Susanne Gerdom - Aethermagie

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Susanne Gerdom - Aethermagie


    Klappentext lt. amazon :


    Die junge Baronesse Kato von Mayenburg lebt in einer vom Krieg zerrissenen Welt, in der alles von der magischen Energie, dem Æther, abhängt. Sie kommt dem düsteren Geheimnis der Elementare auf die Spur, die den Æther, für die Menschen produzieren müssen und von diesen in unwürdiger Knechtschaft gehalten werden. Auf der Flucht vor der Geheimpolizei verschlägt es sie in die geheime Abteilung D der Kaiserlichen Irrenanstalt am Brünnlfeld. Wer ist der Drahtzieher hinter den grausamen Versuchen an Irrenhausinsassen? Während sie ihr altes Leben hinter sich lässt, begegnet Kato den Brüdern Milan, der kaiserlichen Prinzessin, einer illustren Geheimgesellschaft in der Kanalisation unter Wien, einem zwielichtigen Nervenarzt und dem Zeit und Raum manipulierenden Professor Tiez ? der weitaus harmloser wirkt, als er in Wirklichkeit ist.


    Meine Meinung :


    Dieses Buch ist das Beste, was ich von der Autorin bislang gelesen habe !
    Die Geschichte verleitet dazu, sich mit dem Buch gemütlich zuhause zu verkriechen und die Nacht durch zu schmökern. Um das Lesevergnügen raus zu zögern, muss man sich wirklich zusammen reißen....


    Besonders gefallen hat mir diese düstere, beklemmende Atmosphäre, die die Autorin geschaffen hat !
    Auf der einen Seite gibt es die unschönen Szenen aus der Irrenanstalt Brünnelfeld, die dem Leser anschaulich vor Augen führt, wie es dort zugegangen sein mag - vermischt mit fiktionalen Einflüssen natürlich. Da kann man die Hilflosigkeit und Verzweiflung der Insassen schon manchmal förmlich spüren.... :o
    Zum Glück, für die von der Autorin in atemloser Spannung gehaltene Leserseele ;D, sind aber auch Ausgleichsorte geschaffen worden, wo man kurz verweilen und wieder durchatmen kann, wie z.B. das kuriose Haus/Geschäft von Professor Tiez, in dem wohl jeder Leser mal einen Tag stöbern möchte. Auch die Artherwelt, in der die liebenswerten Elementargeister wohnen, zeigt sich als bunter, geheinmisvoller, aber freundlicher Ort, wo man gerne mal vorbei schaut, über den aber nicht viel verraten wird und der nicht so friedlich zu sein scheint, wie man annimmt !


    Der böse Plan, der in der Geschichte verfolgt wird, hat soviele Verbündete und Mitwisser, das es nicht einfach ist, Gut und Böse von einander zu trennen. Die Autorin hat es geschafft, das man die ganze Zeit damit beschäftigt ist, Leute zu verdächtigen und diesen Verdacht wieder zu entkräften - es macht wirklich Spaß !!!
    Selbst nach der letzten Seite, kann ich noch nicht mit Sicherheit sagen, wem ich Glauben schenken kann und wem nicht - eine hervorragende Ausgangssituation für den 2. Teil :klatschen:
    Was ich allerdings mit Sicherheit sagen kann ist, dass ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen kann, es stimmt alles : Die Charaktere, die Atmosphäre, die Schauplätze, die Spannung, der Schreibstil.....
    Was will man als Leser mehr ??


    Ich gebe : 4ratten :marypipeshalbeprivatmaus::tipp:

    Mein Patronus ist eine Büchereule

    Einmal editiert, zuletzt von simmilu ()

  • Zunächst einmal muss man warnen: Æthermagie ist ein Zweiteiler! Der nächste Band wird erst in einem Jahr erscheinen. Deswegen ist die Handlung natürlich nicht in sich abgeschlossen, aber man muss auch keine Angst vor einem allzu großen Cliffhanger haben. Susanne Gerdom hat ein gutes Zwischenende gefunden. Natürlich MUSS man einfach wissen wie es weitergeht, aber man kommt nicht um vor Spannung.


    Zwischendurch sieht das allerdings ganz anders aus. In diesem Roman geht es manchmal an die Schmerzgrenze. Der Leser sollte auf heftige, nervenstrapazierend grausame Szenen und viel Spannung gefasst sein! Besonders die Szenen in der Irrenanstalt verlangen dem Leser Einiges ab.


    Der Stil von Susanne Gerdom ist wie gewohnt flüssig und angenehm. Von der ersten Seite an ist man gefangen in der Geschichte und will gar nicht mehr aufhören zu lesen.
    Die wichtigen Protagonisten sind sofort sympathisch und man fiebert von der ersten Sekunde mit ihrem Schicksal mit. Die Handlung beschränkt sich dabei nicht nur auf einen Hauptprotagonisten, sondern konzentriert sich auf drei Charaktere: die junge Kato, ihre Mutter, die Geheimpolizistin Katya und ihren Untergebenen und Liebhaber Jewgenij. Als Leser verfolgen wir deren Schicksal, dass sich natürlich immer wieder kreuzt und auseinandergeht. Aber auch die Nebenpersonen werden wieder lebendig dargestellt und sind die wahre Stärke des Buchs. Wie üblich kann ich mir hier zwischen all den faszinierenden Charakteren gar nicht entscheiden, wenn ich am interessantesten finde.


    Zu all dem Guten kommt noch das stimmungsreiche und stimmige Setting: Düster, dicht und doch authentisch. Das ist das kaiserliche Wien, aber doch ganz anders. Steampunk, wie man sich ihn wünscht!


    Aber auch die drei verschiedenen Blickwinkel und die bildhafte Atmosphäre sorgen für nicht weniger Verwirrung. Wie bei der Autorin üblich, sollte man sich in Geduld fassen, damit die Hintergründe sich langsam im Laufe der Handlung herauskristallisieren können. Die Informationen dazu fließen allerdings eher spärlich und auch am Ende sind nicht alle Fragen beantwortet (schließlich wird ja noch ein zweiter Teil folgen). Aber genau das Spekulieren macht ja beim Lesen immer besonders Spaß. Ebenso wie das eigene Schulterklopfen, wenn man mit einer Vermutung Recht hatte oder das Erstaunen, wenn einen die Autorin völlig überraschen kann.


    Fazit: Spannender und düsterer Steampunkroman, bei dem man schon gespannt auf die Fortsetzung warten darf!



    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus: und ein :tipp:

  • Seit ich das Buch im Steampunk-Thread gesehen habe, warte ich sehnsüchtig auf Rezensionen. Ist ja toll, dass ihr beide so begeistert wart.
    Dann steht meinem Kauf nicht mehr viel im Wege. :klatschen:

    Jahresziel: 2/52<br />SLW 2018: 1/10<br />Mein Blog

  • Von mir bekommt es auch eine Buchtipp-Auszeichnung, hat richtig Spaß gemacht.


    Wobei ich es nicht sooo steampunk-mäßig fand, was mir gerade gut gefallen hat!

    LG, Dani


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  • Wobei ich es nicht sooo steampunk-mäßig fand, was mir gerade gut gefallen hat!

    Stimmt. Eben eine spannende Geschichte mit Steampunkelementen (aber da gibt es mit der Aethertechnik doch einige).
    Aber genau so muss guter Steampunk sein. Man darf nicht nur hoffen, dass einen das exotische Genre alleine trägt, sondern man muss dem Leser mehr bieten.


    Natürlich macht in einer Leserunde gleich alles doppelt Spaß, aber auch ohne die Runde, hätte das Buch von mir sicher eine hohe Punktzahl bekommen.


    Wenn wir doch nur nicht ein Jahr auf die Fortsetzung warten müssten...

  • Kurzbeschreibung:


    Zitat

    Die junge Baronesse Kato von Mayenburg lebt in einer vom Krieg zerrissenen Welt, in der alles von der magischen Energie, dem Æther, abhängt. Sie kommt dem düsteren Geheimnis der Elementare auf die Spur, die den Æther, für die Menschen produzieren müssen und von diesen in unwürdiger Knechtschaft gehalten werden. Auf der Flucht vor der Geheimpolizei verschlägt es sie in die geheime Abteilung D der Kaiserlichen Irrenanstalt am Brünnlfeld. Wer ist der Drahtzieher hinter den grausamen Versuchen an Irrenhausinsassen? Während sie ihr altes Leben hinter sich lässt, begegnet Kato den Brüdern Milan, der kaiserlichen Prinzessin, einer illustren Geheimgesellschaft in der Kanalisation unter Wien, einem zwielichtigen Nervenarzt und dem Zeit und Raum manipulierenden Professor Tiez, der weitaus harmloser wirkt, als er in Wirklichkeit ist.


    Meine Buchnotizen:


    Lag es daran, dass ich „Æthermagie“ am PC gelesen habe? Dass ich an einigen Stellen unwillkürlich (und unpassenderweise) an die „Harry Potter"-Bücher denken musste, die ich liebe und die kaum zu toppen sind? Oder daran, dass Steampunk einfach nicht mein Genre ist?


    Ich weiß nicht, warum genau mich dieses Buch nicht überzeugen konnte. Fakt ist, dass ich sehr schwer in die Geschichte hineingefunden habe und es mir lange nichts ausgemacht hätte, sie abzubrechen und nicht zu wissen, wie es ausgeht.


    Das hat sich im letzten Drittel des Buches verändert: die Spannung hatte mich gepackt und ich hatte auch endlich das Gefühl, dass die Personen lebendig sein könnten. Aber trotz des offenen Endes habe ich nicht das Bedürfnis, den zweiten Teil zu lesen.


    Wo ich jedoch von Anfang an mitgelitten habe, waren die Szenen in der Anstalt; so beklemmend wurden die geschildert, dass ich an „Einer flog übers Kuckucksnest“ denken musste. Auch die Idee, die hinter der ganzen Æthersache steckt, finde ich faszinierend. Großes Lob an die Autorin dafür!

  • Inhalt:
    Die junge Baroness Kato von Mayenburg lebt in Wien zur Zeit der k. u. k. Monarchie. Die Energie für Licht, Wärme etc, wird aus dem Aether gewonnen. Doch ist diese Aetherenergie nicht einfach da, sondern es sind kleine Elementarwesen dafür von Nöten, welche die Menschen dafür gefangen nehmen. Zudem befinden sich die Menschen mit den Engeln im Krieg, welche diese Versklavung beenden wollen. Kato gehört zu den Menschen welche die Elementarwesen wahrnehmen kann und ist somit eine Gefahr für die Gesellschaft. Deswegen gerät sie in Gefahr und wird gejagt. Bald weiß sie nicht mehr wem sie trauen kann und wem nicht...


    Meine Meinung:
    Susanne Gerdom hat mit Aethermagie ein unglaublich spannendes Verwirrspiel geschrieben. Die Figuren sind griffig und authentisch, liebenswert und verachtenswert. Gut und Böse vermischt sich und der Leser weiß manchmal selbst nicht mehr wem er glauben mag und wem nicht.


    Die Geschichte wird aus drei Blickwinkeln erzählt was anfangs etwas verwirrend sein kann und später frustrierend wenn der Leser mehr weiß als die Figuren und am liebsten helfend in die Geschichte eingreifen würde.
    Da wäre zuerst Kato, ein liebenswertes junges Mädchen, welche die Elementarwesen sehen kann. Dann Katya, welche in allerlei Verwicklungen Involviert ist und Jewgenij aus dessen Sicht der Leser die Irrenanstalt kennen lernt.
    Das Buch ist jedenfalls nichts für empfindliche Leser, da gerade die Szenen in der Irrenanstalt Brünnlfeld ziemlich heftig sind. Gerade das 3. Kapitel kann einem Angst machen. Ich habe sehr mit Jewgenij mitgelitten.


    Die Beschreibung der Welt in der Kato lebt, der Elementarwesen und der Aethertechnik ist liebevoll und detailreich. Sehr schön ist auch das Haus von Herr Tiez mit seinen wechselnden Räumen und der Erklärung über Zeit und Raum.
    Das Buch gibt jedenfalls viel Stoff zum Rätseln, Spekulieren, Verdächtigen und mitfiebern.


    Der Schreibstil ist unglaublich flüssig, man wird regelrecht in die Geschichte eingesogen und es fällt schwer das Buch wieder aus der Hand zu legen. Leider oder zum Glück gibt es noch einen zweiten Band. Jedenfalls ist das Ende des ersten Bandes gut gewählt und hat für den Leser ein befriedigendes Ende und lässt einen nicht mit einem Cliffhanger zurück.

  • Steampunk + Fantasy = Steamfantasy


    Inhalt:
    Wir befinden uns in Wien zur Zeit der k.u.k. Monarchie. Energie wird aus dem Æther gewonnen. Hierfür sind magische Wesen, die Elementargeister vonnöten. Nur wenige Menschen haben die Gabe, diese Elementare wahrzunehmen. Diesen Menschen wird eingeredet, dass sie nicht ganz richtig im Kopf sind. Und schneller als ihnen lieb ist, landen sie in der Irrenanstalt am Brünnlfeld, wo man ganz besondere Methoden kennt, um sie zu „heilen“. Außerdem befinden sich die Menschen im Krieg mit Engeln, die die Versklavung der Elementarwesen beenden wollen. Es gibt verschiedene Bündnisse und Institutionen, und überall gibt es Spione. Ein herrliches Verwirrspiel, in dem man bis zum Schluss nicht weiß, wem man trauen kann und wem nicht.


    Meine Meinung:
    Susanne Gerdom hat mit diesem Werk einmal mehr bewiesen, wie vielseitig sie ist. Keins ihrer vielen Bücher gleicht dem anderen. Alle sind auf ihre Art einzigartig.


    Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, mich in die Handlung hineinzudenken und die verschiedenen Handlungsstränge auf eine Schiene zu bekommen. Auch die Vielzahl der Personen, die dann oft auch noch mit mehreren Namen (Vorname, Nachname, Kosename) oder Dienstgrad angesprochen wurden, erleichterten das Verständnis nicht gerade. Doch schon ab dem 3. Kapitel waren diese Probleme überwunden und die Geschichte konnte mich packen.


    Der Schreibstil ist, wie von Susanne Gerdom gewohnt, wunderbar bildhaft und lebendig, die Sprache ausgefeilt und einfach toll zu lesen. Das Handlungs- und Personengerüst ist so ausgeklügelt, dass man sehr konzentriert lesen sollte, um auch nicht das kleinste Puzzlestück zu verpassen. Die Beschreibung der Magie ist der Autorin wieder einmal hervorragend gelungen. Man versteht zwar kein Wort davon, wie das alles funktionieren soll, gleichzeitig macht es einen so wissenschaftlichen Eindruck, dass man sich nicht wundern würde, wenn es tatsächlich auch in der Realität so funktionieren würde.


    Die Perspektive wechselt zwischen drei Protagonisten (personale Erzählung). Da ist einmal die junge Kato, die ein ganz besonderes Verhältnis zu Elementargeistern hat. Die Zweite ist Katya, die in vielerlei Hinsicht in die Handlung verwickelt ist. Und schließlich erleben wir mit Jewgenij den ganz besonderen Alltag in der Irrenanstalt am Brünnlfeld. Hier geht es brutal zu, und bei einer bis ins Detail beschriebenen Operation muss man schon schwer schlucken. Mancher Leser wird hier vielleicht die eine oder andere Seite überblättern wollen. Man kann sich das zum Teil kaum vorstellen, doch diese Maßnahmen wurden in der Psychiatrie tatsächlich angewandt.


    Die Figuren sind allesamt liebevoll ausgearbeitet, besonders die sympathische Kato, die zuweilen ein bisschen naiv daherkommt, dann aber auch wieder sehr viel Mut und Stärke zeigt. Die interessanteste Protagonistin ist für mich Katya, da sie sehr facettenreich ist und einen Spagat zwischen ihren Gefühlen und ihren Pflichten zustande bringen muss. Die Elementarwesen werden allerliebst beschrieben, man muss sie einfach sofort ins Herz schließen.


    Nach vielen Verwirrungen endet das Buch mit einem sehr schönen und versöhnlichen Schluss, der die Handlung vorerst abschließt, aber noch viele Fragen und Herausforderungen offen lässt. Für Anfang 2014 ist der Nachfolgeband geplant, auf den ich mich jetzt schon freue.


    4ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

  • Inhalt:
    Wien zur Zeit der k. u. k-Monarchie: das Kaiserreich befindet sich im Krieg mit den sogenannten Engeln, die ein Ende der Versklavung der Elementarwesen fordern. Die Elementarwesen werden von den Menschen gefangen gehalten, um über den Æther zu verfügen, der als Energie zum Betreiben von Licht, Heizung und Motorwagen dient. Die junge Baroness Kato von Mayenburg ist in der Lage, die Elementarwesen zu sehen und mit ihnen zu sprechen - eine Gabe, über die nicht jeder Mensch verfügt. Und die noch weniger gern gesehen wird: allzu schnell kann man wegen dieser Gabe in die Irrenanstalt am Brünnlfeld eingewiesen werden, die ihre Finger bereits nach Kato ausstreckt. Aber auch die Geheimpolizei ist an Kato interessiert. Bald gerät sie zwischen die Fronten und weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann.


    Meine Meinung:
    "Æthermagie" ist der erste Band einer 2-teiligen Reihe und mein erster Leseausflug in den Steampunk-Fantasy-Bereich - ein Ausflug, der sich absolut gelohnt hat. Das Buch führt den Leser in das kaiserliche Wien und die berühmte Wiener Kanalisation und bindet dabei gekonnt historische Tatsachen in einen spannenden und phantastischen Handlungsablauf ein. So existierten beispielsweise die Landesirrenanstalt am Brünnlfeld und das Rote Haus tatsächlich, und auch die Strotter, die Obdachlosen, die in der Kanalisation lebten, gab es wirklich.


    Wie ich es nicht anders von der Autorin gewöhnt bin, ist das Buch wieder sehr lebendig und magisch geschrieben - es ist kein Problem, das Buch in einem Rutsch zu lesen. Die wissenschaftlichen (und teilweise ausgedachten) Erläuterungen habe ich zwar nicht alle genau verstanden, aber das war egal, weil mich das Ergebnis überzeugt hat - auf jeden Fall hörten sie sich sehr plausibel an. Hierbei haben mir die Vorgänge im Hause des Zeitmeisters Horatius Tiez, die auf Raum und Zeit basieren, besonders gut gefallen. Auch bei den Maschinen, die die Milan-Brüder entwickeln, war die Autorin überaus erfindungsreich.


    Die Handlung selbst wird aus drei Perspektiven erzählt: einmal aus Katos Sicht, dann durch Katya, einer Majorin der kaiserlichen Geheimpolizei und schließlich durch Jewgenij, einem Kommissär der Polizei, der sich in die Irrenanstalt einschleusen läßt. Die Beschreibungen der Zustände im Brünnlfeld und vorallem die Behandlungsmethoden sind ziemlich schockierend und erschreckend.


    Die Charaktere sind wieder sehr liebevoll beschrieben und waren mir schnell vertraut - auch wenn ich mir bei der einen oder anderen Person noch nicht sicher bin, inwieweit man ihr trauen kann. Ganz besonders haben es mir die Elementarwesen und ihre Ætherwelt angetan: diese Wesen kann man nur in sein Herz schließen.


    Die Mischung aus Verwirr- und Machtspiel mit einem Hauch Agententhriller und der phantastischen Ætherwelt ist Susanne Gerdom hervorragend gelungen, da passt alles zusammen. Auch das Ende des Buches ist sehr zufriedenstellend und endet nicht mit einem fiesen Cliffhanger.


    Für mich ist "Æthermagie" ganz klar ein Buchtipp und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band.


    5ratten und damit ein :tipp:

    Liebe Grüße

    Karin

  • Die Geschichte spielt in Wien, zur Zeit der K.u.K. Monarchie. Man befindet sich im Krieg mit den Engeln, doch davon merkt die junge Baroness Kato von Mayenburg recht wenig. Sie wächst behütet im Haus ihres Vaters auf. Doch dieser leidet unter einer Krankheit und scheint immer weniger geistig anwesend zu sein. Es ist an Katos Stiefmutter, den Haushalt zusammenzuhalten und sie macht sich Sorgen um Katos Erziehung und Ausbildung. Das Mädchen hat eine besondere Gabe, sie kann die Elementargeister sehen, die dafür zuständig sind, in dieser Welt Energie zu produzieren. In jeder Lampe sitzt so ein Wesen, in Autos, in Heizungen, etc. Ohne sie gäbe es kein Licht, keine Wärme. Doch anscheinend verrichten sie diese Dienste nicht wirklich freiwillig. Sie zu sehen und mit ihnen sprechen zu können ist eine besondere Fähigkeit und Kato ist klar, dass sie diese Gabe nicht öffentlich zeigen darf, denn man wird sie sonst für verrückt erklären und in die Irrenanstalt, das Brünnlfeld, bringen.


    Dort werden geheime Experimente an Menschen durchgeführt. Um mehr darüber zu erfahren, schmuggelt die Geheimpolizistin Katya Nagy einen ihrer Mitarbeiter als Patienten dort ein. Doch kann dieser wahnwitzige Plan Erfolg haben oder wird der mutige Jewgenij damit zum Tode verurteilt?


    Susanne Gerdom hat hier ein wunderbares Buch vorgelegt. Nach ersten kleinen Einstiegsschwierigkeiten aufgrund der vielen Namen und der beiden Parallelhandlungen war ich total gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Einige Szenen in der Anstalt zu Beginn sind recht grausam und es lief mir beim Lesen das eine oder andere Mal wirklich kalt den Rücken runter. Das ist aber auch eine Gabe der Autorin, die Leser wirklich mit in das Buch hineinzuziehen. Im weiteren Verlauf zeigt sich neben dieser Intensität auch einmal mehr ihre unglaubliche Kreativität und Liebe zu phantastischen Details. Ich war begeistert von den Hintergrund-Ideen, auch wenn ich sie physikalisch nicht immer ganz verstanden habe (das muss man aber auch gar nicht) und völlig verzaubert von den Aether-Wesen!


    Für all dies reicht ein Buch gar nicht aus und so bin ich richtig froh, dass Aethermagie ein Zweiteiler ist und es noch eine Fortsetzung geben wird. Es bleiben am Ende noch viele Fragen offen, aber der Schnitt ist an einer Stelle gesetzt, an der es erträglich ist, ein bisschen auf die Antworten zu warten – hoffentlich nicht zu lange!


    :tipp:

    LG, Dani


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  • Die junge Kato von Mayenburg wächst als einziges Kind ihres gesundheitlich angeschlagenen Vaters und dessen zweiter Frau auf. Die Geschichte spielt im alten, herrschaftlichen Wien und verbindet historische Details mit einem Steampunk-Fantasy-Mix. So werden im Kaiserreich kleine Elementargeister genutzt, um Wärme und Licht zu erzeugen oder Fahrzeuge zu betreiben. Diese Aetherwesen sind Sklaven des Fortschritts und der Mittelpunkt eines bevorstehenden Krieges gegen die Engel. Selbst in der Nervenheilanstalt Brünnlfeld finden entgegen ihrer eigentlichen Bestimmung geheime Experimente statt. Vernunft unter den Menschen gibt es kaum. Alles giert nach Macht! Kato dagegen hat ein besonderes Talent. Sie ist eine Sensitive und kann mit den Aetherwesen kommunizieren. Genau das bringt in große Gefahr.


    "Schatten tanzten über die rauen Wände und waberten in den Ecken, als gäben sich Gespenster in ihnen ein Stelldichein."


    Ich habe mich sofort in die Geschichte verliebt. Die Geschehnisse um Kato und die geheimnisvollen Wesen, die niemand sehen darf, haben mich in ihren Bann gezogen. Gerade die Steampunkdetails inmitten der Fantasy geben dem Abenteuer die richtige Würze. Durch die verschiedenen Handlungsstränge werden Spannung und Rätsel unaufhörlich vorangetrieben. Da gibt es zum einen die Magisterorganisation, welche sich um das Gleichgewicht der Welt sorgt und das Vertrauen der Kaiserin genießt. Dann die psychisch, brutalen Abgründe in der Nervenheilanstalt Brünnlfeld, die immer wieder für schockierende Momente sorgen. Und schlussendlich Kato und ihr Talent, einen Meister der Zeit und eine Kanalisation unter der Stadt, die sehr viel mehr an Geschichten zu bieten hat, als gedacht.


    Susanne Gerdoms Bücher sind für mich immer etwas Besonders. Sie vermag ihre scheinbar endlosen Ideen gekonnt auf die Seiten zu bannen. Es macht Freude, ihren Geschichten zu folgen, weil sie meine Phantasie erreichen. Aethermagie ist der Auftakt eines Zweiteilers. Das Abenteuer ist hiermit also nicht beendet. Die Weichen werden für die Zukunft gestellt und das Ende ist versöhnlich ohne bösen Cliffhanger.


    5ratten

  • Die junge Kato von Mayenburg lebt in einer Welt, die in vielen Bereichen von der Aethermagie abhängig ist. Doch genau wegen dieser Aethermagie, oder besser gesagt, wegen der Wesen aus dieser Welt, herrscht Krieg. Kato, die diese Wesen aus der Aetherwelt sehen kann, muss ihre Fähigkeit verstecken. Doch trotz aller Bemühungen gerät sie mitten hinein in die Verschwörungen um die Aethermagie.
    Ein weiteren Erzählstrang dreht sich um Katya Nagy, Majorin der vierten Abteilung des Sicherheitsbureau und gleichzeitig Geheimagentin der Kaiserin. Im Auftrag der Kaiserin soll sie untersuchen, was in der Nervenheilanstalt vor sich geht. Gerüchten zu folgen sollen in der mysteriösen Abteilung D, Experimente an Menschen durchgeführt werden. Jewgenij Sorokin wird als Patient in die Nervenheilanstalt eingeschleust und ist fortan Nr. 329. Und tatsächlich gelangt er in die Abteilung D und muss einige Behandlungen über sich ergehen lassen, Behandlungen die ihm immer mehr sein eigenes Selbst nehmen.


    Dies war mein viertes Buch der Autorin und mein bisher Bestes. Ich mag einfach den Schreibstil und die Erzählkunst der Autorin. Gleich mit den ersten Seiten war ich gefesselt, auch wenn manchmal nicht sofort klar war, um was es eigentlich geht. Erst nach und nach versteht man einige Zusammenhänge, doch genau das hat die Geschichte ja so spannend gemacht.


    Kato ist eine sehr eigenwillige junge Dame, aber eine Person, die einem sofort ans Herz wächst. Sie kann die Elementarwesen, die zu Energiezwecken gefangen gehalten werden, sehen und mit ihnen reden. Und mehr und mehr hinterfragt sie deren Lebensraum und gerät so in Gefahr.


    Und auch Katya und Jewgenij sind Charaktere, mit denen man mit fiebert. Katya, die rauchende Majorin mit Biss und Stärke. Und Jewgenij, der sich für das Himmelfahrtskommando Nervenheilanstalt zur Verfügung stellt. Die Szenen dort waren manchmal ganz schön heftig, eigentlich darf man gar nicht darüber nachdenken was so alles mit den Patienten angestellt wurde.


    Dann gab es noch einige wirklich faszinierende Nebencharaktere. Die Prinzessin Mizzie, den geheimnisvollen Meister Tietz oder die Brüder Milan. Ich glaube, man merkt, das mich die Geschichte total gepackt hat. Mein ersten Ausflug in den Bereich Steampunk war gleich ein voller Erfolg!

  • Die Informationen innerhalb der Spoilermarkierungen kann man mitlesen, muss es aber nicht tun. Sie enthalten keinen Geheimnisverrat, sondern lediglich weitere Informationen zu Personen und Handlungsverlauf.


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    Susanne Gerdom: Aethermagie, Berlin-Wien 2012, Ueberreuter Verlag, ISBN 978-3-8000-5686-6. Hardcover mit Schutzumschlag, 446 Seiten, Format: 21,8 x 14,4 x 4 cm, EUR 16,95 (D und A).


    „Katalin nahm den Brief in Empfang und verließ das Gemach. (...) Jetzt musste sie sich nicht nur um ihr eigenes Überleben kümmern, die Frage lösen, wie sie Jewgenij und Katharina aus dem Brünnlfeld befreien konnte und den Maulwurf im Hohen Rat enttarnen, sondern auch noch die Kaiserin ausfindig machen, die (...) ins Nirgendwo verschwunden war.“ (Seite 276)


    Wien, gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Katalin „Katya“ Nagy und Gräfin Sophie von Rothenau sind seit ihrer Kindheit befreundet. Die eine wird Opernsängerin, die andere durch Heirat mit dem verwitweten Kronprinzen Ferdinand Maximilian zur Kaiserin von Österreich und Ungarn.


    Kaiserin Sophie heuert die unerschrockene und weltgewandte Katya als persönliche Geheimagentin an. Jahre später erhält die Sache einen offiziellen Anstrich: Major Katalin Nagy bekommt die Leitung der Vierten Abteilung übertragen und befehligt nun die Sonderagenten seiner kaiserlichen Majestät. Das ist eine Stabsstelle, die ihre Befehle direkt vom kaiserlichen Sekretariat bekommt. Diese Sonderstellung ist so manchem am Hof ein Dorn im Auge.


    Katya unterhält enge berufliche Beziehungen zum „Zeitlosen Orden“ und zu Uhrmachermeister Horatius Konradin Tiez, der in der Wiener Kleeblattgasse einen kleinen Laden hat, in dem Magie allgegenwärtig ist. Ständig verändern seine Nebenräume Lage, Inhalt und Größe. Und wenn es stimmt, was Katya vermutet, ist Tiez identisch mit dem Professor, der knapp zweihundert Jahre zuvor ein Buch über Aethermagie und Elementargeister geschrieben hat.


    Jetzt soll Katyas Sicherheitsbüro auf einmal dem Reichskriegsminister Windesberg unterstellt werden. Katya fürchtet nicht nur um ihre Anstellung sondern um ihr Leben.


    Von alledem bekommt die 16-jährige Baronesse Katharina „Kato“ von Mayenburg, die Tochter des stellvertretenden Polizeipräsidenten Simon Jakob Peregrin Freiherr von Mayenburg , nur am Rande etwas mit. Sie sorgt sich um Ihren psychisch erkrankten Vater und fragt sich, ob Hausarzt Dr. Zsygmond Rados ihm überhaupt helfen kann. Ausgerechnet jetzt, da es dem Vater so schlecht geht, will Stiefmutter Adelaide sie auf ein Internat schicken!


    Dabei hält Kato ihren Vater überhaupt nicht für geisteskrank. Wenn er es wäre, wäre sie es auch, denn beide sehen Dinge, die es angeblich gar nicht gibt: leidende und klagende Elementarwesen, die in den modernen Gerätschaften gefangen sind und für die notwendige Energie sorgen müssen. Mit dem Plasmateufelchen Calander, das in ihrer Zimmerlampe schuften muss, unterhält sich Kato sogar und liest ihm abends etwas vor. Dass sie ihn verbotenerweise aus seinem silbernen Käfig befreit, wird ihr zum Verhängnis.


    Als sie mit ihrem Vater vorzeitig einen Maskenball verlässt, werden beide verhaftet und ins „Rote Haus“ des Sicherheitsbüros gebracht.


    Major Katalin Nagy wird direkt nach einem Besuch in der Hofburg verhaftet. Ihr Sicherheitsbüro wurde aufgelöst und alle Mitarbeiter der staatsfeindlichen Umtriebe beschuldigt. Katya soll hingerichtet werden. Oberst Pelikan von Plauenwald, Leiter des militärischen Sicherheitsdienstes, überlegt nur noch, ob er sie erschießen oder aufhängen soll.


    Doch Katya hat einflussreiche Freunde und auch Kato von Mayenburg ist keinesfalls so allein auf der Welt wie sie glaubt. So kommt es, dass sich beide Frauen auf den Weg zur „Zuflucht“, dem unterirdisch gelegenen Mutterhaus des „Zeitlosen Ordens“ machen. Doch es ist kein günstiger Zeitpunkt, dort um Hilfe zu bitten. Die Lage der „Zuflucht“ wurde verraten. Katya und Kato laufen mitten in eine kriegerische Auseinandersetzung hinein. Auf einmal mischen sich Katos kleine Freunde aus der Elementarwesenwelt in die Kampfhandlungen ein. Und die haben deutlich mehr drauf als nur Lampen, Heizungen und Motoren zu betreiben! Doch das ist nicht die einzige Überraschung, die auf Kato von Mayenburg wartet ...


    Uff! Bei Susanne Gerdoms Büchern hat man immer ein Luxusproblem: Es passiert darin so viel und es gibt eine solche Menge überraschender Wendungen, dass man den Inhalt kaum zusammenfassen kann, ohne zu viel zu verraten. Und so ist auch diese Beschreibung hier nur ein kleiner Vorgeschmack auf die turbulenten Ereignisse und die phantastische Steampunk-Welt, in der sich so interessante Persönlichkeiten tummeln wie Major Katalin Nagy, Baronesse, Kato, Kommissär Jewgenij D. Sorokin, Erzherzogin Marie-Louise und Meister Horatius Tiez.


    Man weiß hier nie, wem man trauen kann. Katya und ihre Agenten sind Meister im Tarnen und Täuschen und auch bei Hofe beherrscht man das Intrigenspiel. Manch einer hat eine geheime Agenda. Der Hausarzt der von Mayenburgs ist kein gewöhnliche Husten- und Schnupfendoktor. Der Brünnlfeld-Krankenpfleger Anselm Grünwald hat eine höchst ungewöhnliche Vergangenheit und undurchsichtige Pläne. Und auf welcher Seite steht eigentlich das Ordensmitglied Belpharion?


    Es hat den Anschein, als sei AETHERMAGIE der erste Band einer Reihe, denn der Schluss der Geschichte ist gleichzeitig der Anfang einer neuen. Es gibt ja auch noch so viel zu tun: Die Kaiserin ist immer noch verschwunden, Meister Horatio Tiez ebenso. Er hat seinen Gehilfen im Laden ein schreckliches Chaos hinterlassen und wird jetzt dringend gebraucht. Die Elementarwesen sind noch nicht aus ihrer Knechtschaft befreit worden, der Verräter des Zeitlosen Ordens treibt weiterhin sein Unwesen und auch der Krieg gegen die Leukoi–Lichtwesen dauert bereits seit zehn Jahren und kein Ende ist in Sicht.


    Man braucht ein bisschen Zeit, bis man in diese hochkomplexe Geschichte hineinkommt. Es sind sehr viele Personen, auf die abwechselnd mit ihrem Vornamen, Spitznamen, Familiennamen und Titel Bezug genommen wird. Und wie die Welt mit ihrem Elementargeisterantrieb und dem Leukoi-Krieg funktioniert, will erst einmal verstanden sein. Hat man das geschafft, kann man nicht mehr aufhören zu lesen. Aufgehalten wird man höchstens dadurch, dass man anfängt, nach geheimen Bedeutungen der Personennamen zu googeln, wenn einem erst einmal aufgefallen ist, dass der Meister der Zeit seine Funktion schon im Namen trägt.


    Für ein Jugendbuch ist AETHERMAGIE extrem düster. Die Szenen im Irrenhaus machen ja schon einem Erwachsenen zu schaffen! Aber wahrscheinlich ist die Jugend von heute viel stärkeren Tobak gewöhnt als wir damals. Wie dem auch sei: Auch die Jugend von gestern dürfte nach Lektüre dieses Bandes gespannt auf die Fortsetzung lauern.


    Ein mehrseitiges Glossar erklärt dem Leser Begriffe aus dem Wienerischen, Rotwelschen sowie die (fremdsprachlichen) Zitate, die in dem Roman Verwendung finden.


    Die Autorin
    Susanne Gerdom, 1958 geboren, ist am Niederrhein in Rheinhausen aufgewachsen. Nach einer Buchhandelslehre beschäftigte sie sich mit dem Theater und verbrachte einige Jahre als Schauspielerin und Regisseurin in Düsseldorf. Später begann sie, Fantasy und Science Fiction zu schreiben. Sie lebt und arbeitet seit 2008 wieder am linken Niederrhein.