazu ein Brad Pitt o.ä. als Miles und schon haben wir einen klasse Action-Thriller, den ich mir gerne ansehen würde. :breitgrins:

    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)

  • Guten Morgen,


    ich bin nun auch fertig und … enttäuscht.


    Manche Dinge werden so oberflächlich beschrieben und sind dann auch wieder unglaubwürdig. Die Fluchtaktion gehört für mich dazu. Total lächerlich fand ich, als Munroe Francisco und Miles gefesselt hat. Was sollte das denn? Ich fand die Szene blöd und war genau so angenervt wie Francisco.
    Schade fand ich den Tod von Francisco und da wurde ihr Handeln wenigstens mal genau und für mich nachvollziehbar beschrieben. Miles wäre eine interessante Persönlichkeit, wenn die Autorin sich ihm mal ein bisschen mehr gewidmet hätte. Ihm hat sich Munroe dann ja auch anvertraut, aber ich als Leser weiß immer noch nicht genau, was damals alles passiert ist. Oder habe ich irgendetwas überlesen? Vielleicht hebt sich die Autorin das ja für den 2. Teil auf, den ich aber wohl nicht mehr lesen werde.
    Auf Kate wäre ich nicht gekommen und so wirklich war sie es ja auch nicht. Ich finde die ganze Geschichte nicht schlüssig, auch die Auflösung lässt mich ziemlich unbefriedigt zurück.
    Zwischendurch kam immer mal wieder Spannung auf, aber das war für mich mehr so ein „Auf und Ab“. Die Recherche war wohl nicht so umfangreich, denn sonst hätte die Autorin einige Dinge nicht einfach so umschrieben. Ich habe dieses Buch nur beendet, weil ich es „musste“.


    Liebe Grüße
    Nina


  • Dass Francisco dran glauben musste und das anschließende Blutbad, als Munroe im wahrsten Sinne des Wortes "rot sieht", war mir etwas viel. Sie wird ja echt zu einem Monster und das offensichtlich nicht zum ersten Mal! Wenn sie danach allerdings immer in so eine Schockstarre gefallen ist, wundert mich doch, dass sie nie jemand erwischt hat.


    Aber dadurch wurde sie für mich menschlich und die ganze Aktion wurde so beschrieben, dass ich es auch nachvollziehen konnte. Aber hier war ja auch keine Technik notwendig. Ich hatte wirklich oft den Eindruck, dass die Autorin Dinge beschreiben wollte, von denen sie keine Ahnung hat und deshalb nur Andeutungen gemacht hat. Das hat mich am meisten gestört.


    Mir hat das Buch auch gut gefallen - klar war so einiges unrealistisch, aber das ist es bei James Bond auch, den schaue ich trotzdem gerne und ich fand es hier auch durchaus größtenteils spannend.


    Ich mag die Bond Filme auch sehr gerne, vielleicht ist es auch etwas anderes, wenn ich mir etwas "nur" anschaue oder es lese.