In Büchern unterstreichen, markieren, Haftnotizen ....etc.

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

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Es gibt 206 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von HoldenCaulfield.

  • man sollte lernen dass das vor allem in dem Ausmaß nicht gut ist.

    Das Problem des Sandhaufens: Wie viele Sandkörner muss ich aufeinander schütten, um einen Sandhaufen zu haben? (Wie viele Lösungen darf ich noch 'reinschreiben, dass es noch gut ist?)

    Ich meinte das im Vergleich zu einer klitzekleinen Bleistiftnotiz auf der letzten Seite des Buches. Meiner Meinung nach gibt es da tatsächlich Abstufungen. Überall Mathelösungen würden mich mehr stören als eine kleine Notiz ganz hinten die ich wahrscheinlich nur per Zufall entdecken würde.

  • Kritty

    Seh ich auch so. Wobei ich natürlich generell dagegen bin, in Bibliotheksbücher irgendwas reinzukritzeln. Trotzdem ist es natürlich ein Unterschied, ob ich großflächig Lösungen ausfülle oder hinten nicht mal im eigentlichen Text eine Notiz hinterlasse. Finde es sehr löblich von Dir, das Du ein schlechtes Gewissen hattest :err:

  • Kritty

    Wobei ich natürlich generell dagegen bin, in Bibliotheksbücher irgendwas reinzukritzeln.


    Ich natürlich auch.

  • Gerade Kinder denken da einfach nicht drüber nach und füllen eben die Aufgaben aus, wie sie ist in der Schule gelernt haben.

    Auf den Lernhilfen in unserer Bibliothek klebt inzwischen ein riesiger Aufkleber in knallrot "bitte nicht in die Bücher reinschreiben". Ob das was bringt, weiß ich nicht.

  • Trotzdem ist es natürlich ein Unterschied

    ein quantitativer Unterschied ist es sicher, meine Frage zielte auf den qualitativen: Macht es wirklich einen Unterschied, ob ich eine klitzekleine Bemerkung irgendwo hinten (bis da liest ja eh keiner mehr...) mache oder vorne die Lösungen der Mathe-Aufgaben hineinschreibe? Ich habe so oder so etwas verunstaltet, das nicht mir gehört.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Trotzdem ist es natürlich ein Unterschied

    ein quantitativer Unterschied ist es sicher, meine Frage zielte auf den qualitativen: Macht es wirklich einen Unterschied, ob ich eine klitzekleine Bemerkung irgendwo hinten (bis da liest ja eh keiner mehr...) mache oder vorne die Lösungen der Mathe-Aufgaben hineinschreibe? Ich habe so oder so etwas verunstaltet, das nicht mir gehört.


    Als ausleihende Person kann man sich über diese Prinzipsverletzung aufregen oder eben keine Energie darauf verwenden.

    Als ausleihende Person macht es für mich sehr wohl einen Unterschied ob jemand die Lösungen vorwegnimmt durch Reinkritzeln oder jemand etwas mir Nichtssagendes irgendwo hinten notiert. Das eine beeinflusst das Erleben / Nutzen des Buches, das andere nicht.

    Also Bibliotheksmitarbeiter*in ist es etwas anderes da die Instandhaltung der Bücher/Medien da wichtig ist, und das tut mir dann leid für die Bibliothek, aber als Nutzerin schränken manche Kritzeleien meinen Genuss eben mehr ein als andere, da mache ich Abstufungen und kann mir erst ein richtiges Aufregen leisten wenn es mir zu weit geht.


    Das heißt nicht dass mir kleine Notizen egal sind aber ich schere mich nicht um jede Notiz gleich viel. Dafür muss ich zu sehr mit meiner mentalen Energie haushalten.



    Das klingt egoistischer als es (gemeint) ist. Und ich laufe auch nicht herum und ermutige Menschen - egal ob Kind oder erwachsen - in Bib-Bücher zu kritzeln ;)

  • Die Bibliothek macht da im Normalfall auch Unterschiede. Es gibt sogar Bibliotheken die dann eine Strafgebühr verlangen (jap man kann nämlich sehr gut nachprüfen wer das Buch als letztes hatte, es wird in vielen Bibs. schon auch kontrolliert, in welchem Zustand ein Buch zurück kommt und überprüft, ob es Notizen in der Titelaufnahme dazu gibt). Weil eventuell jemand das ganze rausradieren muss und das zeitaufwendig ist. Bzw. das auch eben klar sein sollte, das man einfach nicht reinkritzelt.

    Für eine Ersatzleistung ist es also schon ein Unterschied ob eine kleine Kritzelei auf einer Seite auf der z.B nicht mal Text ist oder Lösungen ausgefüllt wurden.


    Zank

    Zumindest kann man damit oft die Eltern in Alarmbereitschaft setzten, da ein Auge darauf zu haben. :)

  • Die Bibliothek macht da im Normalfall auch Unterschiede.

    Quantitative, ja. Vor allem muss ich aber, wenn ich quantitative Unterschiede mache, einen Grenzwert festlegen. Und der ist letzten Endes arbiträr und somit immer Kritik unterworfen.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • sandhofer

    Ja klar ist der nicht grade objektiv. Aber hier wird meist geschaut, in wie weit trägt ein Schaden dazu bei, dass ein Buch nicht mehr benutzt werden kann. Deshalb ist es dahingehend kein Problem, wenn auf der Seite auf der nichts steht, eine Kritzelei ist.

  • Aber hier wird meist geschaut, in wie weit trägt ein Schaden dazu bei, dass ein Buch nicht mehr benutzt werden kann.

    Ja. Aber es ist immer dasselbe Problem: Die erste Kritzelei mag harmlos wirken. Dann baut sie ein zweiter aus. Ein dritter fährt weiter. Irgendwann kann, wie Du sagst, "das Buch nicht mehr benutzt werden". Ist das nun die Schuld des letzten, der gekritzelt hat?

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • sandhofer

    Ich versteh Dich schon, aber jap, im Grunde läuft es darauf hinaus.

    Kommt natürlich auch immer darauf an, wie streng das Personal ist und ob es festgelegte Regeln gibt, oder ob das Personal das freier interpretiert. Natürlich auch, wie steng kontrolliert wird.

  • jap man kann nämlich sehr gut nachprüfen wer das Buch als letztes hatte,


    Man kann natürlich nachprüfen, wer das Buch als letztes hatte. Aber solange nicht jedes Buch nach Rückgabe daraufhin kontrolliert wird, ob es bekritzelt ist, kann eine arme Socke die Schuld dafür bekommen, die das Buch zwar ausgeliehen, aber nicht einmal geöffnet hatte.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Kommt natürlich auch immer darauf an, wie streng das Personal ist und ob es festgelegte Regeln gibt, oder ob das Personal das freier interpretiert. Natürlich auch, wie steng kontrolliert wird.

    Mit andern Worten: Wenn mich der junge Mann bei der Bücherrückgabe nett anlächelt, schaue ich nicht ins Buch. Beim Alten, Dicken und Hässlichen mit üblem Mundgeruch hingegen schon...

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Kommt natürlich auch immer darauf an, wie streng das Personal ist und ob es festgelegte Regeln gibt, oder ob das Personal das freier interpretiert. Natürlich auch, wie steng kontrolliert wird.

    Mit andern Worten: Wenn mich der junge Mann bei der Bücherrückgabe nett anlächelt, schaue ich nicht ins Buch. Beim Alten, Dicken und Hässlichen mit üblem Mundgeruch hingegen schon...


    Na da unterstellst du aber was. Du scheinst an dem Thema echt ein wenig zu knabbern :P :)

  • Aber hier wird meist geschaut, in wie weit trägt ein Schaden dazu bei, dass ein Buch nicht mehr benutzt werden kann.

    Ja. Aber es ist immer dasselbe Problem: Die erste Kritzelei mag harmlos wirken. Dann baut sie ein zweiter aus. Ein dritter fährt weiter. Irgendwann kann, wie Du sagst, "das Buch nicht mehr benutzt werden". Ist das nun die Schuld des letzten, der gekritzelt hat?

    Ich hatte manche Bücher 2-3 mal ausgeliehen: Hier kann ich definitiv Entwarnung geben. Niemand hat unter meine (letzte Seite, kein Text) HC 89/94° z.B. Bleistifteintragung irgend etwas hinzugesetzt.

    Irgendwie sind das Stigmata, die da benutzt werden, die oft gar nicht zutreffen, finde ich (z.B. bin ich sicher, dass kein Mensch wusste, dass HC eben Histo-Couch heißt - nur ich eben). Jedem anderen sagte das nichts, mir schon.

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Sagota Und das hätte man sich nicht auf einem Zettel notieren können? Oder wieder wegradieren? Finde ich jetzt ehrlich gesagt nicht so toll. Klar, es ist nur klein und mit Bleistift und wenn es nur einer macht, nicht so schlimm. Aber es gibt ausreichend andere Möglichkeit, sich solche Sachen zu notieren und die Bücher gehören nun mal nicht dir, sondern der Allgemeinheit bzw der Bücherei. :/

    Warum muss(te) es denn für dich unbedingt im Buch stehen? (Ernst gemeinte Frage, mich interessieren die Beweggründe.)

    Ich neige oft dazu, mich zu "verzetteln" - und habe Zettel immer in Büchern liegen, die ich rezensiere. Ich schreibe auch schon lange nichts mehr in Biblio-Bücher. Zu dieser Zeit machte es mir einfach Spaß, zu schauen, welches Buch die beste Bewertung auf den Couchen bekam und mein Leseverhalten war dadurch mitgeprägt. Der Bibliothek schaden - oder anderen Lesern wollte ich definitiv damit nicht. Es war dennoch eine Art "Markierung", gebe ich zu. Denn frau leiht ja nicht jedes x-beliebige Buch aus ;)

    Es war wie gesagt Bleistift, zwei Buchstaben, 2 Ziffern und das alles klein oben auf der letzten Seite - ohne Text

    (ganz früher gab es dort immer die Zettel, die man abstempeln musste, damit man wusste, wann man das Buch zurückgeben musste; heute ist da eine Art "digitales Pflaster" drin - mehr nicht.

    Es kam auch vor, dass ich es vor Abgabe ausradierte - aber eben nicht immer.

    Ich hoffe, Du kannst mir verzeihen :engel::zwinker:

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Ich bin mir nicht sicher ob das Absicht war. War ja evtl ein Kind das garnicht so weit gedacht hat.

    Das ist auch eher etwas, was Kinder von ihren Eltern mitbekommen sollten. Wenn ich die kleinere Leserin bei so einer Aktion erwischt hätte, hätte sie sicherlich Ärger bekommen.

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.