David Mitchell - Cloud Atlas (Der Wolkenatlas)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 85 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von schokotimmi.

  • David Mitchell - Cloud Atlas


    Kaufen* bei

    Amazon
    Mojoreads
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Sechs Lebenswege, die sich unmöglich kreuzen können: darunter ein amerikanischer Anwalt, der um 1850 Ozeanien erforscht, ein britischer Komponist, der 1931 vor seinen Gläubigern nach Belgien flieht, und ein koreanischer Klon, der in der Zukunft wegen des Verbrechens angeklagt wird, ein Mensch sein zu wollen. Und dennoch sind diese Geschichten miteinander verwoben. Mitchells originelle Menschheitsgeschichte katapultiert den Leser durch Räume, Zeiten, Genres und Erzählstile und liest sich dabei so leicht und fesselnd wie ein Abenteuerroman.


    «Mitchell kartographiert Seelen und schreibt Weltliteratur.» (Neue Zürcher Zeitung)


    «David Mitchell nimmt den Leser mit auf eine literarische Achterbahnfahrt. Und man wünscht sich, diese Reise möge nie enden.» (A. S. Byatt)


    «Einer der wichtigsten jungen britischen Autoren.» (Frankfurter Allgemeine Zeitung)



    Start der Leserunde: 3. Mai 2013



    Viel Spaß allen Teilnehmern!

  • Ich besitze die englische Ausgabe und habe gerade die ersten Seiten gelesen. Der Autor verwendet manchmal Wörter, die für mein Sprachwissen "zu hoch" sind, deshalb ist es noch etwas mühsam. :breitgrins:
    Mir gefällt es besser als beim ersten Mal - da habe ich das Buch nach 2-3 Seiten weggelegt - , was aber vielleicht auch an der Leserunde liegt. :zwinker:

    You can never read too much.

  • Ich wollte eigentlich auch heute anfangen, habe dann aber unterwegs gemerkt, dass ich das Buch gar nicht dabei hatte :redface: Also geht es morgen los (heute bin ich wohl zu müde...)

    //Grösser ist doof//


  • Ich besitze die englische Ausgabe und habe gerade die ersten Seiten gelesen. Der Autor verwendet manchmal Wörter, die für mein Sprachwissen "zu hoch" sind, deshalb ist es noch etwas mühsam. :breitgrins:


    Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich finde es selbst im Deutschen schwer alles auf Anhieb zu verstehen. Teilweise wird noch eine alte Rechtschreibung verwendet, die mich immer über die Wörter stolpern lässt.
    Wird im Englischen auch das "and" abgekürzt? (im deutschen Text steht immer "u.")

  • Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich finde es selbst im Deutschen schwer alles auf Anhieb zu verstehen. Teilweise wird noch eine alte Rechtschreibung verwendet, die mich immer über die Wörter stolpern lässt.
    Wird im Englischen auch das "and" abgekürzt? (im deutschen Text steht immer "u.")


    Die Rechtschreibung hat mich auch am Anfang sehr verwirrt, aber man findet sich recht schnell damit ab. Ich denke einfach, dass Adam so viel abkürzte, weil Papier rar war und er möglichst sparsam damit umgehen wollte.

  • Ich schaue mir manche Wörter mehrmals an, zwar versteh ich sie, aber die Rechtschreibung finde ich sehr interessant. Zum Glück habt ihr mich schon auf die u.s vorbereitet :breitgrins:

    //Grösser ist doof//

  • Aber eigentlich gibt es im ersten Teil keine Lesehemmungen, jedenfall in der deutschen Ausgabe. Ich war nur erstaunt, in dem Eintrag vom 13. November eine Anmerkung des Sohnes von Adam Ewing zu finden. Vielleicht wird in einem weiteren Kapitel dieses Protagonisten erklärt, wieso der Sohn das Tagebuch herausgibt.
    Ich habe den ersten Abschnitt beendet und finde das Buch bisher richtig gut. Die Schreibe und der Inhalt im ersten Teil erinnert mich ein bisschen an Boyles "Wassermusik" oder Ecos "Die Insel des vorigen Tages". Ich bin gespannt, was die Kapitel miteinander verbinden wird, bisher habe ich keine Vorstellung dazu.


    Auch der zweite Teil ist recht spannend: Ein Zeitsprung von ca. 80 Jahren führt über England in ein kleines belgisches Schloss. Die Globetrotteratmosphäre des ersten Abschnitts verfliegt, dafür haben wir hier anscheinend einen kleinen Hallodri am Werk, der sich wegen Spielverlusten und daher leerer Tasche einem berühmten englischen Komponisten als Assistent aufdrängt, jedenfalls erhalte ich am Anfang des Kapitels diesen Eindruck.

    Einmal editiert, zuletzt von finsbury ()


  • Die Schreibe und der Inhalt im ersten Teil erinnert mich ein bisschen an Boyles "Wassermusik" oder Ecos "Die Insel des vorigen Tages".


    Beide Bücher befinden sich auf meinem SUB. Vielleicht sollte ich sie ein wenig nach oben schubsen.
    Ich war sehr erstaunt dass der erste Teil mitten im Satz aufhört und habe es zuerst überhaupt nicht begriffen. Ich dachte: "Och nee. Jetzt habe ich hier einen Fehldruck erwischt. Das kann doch nicht sein", aber dann habe ich kapiert, dass einfach das Tagebuch an dieser Stelle aufhört. Wirklich gemein vom Autor einen so hängen zu lassen. :breitgrins:

  • Oh, ich will weiterlesen! Aber ich komm momentan einfach gar nicht zum Lesen :grmpf:

    //Grösser ist doof//

  • Ich wollte gestern auch den ersten Teil zu Ende lesen, bin aber eingeschlafen.. Mal sehen, vielleicht habe ich heute Abend Zeit. Ich bin schon sehr gespannt auf den Hallodri ;) .

    You can never read too much.

  • Wenn ihr jetzt keine Zeit habt, dann vielleicht morgen und übermorgen mehr, während der nächsten beiden Tage komme ich kaum zum Lesen.
    Aber jetzt, wenn ich dran bin, kann ich kaum aufhören: Der Roman ist spannend und flüssig zu lesen, und allmählich verschränken sich auch die Teile ineinander, ich bin im dritten Abschnitt.



    Was sich mir bis jetzt an Gemeinsamkeiten zeigt, ist neben der spannenden Schreibe, dass bisher alle drei ProtagonistInnen Abenteurerzüge zeigen. Man kommt schlecht von diesem Buch los, mal sehen, ob ich noch ein bisschen heute zum Lesen komme.

  • Ich finde es auch faszinierend, dass jedes dieser Kapitel in einem anderen Stil geschrieben ist. Einmal in Tagebuchform, dann in Briefform und in der Form des allwissenden Autors. Ich hatte immer das Gefühl viele verschiedene Bücher zu lesen, die lustiger Weise immer aufeinander Bezug nehmen. Ausserdem wird das Buch von Abschnitt zu Abschnitt spannender und man hat beim dritten Kapitel das Gefühl

    .

  • Überhaupt die ganzen verschiedenen Verbindungen zwischen den einzelnen Kapiteln sind sehr interessant. Je weiter man mit dem Buch vorankommt, desto mehr fällt es einem ins Auge. So gibt es ja zwischen zwei aufeinander folgenden Abschnitte eine direkte, aber auch immer indirekte, Verbindungen zwischen allen Geschichten. Wahrscheinlich kann man alles nur aufzählen, wenn man das Buch ein zweites Mal liest.



    Ich war sehr erstaunt dass der erste Teil mitten im Satz aufhört und habe es zuerst überhaupt nicht begriffen. Ich dachte: "Och nee. Jetzt habe ich hier einen Fehldruck erwischt. Das kann doch nicht sein", aber dann habe ich kapiert, dass einfach das Tagebuch an dieser Stelle aufhört. Wirklich gemein vom Autor einen so hängen zu lassen. :breitgrins:


    Genau so ging es mir auch. :breitgrins:


  • Überhaupt die ganzen verschiedenen Verbindungen zwischen den einzelnen Kapiteln sind sehr interessant. Je weiter man mit dem Buch vorankommt, desto mehr fällt es einem ins Auge. So gibt es ja zwischen zwei aufeinander folgenden Abschnitte eine direkte, aber auch immer indirekte, Verbindungen zwischen allen Geschichten. Wahrscheinlich kann man alles nur aufzählen, wenn man das Buch ein zweites Mal liest.


    Genau aus diesem Grund macht mir Eure Leserunde jetzt soviel Spaß. :breitgrins:

  • Heute habe ich es geschafft, den ersten Teil zu Ende zu lesen. Ich war sehr ergriffen von den Geschehnissen, von der Ausrottung des Volksstammes und auch der seltsamen Beziehung zwischen Flüchtling und Amerikaner (ja, ich kann mir Namen schlecht merken :redface:)
    Jetzt bin ich im zweiten Teil und finde die Briefform wunderbar erfrischend. Schon jetzt fallen einem die unterschiedlichen Stile auf. Sie zeigen auch ganz toll den Charakter der zentralen Figur.

    //Grösser ist doof//

  • Da ich den Film gesehen habe, fällt mir natürlich auf, wenn sich die Welten überschneiden. Hätte ich den Film nicht gesehen, hätte ich Ayrs Traum wahrscheinlich überlesen. Toll, wie Mitchell das macht!

    //Grösser ist doof//

  • Hallo,


    ich bin immer noch im 1.Kapitel. Der Schrei Stil in Tagebuch Form ist toll und ich bin gespannt wie es weiter geht, da sich ja diverse Dinge überschneiden werden bin ich natürlich schon bei der Hinrichtung hellhörig geworden - ist euch dass auch so gegangen.


    Ich bin langsam und hoffe ihr saust nicht so schnell davon.


    Gruß
    schokotimmi

    Weltreise: 43/223 - 19,3%

  • Ich hab bisher auch nur das erste Kapitel geschafft. Ihr habt mich auf das Ende des Kapitels gut vorbereitet. Von daher war ich nicht so überrascht.


    Ich bin schon sehr gespannt auf den Hallodri ;) .


    Wer oder was ist das nochmal? :gruebel:


    Die Geschichte der Moriori fand ich sehr ergreifend.