05 - "Mistake" bis "The Top of the Morning" (Seite 328 bis einschl. Seite 406)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 24 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von schlumeline.

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich kann euch nur zustimmen, dass sich dieser Abschnitt auch für mich gefühlt unglaublich gezogen hat und dabei ist fast gar nichts passiert. Mir geht es zwar auch so, dass ich jetzt endlich die Auflösung lesen möchte, aber begeistern kann mich das Buch gar nicht. Linna's andauernde Abschweifungen zu irgendwelchem Musikstücken und wann sie welches Lied hören kann und wann nicht, langweilen mich so, dass ich diese Abschnitte einfach nur überfliege. Linna ist mir dabei mittlerweile nicht mehr wirklich unsympathisch, aber ich kann sie einfach nicht verstehen. Ok, sie hatte eine schlimme Kindheit, weil ihre Mutter an Depressionen litt, aber das alleine ist der Grund, dass sie nicht mehr normal agieren kann? Ich weiß ja nicht... Vor allem nachdem sie seit 5 Jahren schon versucht aus dem Einflussbereich ihrer Mutter zu kommen. Ich tue mich da echt schwer, das nachzuvollziehen. Kann da zum Teil mit ihr mitfühlen, verstehe aber nicht, wieso sie nicht endlich mal mit Menschen redet.


    Auch verstehe ich ja diese ganze Band nicht: Anscheinend hat da jeder seinen Rucksack zu tragen, aber irgendwie sind sie wohl nie auf die Idee gekommen miteinander zu reden. Gut, ich war in keiner Band, aber ich war nie so lange mit jemandem dauernd zusammen ohne mal miteinander zu reden! Aber reden wird in diesem Buch eh überwertet. :rollen:


    Finde ich auch ein bisschen viel, dass jeder so eine traumatische Vergangenheit hatte, sehr unrealistisch.


    Ja, das finde ich auch etwas übertrieben. Jeder hat eine traumatische Vergangenheit und wenn er sie nicht hat, dann muss er zumindest etwas "Komisches" (siehe Falk) erlebt haben. Seine Reaktion darauf empfand ich aber auch als reichlich dämlich! Und mein absoluter Tiefpunkt ist ja die Tatsache, dass Falk sich sehr wohl an die Nacht mit Linna erinnert, sie aber geleugnet hat, da er das Vertrauen in sie verloren hatte??? Sagt mal, ganz ehrlich, versteht ihr das??? Was hat denn Vertrauen damit zu tun, ob ich mich an eine gemeinsame Nacht erinnere oder nicht? Nur weil ich mich erinnere, muss ich da doch nicht weitermachen, wo damals aufgehört wurde, oder? Also ich muss sagen, dass Falk in meinen Augen damit gestorben ist. Es tut mir echt leid, aber diese Tour finde ich so mies, dass mir Linna wirklich leid tut. Und dann erklärt er ihr auch noch, wie neidisch doch alle auf sie sind, da sie ja soooo toll ist. Was soll das denn werden? Oh man, ich muss mich so aufregen! :grmpf: :zwinker:



    Was ich aber wiederrum unrealistisch finde ist, dass Lina sieht, dass Simons Wunde von der Axt genäht werden müsste, sie aber nichts unternimmt, obwohl sie an die Gefahr einer Blutvergiftung denkt und er keine schlecht verheilte Wunde gebrauchen kann. Also bitte, da muss man doch einen Notarzt oder so rufen...


    Ja, das kann ich auch nicht nachvollziehen. Aber gut, ich kann eigentlich das gesamte Buch nicht nachvollziehen. Simon scheint sich wirklich schwerer verletzt zu haben und Linna denkt nur daran, dass sie unbedingt noch auf der Hütte bleiben müssen. Also ganz ehrlich: Da würde ich gar nicht mehr denken, sondern nur noch handeln und das heißt Notarzt rufen und weg von der Hütte.


    Andererseits dreht sie dann fast durch, als sie das kleine Mädchen auf seinem Handy entdeckt, denkt gleich, er sei pädophil und dann gibt es wenigstens noch eine traumatische Geschichte von Simon. Auch da konnte ich leider nur den Kopf schütteln... :rollen:


    Na ja, ich vermute auch, dass Jules schwul ist. Alleine nach der Geschichte, die Simon erzählt hat, dass Jules eben genau nicht mit dem Mädchen geschlafen hat, obwohl er es ja angeblich darauf angelegt hatte, bin ich mir fast sicher. Die Frage ist nur, ob er das wirklich selber geschrieben hat oder wer das dann war?


    Irgendwie deutet ja wirklich immer mehr auf Tobi hin. Der stellt sich als gar zu unschuldig dar!


    Na, ich hoffe, dass das jetzt im letzten Abschnitt alles vernünftig gelöst wird. Ich lese echt nur weiter, weil ich wissen möchte, wie es ausgeht. Daher hoffe ich auf einen gelungenen letzten Abschnitt, sonst gibt das echt einen Verriss von mir! :grmpf:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)

  • @Tammy
    Da zeigt sich mal das man Freundshaft oft auch einfach hineininterpretiert. Aber hinterher stellt sich dann heraus das man das wohl irgendwie gar nicht als Freundshaft Bezeichnen konnte... grade Linna und Maggie, das ist für mich eine Zweckgemeinshaft gewesen. Das merkt ja auch Linna als sie gefragt wird ob sie Maggie eigentlich mag...

  • Tja, was soll ich zu dem 5. Abschnitt schreiben?
    Ich fand es spannend, wie sich Linna und Falk auf die Lauer gelegt haben, konnte die Nähe zwischen den beiden aber gar nicht richtig genießen, weil irgendwie alles so unheimlich ist und ich nicht weiß, wem ich da trauen kann. Immerhin, Falk weiß, daß Linna nicht für die Schmierereien an der Wand verantwortlich ist. Das ist ja schonmal etwas. Und Simon, der scheinbar kein Wässerchen trüben kann, hat eine uneheliche Tochter. Damit hätte ich nicht gerechnet!
    Gruselig fand ich die Geschichte von Falk, wie er Linna erzählt, mit dem Hausmeister eingesperrt gewesen zu sein :entsetzt:


    Ich werde nachher noch eure Kommentare durchsehen und muß unbedingt weiterlesen. Will doch schließlich wissen, wie sich das Ganze auflöst :smile:


    Bis später :winken:

    :lesen:&nbsp; &quot;Tolkiens Zauber&quot;<br /><br />:popcorn: &quot;Love Steaks&quot;<br /><br />Letztes Hörbuch: &quot;Türkisgrüner Winter&quot;


  • Gruselig fand ich die Geschichte von Falk, wie er Linna erzählt, mit dem Hausmeister eingesperrt gewesen zu sein :entsetzt:


    Unheimlich ist die Geschichte wirklich. Aber ich fand das so aufgesetzt, dass einfach jeder zwanghaft irgendetwas Schlimmes erlebt haben muss, dass ich schon nur noch die Augen verdrehen konnte... :rollen:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)

  • :winken: Huhu, ich melde mich auch noch einmal aus der Versenkung. Ich muss gestehen das Buch vor einiger Zeit einfach auf Seite gelegt zu haben mit der Absicht nicht mehr weiterlesen zu wollen und dabei ist es dann zunächst auch geblieben. Mich haben die vorangegangenen Abschnitte, die Protagonistin und die vielen Musikverweise so genervt, dass ich einfach etwas Abstand gebraucht habe. Da ich aber ganz selten ein Buch nicht weiterlese, habe ich mich nun in meinem Urlaub wieder daran gesetzt und diesen Abschnitt hier gelesen. Hier kam zwar etwas Musik vor, aber noch dezent genug, dass ich mich darüber nicht aufregen musste. Ansonsten war es jetzt etwas unspektakulärer. Linna steht nun durch die Nähe zu Falk, die ich noch nicht richtig einschätzen kann, nicht mehr ganz alleine da. Das verändert sie ein wenig in ihrem Handeln. Was mir hier merkwürdig vorgekommen ist, ist die Tatsache, dass sie Simon das verschwundene Handy zeigt und dabei fast ausflippt. Wie kommt sie auf diese pädophile Idee? Und warum lässt sie Simon in dem Glauben sie selbst habe die Handys weg genommen. Ich glaube ja auch Falk diesbezüglich nicht. Die Begründung hinsichtlich der Handys erscheint mir einfach fadenscheinig.


    Wer ist schwul? Ist es wirklich Jules? Vieles deutet natürlich auf ihn hin. Seine Beziehung zur Ehefrau und auch sein sonstiges Verhalten gegenüber Frauen. War er derjenige oben auf dem Dachboden? Dann war er nicht derjenige, der die Nachricht in der Küche hinterlassen hat, denn es wird wohl nicht ein und dieselbe Person gewesen sein.


    So, nun werde ich es wohl auch schaffen das Buch zu beenden. Bis dahin.

    Lesen ist meine Leidenschaft