Horrorszenario: Leseblockade!

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 1.732 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von JaneEyre.

  • Das eine ist ein Hobby, das andere Realitätsflucht und somit ein Krankheitsbild. Die Beurteilung, was bei Weratundrina vorliegt kann nur ein Fachmann treffen.


    Ein Hausarzt ist aber auch kein Fachmann was das angeht. Das kann wirklich nur der Therapeut entscheiden. Und anscheinend kommt die Aussage ja vom Hausarzt, was ich ziemlich daneben finde.

    Liebe Grüsse Hanni 8)


  • Es hatte sich im letzten Monat schon angebahnt - mittlerweile bin ich schon wieder so weit das gesamte Lesen (Belletristik) total in Frage zu stellen.
    Ich lese zwar irgendwie genau so viel am Tag, aber eher Sachbücher.


    Du schreibst ja schon selbst, dass Lesen eine Flucht von deinen Depressionen ist, aber davon abgesehen liest du vielleicht auch die falschen Bücher. Ich vermute, dass du bei deiner Lektüre kritischer geworden bist, weil du allgemein mehr hinterfragst. Sachbücher sind doch auch nicht schlecht, und bei der Belletristik kannst du unbekannte Autoren oder Genres ausprobieren. Immerhin gibt dir das Lesen etwas. Lass dich nicht entmutigen!


    Ansonsten alles Gute für dich :knuddel:

  • Ein Hausarzt ist aber auch kein Fachmann was das angeht. Das kann wirklich nur der Therapeut entscheiden. Und anscheinend kommt die Aussage ja vom Hausarzt, was ich ziemlich daneben finde.


    Ob das "daneben" war oder nicht möchte und kann ich nicht bewerten. Warum sollte ein Hausarzt das nicht beurteilen können? Das hängt doch immer vom verschiedenen Faktoren ab...wie lange und intensiv er den Patienten kennt, eine evtl bekannte Krankenvorgeschichte, eventuell Befunde von weiteren Fachärzten und schließlich ist ein Hausarzt durchaus Mediziner.


    Selbstverständlich steht es jedem doch aber frei, und das ganz besonders wenn man mit dem Arzt nicht zufrieden ist, eine Zweitmeinung einzuholen oder einen Facharzt zu konsultieren.


    Ich hoffe jedenfalls auch sehr, dass Weratundrina geholfen wird...

  • Ein Hausarzt ist aber auch kein Fachmann was das angeht. Das kann wirklich nur der Therapeut entscheiden. Und anscheinend kommt die Aussage ja vom Hausarzt, was ich ziemlich daneben finde.


    Insofern, als wir alle hier Laien sind ...

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • alexa : Ich kann nur aus persönlicher Erfahrung sprechen. Vielleicht weiss dieser Hausarzt mehr, aber mich wundert nur, dass es von ihm und nicht vom Therapeuten kommt. Mein Hausarzt hat sich nie mit meiner Therapeutin abgesprochen und liess alles nebenher laufen. Er hat nur in seinen Computer geschaut, um mir Antidepressiva zu geben. Zu Anfang gleich mal zwanzig mg, was viel zu viel war und mir Kopfscherzen aus der Hölle bereitet hat. Danach erst hat er mir 10 mg gegeben, was ich aber erst mit 2.5 und dann 5 mg aufgebaut habe. Normalerweise muss man so ein Medikament einschleichen, was mir aber auch nicht gesagt wurde. Ich erlebte meinen Hausarzt in diesen Dingen als relativ inkompetent, daher meine Meinung. Das muss natürlich nicht auf jeden Hausarzt zutreffen, aber viele sind heute einfach nur auf eine Richtung spezialisiert.



    Insofern, als wir alle hier Laien sind ...


    Richtig.

    Liebe Grüsse Hanni 8)

  • Das eine ist ein Hobby, das andere Realitätsflucht und somit ein Krankheitsbild. Die Beurteilung, was bei Weratundrina vorliegt kann nur ein Fachmann treffen.


    Realitätsflucht per se ist kein Krankheitsbild :winken: Ein einzelnes "Symptom" macht keine Krankheit und die Beurteilung, ob und was bei jemanden vorliegt oder nicht, ist nicht alleine das Machtwort eines Fachmanns, einer Fachfrau. Das Erleben der Person selbst ist mindestens genauso entscheidend, wenn nicht sogar mehr, wie das Fachwissen der Ärzte und Therapeuten!


    Zum Thema Hausarzt und Fachmann. Ich stelle mir das immer so vor: hätte ich einen Blinddarmdurchbruch und es geht um Leben oder Tod und es ist kein Chrirug zu Stelle, nur meine Hausärztin. Ich würde mich schon von ihr operieren lassen. In allen anderen Fällen würde ich aber mit Sicherheit zu einem Chrirugen und einem Anästhesisten gehen, die als Fachärzte für genau dieses Szenario ausgebildet sind :zwinker: Der Hausarzt ist der Fachmann für Allgemeinmedizin und oftmals erste Anlaufstelle, er ist aber kein Fachmann für Psychopharmaka oder psychische Störungen, das wäre dann der Psychiater.

    “Grown-ups don't look like grown-ups on the inside either. Outside, they're big and thoughtless and they always know what they're doing. Inside, they look just like they always have. Like they did when they were your age. Truth is, there aren't any grown-ups. Not one, in the whole wide world.” N.G.

    Einmal editiert, zuletzt von tári ()

  • Ich steck zwar nicht in einer Krise, weil ich es nicht als solche empfinde, aber ich hab seit gut zwei Wochen nicht mehr gelesen. Es geht mir auch nicht ab. Komischerweise.

  • Geht mir grad auch so, ich vermute bei mir die Hitze dahinter. Und ein bissl Stressige Zeiten, Klausuren, die Aktion der Fachschaft bei der Absolventenfeier (wir haben einen Sketch geschrieben und den eingeübt) ein paar Abgabefristen. Ich hab ein bissl gelesen, aber für mich im Grunde fast gar nicht (im Vergleich zu meinem normalen Pensum). Ich kann ich grad nicht so recht entspannen und bin froh wenn ich rein gar nichts tue^^

  • Vielleicht ist es in diesem Jahr kein Lesesommer, auch ich habe nicht wirklich ein Buch begonnen, nachdem ich für das letzte 6 Wochen gebraucht habe.
    Ich höre Musik (hab meine alten Pavarotti and Friends aus dem Schrank geholt) und ich mach relativ viel Yoga oder gehe spazieren/laufen oder ich genieße es einfach nichts zu tun. Der nächste Winter kommt bestimmt und dann sicher auch wieder mehr Leselust...


    Grüße
    schokotimmi

    Weltreise: 43/223 - 19,3%

  • Ich denke, solche Phasen sind normal. Wenn ich mir meine Februarstatistik angucke waren es da auch nur zwei Bücher. August-Dezember 2014 hatte ich eine Phase, in der ich so ziemlich gar nicht gelesen habe. Ich war viel auf Konzerten und habe mich mit Freunden getroffen. Für Bücher fehlten mir Kopf und Geduld, ich hatte richtig Hummeln in der Pampers :breitgrins:


    Manchmal braucht der Kopf einfach etwas anderes oder setzt die Prioritäten kurzfristig neu. Bei mir stehen zwar alle Zeiger auf "Lies. Alles!", aber da werden wieder andere Zeiten kommen :)

  • Bücherkrähe
    Bei mir passiert das auch eher in Stressituationen. Ich hab meistens einen sehr konkreten Grund. Bei mir klappen dafür grad die wissenschaftlichen Texte ganz gut. Das finde ich zwar etwas skuril, aber ich nehms wie es kommt. Dann geht auch diese Phase entspannter vorbei. Ich merke da dann halt immer, das ich mir echt mal noch andere Hobbies zulegen könnte... Und was fällt mir dabei ein?? Hey Comics sind ja auch toll. :breitgrins:

  • Ich stecke gerade in einer Leseblockade, und zwar in einer ganz großen... :sauer: Seit Wochen schon...


    Es ist wirklich so ätzend. Nichts fesselt mich, nicht mal Harry Potter, wobei das doch sonst immer hilft. Einerseits fehlt mir das Lesen total, aber andererseits gibt es einfach nichts, was mich so richtig mitreißt. Ich habe 7 angefangene Bücher und von allem ist was dabei, aber trotzdem kann mich kein Genre gerade so richtig begeistern... :heul:
    Ich hoffe, das legt sich bald endlich mal wieder.

    Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben. ~ Altirischer Segenswunsch

  • Bei mir hat die Leseflaute ein halbes Jahr gedauert. Ich habe zwar noch gelesen, aber die Begeisterung war weg. erst das richtige Buch hat mich aus der Klemme geholt.

    I'm young enough to still see the passionate girl that I used to be. But I'm old enough to say I got a good look at the other side.

  • Ich glaube, bei mir hält es schon länger als ein halbes Jahr an. Ich habe 2016 glaube ich jetzt 3 Bücher gelesen. :(

    Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben. ~ Altirischer Segenswunsch

  • Das ist wirklich übel :knuddel:

    I'm young enough to still see the passionate girl that I used to be. But I'm old enough to say I got a good look at the other side.


  • Ich glaube, bei mir hält es schon länger als ein halbes Jahr an. Ich habe 2016 glaube ich jetzt 3 Bücher gelesen. :(


    Vielleicht hilft es dir, wenn du eine Zeit lang gar nicht liest und dich deinen anderen Hobbies widmest. Ich wünsche dir, dass du deine Blockade bald hinter dich lassen kannst. :trost:

  • Klingt nach einer Stressreaktion. Bei mir ist das jedenfalls immer ein Zeichen davon, das es mir auch in anderen Bereichen nicht so gut geht.
    Genieß einfach andere schöne Dinge und ich denke, dann kommt die Lust am Lesen von ganz alleine wieder.

  • Hast Du es mal mit Zeitschriften versucht? Vielleicht ist gerade nicht der richtige Zeitpunkt für längere Lektüre.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • 2016 scheint wohl ein Jahr für lange Leseblockaden zu sein. Seit August läuft es bei mir auch nicht mehr so rund.
    Es ist sooo blöd, wenn man sich wirklich wünscht in eine Handlung einzutauchen und regelrecht infiziert zu sein, es aber einfach nicht geht.
    Aber wie Holden meint, wenn andere Bereiche nicht so gut laufen und Kapazitäten fressen ... was will man machen. :traurig:
    Abwarten, Tee trinken und weiter Bücher kaufen, wenn man wenigstens daran Freude hat. :breitgrins:

    Es geschah kurz nach Anbruch des neuen Jahres, zu einem Zeitpunkt,

    als die violetten und gelben Blüten der Mimosenbäume rings um die Ambulanz

    aufgesprungen waren und ganz Missing in Vanilleduft gehüllt war.


    Abraham Verghese – Rückkehr nach Missing