Erich Kästner - Emil und die Detektive

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 36 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Doris.

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    Inhalt


    „Zum ersten Mal darf Emil allein nach Berlin fahren um seine Großmutter zu besuchen. Doch im Zug übermannt ihn vor lauter Aufregung der Schlaf, und als er aufwacht, muss er feststellen, dass ihm sein ganzes Geld gestohlen worden ist! Nur einer kann der Dieb sein: der "feine" Herr mit dem steifen Hut! Doch wie soll Emil den allein zur Strecke bringen? Glücklicherweise begegnet er Gustav mit der Hupe und seinen Jungs, die ihm unbedingt helfen wollen. "Parole Emil!" ist ihr Motto und der Beginn einer aufregenden Verfolgungsjagd..."


    Meine Meinung


    Ein richtig schönes Buch!! Ich muss zugeben, dass ich es zum ersten Mal gelesen habe, irgendwie hatte ich vorher nie Lust auf Kästner. Ich dachte immer, das wäre einer dieser „drögen Klassiker“, die keinen Spaß machen. Aber da habe ich mich getäuscht, „Emil und die Detektive“ macht sehr viel Spaß, und Kästner schreibt einfach schön, für Kinder und für Erwachsene! :bang:
    Das wird nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein! :smile:


    Von mir gibt es 5ratten

    Einmal editiert, zuletzt von Bianca ()

  • :klatschen:


    Ich finde Kästner auch immer wieder toll, charmant-altmodisch-liebenswert :herz:


    Wenn Du Kästner weiter verfolgen möchtest, kann ich Dir auch "Das fliegende Klassenzimmer", "Das doppelte Lottchen" und meinen Favoriten, "Der 35. Mai", ans Herz legen.

    The three most important documents a free society gives are a birth certificate, a passport, and a library card.

    E. L. Doctorow





  • Peinlich aber wahr, ich habe nie was von Kästner gelesen, obwohl ich mal ein Buch von ihm hatte, ich sollte mal meine Leselücke in diesem Punkt auffüllen, weia :redface:

  • Das ist ein wunderbares Buch und eines, das ich trotz des zerfledderten Äußeren nach wie vor hüte. Ich lese es hin und wieder, wenn ich auch heute einiges fixer fertig bin als früher :breitgrins:


    Was mich immer fasziniert ist, wie präzise Kästner Berlin beschreibt. Mein Vater war Berliner und hat sich immer sehr gefreut, wenn ich ihm über die ganzen Rundfahrten entlang der Straßenzüge berichtet habe.

    ☞Schreibtisch-Aufräumerin ☞Chief Blog Officer bei Bleisatz ☞Regenbogen-Finderin ☞immer auf dem #Lesesofa

  • ohhh Kästner :herz: einer meiner damaligen absoluten Lieblinge :smile: Ich fand besonders das doppelte Lottchen und das fliegende Klassenzimmer toll*schwärm* Villeicht sollte ich es nochmal lesen. Unbegreiflich ist mir, das die Bücher verboten wurden, weil z.B. in das doppelte lottchen die eltern geschieden waren :entsetzt::rollen: Ja ja armes altes prüdes Deutschland :breitgrins: denen sind echt tolle bücher entgangen :smile:

    smiley-channel.de_lesen020.gif:<br />Zeruya Shalev- Mann und Frau

  • Zitat von "booki"

    o... Unbegreiflich ist mir, das die Bücher verboten wurden, weil z.B. in das doppelte lottchen die eltern geschieden waren :entsetzt::rollen: Ja ja armes altes prüdes Deutschland :breitgrins: ...


    Ist das wahr? Das wusste ich gar nicht. Aber das ist eine interessante Info. Ich werde mal ein wenig die Augen im WWW offenhalten.
    Ich weiß nur, dass einzelne Kästner-Bücher in der DDR nicht so gerne gesehen waren (ein Grenzer hat nämlich meine Reiselektüre scharf beäugt - es war ausgerechnet Emil und die Detektive und ich durfte weiterlesen).

    ☞Schreibtisch-Aufräumerin ☞Chief Blog Officer bei Bleisatz ☞Regenbogen-Finderin ☞immer auf dem #Lesesofa

  • ja, leider bittere wahrheit :sauer: Wenn ich mich nicht täusche, war es zur Zeit der Herrschaft Hitlers :grmpf:
    wieso haben die das denn in der ddr nicht gerne gesehen? etwa aus dem selben grund?? :rollen:

    smiley-channel.de_lesen020.gif:<br />Zeruya Shalev- Mann und Frau

  • Zunächst das Eine:
    Es gibt eine Internetseite zu Emil und die Detektive, das ware eine Sonderseite zum 100. Geburtstag von Kästner.


    Warum die DDR einige Bücher nicht gerne sah? Soviel ich weiß, war Kästner in einigen Werken mehr oder weniger direkt gesellschafts- und zeitkritisch unterwegs. Da dürfte es ein paar anstößige Punkte gegeben haben. Nennen kann ich keine, habe zwar gerade gesucht, bin aber noch nicht fündig geworden.

    ☞Schreibtisch-Aufräumerin ☞Chief Blog Officer bei Bleisatz ☞Regenbogen-Finderin ☞immer auf dem #Lesesofa

  • Hallo zusammen!
    Hallo booki!


    Zitat von "booki"

    Unbegreiflich ist mir, das die Bücher verboten wurden, weil z.B. in das doppelte lottchen die eltern geschieden waren :entsetzt::rollen: Ja ja armes altes prüdes Deutschland :breitgrins: denen sind echt tolle bücher entgangen :smile:


    Hast Du genauere Angaben dazu? (Wer? Wann? Wo?) Davon wusste ich nämlich bislang nichts.


    Kästner hatte im NS-Deutschland generelles Publikationsverbot. Er durfte allerdings eine Zeitlang noch in der Schweiz harmlose Sachen veröffentlichen. Dass die Nazis auch den Emil verbrannt haben, ist möglich. Das doppelte Lottchen wurde aber erst 1949 publiziert; die Nazis können es also nicht verboten haben.


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • War es nicht so, dass Kästner erst zum Kinderbuchschreiber wurde, als er unter den Nazis seine Romane nicht mehr veröffentlichen durfte?


    Die geschiedenen Eltern im "doppelten Lottchen" passten bestimmt nicht in die verklemmte Moral der 50er Jahre. Dass es komplett verboten war, kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen.

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    E. L. Doctorow





  • Hallo zusammen!


    Zitat von "Valentine"

    War es nicht so, dass Kästner erst zum Kinderbuchschreiber wurde, als er unter den Nazis seine Romane nicht mehr veröffentlichen durfte?


    Emil und die Detektive wurde 1928 zum ersten Mal veröffentlicht. (Quelle: Wikipedia)


    Zitat von "Valentine"

    Die geschiedenen Eltern im "doppelten Lottchen" passten bestimmt nicht in die verklemmte Moral der 50er Jahre. Dass es komplett verboten war, kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen.


    Immerhin wurde dieser "Fehler" ja von den beiden Lottchen korrigiert! :smile:


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Zitat von "sandhofer"

    Emil und die Detektive wurde 1928 zum ersten Mal veröffentlicht. (Quelle: Wikipedia)


    Na gut. Gegen Wikipedia komme ich nicht an ;)


    Immerhin wurde dieser "Fehler" ja von den beiden Lottchen korrigiert! :smile:


    Eben. Unter anderen Voraussetzungen würde ja die ganze Geschichte nicht funktionieren.

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    E. L. Doctorow





  • nein sandhofer tut mir leid, das hatte mir mal mein ehemaliger doktor deutschlehrer erzählt, das blieb so bei mir hängen :zwinker: mehr weiß ich auch nicht darüber :sauer: also dann war es vielleicht nicht das doppelte lottchen, sondern andere Bücher von ihm, die auf jeden Fall verbrannt wurden. Wie gesagt wurde, wurden die Bücher auf jeden Fall nicht gerne gesehen, weil wohl einige Situationen in den Romanen nicht ganz zur prüden Moral und Haltung passte...

    smiley-channel.de_lesen020.gif:<br />Zeruya Shalev- Mann und Frau

  • Hallo zusammen!


    Zitat von "booki"

    Wie gesagt wurde, wurden die Bücher auf jeden Fall nicht gerne gesehen, weil wohl einige Situationen in den Romanen nicht ganz zur prüden Moral und Haltung passte...


    V.a. der Kästner für Erwachsene war nun alles andere als prüde ...


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Zitat

    V.a. der Kästner für Erwachsene war nun alles andere als prüde ...


    Grüsse


    Sandhofer


    welche bücher meinst du da? :breitgrins:

    smiley-channel.de_lesen020.gif:<br />Zeruya Shalev- Mann und Frau

  • Hallo zusammen!


    Primär mal: Fabian. Die Geschichte eines Moralisten von 1931. Dann auch seine Gedichte aus jener Zeit.


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • ach so, danke sandhofer :smile: ich habe nur seine Kinderbücher gelesen und wenige gedichte

    smiley-channel.de_lesen020.gif:<br />Zeruya Shalev- Mann und Frau

  • Zitat von "Bettina"

    Was mich immer fasziniert ist, wie präzise Kästner Berlin beschreibt. Mein Vater war Berliner und hat sich immer sehr gefreut, wenn ich ihm über die ganzen Rundfahrten entlang der Straßenzüge berichtet habe.


    Ja, das wurde in unserem Seminar auch kurz erwähnt. Es gibt sogar in Berlin immer noch so genannte "Emil"-Touren, bei denen man eine Stadtführung zu den Schauplätzen von "Emil und die Detektive" macht. Das würde ich auch gerne mal anschauen!! :smile:

  • @ capesider
    Schande über mich, da bitte ich dich extra dass du deine Meinung postest und dann sag ich selber nichts dazu.
    :redface:


    Ich hab meine Meinung zum Buch schon im Erich Kästner Thread gepostet, aber ich geb sie hier trotzdem nocheinmal ab. Ich hab jetzt, inspiriert von diesem Thread, Emil und die Detektive nochmal gelesen und bin hin und weg. Erich Kästner mag zwar ein bisschen klischeehaft sein, aber er hat einen Wortwitz der nahezu einmalig ist. Dieses Buch sprüht nur so vor Lebensfreude, verzaubert den Leser und lässt ihn nicht mehr los. Am liebsten wäre man selber wieder elf Jahre alt, würde sich ins Getümmel werfen und den Mann mit dem steifen Hut verfolgen. Einfach schön.


    lg Pünktchen

    &quot;Ich bin wichtig&quot;,schrie das Sandkörnchen.

  • Zitat von "Pünktchen"

    @ capesider
    Schande über mich, da bitte ich dich extra dass du deine Meinung postest und dann sag ich selber nichts dazu. :redface:


    Null Problemo! :zwinker:


    Deiner schönen Rezi schließe ich mich voll und ganz an! :bang: