Alan Watt - Die Musik der Wüste

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Alan Watt - Die Musik der Wüste


    Neil ist 17, seine Mutter hat die Familie verlassen, als er drei war. Seitdem lebt er alleine mit seinem gewalttätigen Vater, dem Sheriff, in ihrem Haus in der Wüste von Carmen. Die Liebe seines Vater gehört dem Sänger Neil Diamond - von dem sein Sohn seinen Namen hat - den er wie einen Gott verehrt und dessen Konzerte er in Las Vegas regelmäßig aufsucht.


    Nach einer Party mit reichlich Alkohol überfährt Neil einen Schüler aus seiner Highschool. Sein Vater versucht die Sache zu vertuschen, um Neils Zukunft zu retten. Doch wird er mit diesen Schuldgefühlen leben können?




    Die Musik der Wüste ist ein großartiges Buch. Den Großteil des Buches verbringen wir in Neils Gedankenwelt, dadurch sind manche Sätze auch relativ kurz und einfach gehalten. Dennoch ist diese Welt für einen Teenager relativ komplex an Problematiken. Zu dem tragischen Unfall kommt noch seine Vergangenheit, da er nie erfahren hat, warum ihn seine Mutter verlassen hat bzw. warum sie ihn bei seinem gewalttätigen und gefühllosen Vater zurückgelassen hat. Das Buch selber zieht sich nur über wenige Tage - von Sonntagnacht bis Mittwoch. In denen Neil versucht einen Ausweg aus dem Ganzen zu finden und Antwort auf seinen Fragen bezüglich der Vergangenheit zu bekommen. Als Leser ist es äußerst schmerzhaft ihm dabei zu zuschauen, man möchte ihn schütteln um ihn aus seiner Passivität raus zu bekommen und endlich zu agieren. Aber man kann nur hilflos zu sehen, wie er mehr und mehr ins Straucheln gerät.


    Ein Buch, das noch eine ganze Weile nachhallen wird.


    4ratten

    Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.<br />Jean Anouilh

  • Meine Meinung

    Ein Buch, das noch eine ganze Weile nachhallen wird.

    Ganz bestimmt. Gerade, was die Rolle des Vaters betrifft. Lange konnte. ich nicht verstehen, warum er Neils Tat unbedingt vertuschen wollte. Ich habe den Eindruck gewonnen, er wollte Neil damit zwingen, nach seinen Vorstellungen zu leben. Trotzdem: als Sheriff muss er sich doch darüber im Klaren sein, welche Folgen es haben wird.


    Neil leidet immer mehr unter der Situation. Aber er sieht keinen Ausweg. Das FBI ist ihm auf der Spur und ich habe das Gefühl, als ob er am liebsten gestehen würde. Aber sein Vater verhindert das immer wieder. Er kann sich auch seinen Freunden nicht anvertrauen. Wobei ich auch nicht den Eindruck bekommen habe, als ob die Jungen im Footballteam wirklich Freunde sind. Meistens kam es mir so vor, als ob im Team jeder gegen jeden ist und die Jungen nur zusammenhalten, wenn es gegen eine andere Mannschaft geht.


    Während Neil versucht, sein Leben wieder in Ordnung zu bringen, wird das Verhalten des Vaters immer extremer. Ein Trip nach Las Vegas gibt mir den entscheidenden Hinweis über seine Motive. Danach wurde er mir noch unsympathischer, weil er seinen Sohn für sein Wohlergehen missbraucht hat.


    Die Musik der Wüste wirkt leicht erzählt, aber die Geschichte ist es ganz und gar nicht. Ich habe schon erwähnt, dass mich das Buch von Anfang an gepackt hat und wie schon oben erwähnt: es wir noch einige Zeit nachwirken.

    4ratten

    Being alone isn't something to endure - it's something to relish.