Bücher rund um Gefangene und Gefängnisse

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 21 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Wendy.

  • Hallo liebe Forengemeinde :stricken:,


    Ich habe am Wochenende zum dritten Mal "Eine gute Ehefrau" von Stewart O'Nan gelesen. In diesem Buch geht es um eine junge, verheiratete und schwangere Frau, deren Ehemann für eine längere Zeit, wie schon früh weiß, ins Gefängnis kommt. Dabei wird sehr eindringlich geschildert, wie das Leben für die "draußen gebliebenen" Angehörigen ist, wie sie den Schikanen der Wärter und der Willkür des Systems ausgesetzt sind. ... Ein wirklich lesenswerter Roman!


    Aber zum Thema: durch das Buch bin ich sehr neugierig auf diese Problematik geworden und würde gerne weitere Bücher mit einer ähnlichen Thematik lesen. Habt ihr da irgendwelche Vorschläge?


    Danke schon einmal!

    :leser: : "Was ist Leben?" - Erwin Schrödinger

  • Mir fällt da natürlich gleich mal The Green Mile ein :breitgrins:
    Vor einigen Jahren habe ich noch "Liebeslänglich" von Susanne Mischke gelesen:


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    //Grösser ist doof//

  • Vielen Dank schon einmal für eure Vorschläge. Ich schaue sie mir gleich einmal an.

    :leser: : "Was ist Leben?" - Erwin Schrödinger

  • Eigentlich ist in diesem Fall der Film besser, aber die Grundlage (?) ist Stephen Kings "Die Verurteilten":


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    In diesem Fall war das entweder eine Auftragsarbeit für den Film oder die Drehbuchautoren haben aus der Geschichte deutlich mehr rausgeholt, als auf den ersten Blick zu sehen war.


    Liebe Grüße von
    Keshia

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.

  • Ich muss zurück ins Rattenloch - Unerhörte Geschichten aus dem Frauenknast



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    Da muss ich ein Buch mit Geschichten, Lebensberichten und Erfahrungen empfehlen, dass von "Haftinsassen" persönlich geschrieben wurde. Sie berichten von selbst erlebtem,
    Geschichten anderer Leute und der Tristesse, den Härten und Empfindungen während des "Knastalltag s"

    Opa Pittschikowski aus dem Ruhrrevier, kennt die Blauen Knappen schon seit 1904 - niemals tat er fehlen, nur einmal war er krank - Oma tat er quälen wenn er schon morgens sang:<br /><br />Ob ich verroste und ver

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    "Knast" fand ich sehr interessant. Bausch selbst arbeitet in einem Gefängnis als Arzt und schildert das Leben im Knast aus Sicht eines Mediziners, der eben unter Schweigepflicht steht. Er spricht über seinen Alltag, über Gefangene, Wärter...
    Sehr interessant und bewegend, was in deutschen Gefängnissen vor sich geht.

    Pessimisten stehen im Regen, Optimisten duschen unter den Wolken.


  • Gerry Conlon - Im Namen des Vaters gibts nur noch gebraucht, es geht um einen unschuldig wegen eines IRA-Anschlags verurteilten.


    Ich wusste gar nicht, dass das eine Buchverfilmung ist.


    Auch nicht mehr neu zu kriegen (höchstens auf englisch), hat mir aber sehr gefallen (spielt zu einem großen Teil in einem viktorianischen Frauengefängnis):


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    Sarah Waters - Selinas Geister

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Vielleicht interessiert dich ja auch soetwas:


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    Ich bitte nicht um mein Leben - Marina Nemat


    Marina Nemat erzählt ihre Geschichte, ihre Kindheit und Jugend im Iran und wie sie mit 16 verhaftet, gefoltert und zum Tode verurteilt wurde.


    Das Buch gibt es glaub nur noch gebraucht. Ist natürlich eine schlimme Geschichte, dennoch lesenswert.


    GlG monerl :winken:

    Ein Tag ohne Buch ist kein guter Tag!<br />______________________________<br /> :lesen: &quot;Der Tod und die Diebin&quot; - Swantje Berndt<br /> :lesen: &quot;Elyson&quot; - Thomas Elbel<br /> :lesen: &quot;Der Märchenerzähler&quot; - Antonia Michaelis<br /><br />TAMKA 2/4&nbsp; März 2/3&nbsp; Mai 1/2

  • Ein sehr guter Roman zu dem Thema, der aber auch sehr unter die Haut geht, ist Marcus Clarke/For the term of his natural life (Lebenslänglich). Da geht es um einen jungen Mann, der im 19. Jahrhundert (in der Zeit wurde das Buch auch geschrieben) nach Australien deportiert wird und wie ihn die Gefangenschaft und Brutalität zerstören.


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    Apropos Australien, das nun klassisch historisch, Colleen McCullough/Morgan's Run (Insel der Verlorenen). Habe ich auch in sehr guter Erinnerung.


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    Oder, wobei das wohl schon zu spezifisch auf die Geschichte der Deportationen bezogen ist, Robert Hughes/The fatal shore (da kann ich jetzt keine deutsche Version finden). Ein sensationell gutes Buch, aber auch natürlich fürchterlich deprimierend.


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  • Anna Seghers: Das siebte Kreuz,


    ein sehr eindringlicher Roman, der das Schicksal politisch Verfolgter und Gefangener und ihrer Angehörigen während des Dritten Reiches schildert.

  • Dieses Buch passt gut auf deine Vorgaben: Patricia Highsmith - Die gläserne Zelle. Ich fand es super.


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    Das weiter oben genannte "Knast" von Joe Bausch ist ebenfalls eine Empfehlung.

  • [size=2]Gerade erst erschienen, ein Erlebnisbericht:[/size]


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    [size=2]"Mein Leben nach der Todeszelle" von Damien Echols.[/size]


    [size=2]Nach 18 Jahren unschuldig in der Todeszelle wurde D. Echols nach einer Wiederaufnahme seines Verfahrens und einer in diesem Rahmen erfolgten entlastenden DNA-Auswertung im Jahr 2011 aus der Haft entlassen.[/size]
    [size=2]Aus der Beschreibung:[/size]
    [size=2]"Echols, der stets seine Unschuld beteuert hatte, beschreibt, wie es ihm gelang, den psychischen wie physischen Terror, dem er ausgesetzt war, zu überleben. Er trainierte eisern, um den körperlichen Verfall aufzuhalten, erlernte Zen-Meditation und vertiefte sich in fernöstliche Philosophie."[/size]


    [size=2]Der Fall erregte wohl über Jahre öffentliche Aufmerksamkeit über die Grenzen der USA hinaus, weshalb letztendlich das Verfahren auch wieder aufgenommen wurde.[/size]

  • Ein sehr empfehlenswerter Roman zum Thema, der auf deutsch aber leider schon vergriffen ist:


    Die Träumenden - Amanda Eyre Ward  

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    Kirsten hat hier ein wenig mehr dazu geschrieben.

    Ich hieß hier mal caithlin.<br /><br />&quot;If I had a dollar for every time i felt more emotion for a fictional character than people in real life, I could pay for the psychiatric help I obviously need.&quot;

  • Durch den Film bin ich auf die Romanvorlage gestoßen. Bis jetzt auch ziemlich gut:


    Lorenzo Carcaterra - Sleepers


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    Even when reading is impossible, the presence of books acquired produces such an ecstasy that the buying of more books than one can read is nothing less than the soul reaching towards infinity... - We cherish books even if unread, their mere presence exudes comfort, their ready access reassurance.

  • Also mir fallen auf Anhieb zwei Sachen ein. Eines davon gut passend. Eines . . .naja eher so nahe dran.


    Juli Zeh - Corpus Delicti : Das könnte wirklich gut passen


    und


    George Orwell - 1984: Man kann jetzt von diesem Haudegen der dystopischen Liteatur halten was man will, aber ich finde schon, dass es passt.