An den Ufern des goldenen Flusses - Isabel Beto

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Es gibt 7 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Spatzi79.

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    Inhalt:
    Es ist das Jahr 1815 als Janna Sievers mit ihrem Verlobten Reinmar Götz nach Venezuela auswandert. Allerdings erreichen sie ihr Ziel etwas anders als erwartet. Das Schiff die Seute Deern erleidet vor der Küste Schiffbruch und Janna muss sich mit Hilfe des Halb-Indios Arturo durchschlagen. Ihr Ziel ist die Stadt Angostura wo sie mit Reinmar leben wollte. Arturo allerdings hat ein anderes Ziel als Janna zu ihrem Verlobten zu bringen, er ist auf der Suche nach einem sagenumwobenen Schatz und so erlebt sie einige Abenteuer am und auf dem Orinoco.


    Meine Meinung:
    „An den Ufern des goldenen Flusses“ ist ein historischer Roman über das Auswandern einer jungen Frau von Hamburg nach Venezuela. Sie macht nicht nur einen großen Schritt über das Meer sondern auch in eine komplett andere Welt. Mehr Unterschied zwischen zwei Kulturen wie Biedermeierstil in Hamburg und das wilde Leben in Venezuela am Anfang des 19 Jahrhunderts geht wohl nicht. Mir hat die Geschichte rund um Janna Sievers, Reinmar Götz und Arturo sehr gut gefallen. Die Schilderungen waren glaubhaft und vor allem lebendig. Der Erzählstil von Isabel Beto ist leicht und flüssig zu lesen und dabei bildhaft und facettenreich. Gerade die Landschaft Venezuelas, ihre Farbenpracht und Wildnis hat die Autorin gut zu Papier gebracht. Ich konnte mir jedenfalls ein lebhaftes Bild machen und fühlte mich mittendrin. Die Kulturunterschiede hat sie deutlich hervorgearbeitet und den Lebensstil der reichen Oberschicht genauso wiedergegeben wie das Schicksal der armen Leute.
    Die Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten war spannend und gleichzeitig ergreifend zu lesen und auch nicht zu vorhersehbar. Ich jeden Falls konnte das Buch kaum aus der Hand legen.


    Zur Aufmachung dieses Taschenbuches, welches ich sehr gelungen finde. Nicht nur das Cover ist klasse, es lädt direkt zum träumen ein und dazu in eine verwunschenen Welt zu entfliehen. Auch ist der Buchschnitt selbst mit Palmen und Papageien verziert, so etwas habe ich bei einem TB so noch nie gesehen und gefällt mir sehr gut.
    Dann gibt es noch ein kleines Nachwort der Autorin in welchem sie kurz auf die Lebensumstände der Bevölkerung eingeht und ein Glossar der fremden Begriffe sorgt dafür, dass man als Leser auch alles versteht.


    Mein Fazit: Die Geschichte von Janna Sievers, Arturo und ihrem Verlobten Reinmar Götz war für mich glaubhaft und spannend zu lesen, sie hat mir sehr gut gefallen und ich würde jederzeit wieder zu einem Roman von Isabel Beto greifen. Vielleicht entschließt sie sich ja sogar dafür noch einmal zu Janna nach Venezuela zurück zukehren. Einen Aufhänger dafür hat sie jedenfalls in den letzten Zeilen des Buches da gelassen. Ich würde mich freuen.


    5ratten

  • Klappentext:
    1815: Ein Sturm tobt vor der Küste Venezuelas. Auf der Seuten Deern bangen Janna Sievers und ihr Verlobter Reinmar um ihr Leben. Ihr Ziel: die Stadt Angostura, wo sie mit einer Pferdezucht ihr Glück machen wollen. Zu Hause in Hamburg hat Janna immer mit wohligem Schaudern von den Abenteuern des schiffbrüchigen Robinson Crusoe gelesen. Dass sie sein Schicksal einmal teilen würde, hätte sie nie gedacht – bis sie allein an der Küste des fremden Kontinents strandet. Sie ist auf die Hilfe des wortkargen Halb-Indios Arturo angewiesen, um nach Angostura zu gelangen. Dort hofft sie, Reinmar wiederzufinden. Doch Arturo hat sein eigenes Ziel: den Goldschatz eines sagenumwobenen Inkakönigs an den Quellen des Orinocos. Auf einer schicksalhaften Flussfahrt wird sich Jannas Leben für immer verändern...


    Meine Meinung
    Ein schöner dicker Schmöker mit über 500 Seiten, der sich dank des leichten und flüssigen Schreibstils sehr flott lesen lässt.
    Die Figuren sind gut dargestellt, und besonders Janna - die Hauptfigur - hat mir gut gefallen. Man kann die Entwicklung, die sie durchmacht, richtig gut nachvollziehen und -fühlen. Zu Beginn ist sie noch die etwas verwöhnte Tochter aus gutem Hause, aber mit der Zeit wird sie immer umgänglicher, mutiger und pfeift letztendlich auch auf ihren guten Ruf, der vorher so wichtig war.
    Allerdings ist das Abenteuer, das sie hier zu bewältigen hat, auch wirklich nicht zu verachten! Janna ist in Hamburg aufgewachsen und voller Träume und Hoffnungen auf eine glückliche Zukunft gemeinsam mit ihrem Verlobten Reinmar nach Venezuela aufgebrochen. Doch ein Schiffsunglück ändert alles.
    Die Liebesgeschichte im Buch empfinde ich als sehr gut umgesetzt. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund, ist aber doch immer präsent. Auch die schönen Beschreibungen der Natur und Ortschaften haben mir sehr gefallen und mir Venezuela etwas nähergebracht.
    Ich vergebe gerne fünf Sterne; das Buch hat mir viel Freude gemacht.


    5ratten

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    Kurzbeschreibung:


    Fluss der Sehnsucht. 1815: Ein Sturm tobt vor der Küste Venezuelas. Auf der Seuten Deern bangen Janna Sievers und ihr Verlobter Reinmar um ihr Leben. Ihr Ziel: die Stadt Angostura, wo sie mit einer Pferdezucht ihr Glück machen wollen. Zu Hause in Hamburg hat Janna immer mit wohligem Schaudern von den Abenteuern des schiffbrüchigen Robinson Crusoe gelesen. Dass sie sein Schicksal einmal teilen würde, hätte sie nie gedacht – bis sie allein an der Küste des fremden Kontinents strandet. Sie ist auf die Hilfe des wortkargen Halb-Indios Arturo angewiesen, um nach Angostura zu gelangen. Dort hofft sie, Reinmar wiederzufinden. Doch Arturo hat sein eigenes Ziel: den Goldschatz eines sagenumwobenen Inkakönigs an den Quellen des Orinocos. Auf einer schicksalhaften Flussfahrt wird sich Jannas Leben für immer verändern ...

    Über die Autorin:


    Isabel Beto arbeitete als Malerin, bevor sie anfing zu schreiben. Die Farben Südamerikas haben sie schon immer besonders fasziniert, und sie liebt es, ganz in ihren Geschichten und Bildern abzutauchen und so fremde, exotische Welten erleben zu können.

    Meinung zum Buch:



    Die Hamburgerin Janna Sievers bricht 1815 zusammen mit ihrem Verlobten Reinmar Götz und der Anstandsdame Frau Wellhorn in Richtung Venezuela auf. Der Plan ist, sich in Aguinaldo ein neues Leben aufzubauen und der von Krieg geschüttelten Heimat zu entfliehen.
    Reinmar Götz möchte sich eine Hazienda aufbauen, wo er Pferde züchten kann. Eigens dafür hat er ein prachtvolles Pferd zum Kreuzen dabei. Doch dann kommt alles anders.
    Das Schiff Seuten Deern gerät in einen Sturm und kentert. Janna wird zusammen mit Frau Wellhorn in ein Rettungsboot verfrachtet, Reinmar will nachkommen. Doch auch dieses Rettungsboot wird Opfer des Sturm und Janna erwacht mutterseelenallein am Strand. Sie weiß weder wo sie ist, noch was mit den anderen geschehen ist. Leben sie noch? Wo ist sie?


    Janna weiß nur, dass sie nach Aguinaldo muss. Aber wie soll sie dorthin gelangen? Als sie zwei Menschen am Strand entdeckt, hofft sie, dass die ihr weiterhelfen können. Doch es sind Strandräuber und haben etwas ganz anderes im Sinn, als ihr zu helfen.
    Die Rettung naht in Form eines Halbindios – Arturo. Zunächst schweigsam und grob, befreit er sie und bringt sie mit seinem Boot weg.


    Verzweifelt versucht sie ihm klar zu machen, dass sie nach Aguinaldo muss. Doch versteht der Halbindio sie? Wohin bringt er sie und wird sie je ihre Familie wieder sehen?


    Das Cover ist thematisch an das erste Buch „Die Bucht des grünen Mondes“ angelehnt und lädt zum Träumen ein. Farblich spiegelt es den Dschungel wieder.
    Der Schnitt wurde bei dem Buch besonders schön gestaltet, so findet man hier im grünen Ton die Abildung des Papagei wieder.
    Das Papier ist dicker als bei anderen Büchern un macht daher einen höherwertigeren Eindruck, auch wenn das Buch dadurch fast doppelt so dick ist wie ein vergelichbares Werk mit der gleichen Seitenanzahl.


    Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der rund 280 Jahre vor der eigentlichen Geschichte spielt. Hier erfährt der Leser von der Eroberung der Konquistadoren und dem Kampf der Indios gegen sie. Auch wird ein geheimnisvoller Schatz erwähnt, der aber seit dem als verschollen gilt.
    Dieser Einstieg macht Lust auf die Geschichte. Rund 280 Jahre später begleitet dann der Leser Janna Sievers auf ihrem Weg. Als stiller Beobachter darf der Leser am Leben von Janna Sievers teilhaben.


    Dabei ist die Figur Janna so lebendig und farblich beschrieben, dass sie einem nicht nur sympathisch wird, sondern man regelrecht mit ihr mitfühlt und –leidet.
    Die Autorin schafft es mit viel Liebe zum Detail, dass man regelrecht in den Dschungel rein katapultiert wird. Die Vegetation, der Orinoco, aber auch die Umstände zu jener Zeit erwachen vor dem inneren Auge zum Leben und man meint, selbst durch den Dschungel zu wandern. Zeitgleich vermittelt die Autorin dem Leser geschichtlich fundierte Hintergründe von Venezuela. Man merkt deutlich die umfassende Recherchearbeiten und die Liebe zu dem Land.


    Sprachlich ist der Roman leicht verständlich geschrieben, zwar kommen einige Begriffe vor, die man so nicht kennt, doch gibt die Autorin hier zur Hilfe einen Glossar am Ende des Buches mit.
    Der Protagonistin Janna merkt man deutlich ihre Veränderung an und spätestens an der Stelle, wo sie wieder auf ihren Verlobten trifft, wird deutlich, wie sehr sie sich verändert hat.


    Einzig eine Karte, auf der man Jannas Reise und die Lage der einzelnen Orte hätte verfolgen können, fehlte mir.


    Fazit:


    Ein spannender Roman, der den Leser in ein exotisches Land entführt und nur schwer wieder hergibt. Ich freue mich schon auf die nächste Reise mit Isabel Beto.



    Informationen zum Buch:


    • Taschenbuch
    • 544 Seiten
    • rororo Taschenbuch
    • Erscheinungsdatum: 07.12.2012
    • 9,99 EUR



    Bewertung:


    5ratten

    LG, Ariadne

  • Inhalt:
    Janna und Reinmar wandern nach Venezuela aus um dort eine Pferdezucht zu betreiben.
    Doch bevor sie dort ankommen, gerät das Schiff in einen Sturm, Janna geht über Board und wird an einer Insel angeschwemmt.
    Bevor sie Plünderern in die Hände fällt, wird sie von dem einheimischen Arturo gerettet.
    Janna hofft darauf, von Arturo nach Angostura gebracht zu werden und dort ihren Verlobten wieder zu treffen, doch Arturo hat ganz andere Pläne und nimmt Janna mit……


    Meine Meinung:
    Isabel Beto hat einen unglaublich bildhaften Schreibstil, der es dem Leser einfach macht, sich gedanklich in dieser wunderbaren und farbenprächtigen Welt wohl zu fühlen.
    Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen, allen voran Janna, die sich von einem unbedarften, etwas naiven Mädchen in eine junge Frau verwandelt, die sich bestens in ihr neues Leben eingewöhnt und sogar gefallen daran findet.
    An Reinmar hat mir gut gefallen, dass ich ihn einfach nicht richtig einschätzen konnte. Mal hatte ich für sein Vorgehen Verständnis, dass aber genauso schnell in Faßungslosigkeit umschlug.
    Je weiter ich mit der Geschichte vorankam, desto intensiver wurde ich in sie hineingezogen und konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen.
    Da ich die Geschichte von Anfang bis zum Schluß sehr gut gelungen und stimmig fand, gibt es von mir 5 von 5 Punkten und eine unbedingte Empfehlung.


    5ratten

  • Zum Buch


    Hamburg-Venezuela im 19. Jahrhundert. Die Kaufmannstochter Janna Sievers reist mit Ihrem Verlobten nach Venezuela, um sich dort mit einer Pferdezucht eine Existenz aufzubauen. Das Schiff gerät bei einem Unwetter in Seenot und Janna strandet an der Mündung des Orinoco. Mit dem verschlossenen Halb-Indio Arturo beginnt eine abenteuerliche Flussfahrt. Janna möchte nur zu ihrem Verlobten, wobei Arturo durchaus andere Ziele verfolgt.


    Meine Meinung


    Die Autorin Isabel Beto schafft es mit detailreichen Beschreibungen, die Welt des Südamerikanischen Urwaldes während des Lesens lebendig werden zu lassen. Wie bereits in "Die Bucht des grünen Mondes" kann man fast die artenreiche Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt Venezuelas zum Greifen nah spüren. Im Vorgängerroman war der Kautschuk allgegenwärtig, hier geht es nun um Pferdezucht und Kakao.


    Die Hauptprotagonistin Janna Sievers entwickelt sich von einer behüteten Hamburger Kaufmannstochter zu einer jungen Frau, die durchaus dazu imstande ist, auch im venezuelanischen Urwald "ihren Mann zu stehen". Im Laufe des Buches wird ihr klar, dass es wichtigere Dinge gibt als gesellschaftliches Ansehen und Etikette.


    Die Figuren in der Geschichte sind sehr schön ausgearbeitet, sowohl den dandyhaften Verlobten von Janna als auch ihre Großmutter, an die sie oft denkt, konnte ich mir gut vorstellen. Gelegentlich werden Begrifflichkeiten im "Hamburger Platt" eingefügt, die für mich aber nicht immer zur Situation passend wirkten, der einzige winzige Minuspunkt für mich.


    Geschichtliche Hintergründe um Alexander von Humboldt und Simon Bolivar werden fein eingearbeitet und machen aus dem Buch einen historischen Liebesroman mit Spannungselementen, also eine wunderbare sehr unterhaltsame Mischung. Der Schreibstil von Isabel Beto liest sich sehr gut und lässt einen das Buch flugs beenden.


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Das sind keine Stirnfalten. Das ist ein Sixpack vom Denken.

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    Inhaltsangabe:



    Fluss der Sehnsucht. 1815: Ein Sturm tobt vor der Küste Venezuelas. Auf der Seuten Deern bangen Janna Sievers und ihr Verlobter Reinmar um ihr Leben. Ihr Ziel: die Stadt Angostura, wo sie mit einer Pferdezucht ihr Glück machen wollen. Zu Hause in Hamburg hat Janna immer mit wohligem Schaudern von den Abenteuern des schiffbrüchigen Robinson Crusoe gelesen. Dass sie sein Schicksal einmal teilen würde, hätte sie nie gedacht – bis sie allein an der Küste des fremden Kontinents strandet. Sie ist auf die Hilfe des wortkargen Halb-Indios Arturo angewiesen, um nach Angostura zu gelangen. Dort hofft sie, Reinmar wiederzufinden. Doch Arturo hat sein eigenes Ziel: den Goldschatz eines sagenumwobenen Inkakönigs an den Quellen des Orinocos. Auf einer schicksalhaften Flussfahrt wird sich Jannas Leben für immer verändern ...



    Meine Meinung:



    Janna ist auf dem Weg mit ihrem Verlobten in ein ganz großes Abenteuer, dieses Abenteuer soll größer werden als die beiden sich je in ihren kühnsten Träumen vorgestellt haben.


    Dabei hat Janna schon von vielen Abenteuern gelesen, denn sie liebt Bücher und ließt von Robinson Crusoe. Als ich das lass war mir Janna direkt doppelt sympathisch, da kann ich einfach nicht anders, Charakteren mit dieser Eigenschaft hab ich einfach gern. Aber nicht nur das gefiel mir an Janna sondern auch ihre unglaubliche Entwicklung in der Geschichte, sie wächst in ihr neues Leben hinein und mit ihren neuen Aufgaben.


    Das die Reise direkt mit einen Schiffbruch startet hätte sich keine erträumen lassen, Janna und Reinmar werden fürs erste getrennte Wege gehen. Janna wird von Arturo, man munkelte auf dem Schiff es soll Kannibale geben, ob Arturo einer ist?


    Arturo hat mir auch gut gefallen, am Anfang wurde ich nicht so richtig warm mit ihm, er ist ziemlich wortkarg und scheint auf den ersten Blick nicht der netteste. Aber Janna und auch der Leser haben viel Zeit um Arturo genauer kennen zu lernen, und ins Herz zu schließen. So ein wilder starker Kerl hat schon was.


    Ganz anders ins Jannas Verlobter Reinmar, er ist eher der Typ Dandy, ein wenig angeberisch von sich selbst überzeugt, und HALLO ein Mann der vier Stunden für seine Morgentoilette braucht und mit Leidenschaft Korsett und Sporen trägt, konnte ich nicht ganz ernst nehmen. Aber er war interessant und hatte auch hin und wieder seine guten Momente.


    Es war eine Abenteuerliche, Romantische Geschichte und auch immer mal wieder bestückt mit spritzigen Humor. Es bleibt immer spannend, man bleibt dadurch am lesen, und zum Schluss hätte ich mir sogar noch ein paar Seiten mehr gewünscht, obwohl es ja schon fast 550 Seiten waren.



    Fazit:



    Abenteuer, Romantik, exotische Welten, Hamburger Platt, Humor und ein wenig Geschichte, all das findet der Leser in diesem tollten Buch, und ich kann es wirklich empfehlen. Mir hat es sehr gut gefallen, ganz besonders die Entwicklungen der Charaktere. Werde bestimmt wenn es mich mal wieder in andere Welten zieht zu einen Buch von Isabel Beto greifen.



    4ratten

  • Venezuela, 1815. Die Hamburger Kaufmannstochter Janna Severs ist mit ihrem Verlobten Reinmar auf dem Weg nach Südamerika, wo sie eine Pferdezucht aufbauen wollen. Doch kurz vor dem Ziel erwischt sie ein schrecklicher Sturm und ihr Boot geht unter. Janna wird an den Strand gespült, doch von ihren Reisebegleitern fehlt jede Spur. Sie wird von dem wortkargen Arturo aufgelesen, doch anstatt dass er sie in die nächste Stadt bringt, nimmt er sie mit auf eine beschwerliche Reise durch das Orinoco-Delta. Wird Janna ihren Verlobten jemals wiedersehen?


    Das Buch liest sich leicht und flüssig, hat aber an einigen Stellen auch so ein bisschen seine Längen. Janna als Person fand ich anfangs etwas nervig, aber sie entwickelt sich. Mit Arturo hatte ich noch mehr Probleme, denn er stellt sich als recht unnahbar heraus – sowohl für Janna als auch für den Leser. Seine Geschichte wird erst ganz zum Ende hin erzählt, leider an einer Stelle, an der ich gar nicht mehr so interessiert an seinem Schicksal war. Die dritte Hauptfigur ist Jannas Verlobter Reinmar. Ohne zuviel verraten zu wollen, war er für mich die tragische Figur in diesem Buch, meine Gefühle ihm gegenüber schwankte ständig Belustigung, Ärger und Mitleid.


    Die Handlung macht einige interessante Wendungen und insgesamt hat es sich doch immer gut gelesen. Die Schilderungen des südamerikanischen Urwaldes und seiner Einwohner sowie die Geschichte des Landes Venezuela zu Beginn des 19. Jahrhunderts sind hochinteressant und ich habe bei der Lektüre einiges gelernt. Der Autorin gelingt es auch wirklich sehr gut, farbenprächtige Bilder vor dem Auge des Lesers entstehen zu lassen, man fühlt sich wie direkt dabei.


    Das Ende lässt Raum für eine Fortsetzung offen, geplant ist diese allerdings momentan nicht. So bleibt das weitere Schicksal von Janna und Arturo der Phantasie des Lesers überlassen – was ja auch nicht schlecht sein muss!


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    LG, Dani


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