Das Feuilleton bringt sich gegenseitig um!

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 23 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Friedi.

  • Guten Morgen allerseits,


    ein interessantes Thema, das derzeit die kulturellen Gemüter bewegt.


    Zitat

    In einem neuen Schweden-Krimi stirbt eine Person, die dem "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher sehr ähnelt. Den Autor, Per Johansson, gibt es nicht. Die Spurensuche führt zur "Süddeutschen Zeitung".


    Vergeltung – Der grausige Tod eines Großjournalisten


    Zitat

    Abrechnung unter Schöngeistern? Thomas Steinfeld, Chef des "SZ"-Feuilletons, soll in einem unter Pseudonym geschriebenen Krimi den "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher zum Mordopfer gemacht haben. Das behauptet die "Welt". Die These hat das Zeug zum Skandal.


    Kulturkampf: "SZ"-Kulturchef soll Schirrmacher-Krimi geschrieben haben


    Zitat

    "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher als Mordopfer - und das ausgerechnet in einem Roman seines Feuilleton-Konkurrenten Thomas Steinfeld?


    "Hinter dem Autoren-Pseudonym Per Johansson verbirgt sich ein Autoren-Duo, zu dem der Kulturjournalist und Autor Thomas Steinfeld gehört" - so Steinfeld selbst in seiner Presseerklärung an die dpa.


    Steinfeld outet sich als "Sturm"-Autor


    Zitat

    Wie viel Schirrmacher steckt im Skandal-Krimi "Der Sturm"? Sehr viel! Der Mann, den "SZ"-Feuilletonchef Thomas Steinfeld einen grausamen Tod sterben lässt, ist eindeutig sein "FAZ"-Widersacher. Doch durch seinen Kolportage-Roman hat sich der Literaturkritiker selbst blamiert.


    Konkurrent tot, Autor blamiert


    [hr]


    Ich muss zugeben, dass dieses Skandälchen meine Meinung über den Feuilleton und deren Macher leider verfestigt. Insgesamt halte ich diese ganze Gruppe Intellektueller und deren vehementer Verfechter nämlich für viel zu egozentrisch. Die Demaskierung ist eingeleitet: Menschen, die ihre feinen Näschen über Krimis rümpfen, schreiben selbst einen, um ihre Kollegen darin zu ermorden.


    Fazit: Für mich definitiv der Lacher des Tages :breitgrins:


    Liebe Grüße
    nimue

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

    Einmal editiert, zuletzt von nimue ()


  • Das Beste daran finde ich ja das die meisten Leser meist solche Parallelen nicht mal erkennen würde weil er die betreffenden Personen gar nicht kennen... Ansonsten: Ich lache mit :breitgrins:


    Genau, die betreffenden Beteiligten wissen wer gemeint ist aber der "normale" Leser weiss nicht um die Zusammenhänge. Aber solange es bei einem Mord auf dem Papier bleibt...

    Das sind keine Stirnfalten. Das ist ein Sixpack vom Denken.

  • Das erinnert doch stark an das Gedöns damals um "Tod eines Kritikers" ...

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Ich bekomme Der Sturm demnächst - aber im Leben wäre mir das nicht aufgefallen, da ich Herrn Schirrmacher nun wirklich nicht so gut kenne...


    Der soll sich doch freuen, wenn er seinem Kollegen solche literarischen Mühen wert ist :breitgrins:

    LG, Dani


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  • Mich erinnert das stark an die "Abrechnung" von Michael Ende mit Marcel Reich-Ranicki im Wunschpunsch (dort gibt es ein Büchernörgele, das eine sehr gelungene literarische Karikatur dieses Kritikers darstellt... wenn man will :breitgrins: )


    Andere Generation "gleiche Waffen".... ok, das Büchernörgele wurde nicht umgebracht, es war einfach nur ziemlich nervig, soweit ich mich dunkel erinnere.... aber... ich lache auch gern mit und ich bin mir sicher, dass dieser Krimi irgendwann auf Muttern's Einkaufsliste landet (ich kann diese ja beeinflussen :zwinker: ) und dann lese ich das auch und grinse vor mich hin.

    Gruss Petra

  • Ja, :breitgrins:deshalb blieb es mir auch gut im Gedächtnis... und eben zu der Zeit war M.R.R. gerade ziemlich hype :breitgrins:

    Gruss Petra

  • Ach, ich finde es lustig, auch wenn ich mich selber als Feuilleton-Leserin outen muss :breitgrins:


    Ist aber für den Herrn Schirrmacher glaube ich ne bessere Publicity als für den Steinfeld, immerhin ist der Steinfeld nun der böse ^^
    Ich finde es lustig, und ja es ähnelt tatsächlich dem "Tod eines Kritikers".


    Irgendwie muss ich jetzt an die Debatte um Christian Kracht's "Imperium" denken...weiß auch nicht wieso

  • So, gerade ne Mail von vorablesen bekommen (der normale Newsletter):



    Und ich dachte so "momentmal, "Echtheit des Autors" " ?
    Der Fischer-Verlag wird doch wohl wissen wer bei ihnen verlegt wird und, dass es sich um ein Pseudonym handelt? Außerdem wird sich ja vorher sicherlich ein Lektor um das Buch gekümmert haben, etc.
    Ich glaube der Verlag versucht sich jetzt erstmal aus der Affäre zu ziehen...traurig

  • haha, die Mail habe ich auch gerade gelesen - wird das Buch jetzt komplett zurückgezogen?! Was für ein Theater!

    LG, Dani


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  • Und ich dachte so "momentmal, "Echtheit des Autors" " ?


    Ist ja auch eine schöne Stilblüte... Huch, der Autor ist gar nicht echt, sondern zB aus Aluminium (oder Plastik, wie nicht echte Weihnachtsbäume) :breitgrins:


    Ansonsten lache ich auch mit. Wenn mir das mal passieren würde, wäre ich sicher stolz drauf. Man kommt ja nicht alle Tage in einem Buch vor - wahrscheinlich auch als Frank Schirrmacher nicht. Der hätte wohl besser mit herausgestreckter Brust verkündet, dass er es immerhin geschafft habe, den anderen so zu ärgern, dass dieser ihn literarisch umbringen musste. Noch ein "wie cool" hinterherschicken und dann steht man selber gut da und der andere ärgert sich, dass man sich nicht ärgert... aber dafür sind die Föjetong-Jungs zu wenig locker :breitgrins:

    Wer anderen folgt, wird nie zuerst ankommen.

  • Zitat


    Ist ja auch eine schöne Stilblüte... Huch, der Autor ist gar nicht echt, sondern zB aus Aluminium (oder Plastik, wie nicht echte Weihnachtsbäume) :breitgrins:


    Oho, dabei sind Stilblüten im Feuilleton (laut meinem Prof) strengstens untersagt :breitgrins:


  • ... auch wenn ich mich selber als Feuilleton-Leserin outen muss :breitgrins:


    Keine Sorge - Du bist nicht allein. :zwinker: Ich kenne hier noch mindestens zwei weitere. :breitgrins:

    Andere Orte im Internet erkundet und für uninteressant befunden.

  • Ich lese das Följetong auch - aber online und Schirrmacher hätte ich im Leben nicht erkannt :breitgrins:

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann


  • Schirrmacher hätte ich im Leben nicht erkannt :breitgrins:


    Ist ja auch fraglich, ob er es denn auch wirklich sein soll oder nicht. Vielleicht hätte er das ja gern. :zwinker:
    Steinfeld selbst relativiert nun und sagt, in der ermordeten Figur stecken viele, auch er selbst. Beim Focus heißt es heute:


    Zitat

    Steinfeld zufolge ist das Mordopfer in seinem Roman „Der Sturm“ nicht nur ein „Amalgam“ aus Charakterzügen bekannter Journalisten, sondern auch ein Selbstporträt. „Da stecke ich drin, in hohem Maße“, sagte Steinfeld dem FOCUS.

    Andere Orte im Internet erkundet und für uninteressant befunden.


  • Ist ja auch fraglich, ob er es denn auch wirklich sein soll oder nicht. Vielleicht hätte er das ja gern. :zwinker:
    Steinfeld selbst relativiert nun und sagt, in der ermordeten Figur stecken viele, auch er selbst. Beim Focus heißt es heute:


    Flotte Reaktion nach knapp mehr als einer Woche (wenn ich das recht sehe) im Zeitalter des Internet. Aber ich bin ein Schelm, der böses dabei denkt :zwinker:

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann