Lesen? Immer nur lesen? Warum eigentlich?

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 279 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Dostoevskij.

  • ich könnte auch nicht ohne bücher leben. ich verlasse nicht das haus ohne buch, und seit einiger zeit trage ich sogar meine transportable bücherliste mit mir rum, so dass ich eigentlich bis zu 100 bücher gleichzeitig in der tasche habe :breitgrins:


    räume ohne bücher finde ich ziemlich seltsam. schon allein wegen der atmosphäre. mein cousin ist so ein musterbeispiel: 1 PC, 1 fernseher, 1 videorekorder, 1 riesencouch davor und noch irgendwo ein bett reingequetscht. aber nix buch!


    mein bruder hat ja wenigstens anstandshalber ein paar bücher im regal stehen. allerdings kaum eines davon gelesen. meine mutter sagte zu ihm, er würde verblöden wenn er nicht ab und zu mal ein buch liest. einen moment lang hatte ich wirklich angst, er zerreisst sie in der luft.


    tja, aber warum ich lese? unter anderem vielleicht weil ich immer auf der suche nach neuen geschichten bin. es ist halt wie ne sucht: einmal eine geschichte gelesen, die einem gefällt, und schon brauche ich eine, die das ganze toppt oder zumindest da ran reicht.


    alles liebe
    bröckchen

    :leser:<br />Verdammnis - Stieg Larsson<br />Baader Meinhof Komplex - Stefan Aust

  • Ein Leben ohne Bücher? Undenkbar :entsetzt: Mit Büchern kann ich mich entspannen, amüsieren, wohlig gruseln, mitleiden, etwas lernen...Kein anderes Medium oder Hobby kann mir das bieten.


    Deshalb muss ich leider zugeben, dass ich gegenüber Gar-Nicht-Lesern schon etwas Vorurteile hege :redface: Irgendwie finde ich es zweifelhaft, seinen Input nur aus Fernsehen, Radio und Gesprächen (so gut sie auch sein mögen) zu ziehen. Aber wie gesagt, das mag ein Vorurteil sein...


    EDIT: Was mir gerade noch einfällt, ist, ist, dass ein Wohnzimmer ohne Bücher nicht auf Leseunlust hindeutet :zwinker: Meins ist nämlich auch bücherregalfrei, weil ich 1. die meisten Bücher ausleihe und 2. mein (im Vergleich zu Euren kleiner) Buchbestand in einem separaten Zimmer lagere, weil mir 3. ein relativ leeres Wohnzimmer einfach gefällt.


    LG
    Manjula

  • Ein Leben ohne Bücher kann ich mir nicht vorstellen. Ich könnte auf alles andere verzichten, aber nicht auf Bücher. Warum ich so gerne lese, kann ich gar nicht genau sagen. Der wesentliche Grund ist, dass es mit einfach besser gefällt, wenn ich meine Phantasie spielen lassen kann. Auch wenn ich gerade nicht lese, habe ich meine Bücher gerne um mich. Außer in Bad und Toilette stehen in jedem Zimmer Bücher.


    Gegenüber Leuten, die nicht lesen, habe ich keine Vorurteile. Es soll jeder auf seine Weise glücklich werden und wenn das jemand ohne Bücher schafft - bitte schön. Wenn mir aber jemand Bücher ausreden will, kann ich ziemlich eklig werden :breitgrins:


    Liebe Grüße

  • Hallo zusammen,


    wenn nach Hobbys oder Freizeitbeschäftigungen gefragt wird, sage ich nie "Lesen" weil das für mich nicht in diese Kategorien passt. Lesen ist für mich etwas selbstverständliches, absolut notwendiges und nicht wegzudenkendes so wie Essen und Trinken oder Schlafen oder Zähneputzen. Nur viel schöner. Es vergeht so gut wie kein Tag an dem ich nicht lese, wenn es ein Tag mit viel Streß und wenig Zeit ist, dann lese ich aber wenigstens die Zeitung quer und abends noch 2-3 Seiten in einem Buch. Sonst wäre der Tag für mich irgendwie nicht richtig.
    Trotzdem habe ich noch jede Menge andere Interessen, die für mich in den Hobbybereich fallen.


    Ein wenig Vorbehalte gegenüber Menschen, die gar nicht lesen habe ich schon :redface: . Es geht ja nicht nur darum, ob man sich über Bücher an sich unterhalten kann. Lesen erweitert die eigene Sichtweise, man kann sich Informationen beschaffen und wird sprachlich gewandter. Meiner Erfahrung nach merkt man das meist recht schnell, ob man es mit einem Leser oder Nichtleser zu tun hat. Menschen die lesen sind sehr oft auch in anderen Bereichen sehr aktiv und allgemein gebildet, so dass man eher interessante Gespräche führen kann. Ausnahmen gibt es natürlich immer und es gibt auch supernette und sympathische Leseverweigerer und fiese und unsympathische Bücherwürmer. Ich versuche allerdings nie jemanden zum Lesen zu überreden oder zu bekehren. Ich glaube nicht, dass das funktioniert , allenfalls kann man versuchen, jemandem etwas schmackhaft zu machen. Letztlich muss dass jeder für sich entscheiden.


    Viele Grüße
    christie

  • Zitat von "Galadriel43"

    Mein Herzblatt liest zB höchstens mal Perry Rhodan - bis jetzt. Ich entwickele da einen fast missionarischen Eifer und siehe da, er hat gerade den ersten Band von harry Potter gelesen. :breitgrins:


    He, da bist du mir um einen Schritt voraus. :smile: Mein Freund liest auch nur Perry Rhodan, etwas anderes fasst er nicht mit spitzen Fingern an. (Ausser Bücher über Autos, pfui) Und trotz meines unermüdlichen Einsatzes habe ich ich ihn (bis jetzt) noch nicht zu etwas anderem bewegen können. Ich muss aber dazu sagen, als wir uns kennengelernt haben, war er notorischer Nichtleser (mittlerweile ja nicht mehr - was ich als ersten Erfolg für mich verbuchen kann :freu: , ok bei einer Freundin wie mir, hatte er wohl auch keine andere Wahl :rollen: ). Und irgendwann hat er die ganzen Silberbände mal durchgeackert (aktuell: Band 33 von ~85) und hat nichts mehr zu lesen, und dann schlage ich voll zu! Ich denke da übrigens auch an Harry Potter. :breitgrins:


    Ich denke, wenn die Eltern den Kindern das Lesen vorleben, dann werden sie automatisch auch zu Leseratten. Mein Vater zum Beispiel hat mir von klein auf immer Geschichten vorgelesen, so dass ich es kaum erwarten konnte, endlich in die Schule zu kommen und selber lesen zu lernen. (Am liebsten hätte ich es noch vorher gelernt, aber irgendwie hatte meine Mutter da was dagegen) Und später dann hat mir mein Vater oft mal ein Buch mitgebracht, wenn er von Arbeit nach Hause kam (welches dann am selben Abend noch durchgelesen wurde ). Und irgendwann kam der Tag, an dem unsere damalige Klasse einen Besuch in der Bibliothek gemacht hat, da war für mich natürlich alles zu spät. :breitgrins:
    Mein Freund dagegen, das ganze Gegenteil. Keinerlei Ermunterung von Seiten der Eltern, hat als Kind höchstens Comics gelesen (und auch jetzt noch ganz gerne. :-) ) Und obwohl ich nicht verallgemeinern will, denke ich, dass das schon einiges mit der Bildung zu tun hat. Gebildete Menschen greifen eben in der Regel häufiger zu einem Buch, das ist zumindest die Erfahrung die ich gemacht habe.
    Obwohl ich sicher keinen als schlechteren Menschen ansehen würde, der nicht gerne liest. Allerdings muss ich zugeben, dass Menschen die noch NIE ein Buch angefasst haben, mir doch etwas suspekt sind... :breitgrins:

  • Bei manchen Menschen hilft aber auch keine Ermunterung von Seiten der Eltern. Mein Bruder wurde echt schon genug ermuntert und hat wirklich auch schon eine Reihe von guten Büchern geschenkt bekommen. Hoffnungslos!
    Ich reiß mir dann immer seine Bücher unter den Nagel... :zwinker:

    [size=9px]&quot;I can believe anything, provided that it is quite incredible.&quot;<br />~&quot;The picture of Dorian Gray&quot;by Oscar Wilde~<br /><br />:leser: <br />Henry Fielding - Tom Jones<br /><br />Tad Williams - The Dragonbone Chair<br /><br />Mark Twai

  • Zitat von "Christiane"

    Ich hatte früher auch Vorurteile gegenüber Nichtlesern. Das hat sich aber geändert.
    Mein Schatz versucht zwar hin und wieder mal ein buch in die Hand zu nehmen, aber so ganz seine Welt scheint es eben doch nicht zu sein (allerdings befindet sich im Wohnzimmer seiner Eltern kein einziges Buch :entsetzt: ).
    Aber er hat Verständnis für mich und meine Bücher und das ist ja irgendwo auch die Hauptsache. Und ich teile ja auch nicht alle seine Hobbys :breitgrins:


    Mein Freund liest auch selten bis gar nicht. Wenn es hoch kommt, hat er bisher vielleicht 10 Bücher gelesen. Aber vielleicht ändert sich das jetzt auch, wenn er mit seinem Studium endlich endgültig fertig ist. Dann hat er doch Zeit sich nach der Arbeit auf etwas anderes zu konzentrieren. (Einige Bücher habe ich ihm schon auf die Seite gelegt, die er sich mal durchlesen sollte.)
    Was ich aber sehr schätze an ihm ist, daß er mir immer sehr aufmerksam zuhört, wenn ich ihm von einem Buch erzähle, das ich gerade lese. Da hatten wir schon so manche nette Diskussion.

  • Zitat von "Manjula"

    EDIT: Was mir gerade noch einfällt, ist, ist, dass ein Wohnzimmer ohne Bücher nicht auf Leseunlust hindeutet :zwinker: Meins ist nämlich auch bücherregalfrei, weil ich 1. die meisten Bücher ausleihe und 2. mein (im Vergleich zu Euren kleiner) Buchbestand in einem separaten Zimmer lagere, weil mir 3. ein relativ leeres Wohnzimmer einfach gefällt.


    Ich schließe mich an ... wer in unser Erdgeschoss kommt, könnte denken, er hätte es mit Nichtlesern zu tun, denn in unserem Wohn- und Esszimmer gibt es nur eine Essecke, Sofa, Sessel und Couchtisch, einen Vitrinenschrank und ein Eckschränkchen mit dem Fernseher drauf.


    Dafür haben Schatz und ich unsere Bestände in unseren Arbeitszimmern versteckt ;) (alles nur Tarnung :breitgrins: )

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Wir haben im Erdgeschoss auch keine Buecher, dafuer sind im Obergeschoss ein paar Buecherregale verteilt. :smile:
    Ich schaue eigentlich nicht auf Leute herab, die nicht lesen (mein Mann liest nur ganz selten), aber ich finde, dass sie etwas sehr Schoenes verpassen. Dafuer koennte man mich wiederum mit Sport jagen, das ueberlasse ich lieber den anderen.

  • Zitat von "whiskers"

    Dafuer koennte man mich wiederum mit Sport jagen, das ueberlasse ich lieber den anderen.


    Kenne ich.


    Seit eine Kollegin mal gemeint hat, es gäbe Leute, die das einfach nicht so bräuchten, bin ich allerdings beruhigt :breitgrins:

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Hallo zusammen,


    also ich finde es schon eigenartig, wenn Leute nicht lesen. Aber komischerweise kenne ich nur solche oder solche. Entweder sie lesen ständig, oder garnicht.


    Natürlich kann ich mir nicht vorstellen, garnicht mehr zu lesen; gebe aber zu, dass es auch Zeiten gibt wo ich überhaupt nicht zum lesen komme. Wenn man viel unterwegs ist, oder wenn mich mal wieder meine Homepage fordert... :rollen:


    Meist lese ich auch wenn ich dann mal lese gleich etwas mehr. Denn immer nur an einem Abend ein paar Seiten, das kann ich irgendwie nicht, man muss erst mal wieder richtig "rein kommen". :smile:


    Ich finde es komisch wenn Leute nicht lesen, aber ich akzeptiere es. Irgendwie ist es ein Hobby wie jedes andere auch. Allerdings machte mich mal die Aussage einer Bekannten ziemlich nachdenklich, die sagte, sie würde sich in Zeitschriften immer nur die Fotos angucken.... also ehrlich?!?! :entsetzt:


    Viele Grüße,
    Trinity

    http://forum.viajes-al-sol.de/phpbb/ - Das Reiseforum - &quot;Wer mit dem Schrecken vertraut ist, braucht von Zeit zu Zeit frische Sorgen, oder er wird selbstzufrieden&quot; (Peter Mayle)

  • Zitat

    Allerdings machte mich mal die Aussage einer Bekannten ziemlich nachdenklich, die sagte, sie würde sich in Zeitschriften immer nur die Fotos angucken.... also ehrlich?!?!


    Ja, das erinnert mich an den Bruder meines Freundes (der mich natürlich jedesmal für verrückt erklärt, wenn er mich mit einem Buch in der Hand sieht) Dem ist schon der Text zu Actionspielen zu viel!! GTA - Vice City oder wie das Spiel hieß...da kommen ab und an mal 1 oder 2 Zeilen Text Handlung: "NEE, das les ich mir nicht durch. Ich bin doch nicht blöd!! Das ist viel zu anstrengend!!!!" :entsetzt: Also da, stehen mir dann schon die Haare zu Berge...

  • Für mich ist Lesen wie ein täglicher Kurzurlaub, in dem ich abschalten kann, mich erholen kann und meine Gedanke auf eine geführte Reise schicke.


    Meine Eltern haben nie viel gelesen, sie haben aber sehr wohl meine Lesefreude gefördert.


    Ich habe neben dem Lesen aber auch noch andere Hobbies, sehe auch gerne fern - also das eine schließt das andere ja nicht aus! Ich, für mich persönlich, kann es mir nicht vorstellen, nichts zu lesen. Wenn jemand nie liest, tut er mir höchstens leid, weil er ja gar nicht weiß, was ihm entgehen könnte. Aber ich glaube, wenn das Lesen Lernen für jemanden von Anfang an ein Problem war und nur mit Streitereien und Ärger verbunden war, warum sollte soeiner gerne lesen?


    lg, Frau 32

  • Hmm,
    aber wisst ihr, was ich überhaupt nicht leiden kann? Wenn ich mir zu Vorlesungen irgendwas durchlesen muss, was mich nicht interessiert und ich deshalb auch nicht kapiere (kapieren will). Ich hasse das total, mich durch blöde Fachbücher zu hangeln und mir Studiumssachen selbst beizubringen. So zum Beispiel hasse ich die Physik-Fachbücher oder Maschinenbau-Fachbücher. Ich lasse mir das lieber alles erklären, damit ich das verstehe. Daher ist es gut, dass mein Papa so gut erklären kann.
    Wenn ich was nicht verstehe, dann gehe ich zu Papa (der Mann mit den Büchern zu jedem Themengebiet) und der stapelt mir dann gut einen Meter Bücher vor die Nase. Er kann durch das Lesen von Fachbüchern irgendwie alles verstehen, ich nicht. Ich kann das gar nicht leiden. Also machen wir es mittlerweile so, dass ich zu Papa gehe, wenn ich was nicht kapiere und er liest sich bei Bedarf die entsprechenden Stellen in einem Buch durch und erklärt sie mir. Sozusagen für "Dummies". :breitgrins:
    Ich weiß auch nicht, warum ich mir mit Fachbüchern so schwer tue, wo ich doch so eine Leseratte bin...


    Grüße,


    Marypipe

  • Zitat von "Thanquola"

    "NEE, das les ich mir nicht durch. Ich bin doch nicht blöd!! Das ist viel zu anstrengend


    Dann dürfte er nicht "Morrowind" spielen (eines meiner Lieblings-Games), denn das ist eher sowas wie ein interaktiver Roman - mit viiiiiiiiel Text, der gelesen werden muß!

  • Zitat von "Marypipe"

    Hmm,
    aber wisst ihr, was ich überhaupt nicht leiden kann? Wenn ich mir zu Vorlesungen irgendwas durchlesen muss, was mich nicht interessiert und ich deshalb auch nicht kapiere (kapieren will).


    Kenne ich :entsetzt: Es fällt mir total schwer, mich zu zwingen, etwas zu lesen, das mich nicht interessiert. Deshalb fand ich auch Schullektüre oft gaaaaaanz furchtbar.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Zitat von "Valentine"

    Es fällt mir total schwer, mich zu zwingen, etwas zu lesen, das mich nicht interessiert. Deshalb fand ich auch Schullektüre oft gaaaaaanz furchtbar.


    Stimmt, Schullektüre kann wirklich echt furchtbar sein. Vor allem, wenn man dafür ein wirklich gutes Buch zur Seite legen muss! :entsetzt:
    Oder so einen super trockenen Geschichtstext. Voller Fakten und öden Zahlen... :schnarch:

    [size=9px]&quot;I can believe anything, provided that it is quite incredible.&quot;<br />~&quot;The picture of Dorian Gray&quot;by Oscar Wilde~<br /><br />:leser: <br />Henry Fielding - Tom Jones<br /><br />Tad Williams - The Dragonbone Chair<br /><br />Mark Twai

  • Zitat von "Fairy"


    Oder so einen super trockenen Geschichtstext. Voller Fakten und öden Zahlen... :schnarch:


    Geschichtstexte haben mich immer eher fasziniert als gelangweilt. Ich erinnere mich da eher mit Schrecken an literarisch hochwertige Taxte moderner Autoren im Deutschunterricht. :entsetzt:


    Das ich heute immer noch sehr gerne und viel lese, ist bestimmt nicht dem Unterricht meiner damaligen Lehrerin zu verdanken :schnarch: Die hatte echt ein Talent immer die langweiligsten Texte zu finden :breitgrins:

    Liebe Grüße<br />Galadriel<br /><br />Das Lächeln ist eine Kurve, die manches gerade biegt.

  • Also die Zeiten, in denen ich Fachlektüre oder Schulbücher einem wirkliche interessanten Roman oä. vorziehen musste, sind fürs erste für mich vorbei. Und das ist auch erstmal gut so. Aber ich merke schon, wie langsam aber sicher, dieser Drang nach Neuem, nach Wissen und Lernen sich in meinem Kopf breitmacht. Und irgendwann werde ich mich bestimmt wieder auf irgendeiner Schulbank wiederfinden...


    Aber ich bin auch der Meinung, dass Menschen die überhaupt nie ein Buch anrühren, ziemlich viel verpassen. Und nicht nur das. Ich habe auch festgestellt, dass z.T. ihre Ausdrucksweise, ihre Vorstellungskraft, Feingefühl usw. stark zu wünschen übrig lassen. Nicht umsonst sagt man ja dass Lesen bildet. Vom Fernsehen kann man das ja kaum noch behaupten. Außerdem diskutiert es sich mit "belesenen" Menschen auch viel besser, weil sie sich durch die Bücher auch eine Meinung bilden können. Die Nicht-Leser plappern nur nach was sie im TV sehen.

    Literatur ist die Kunst, Außergewöhnliches an gewöhnlichen Menschen zu entdecken und darüber mit gewöhnlichen Worten Außergewöhnliches zu sagen<br /><br />Boris Leonidowitsch Pasternak

  • Hi zusammen,


    als Neuling in diesem klasse Forum werf' ich erst mal ein freundliches "Hallo" in die Runde :). Es ist schon toll, zu sehen, wie sich hier die Anhänger eines der schönsten Hobbies überhaupt auf einem Fleck versammeln.


    Zum Thema möchte ich sagen, dass zwar natürlich jeder seine Freizeit verbringen kann und soll, womit er möchte; schade und fast schon beängstigend finde ich allerdings, dass Lesen für so viele Menschen nichts (mehr) bedeutet und überwiegend durch meist platte Fernsehunterhaltung oder ähnliches ersetzt und verdrängt wird.


    Durch meinen Job bedingt, "platze" ich fast täglich in die Wohnungen von mir fremden Menschen aller gesellschaftlichen Schichten und beinahe jeden Alters hinein; einige Sekunden genügen, um mir einen kleinen Eindruck machen zu können und in den allermeisten Fällen feststellen zu müssen, wie wenige Bücher, wenn überhaupt, die Leute bei sich zu Hause stehen haben!
    Ich frage mich dann jedesmal, womit diese Leute wohl jeden Abend ihre Zeit verbringen? Klar, es gibt TV, DVD, Computer & Internet (*hüstel*), Musik, Weggehen etc. (alles Hobbies, denen wohl die meisten hier ebenso nachgehen) - aber ein Leben ohne Buch? Niemals :entsetzt: !


    Wie sich diese Lese-Unlust in den Familien auswirkt, sieht man allein schon dann, wenn man sich mit Kids oder Jugendlichen unterhält, die vielleicht noch Harry Potter oder Dan Brown kennen, von z.B. Hesse oder Dostojewski jedoch noch nie gehört haben und auch nichts hören wollen.
    Wodurch, wenn nicht durch die Eltern oder eventuell noch Freunde, sollen denn die Jüngeren für gute, wertvolle Literatur begeistert werden? Rein aus Eigenantrieb heraus eine Faszination für die Welt der Bücher zu entwickeln, ist, denke ich, eher die Ausnahme...


    Oki