Horrorszenario: Leseblockade!

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 1.732 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von JaneEyre.

  • Ja, ich werde mich jetzt erstmal auf andere Sachen konzentrieren. Nächste Woche ist eh Wacken, da habe ich dann auch keine Zeit zum Lesen und vielleicht ist das ja auch ganz gut so. :)


    Und vielleicht mache ich es dann wirklich so, dass ich einfach mal ein paar schöne Zeitschriften lese oder mal wieder mehr DVD schaue (sofern das Wetter schlechter wird), ansonsten werde ich mich demnächst einfach mal auf andere Sachen konzentrieren. Ich hoffe aber, dass diese Ruhelosigkeit, was Bücher angeht, schnell wieder verschwindet, denn irgendwie vermisst man es ja doch.

    Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben. ~ Altirischer Segenswunsch

  • Bestimmt - Daumendrück :winken:

    Liebe Grüße<br />JaneEyre<br /><br />Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht zurück<br />Theodor Fontane

  • Hallo liebes Litschock-Forum,


    von mir gibt es schon seit einiger Zeit kaum eine Buchrezension mehr. Dennoch verfolge ich den Buchmarkt und die Neuerscheinungen interessiert weiter. Wichtige Mitschreiber, die mich intellektuell angestachelt haben, haben sich ganz abgemeldet oder sie sind ebenfalls sehr still geworden. Es gab kaum Neuanmeldungen, die diese Lücke geschlossen haben. Nach einigen Jahren des intensiven Lesens verschieben sich offenbar meine Interessen. Meine Frau meint, ich sei wohl in der Midlife-Crisis. Nun ja, da mag sogar was dran sein, wenn man den Begriff als Schlagwort für bestimmte Verhaltensweisen (Suche nach neuen Hobbys, Nachdenken über das nächste Lebensjahrzehnt etc.) etwa 40-50 Jahre alter Männer versteht. Für mich ist diese Art der Leseblockade kein Horrorszenario, ich empfinde meine neuen Interessen als Bereicherung, auch wenn dadurch Altes in den Hintergrund rückt. Gefühlt scheint sich diese Lesemüdigkeit auch noch bei anderen Usern breit zu machen. Das Forum ist inzwischen sehr familär geworden und der Austausch der Problemchen in einer Familie nimmt bald mehr Platz ein als die herausfordernde Diskussion um Bücher. Ich gehe diesen Weg ja auch mit und bleibe der Litschock-Familie treu. Dennoch sehe ich das als Gefahr für das langfristige Überleben des Forums. Neue User mögen durch dieses (scheinbare) "jeder kennt jeden" zunächst mal irritiert sein.


    Ich bin gespannt, wie es für mich und für uns hier weitergeht.


    Schöne Grüße,
    Thomas

  • klassikfreund : Solange es dir gut tut und du dich nicht schlechter fühlst, ist so eine Suche nach neuen Impulsen doch völlig in Ordnung, würde ich sagen. :zwinker:


    Das mit dem Forum hat schon etwas. Ich bin ja ein sehr langsamer Leser und schreibe daher halt nur alle paar Monate mal eine Rezi, zu manchen Büchern auch gar keine, weil ich einfach nicht weiss, ob es Sinn macht. So habe ich kürzlich z.B. ein Buch beendet, dass es a) in deutscher Sprache gar nicht gibt und das b) ausserdem wohl nur Leute interessiert, die denselben Musikgeschmack haben. Da denke ich mir dann, das bringt nicht wirklich etwas.


    Ansonsten würde ich sehr gerne über meine gelesenen Bücher diskutieren, aber sehr oft reagiert einfach niemand (auch bei Büchern, die nach Thread schon von vielen anderen gelesen wurden). Und wenn ich reagiere, kommt teilweise vom Threadsteller keine Antwort mehr und dann stehen einfach die zwei Beiträge da. Man kann die Diskussion ja nicht erzwingen. :zwinker: Das ist nicht als Vorwurf gemeint, sondern einfach eine Feststellung. Ich finde das auch irgendwie schade, aber ich denke, es ist auch irgendwie einfach menschlich.

  • @ Thomas
    Midlife-Crisis ist immer so ein negativer Begriff. Nenn es doch einfach Neuorientierung. Man muss nicht jahrzehntelang dasselbe machen, wenn sich so viele neue Möglichkeiten auftun. Das Leben geht weiter, die persönliche Entwicklung nimmt ihren Lauf, und was früher uninteressant war, sieht mit fortschreitendem Alter ganz anders aus. Immerhin ziehst du Positives für dich daraus - was willst du mehr? Irgendwann kommst du schon wieder an den Punkt, wo Ruhe einkehrt und du wieder Bücher zur Hand nimmst.


    Ich habe nicht den Eindruck, dass sich unter den Usern eine Lesemüdigkeit ausbreitet. Es kommen immer wieder neue Rezensionen und Gespräche über Bücher. Im Grund vergeht hier kein Tag ohne neue Rezis. Ich selbst versuche nun immer, zu jedem gelesenen Buch einen Kommentar zu schreiben, was ich in meinen ersten Jahren im Forum nicht gemacht habe. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass viele Mitglieder es genauso halten, das spornt an. Viele meiner Bücher erreichen nur einen Bruchteil der User, aber ich freue mich über jeden einzelnen, der den Beitrag liest.


    Der familiäre Ton mag schon neue User abschrecken, aber die Realität zeigt doch, dass immer wieder Neulinge dazukommen, die auch bleiben, gerade weil ihnen das gefällt. Und die alten Hasen werden mit der Zeit nun mal privat, das bleibt nicht aus. Als regelmäßiger Leser ist man es gewohnt und dafür aufgeschlossen, Beziehungen zu Menschen aufzubauen, die man sozusagen nur in Buchstabenform kennen lernt. Mit der Aussicht, diese Menschen vielleicht auch einmal zu treffen und der Möglichkeit, über das Forum mit ihnen zu kommunizieren, lasse ich mich gerne auf ein Literaturforum ein. Auch wenn ich nicht in sämtlichen Plauderthreads mitschreibe oder -lese, gehört es zu meinen festen Gewohnheiten, hier täglich reinzuschauen.


    Also keine Angst, wenn du vorübergehend aussteigen oder dich rar machen solltest, wir sind trotzdem noch da, wenn du wieder kommst :zwinker:.


    Grüße
    Doris

  • Schön geschrieben Doris :breitgrins: sehe ich auch wie du... Aber ich bin ja eh keine die oder höchst selten über Bücher schreibt, ich bin der Meinung, dass ich das einfach nicht gut genug kann und deswegen lass ich es einfach. Auch lese ich nicht sooo viel wie du/Ihr da ich ja sonst viel unterwegs bin - aber ich bin nach wie vor gerne hier, lese eure Meinungen zu Bücherun und lasse mich öfters verleiten bzw. stoße erst durch das Forum hier auf Bücher die ich sonst wohl nie gefunden hätte. Das hat mir schon immer so gut gefallen und möchte ich auch nicht missen.
    Außerdem ist es schön wenn man einige Leute kennt und auch immer wieder trifft bzw. Neue kennen lernt...


    In dem Sinne Thomas - genieß alles Neue und manchmal auch die alten Dinge. :zwinker:

    Liebe Grüße<br />JaneEyre<br /><br />Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht zurück<br />Theodor Fontane

  • Beim Lesen der letzten Kommentare sind mir so viele Gedanken auf einmal gekommen – ich gebe einfach mal meinen Senf dazu, auch wenn ihr es schon sehr treffend beschrieben habt.


    Die Sache "Neuling" zu sein: Als Neuling fühlt man sich automatisch zunächst wie ein Eindringling und auch ich kann mich noch daran erinnern, dass es etwas einschüchternd war und ich mich lange nicht getraut habe, mich "einfach einzuschalten". Aber ebenso weiß ich, dass durch das familiäre Gefühl und das unfassbar freundliche Miteinander geradezu ein Ansporn waren und man sich in solch einem Forum doch lieber anmeldet als woanders. So war es zumindest bei mir und auch wenn ich gemessen an anderen Nutzern immer noch ein Frischling bin, habe ich immer dennoch das Gefühl dazuzugehören und schaue sogar mehrmals am Tag hier rein. Da man auf den ersten Blick sieht, wie viele Threads es zu den einzelnen Büchern gibt, wird sich wohl fast jeder interessierte Leser hier anmelden, ob trotz oder gerade wegen der familiären Atmosphäre.


    Dass es vorkommt, dass Rezensionen zu Büchern geschrieben werden, ohne dass eine Antwort dazu erscheint, kennt bestimmt jeder. Bei so vielen Büchern und Rezensionen bleibt es nicht aus, dass manche übersehen werden und vielleicht erst ein paar Jahre später eine neue Rezension hinzukommt. Und nur ein "Das Buch hört sich interessant an!" zu schreiben, ist dann auch nicht der richtige Weg. Andererseits bin ich durch viele Rezensionen erst auf Bücher gestoßen. Also auch wenn man (zunächst) keine Antwort auf seine eigene Rezension bekommt: Wer weiß wie viele Leseratten dadurch erst auf das Buch aufmerksam geworden sind – oder vielleicht auch abgeschreckt… :breitgrins:


    Natürlich ist es schade, dass man sich mit einer Rezension Mühe gibt und es auch mal Überwindung kostet, eine zu veröffentlichen, wenn man daran denkt, wie toll sich so manch einer hier ausdrückt, ohne dass eine Rückmeldung kommt. Aber da es hier ganz offensichtlich niemand böse meint, ist das nur natürlich.

    […] ich bin der Meinung, dass ich das einfach nicht gut genug kann und deswegen lass ich es einfach.


    Das beruhigt mich, denn ich dachte schon ich wäre die einzige. Ich schreibe zwar doch immer wieder, in der Hoffnung, dass es besser wird, aber die vielen tollen Rezis schüchtern immer wieder etwas ein. Ich selbst bemühe mich zu jedem Buch eine Rezension zu schreiben (wenn ich das nicht tue, liegt es am ehesten daran, dass ich mich nicht traue, weil ich denke etwas nicht verstanden zu haben oder meine Eindrücke nicht in Worte fassen kann) und auch immer Bezüge zu anderen bereits bestehenden Eindrücken herzustellen.
    Bei mir gibt es weniger Lese- als Reziblockaden! :breitgrins:


    So habe ich kürzlich z.B. ein Buch beendet, dass es a) in deutscher Sprache gar nicht gibt und das b) ausserdem wohl nur Leute interessiert, die denselben Musikgeschmack haben. Da denke ich mir dann, das bringt nicht wirklich etwas.


    Ich würde dir raten, dennoch eine Rezi zu schreiben. Selbst wenn das Buch nicht in deutscher Sprache erschienen ist oder in sonst einer Nische erscheint, ist eine Rezension bestimmt schön. Ich bin häufig erst durch das Forum auf Bücher abseits meiner üblichen Pfade aufmerksam geworden. Also ran an die Tasten! :zwinker:


    Wie befürchtet: Ich kann mich nicht kurzfassen… :redface:

    Es geschah kurz nach Anbruch des neuen Jahres, zu einem Zeitpunkt,

    als die violetten und gelben Blüten der Mimosenbäume rings um die Ambulanz

    aufgesprungen waren und ganz Missing in Vanilleduft gehüllt war.


    Abraham Verghese – Rückkehr nach Missing

  • JaneEyre und British Soul: Ich bin auch kein Held darin, mich passend auszudrücken, nicht bei solchen Sachen. Aber ich denke, wir sollten uns keinen Druck machen und einfach so schreiben, wie es uns gerade geht. Auch wenn die Sprache vielleicht einfacher ist oder wie keine "Fachausdrücke" kennen. Viele sind ja auch noch Blogger und machen das sozusagen professionell, beschäftigen sich täglich damit, wie man eine Rezi gut macht. Ich mache das nicht, ich schreibe bloss meine Meinung auf und ich habe auch nicht die Zeit, mir da über jeden Satz Gedanken zu machen. Aber wichtig ist doch, dass die Meinung rüberkommt. Ich finde eine Meinung in einfachen Sätzen genauso spannend wie eine super durchdachte Rezi. Es geht ja um den Inhalt. :zwinker:

  • Lieber Thomas,


    Dein Beitrag könnte eins zu eins von mir stammen, von den immer selteneren Buchrezensionen über das Gefühl, hier im Laufe der Zeit alte Kämpen verloren zu haben, bis hin zur Suche des Mittvierzigers in der Midlife-Crisis nach neuen Hobbys. :zwinker:


    Okay, auch ich melde mich immer seltener zu Wort hier. Allerdings hat mein Rückzug aus dem Forum weniger mit einer Lesemüdigkeit zu tun, sondern mit, nun ja, einigem Trubel in der letzten Zeit, der unter anderem dazu führte, dass ich mich aus vielen Internetkommunikationskanälen zurückgezogen habe, darunter auch aus dem LitSchock-Forum, von gelegentlichen Stippvisiten abgesehen. Allerdings würde ich nicht unbedingt sagen, dass sich meine Interessen verschoben haben. Jedenfalls nicht sehr. Bücher lese ich auch weiterhin, wann immer ich kann. Gerade in anstrengenden Zeiten habe ich es zu schätzen gelernt, abzuschalten und mich mit einem Buch abzulenken.


    Allerdings spielt für mich das Forum beim Lesen keine so große Rolle mehr wie noch vor vier, fünf Jahren, als ich hier noch recht aktiv war und ständig im Hinterkopf hatte, über das Gelesene auch etwas zu schreiben, ja, in gewisser Weise schreiben zu "müssen", schließlich hatte ich doch immer auch den Anspruch an mich selbst, meine Leseerlebnisse und -vorlieben mit anderen zu teilen und mich darüber auszutauschen. Und ich weiß nicht, wie's anderen geht, aber für mich sind Buchrezensionen hier immer recht aufwendig und nehmen viel Zeit in Anspruch, vor allem, wenn ich mir Mühe geben will und sie fundiert sein sollen. Zeit, die ich nicht immer habe.


    Mittlerweile habe ich sogar festgestellt, dass ich wesentlich entspannter und unbefangener lese, seit ich hier nicht mehr so aktiv bin, auch wenn das gewiss nicht im Sinne eines Diskussionsforums ist. Daher würde ich meine gebremste Forenaktivität auch nicht im Zusammenhang mit einer Leseblockade sehen oder sie gar als Horrorszenario bezeichnen. Im Gegenteil: Habe ich mich früher selbst unter Druck gesetzt, habe ich nun wieder begonnen, mehr für mich zu lesen, und ich genieße das.


    Auf der anderen Seite fühle ich mich der LitSchock-Familie, um bei Deinen Worten zu bleiben, Thomas, immer noch sehr verbunden, und ich habe hier einige sehr nette Leute kennengelernt, manche sogar persönlich. Und ich bin immer wieder gerne hier. Mit ein Grund für meinen Rückzug jedoch mag wie bei Dir gewesen sein, dass im Laufe der Jahre einige Mitglieder verstummt sind oder sich abgemeldet haben, deren Urteil ich sehr geschätzt habe und deren Buchvorlieben sich mit meinen deckten. Unter den neuen Mitgliedern ist ein hoher Anteil von Lesern bzw. Leserinnen, deren literarische Interessen sich mit meinen nur zu einem geringen Teil überschneiden. Das mag die allgemeinen Lesevorlieben der Buchkäufer heutzutage widerspiegeln, denn wenn ich mir die aktuellen Bestsellerlisten anschaue, finde ich dort immer seltener Bücher, die mich ansprechen, von denen aber offensichtlich sehr viel verkauft wird.


    Vielleicht bin ich aber auch einfach nur älter und altmodischer geworden, während hier viel junges Blut mit neuen Interessen und Vorlieben hinzugekommen ist. Ja, insofern hat hier im Forum ein schleichender Generationswechsel stattgefunden, und ich muss es mir endlich eingestehen: Ich gehöre allmählich zum alten Eisen. :belehr: Aber hey - vielleicht sollten wir einfach einen LitSchock-Seniorenklub gründen und nur noch Alte-und-schwermütige-Männer-Bücher von Philip Roth, Wilhelm Genazino und Thomas Bernhard lesen. Was meinst Du? :breitgrins:


    Viele Grüße
    Stefan


    P.S.: Haste denn schon den neuen Genazino gelesen? :zwinker: :smile:

    Andere Orte im Internet erkundet und für uninteressant befunden.

    Einmal editiert, zuletzt von MacOss ()

  • Nee. Ich warte schon darauf, dass jemand den neuen Genazino hier vorstellt. Frueher haette ich solch ein Buch drei Tage nach Erscheinen rezensiert, heute hab ich ihn noch nicht mal gekauft. Aber schoen von Dir zu lesen, auch wenn du auch ziemlich still geworden bist.


    Gruss Thomas

  • MacOss : Wenn nicht Dein Leben davon abhängt: Bitte keinen Roth! Genazino schreibt seit "Abschaffel" auch immer wieder nur ein- und dasselbe Buch. Über Bernhard könnten wir reden, den habe ich lange nicht mehr gelesen. :breitgrins:

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Na, ihr alten Männer, ich hoffe, ihr redet euch daheim bei euren Frauen nicht auch mit solchen "Altes-Eisen-Sprüchen" raus! :elch:
    Man(n) ist immer so alt, wie man sich fühlt. Der Spruch hat einen langen Bart, aber er stimmt.


    Nicht vergessen: Auch wir anderen werden älter und freuen uns vielleicht irgendwann, gute Rezis über Bücher zu finden, die uns plötzlich interessieren, weil die Bestsellerlisten nichts mehr für uns hergeben. Auch wenn es nur wenig Bücher sind, die ihr lest, weil das Leben abseits vom Lesen auch anderes zu bieten hat: Es gibt immer User, die eure Threads lesen, wenn sie auch nicht groß darüber diskutieren. Und es können immer Neulinge dazustoßen, die euren Geschmack an Büchern teilen und sich angesichts dessen nicht gleich wegen der jungen Generation wieder aus dem Staub machen. Die Mischung macht das Forum doch erst interessant.

  • Also ich bin jetzt seit letztem Jahr im Forum unterwegs und ich finde es schön, hier immer wieder gute, fundierte Rezensionen zu finden. Auch wenn sich die Meinung nicht immer mit meiner deckt, merkt man doch, dass man sich beim schreiben hier viel Mühe gibt. Nicht wie vielfach bei Amazon. Dieses: "Buch XY ist irgendwie gut/cool/blöd/, weil weiß auch nicht..." geht mir doch schnell auf die Nerven. Sicher, das ist da auch nicht bei allen so, aber hier ist das schon was anderes.
    Außerdem finde ich es grade spannend, wenn Leute Bücher lesen jenseits des Mainstreams. So kommt man mal auf Sachen, die man halt nicht in den Bestsellerlisten findet. Die Vielfalt macht ja grade den Reiz eines Forums aus.
    Ich habe mich bisher auch beim Schreiben von Rezis zurückgehalten, weil ich immer denke, die Bücher die ich lese interessieren ja doch keinen, oder meinen Rezis sind bestimmt nicht so toll wie die der anderen hier, aber vermutlich ist das auch purer Blödsinn. Wir wollen damit hier ja auch keine Preise gewinnen. :rollen:


  • MacOss : Wenn nicht Dein Leben davon abhängt: Bitte keinen Roth! Genazino schreibt seit "Abschaffel" auch immer wieder nur ein- und dasselbe Buch. Über Bernhard könnten wir reden, den habe ich lange nicht mehr gelesen. :breitgrins:


    Neinnein, Roth ist kein Muss, keine Sorge. Aber von Genazino will ich doch auch gar nichts anderes als das Übliche. :breitgrins: Wäre doch schrecklich, wenn er wie so viele andere plötzlich meinte, sich "neu erfinden" zu müssen. So weiß ich wenigstens, dass auch Genazino drin ist, wo Genazino drauf steht. :zwinker: Und Thomas Bernhard geht immer. Ihn habe ich übrigens hier über Thomas Klassikfreund kennen- und zu schätzen gelernt. :daumen:



    Na, ihr alten Männer, ich hoffe, ihr redet euch daheim bei euren Frauen nicht auch mit solchen "Altes-Eisen-Sprüchen" raus! :elch:


    Nein, wir doch nicht. :verlegen: Solche Ausreden würden wir nie benutzen. :breitgrins:



    Auch wenn es nur wenig Bücher sind, die ihr lest, weil das Leben abseits vom Lesen auch anderes zu bieten hat: Es gibt immer User, die eure Threads lesen, wenn sie auch nicht groß darüber diskutieren. Und es können immer Neulinge dazustoßen, die euren Geschmack an Büchern teilen und sich angesichts dessen nicht gleich wegen der jungen Generation wieder aus dem Staub machen. Die Mischung macht das Forum doch erst interessant.


    Danke. Hast natürlich recht. :smile: Alles Lamentieren nützt nichts, wenn man selbst nicht aktiv wird.



    Ich habe mich bisher auch beim Schreiben von Rezis zurückgehalten, weil ich immer denke, die Bücher die ich lese interessieren ja doch keinen, oder meinen Rezis sind bestimmt nicht so toll wie die der anderen hier, aber vermutlich ist das auch purer Blödsinn. Wir wollen damit hier ja auch keine Preise gewinnen. :rollen:


    Dabei entdecke ich gerade von Dir im "Was-lest-ihr-gerade"-Thread manchmal richtig tolle Sachen: die Tagebücher von Kurt Cobain (die übrigens auch noch angefangen in meinem Regal einstauben), Jack Kerouac, Hemingway oder "Tschick", das ich vor ein paar Wochen gelesen habe und ganz großartig fand.

    Andere Orte im Internet erkundet und für uninteressant befunden.


  • Man(n) ist immer so alt, wie man sich fühlt. Der Spruch hat einen langen Bart, aber er stimmt.


    Mit dem langen Bart passt er ja wiederum zu alten Männern und dem Forums-Opi-Smiley :belehr: :breitgrins:


    Ich fände es durchaus schön, wieder öfter Rezis von Euch zu lesen, MacOss und Klassikfreund. Auch wenn sich unser Lesegeschmack nur bedingt deckt, lese ich Eure Eindrücke sehr gerne und habe auch schon die eine oder andere Anregung von Euch bekommen. Aaaaber ... wenn Ihr gerade rezi-unlustig seid, reicht mir auch schon, Euch ab und zu mal "einfach so" zu lesen ;)

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Dann bleibt Dir wohl nix übrig, als in den Off-Topic-Threads rumzugeistern :breitgrins:

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Den link hab ich heute schon im klassikerforum gesehen. Da aber nur den Teil über Kafka gelesen. Wobei sich die ersten beiden Bücher super anhören.


    Solltest du sie lesen bin ich auf deine Meinung gespannt :winken: