Joelle Charbonneau - Die Auslese: Nur die Besten überleben

Leserunde mit Tobias O. Meißner ab 06.09.2019: Evil Miss Universe [Gesellschaftskritische Romantic Comedy]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 23 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von LieLu.

  • "Die Auslese: Nur die Besten überleben"
    von Joelle Charbonneau

    (erscheint am 26. August)


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    Inhalt: Erst kam der Krieg und dann die Naturkatastrophen. Die Erde ist verseucht, nur wenige Menschen haben überlebt und versuchen das Land wieder urbar zu machen. Damit sich die Fehler, die zum Krieg führten nicht wiederholen werden die besten Schüler jedes Jahrgangs zu einer Auslese geschickt um diejenigen herauszufiltern die die Universität besuchen dürfen und somit später zu den Anführern, Lehrern, Ärzten, Wissenschaftlern etc. werden. Die kluge Malencia Vale träumt davon in die Auslese zu kommen. Tatsächlich wird sie dazu auserwählt. Doch die Prüfungen sind hart und die ersten Prüflinge sterben.


    Zusätzliche Info: "Die Auslese" ist mal wieder der erste Band einer Trilogie.


    Die Folgebände sind auf der englischen Website der Trilogie bereits angekündigt
    Teil 2 "Independent Study" für Januar 2014
    Teil 3 "Graduation Day" für Juni 2014


    Meine Meinung: Das Buch startet sehr langsam. Wer ein schnelles Erzähltempo liebt wird sich hier womöglich erst einmal langweilen. Ich hingegen mochte es die Welt in der Cia lebt in Ruhe und durch ihre Augen kennenzulernen bevor sie in die Auslese startet. Ich fand es bereits Anfangs schon spannend, auch wenn diese Spannung eher unterschwellig vorhanden ist und man sich viele Fragen stellt, die sich aufgrund der Ich-Perspektive von Cia noch nicht beantworten lassen. Mir jedenfalls hat die Idee dieses gesamten Prüfungsprozesses, der sich doch als eher grausig entpuppt, gefallen und ich will definitiv noch mehr über die Hintergründe erfahren.


    Später wenn die Prüfungen beginnen nimmt das Buch dann auch etwas mehr Fahrt auf, wobei ich am Anfang der vierten Prüfung einen kleinen Durchhänger hatte, da sich der Teil etwas zog. Außerdem fand ich diese Prüfung „zu groß“ gewählt. Es kam etwas unrealistisch rüber wie viel die Prüflinge dort tagtäglich bewältigen. Ein kleinerer Maßstab wäre hier besser gewesen.


    Cia als Charakter mochte ich, war mir allerdings etwas zu gut geraten. Sie ist ein Allroundtalent und moralisch gut. Ein wenig Ecken und Kanten hätte die Autorin ihr verpassen können. Weniger mochte ich Tomas, dieser war einfach als freundlich und liebevoll beschrieben, so dass er für mich einfach keine greifbaren Konturen bekam auch wenn die Autorin das später versucht zu relativieren. Die übrigen Charaktere kommen in diesem Buch zu kurz vor um viel über sie sagen zu können.


    Die obligatorische Liebesgeschichte ist vorhanden, war für mich aber zu wenig greifbar, das Gefühl von Liebe konnte die Autorin für mich nicht transportieren. Seltsamerweise hat mich das gar nicht so sehr gestört, da ich einfach den Liebesaspekt ausblenden konnte und mir die zwei nur als sehr gute Freunde vorgestellt habe. Das hat dann eher gepasst.


    Bei einer Dystopie wie dieser liegt der Vergleich mit Panem, der auch in einigen Beschreibungen getroffen wird, nahe. Sicher sticht hier eine Parallele in der Handlung hier sehr ins Auge, trotzdem sollte man die Kirche im Dorf lassen. Abgesehen davon das sich vieles in der Literatur wiederholt und es ohnehin nicht wirklich viel Neues gibt ;-) die Voraussetzungen und das ganze Drumherum sind hier so grundverschieden, das ich mit dieser einen Ähnlichkeit mehr als sehr gut leben kann. Wenn ich die Bücher vergleiche dann höchstens deshalb, weil mir beide nach dem Beenden der letzten Seite schwer im Magen lagen und noch einige Zeit zu Denken gaben. Das ist es was für mich eine gute Dystopie ausmacht.


    Das Buch hat übrigens keinen Cliffhanger, die Story des Buches, die als Auslese bezeichnete Prüfungsreihe, ist abgeschlossen, man kann hier also auch gut aus der Reihe aussteigen. Dennoch finde ich das Ende irgendwie - im positiven Sinne! - fies gewählt. Es sind einfach noch sehr viele Fragen offen, in diesem Buch wurde fast noch nichts erklärt. Da Cia sich aber zum Ende ähnliche Fragen stellt wie ich, vermute ich stark das wir in den weiteren Teilen mehr erfahren werden. Es bleibt also spannend. Mir ist es ohnehin lieber die Hintergründe erst einmal im Dunkeln zu lassen und nicht bereits im ersten Band halbgare oder unlogische Erklärungen anzubieten. Wer unbedingt auf Erklärungen wartet wird hingegen enttäuscht sein.


    Mein Fazit: Eine spannende Dystopie mit einigen guten Ideen. Weil mir Cia als Charakter zu perfekt war, die eingebaute Liebesgeschichte überflüssig und ich im Mittelteil einen kleinen Durchhänger hatte gebe ich "nur"
    4ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:.
    Es hat mir trotz der aller Kritikpunkte gut gefallen.

    Einmal editiert, zuletzt von Tolpan ()

  • Spannend durch sinnlose Brutalität


    Inhalt:
    Cia ist 16 Jahre alt und hat gerade die Schule beendet. Sie hofft, für die Auslese in die Hauptstadt geholt zu werden. Die besten Prüflinge werden anschließend an der Universität zugelassen. Doch Cias Vater ist gar nicht begeistert, als Cia tatsächlich die Familie verlassen muss, denn auch er hat damals die Auslese durchlaufen und wird seither von Albträumen geplagt. Denn die Auslese ist hart und nur die Besten überleben…


    Meine Meinung:
    „Die Auslese – Nur die Besten überleben“ ist nichts wirklich Neues am Dystopienhimmel. Der Roman vereinigt Elemente aus bereits bekannten Büchern wie z.B. „Die Tribute von Panem“, „Die Bestimmung“, „Cassia & Ky“ und anderen. Das ist nicht unbedingt schlecht, auf Dauer ist es wohl auch einfach unmöglich, immer Neues zu kreieren. Es wirkte auf mich auch überhaupt nicht abgekupfert, denn das Bekannte wird zusammen mit neuen Ideen zu einer eigenständigen Handlung verbunden. Und diese Handlung ist spannend. Oft enden die Kapitel mit einem Cliffhanger, sodass man immer weiter lesen muss. Ein Großteil der Spannung ist allerdings darauf zurückzuführen, dass die Auslese so brutal abläuft, Fehler werden bestraft, unter Umständen sogar mit dem Tod.


    Der Schreibstil hat mir leider nicht besonders zugesagt. Die Sprache wirkt für meinen Geschmack viel zu altbacken für eine 16-Jährige. Wir erleben die Geschichte aus Cias Sicht, die in der 1. Person im Präsens erzählt. Dadurch wird man natürlich mit dieser Protagonistin sehr vertraut. Man kann ihre ganzen Gedanken, Überlegungen und ihre Gefühle gut nachvollziehen. Sie ist auch sehr sympathisch, sodass man sich gerne mit ihr identifiziert. Leider gibt es relativ wenig Dialoge, dafür umso mehr Beschreibungen, was zum Teil etwas öde wirkt.


    „Die Auslese – Nur die Besten überleben“ ist der Auftakt zu einer Reihe. Leider bleiben am Ende noch sehr viele Fragen offen, speziell was die Hintergründe zu dieser Gesellschaft angeht oder warum die Auslese so brutal gehalten wird. Darüber erfährt man in diesem Band kaum etwas.


    3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    Liebe Grüße, Lilli

  • Die Auslese - Nur die Besten überleben von Joelle Charbonneau

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    Inhaltsangabe:


    Es ist ihr Schulabschlusstag, und die sechzehnjährige Malencia Vale sowie die gesamte Five Lakes Colony (früher bekannt als Great Lakes) feiern ausgelassen. Das Einzige, an das Cia denken kann - und was sie sich mehr als alles andere wünscht -, ist, dass sie sich für die Auslese qualifiziert hat. Nur wer dieses strenge Auswahlverfahren übersteht, wird zu einem der neuen Führer der sich langsam erholenden Nachkriegsgesellschaft ausgebildet. Als Cia tatsächlich aufgenommen wird, erzählt ihr Vater ihr zum ersten Mal von seinen eigenen albtraumhaften Erinnerungen an die Auslese. Mit seinen mahnenden Worten im Ohr, niemanden zu vertrauen, macht sie sich auf den Weg nach Tosu City - an einen Ort fern von ihren Freunden und ihrer Familie, von dem sie vielleicht nie mehr zurückkehren wird. Und wo Abenteuer, Liebe und tödliche Gefahren aus sie warten...



    Meine Meinung:


    Ich habe nach Panem die ein oder andere Dystopie gelesen, und diese war eine ganz nach meinem Geschmack. Ja man kann Vergleiche zu Panem und bestimmt auch anderen Dystopien ziehen, aber ganz ehrlich man muss ja eine Dystopie nicht neu Erfinden um was gutes zu schreiben.
    Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen.


    Cia und die anderen Prüflingen kommen aus verschiedenen Kolonien um sich mehreren harten Prüfung zu unterziehen um erst einmal ein Platz an der Uni zu bekommen.
    Die Auslese besteht aus mehreren Prüfungabschnitten, Wissen, Geschick und auch Überleben. Besonders der letzte Teil hat es in sich. Es geht auch die ganze Zeit ziemlich brutal zur Sache, was das ganze sehr spannend macht, nicht immer wird klar warum es so brutal sein muss. Aber ich hoffe das sich so einiges noch in den folge Büchern aufklärt.


    Cia ist ein ganz toller Charakter, vielleicht auch wenig zu perfekt. Sie ist sehr schlau und geschickt, und sich und ihrer Umwelt sehr Bewusst. Sie trägt ihr Herz am rechten Fleck und lässt sich mit nichts so richtig aus der Reserve locken. In fast allen Situation reagiert sie meiner Meinung nach ziemlich korrekt.


    Dann gibt es da noch Thomas, auch einer aus Five Lakes, er und Cia stehen sich sehr nahe. Er scheint auch zu perfekt, nur das man bei ihm zwischen durch Zweifel hat. Er und Cia kommen sich während der Auslese näher, aber so richtig romantisch wird es nicht. Kam bei mir zumindest nicht so rüber, was
    ich aber keineswegs schlimm fand.


    Das Ende ist gut gemacht, die Auslese wird noch in diesem Buch beendet, so das es nicht total offen ist, aber es bleiben genug Fragen offen die man unbedingt beantwortet haben möchte. Und so Lust auf das nächste Buch macht.




    Fazit:


    Ich kann es allen Dystopie Fans empfehlen, das Buch muss sich nicht hinter seinen großen Vorgängern verstecken. Die Thematik einer Auslese um die besten im Land heraus zu filtern, die schon bald die nächste Regierung bildet könnten ist echt interessant und auch wieder mal was neues, und es gibt auch weitere neue Ideen von der Autorin mit alt bewährten vermischt. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch und hoffe nicht all zu lange warten zu müssen.


    4ratten

  • Cia ist 16 Jahre alt, als sie zur "Auslese" zugelassen wird. An der Auslese nehmen über 100 Kandidaten teil, und zwar nur die besten Schüler aller Kolonien. Cia ist unglaublich glücklich und stolz, ausgewählt worden zu sein, bis sie von ihrem Vater gewarnt wird. Doch richtig entsetzt ist sie erst, als bei der Auslese das erste Mädchen stirbt...


    Mein Leseeindruck:


    Schon oft habe ich inzwischen gehört, dass das Buch viele Parallelen zu den "Tributen von Panem" aufweisen soll. Dazu kann ich nichts sagen, denn diese Trilogie habe ich noch nicht gelesen.


    Mir hat "Die Auslese" sehr gut gefallen, obwohl ich auch sagen muss, dass es einige Logikfehler in der Geschichte gibt. Dennoch liest sich das Buch sehr flüssig und leicht, und die Geschichte ist spannend und manchmal auch recht brutal.


    Es gibt überraschende Wendungen und auch ein bisschen Romantik. Alles in allem ein guter Auftakt zu einer neuen Trilogie, die ich gerne weiterverfolgen werde.


    4ratten

    Lesen aus Leidenschaft

  • Cia ist 16 und hat gerade die Schule beendet. Sie war eine fleißige und ehrgeizige Schülerin und so ist sie zuerst sehr enttäuscht, dass sie nicht für die Auslese ausgewählt wurde. In diesen Prüfungen werden die besten jungen Leute als allen Kolonien des Landes getestet und nur wer dort besteht, darf an die Universität und studieren und erhält später einen wichtigen Posten, darf Wissenschaftler oder Lehrer werden oder in die Politik gehen. Nach einer Reihe von Kriegen ist das Land über weite Flächen hinweg immer noch verwüstet und verseucht, die überlebenden Menschen kämpfen in ihren jeweiligen Kolonien darum, es wieder nutzbar zu machen und widerstandsfähige Tiere und Pflanzen zu züchten, um so den täglichen Bedarf decken zu können. Aus der kleinen Kolonie, in der Cia lebt, ist schon lange niemand mehr ausgesucht worden, doch dieses Jahr ist es dann doch anders und gleich vier Jugendliche werden in die Hauptstadt geschickt, darunter auch Cia. Sie ist stolz und freut sich, doch kurz vor der Abreise nimmt ihr Vater, der damals selbst an der Auslese teilgenommen hat, sie beiseite und erzählt ihr einige Dinge, die sie verunsichern. Er lässt sie schwören, niemandem zu vertrauen, doch Cia braucht einfach einen Freund und Tomas kennt sie schon seit ihrer Kindheit, so dass die beiden schnell ein Team bilden, als die Prüfungen beginnen. Was sie während der Auslese erwartet, hätten sie sich wohl nie ausmalen können und so müssen sie nun über sich selbst hinauswachsen, um die Tests zu bestehen – und zu überleben!


    Am Anfang des Buches fühlte ich mich stark an „Die Tribute von Panem“ erinnert, dieses ganze Auslese-Szenario, die beiden Hauptfiguren, das ist schon sehr ähnlich wie bei den Tributen.


    Das Buch ließ sich ungemein leicht lesen, blieb dabei aber eher distanziert und voller sinnloser Gewalt.
    Zwischendurch vermisste ich an vielen Stellen die Logik, das fängt schon ganz zu Anfang an, wo man sich fragen muss, warum die Familie Cia überhaupt so erfolgreich in der Schule sein lässt, wo sie doch eigentlich um jeden Preis verhindern wollen, dass sie zur Auslese ausgewählt wird. Die Liebesgeschichte zwischen Tomas und Cia fand ich leider auch höchst unromantisch. Die beiden kennen sich schon ein Leben lang, anscheinend sind sie sich vor einem Jahr auf einem Schulfest auch schon mal ein bisschen nähergekommen, aber mehr war nicht und auf einmal sind da diese großen Gefühle? Ausgerechnet jetzt, wo Cia doch eigentlich niemandem vertrauen sollte?


    Noch unlogischer ist der ganze Prozess der Auslese an sich, zumindest bei den Informationen, die wir Leser hier im ersten Band erhalten. Warum legt es dieses System darauf an, einen Großteil seines qualifizierten Nachwuchses zu töten? Was steckt wirklich hinter der Auslese? Man kann nur hoffen, dass die Autorin in den Folgebänden eine plausible Erklärung für das Gemetzel unter den Auserwählten parat haben wird. Am Ende dieses ersten Teils ist die Auslese an sich immerhin abgeschlossen, Fragen über die Hintergründe bleiben allerdings völlig offen.


    3ratten

    LG, Dani


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    Joelle Charbonneau - Die Auslese: Nur die Besten überleben


    Inhalt:


    Nachdem die sieben Stadien des Krieges vorbei sind und die Menschen seit einigen Jahren dabei sind, das Land wiederaufzubauen, werden die Besten der Abschlussklassen ausgewählt, um an der Auslese teilzunehmen. Diejenigen, die diese Auslese bestehen, werden zu Führungskräften für das Land ausgebildet. Als Cia für die Auslese ausgewählt wird, scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen. Jedoch währt die Freude nicht lange, da ihr Vater, der einst selbst diesen Schritt gegangen ist, sie vor den kommenden Aufgaben warnt.


    Erster Satz:


    Heute ist also der Tag der Abschlussfeier


    Meine Meinung:


    Die Autorin Joelle Charbonneau beginnt den ersten Roman ihrer Trilogie sehr langsam, sodass der Leser die Chance hat, sich in die ungewohnte Welt hineinzufinden. Cia, die sechzehnjährige Protagonistin, zeigt uns ihre Welt und wie sich das Leben nach den Kriegen auf der Erde für die Menschen verändert hat. Sie ist sehr ehrgeizig, jedoch auch ein sehr liebenswerter und familienverbundener Mensch, der zwar seine Ziele verfolgt, jedoch ohne sich dabei selbst zu verlieren. Mit Cia hat dieser Roman eine Protagonistin, die sich in vielen Situationen genau so verhält, wie man es sich von sich selbst wünschen würde.
    Sehr bald kommt Tomas, den sie schon von kleinauf kennt, an ihre Seite. Die beiden verbindet bald mehr als nur eine gemeinsame Vergangenheit. Jedoch kann man aufgrund der einseitigen Sicht des Buches nur schwer nachvollziehen, ob es wahre Gefühle sind oder ob es für beide nur Mittel zum Zweck ist. Mir haben diese romantischen Episoden gut gefallen, da sie das Hauptgeschehen des Buches aufgelockert haben. Die Stimmung des Buches wurde dadurch weniger düster.


    Obwohl der Roman zunächst langsam beginnt, ändert sich dies im Verlauf dramatisch. Teilweise konnte ich das Buch gar nicht aus den Händen legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Dies lag nicht nur daran, dass es für mich ein paar unerwartete Wendungen gab, sondern auch an dem Schreibstil der Autorin. Er ist leicht und flüssig zu lesen, jedoch verwendet sie auch teilweise Wörter, die von vielen nicht im aktiven Wortschatz sind. Für mich stellte dies kein Problem dar, sondern ich empfand es als Bereicherung. Es wirkte auf mich so, als ob es ein bewusst eingesetztes Stilmittel war.


    Zwischenzeitlich konnte ich auch einige Parallelen zu den Tributen von Panem ziehen. Jedoch werden viele Dystopien, die für Jugendliche geschrieben sind, mit dieser Reihe verglichen. Es waren Ähnlichkeiten vorhanden, jedoch waren diese für mich nicht gravierend. Ähnlich wie bei den Tributen von Panem wird der Leser auch hier mit viel Gewalt und Brutalität konfrontiert. An sehr vielen Stellen wirkte sie auf mich schockierend, jedoch hat es für mich im Rahmen dieser Geschichte auch wiederum Sinn gemacht, dass es Szenen gab, in denen es Gewalt gegenüber Menschen gab.


    Alles in allem ist für mich Die Auslese - Nur die besten überleben ein gelungener Auftaktroman, der mich gepackt und schockiert hat. Ich kann es jetzt schon kaum abwarten, bis ich den Folgeroman lesen kann, da noch viele Fragen offen geblieben sind und ich das weitere Geschehen beobachten möchte.


    4ratten

    Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere! - Erich Kästner<br /><br />SLW 2016 9/30

  • Joelle Charbonneau - Die Auslese: Nur die Besten überleben


    Inhalt:
    Cia wächst in einer Welt auf, die den dritten Weltkrieg nur knapp überlebt hat. Die Menschheit ist dezimiert, die Natur größtenteils zerstört und muss in langwieriger Kleinarbeit wieder aufgebaut werden. Dafür werden jedes Jahr aus den verschiedenen Kolonien des Landes die besten Schüler in die Hauptstadt zur Auslese geschickt und auf ihre Eignung für die Universität geprüft werden. Cias großer Traum ist es, dafür ausgewählt zu werden und hat ihr ganzes Leben in der Schule darauf hingearbeitet. Als sich dieser Traum erfüllt, ist ihr Vater geschockt und die Familie insgesamt nicht begeistert. Ihr Vater war selbst an der Universität, aber nach dem Auswahlverfahren wird den Prüflingen das Gedächtnis gelöscht, und alles was er behielt, waren traumatische Erinnerungsfetzen in Träumen.
    Cia fährt trotzdem voller Hoffnung zusammen mit drei weiteren Mitschülern in die Hauptstadt, um sich den Prüfungen zu stellen. Die sind zwar anstrengend, aber das hat Cia fast erwartet. Dann sterben die ersten Ausgewählten in den Prüfungen, und Cia wird mit der menschenverachtenden Einstellung des Systems konfrontiert.


    Meinung
    Ich hatte anfangs große Schwierigkeiten mit dem Buch. Der Schreibstil war mir zu hölzern und aufgesetzt, und ich kann nicht sagen, ob sich das im Laufe der Geschichte verändert hat oder ich mich daran gewöhnt habe. Vor allem in den ersten Kapiteln gibt es aber typische Phrasen (z.B. die obligatorische, hochgezogene Augenbraue), die an einen Kurs für kreatives Schreiben erinnern.
    Die Charaktere hatten mir bisher etwas zu wenig Tiefgang. Das kann natürlich an der Ich-Perspektive des Buches liegen, aber ich hoffe dennoch, dass sich da was im zweiten Teil tut. Mal unabhängig von der Story würde ich gerne mehr z.B. über Tomas und Will erfahren, aber auch Cia als Hauptcharakter könnte meiner Meinung nach etwas mehr Schärfe gewinnen.
    Mir hat allerdings das Setting sehr gut gefallen. Für mich klingt der Zustand der Erde, der Natur und der "Zivilisation" durchaus plausibel, zumal die Welt vor dem Krieg von uns aus gesehen auch schon weit in der Zukunft liegen muss. Wie sich dann bemüht wird, alles wiederherzustellen, finde ich sehr spannend. Das "Regierungssystem", das daraus erwachsen ist, wirkt daher auch nicht aufgesetzt oder gewollt brutal, auch wenn noch nicht aufgeklärt wurde, warum die Auslese mit soviel Gewalt durchgeführt wird.
    Zudem nimmt die Geschichte immer mehr Fahrt auf. Während ich mich bei den ersten Kapiteln noch etwas quälen musste - Schreibstil, langsames Erzähltempo - konnte ich irgendwann das Buch kaum noch aus der Hand legen.


    Unterm Strich ist das Buch für ein Debutroman und Auftakt einer Trilogie doch gelungen und ich kann mir durchaus vorstellen, auch die anderen beiden Teile zu lesen.


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

  • INHALT
    Nach den verheerenden Kriegen der Vergangenheit, bei denen ein Großteil der Bevölkerung getötet wurde und es zu einer dramatischen Zerstörung des Ökosystems kam, versucht die Nachkriegsgesellschaft des Commonwealth langsam wieder Fuß zu fassen und aus den früheren Fehlern zu lernen. Daher hat die Regierung beschlossen, die zukünftige Führungselite besonders sorgfältig in speziellen Auswahlverfahren auszusuchen, ehe sie an der Universität von Tosu-Stadt ausgebildet wird, um die zukünftigen Geschicke des Landes zu lenken.
    Die 16jährige Cia Vale, die mit ihrer Familie in der kleinen Kolonie Five Lakes lebt, ist überglücklich, denn ihr sehnlichster Wunsch scheint in Erfüllung gegangen zu sein. Sie wurde als eine der Besten ihrer Abschlussklasse für die in der Hauptstadt stattfindende „Auslese“ ausgewählt. Doch ihre Vorfreude wird schnell getrübt, denn ihr schockierter Vater, der selbst ein „Auserwählter“ war, gibt ihr für ihre Zukunft die deutliche Warnung mit auf den Weg, niemandem zu vertrauen und sehr vorsichtig zu sein!
    Schon bald nach Beginn der Prüfungen muss Cia voller Schrecken erkennen, dass tatsächlich nur die Besten die gnadenlose Auslese überleben werden…


    MEINE MEINUNG
    „Die Auslese“ lautet der viel versprechende Titel einer neuen Dystopie für Jugendliche der amerikanischen Autorin Joelle Charbonneau, der zugleich den Auftakt einer geplanten Trilogie darstellt. Zusammen mit dem Untertitel „Nur die Besten überleben“ wird uns schon ziemlich viel darüber verraten, was uns in diesem Buch erwartet.
    Bei der Vielzahl der mittlerweile erschienenen Dystopien haben es Neuerscheinungen in diesem Genre schwer. So findet man leider auch in dieser Dystopie bisweilen deutliche Parallelen zu bekannten Werken, doch beinhaltet es eben auch wirklich neue Ideen der Autorin, wodurch sich das Buch doch wieder von den anderen absetzen kann.
    Als Einstieg in die Geschichte gibt uns die Autorin einen guten Einblick in Cias familiäre Verhältnisse und die Lebensbedingungen in der Kolonie. Durch geschickt in die Handlung eingestreute Informationen erhalten wir erst allmählich einen Überblick über die Gesamtsituation des Vereinigten Commonwealth und über relevante Hintergründe zum herrschenden System der dystopischen Welt. Während die Geschichte zunächst sehr behutsam und harmonisch beginnt, kippt recht bald die angenehme Stimmung und bei Cias Abschied ahnen wir bereits, dass ihr große Herausforderungen bevorstehen werden. Mit Beginn der Auslese in Tosu-Stadt entwickelt sich die Handlung immer rasanter. Mit den immer schwieriger werdenden Prüfungen wird eine enorme Spannung aufgebaut, die sich stetig steigert und schließlich in der letzten Prüfung ihren absoluten Höhepunkt findet. Während die Anzahl der Prüflinge zunächst durch Wissens- und Intelligenztests reduziert wird, müssen sie zum Schluss einen gnadenlosen Überlebenskampf in der unwirtlichen Wildnis bestehen, dessen Ausgang für alle Teilnehmer ungewiss ist.
    Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der 16jährigen Protagonistin Cia, so dass man sich gut in ihr Gefühlsleben und ihre Lage hineinversetzten konnte. Sie wird als sehr mitfühlend, intelligent und ehrgeizig geschildert, wodurch sie einem auf Anhieb sympathisch erscheint. Im Laufe der Geschichte erleben wir Cia dann als eine extrem willensstarke Persönlichkeit mit sehr ausgeprägten Talenten, so dass sie auf mich in vielen Situationen fast etwas zu perfekt und teilweise auch unnahbar wirkte. Dadurch fiel es mir auch schwer, mit Cia mitzufiebern. So hätte ich mir gewünscht, dass sie während der Ausleseprüfungen deutlich an Profil hinzugewinnt, an den Aufgaben wachsen würde und die Herausforderungen nicht alle gleich auf Anhieb meistern kann. Da der Fokus der Geschichte eindeutig auf Cia liegt, sind die Nebenfiguren mit ihren sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten auch eher oberflächlich ausgearbeitet und wirken oft sehr farblos und undurchsichtig. Insbesondere ihr männlicher Gegenpart Tomas erschien gegenüber Cia extrem blass, ohne ausgeprägte Charaktereigenschaften und konnte mich nicht überzeugen.
    Die mangelnde Ausarbeitung der Nebenfiguren ist in der Wettbewerbssituation natürlich enorm spannend und bewirkt zwangsläufig, dass einem viele Charaktere suspekt erscheinen. Schon bald wird klar, dass jede Fehleinschätzung bei der Auslese sehr fatale Konsequenzen haben kann. So konnte man sich als Leser genau wie die Protagonistin Cia nie ganz sicher sein, wem man vertrauen kann und wer sich gegen einen wenden würde.
    Die sich plötzlich entwickelnde, zarte Liebesgeschichte zwischen Cia und Tomas wirkte sehr konstruiert und oberflächlich. So war für mich bis zum Ende nicht klar, ob es nicht doch ein geschicktes Täuschungsmanöver von Tomas war.
    Trotz einiger Ungereimtheiten in der Handlung gelingt es der Autorin, uns mit fesselnden Wendungen zu überraschen und mit vielen Action-Szenen zu unterhalten. Für meinen Geschmack gibt es allerdings einige schockierende und abstoßende Szenen, die unnötige Grausamkeiten und Brutalität enthalten, deren Sinn sich mir nicht erschließt und somit allein dem Spannungsaufbau dienen. Der Hintergrund, warum das führende System dieses kaltblütige, menschenverachtende Ausleseverfahren auf Leben und Tod bei seinen begabtesten Eliteschülern, die das Land im Wiederaufbau eigentlich dringend benötigt, anwendet, wird leider in diesem Band nicht erläutert und war für mich nicht nachvollziehbar. So hoffe ich doch sehr, dass sich im Folgeband mehr plausible Erläuterungen und Hintergründe hierzu finden lassen. Insgesamt ist der Schreibstil der Autorin angenehm und flüssig zu lesen. Allerdings fallen einem an einigen Stellen etwas ungeschickte, holprige Formulierungen auf, die möglicherweise auch der Übersetzung geschuldet sind. Leider haben auch einige kleinere Logikfehler meinen Lesegenuss etwas geschmälert.
    Das Ende ist in sich abgeschlossen und gibt einen spannenden Ausblick auf die kommenden Geschehnissen, so dass ich sehr neugierig darauf bin, wie es mit Cia im nächsten Band weitergehen wird.


    FAZIT
    Ein packender Dystopie-Auftakt, der mich mit unerwarteten Wendungen und vielen Action-Szenen gut unterhalten hat.
    Bei der Umsetzung fehlten mir allerdings das gewisse Etwas und charismatische Protagonisten zum Mitfiebern, um mich völlig überzeugen und begeistern zu können!


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

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    Inhalt:
    Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Durch einen grausamen und jahrelangen Krieg wurde fast das komplette Ökosystem zerstört und die Menscheit nahezu ausgelöscht. Jahre nach dem Krieg versuchen die verbliebenen Menschen, die Welt wieder ein bisschen besser zu machen. Die Natur zu regenerieren um Lebensraum zu schaffen und Nahrung anzubauen.
    Cia ist 16 Jahre alt und in der Five Lakes - Kolonie aufgewachsen. Jedes Jahr werden die Besten des Abschlussjahrganges aus allen Kolonien ausgewählt, um an der Auslese der Regierung teilzunehmen. Den Prüfungsbesten wird ein Platz an der Universität zur Verfügung gestellt. Cia's größter Traum ist es, einen von diesen begehrten und rar gesähten Plätzen an der Universität zu ergattern. Ihr ganzes Leben hat sie darauf hin gearbeitet. Doch bald schon erfährt sie, was es mit der Auslese wirklich auf sich hat und wie schwer es sein wird, diese zu bestehen...


    Meine Meinung:
    Anfangs kam ich nicht umhin, diese Geschichte mit der Trilogie "Die Tribute von Panem" zu vergleichen. Doch schon bald stellte sich heraus, dass die Welt zwar ähnlich aufgebaut ist, uns die Geschichte allerdings in eine ganz andere Richtung führen wird.
    Das Buch liest sich sehr flüssig und es ist spanned, aber auch sehr brutal. Fast schon zu brutal, meiner Meinung nach. Die Auslese glich regelrecht einem Gemetzel.
    Die Charaktere waren zwar ganz nett beschrieben, aber so richtig nah kam mir keiner von ihnen. Tomas, gutaussehend, klug und liebenswert. Cia, superschlau, total talentiert und ein richtiger Überflieger. Klar, nur die Besten werden zu dieser Auslese ausgewählt, aber als Cia dann schon spüren kann, wie sie beobachtet wird und noch so ein paar andere Dinge perfekt und ohne Probleme löst, war mir das ein bisschen zu viel des Guten... Die Liebesgeschichte war ganz nett, aber so richtig verzaubert hat sie mich nicht. Es gab ein paar überraschende Wendungen und die Geschichte wird zum Ende hin immer rasanter, aber auch brutaler.


    Alles in allem fand ich das Buch ganz unterhaltsam, auch wenn ich ein wenig das Gefühl hatte, dass die Autorin nur durch die eingestreuten Gewalttaten Spannung erzeugen konnte. Die Welt, das zerstörte Ökosystem und die Versuche, dieses wieder herzustellen, fand ich dagegen sehr gelungen. Gerne würde ich darüber noch etwas mehr erfahren. Ebenso wie über die Charaktere, allen voran Will. Außerdem würde mich interessieren, ob Cia tatsächlich nie wieder nach Hause zurück kann, oder ob sie noch Gelegenheit haben wird, ihre Familie und Freunde wieder zu sehen.


    Glücklicherweise lässt die Autorin zwar einige Fragen offen, die Geschichte endet aber nicht mit einem fiesen Cliffhanger.
    So richtig gepackt hat mich der Auftakt dieser Trilogie leider nicht. Nichtsdestotrotz war die Geschichte flott zu lesen und ich bin neugierig, wie es weitergehen und was noch so alles passieren wird, so dass ich den zweiten Band bestimmt auch lesen werde.


    Ich vergebe 3ratten

    Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben. ~ Altirischer Segenswunsch

  • Hallo Ihr Lieben,


    dann will ich hier auch noch meine Meinung schreiben:


    In einer fernen Zukunft ist die Erde durch besonders schlimme Formen von Kriegen nachhaltig zerstört. Die wenigen Menschen, die die Kriege überlebt haben, wohnen in Kolonien und versuchen mühsam die Erde wieder fruchtbar und bewohnbar zu machen. In dieser Welt wächst Cia auf. Sie ist eine sehr gute Schülerin und hofft nach ihrem Abschluss für die Auswahl ausgewählt zu werden. Zu dieser Auswahl werden nur die Elite-Schüler der einzelnen Kolonien zugelassen, wo sie sich dann nochmal beweisen müssen, bevor sie zur Uni zugelassen werden. Was sich zuerst harmlos anhört, entpuppt sich jedoch nach und nach als Alptraum und Cia kämpft bald nicht nur um einen Platz an der Uni.


    Obwohl ich in letzter Zeit sehr viele Bücher gelesen, die düstere Zukunftsszenarien aufbauen und Jugendliche durch die absolute Hölle schicken, hat mich dieses Buch doch von der ersten Seite gepackt. Auch hier wird aus der Ich-Perspektive von Cia erzählt, aber Cia hat ihre fünf Sinne zusammen und reagiert nicht wie ein kleines Dummchen, sondern steht sehr gut "ihre Frau". Von der ersten Seite an war sie mir sehr sympathisch und der Schreibstil an und für sich hatte mich schnell in seinen Bann gezogen.


    Trotz der Ich-Perspektive wurden auch andere Figuren näher beleuchtet und auch wenn einige noch geheimnisvoll geblieben sind, hatte ich trotzdem von allen ein gutes Bild vor Augen.


    Die zarte Liebesgeschichte, die eingebaut worden ist, ist so dezent gehalten, dass ich sie sehr passend für das Buch fand. Hier steht eindeutig nicht die Liebe im Vordergrund, sondern ein übles System und die Protagonistin verliert auch nicht komplett ihren Verstand wegen eines Jungen, sondern setzt ihre Prioritäten so, wie sie angesichts der Lage auch sein sollten. Das hat mir sehr gut gefallen, da ich es oft unpassend finde, wenn Menschen durch die Hölle gehen und sich dabei gleichzeitig nur noch im Liebestaumel befinden. Ich denke doch, dass jeder Mensch zuerst an sein Überleben denkt und dann erst an die Liebe.


    Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven und ich würde es eindeutig nicht als Jugendbuch ansehen. Einige Szenen sind ziemlich grausam und haben bei mir für einiges an Entsetzen gesorgt. Gleichzeitig weiß ich immer noch nicht, welches Ziel hinter all dem steckt und hoffe sehr, dass in den beiden folgenden Bänden die Geheimnisse, die jetzt noch geblieben sind, gelüftet werden.


    Alles in allem konnte ich das Buch einmal begonnen nicht mehr aus der Hand legen und bin jetzt schon sehr gespannt auf den 2. Teil. Insgesamt ein sehr gelungener Auftakt zu einer vielversprechenden Trilogie. Ich hoffe, dass sie halten wird, was der erste Band bis jetzt verspricht.


    Dafür gibt es 5ratten


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)

  • Ich finde übrigens das Originalcover viel hübscher.


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  • Meine Meinung:


    Titel: Nur die Besten überleben - gelungener Auftakt


    Der Untertitel des Buches "Nur die Besten überleben" ist von Anfang bis Ende Programm.


    Cia Vale, eigentlich Malencia, ist 16 Jahre alt und lebt in der Zukunft. Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Sie ist in Kolonien aufgeteilt und nach den 7 Stadien des Krieges versucht man sie wieder aufzubauen. Damit solche Kriege nicht wieder passieren, hat man sich einen Test für zukünftige Anführer ausgedacht. Cia wird die Ehre zu Teil an der sogenannten Auslese teilzunehmen, bei der die Begabtesten aller Kolonien getestet werden. Nur die Allerbesten werden überleben, um zu führen, der Rest wird sterben.


    Joelle Charbonneau beschreibt in ihrer Dystopie eine Welt, in der man selbst nicht leben möchte, die aber dennoch so fasziniert, dass man das Geschehen um die Auslese gebannt verfolgt. Was die Kandidaten dabei alles erleben, kann man nicht in Worte fassen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, man kann flüssig lesen ohne dabei zu sehr gefordert zu werden.


    Cia nimmt hier ganz klar die Hauptrolle ein, wirken außer ihr alle anderen geschilderten Charaktere eher blass, selbst ihr bester Freund Tomas. War ich Cia zu Beginn noch sehr gewogen, stellte ich meine Zuneigung ihr gegenüber etwas infrage, denn die Autorin hat hier eine kleine Superheldin erschaffen, die so viel kann, dass es einfach nur übermenschlich und fast unglaublich wirkt. Kann ein Mensch wirklich so viel leisten?


    Im Buch begleiten wir Cia und ihren Freund Tomas dabei, wie sie die Auslese, die alles andere als einfach ist, absolvieren. Werden die beiden es schaffen und zu den Auserwählten gehören? Und können sie die schrecklichen Erlebnisse dort jemals verarbeiten?


    Ich fand das Buch zum großen Teil sehr spannend und äußerst gelungen. Es erinnerte mich zwar irgendwie an "Die Tribute von Panem", aber es war dem nur ähnlich, nicht identisch.


    Der Schluss des Buches deutet doch ganz stark darauf hin, dass es mindestens einen zweiten Teil geben wird, den ich auf jeden Fall dann auch lesen würde.


    Fazit: Mit Begeisterung habe ich das Buch gelesen, wirklich ein gelungener Auftakt. Ich kann nur meine Leseempfehlung aussprechen. Gut!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Die Story klingt für mich nach einer Mischung aus "Cassia und Ky" und "Panem".

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.


  • Die Story klingt für mich nach einer Mischung aus "Cassia und Ky" und "Panem".


    Ja so in die Richtung geht es, da kann ich dir durchaus zustimmen.

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)


  • Die Story klingt für mich nach einer Mischung aus "Cassia und Ky" und "Panem".


    Ja und nein. Es hört sich zuerst so an, aber das Buch ist dann doch ganz anders. Um einiges brutaler als die beiden von dir genannten und um einiges spannender und temporeicher als "Cassia und Ky". Außerdem fand ich die Hauptperson hier wirklich cool, so wie Katniss. Cassia hat mich schon etwas genervt.


    Alles in allem ist das hier aber doch ein eigenes Buch.


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)

  • Teil 2 kommt im Januar 2015 :winken:


    Die Auslese: Nichts vergessen und nie vergeben

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    Das Cover gefällt mir irgendwie gar nicht.

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Das Cover auf Amazon sieht jetzt übrigens anders aus. Wie es nun letztendlich aussehen wird? :breitgrins:

  • Die Sieben Stadien des Krieges hinterließen einen Planeten, der nur noch aus verseuchtem und verkohltem Ödland besteht. Nur langsam erholt sich die stark dezimierte Menschheit davon. Die Zukunft des Nachfolgestaates Vereinigtes Commonwealth gehört der nächsten Generation weniger Auserwählten, die bestimmt sind, ihr Land wieder voranzuführen. Aber dieser Elite-Gruppe gehören nur die Allerbesten der jeweiligen Abschlussjahrgänge an, die erst nach der sogenannten Auslese die Erlaubnis zu einem Hochschulstudium in Tosu-Stadt erhalten.


    Auch die sechzehnjährige Cia Vale aus der kleinen Five-Lakes-Kolonie strebt dieses hohe Ziel an und fühlt sich zunächst geehrt, als sie als Kandidatin der Auslese auserwählt wird. Doch ein Gespräch mit ihrem Vater kurz vor ihrer Abreise lassen Zweifel bei ihr aufkommen, ob ihre Zukunft wirklich das für sie bereithält, was sie sich erträumt hat.


    Er schärft ihr ein, niemanden zu vertrauen und trotzdem die weiteren Ereignisse ihre Befürchtungen stärken, kann Cia die harte Realität, die sie vorfindet, einfach nicht glauben. Als Tomas, der ebenfalls auserwählt ist und Cia bereits seit ihrer Kindheit kennt, zu erkennen gibt, das er mehr für sie empfindet, muss Cia eine Entscheidung treffen, wie sie die Zeit der Auslese überstehen kann und will. Wem darf sie noch vertrauen?


    Meine Meinung:


    Schon lange habe ich nicht mehr soviel Spannung beim Lesen gespürt. Durch den fesselnden Schreibstil von Joelle Charbonneau und die Erzählung des Romans aus der Sicht von Cia hatte ich sehr schnell eine Verbindung zu der Protagonistin und habe bereits am Anfang gemeinsam mit ihr dem Schulabschluss entgegengezittert. Ihre Anspannung war direkt für mich spürbar und übertrug sich dabei unmittelbar auf mich.


    Cia ist ein sehr liebenswertes Mädchen, das nicht nur äußerst intelligent, sondern auch stets darauf bedacht ist, das Richtige zu tun und sich auch um ihre Mitmenschen kümmert. Ihr sehnlichster Wunsch ist die Aufnahme in die Auslese und je nähert dieser Zeitpunkt rückt, desto mehr wundert sie sich, dass ihre Familie nicht ebenso begeistert und aufgeregt ist wie sie. An dieser Stelle schleichen sich beim Leser bereits die ersten Zweifel an der Auslese ein und diese werden durch die späteren Worte ihres Vaters noch verstärkt.


    Entgegen dessen Rat, schenkt sie schon auf dem Weg nach Tosu-Stadt einem anderen Kandidaten ihr Vertrauen und weiht ihn in die Erkenntnisse und Sorgen ihres Vaters ein. Ihre Ängste und ihre Aufregung fühlten sich dabei an, als wären es meine eigenen und seit diesem Zeitpunkt war ich in ständiger Sorge um Cias Wohlergehen und in furchtbarer Angst, sie könnte mit ihrer Gutgläubigkeit einen Fehler gemacht haben. Gleichzeitig habe ich sie jedoch dafür bewundert, dass sie in dieser außergewöhnlichen Situation sich selbst und ihren Prinzipien treu geblieben ist.


    Die anschließende, unglaublich spannende, aufregende und auch sehr actionreiche Handlung habe ich mit völliger Hingabe genossen, so sehr fesselte mich das Geschehen, wollte mich gar nicht mehr loslassen und hat sich dabei in körperlicher Anspannung beim Lesen manifestiert. Gekonnt schürt die Autorin bei ihren Lesern Angst und Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit einzelner Charaktere und nie war ich mir bei auch nur einem von ihnen vollkommen sicher, wie ich ihn einschätzen sollte.


    In der Originalausgabe wird "Die Auslese" als Jugendbuch ab 12 Jahren ausgewiesen, währenddessen es bei der deutschen Ausgabe keine Altersvorgabe gibt. Der Roman enthält einige doch recht brutale Szenen, die ich Jugendlichen in dem Alter noch nicht zumuten würde und deswegen würde ich die Lektüre je nach persönlicher Entwicklung frühestens ab 14 Jahren empfehlen.


    Fazit:


    "Die Auslese" ist der nervenaufreibende Auftakt einer dystopischen Trilogie mit viel Thrill aus der Feder von Joelle Charbonneau. Die Autorin schreibt über Mut, Liebe und Vertrauen, aber auch über Verrat und die ureigensten Instinkte des Menschen. "Die Auslese" ist bis jetzt mein absoluter Lesefavorit diesen Jahres und die Empfehlung schlechthin für alle Dystopiefans, die Wert legen auf viel Spannung und Leidenschaft vor dem Hintergrund einer zerstörten und brutalen Welt.

  • Nur die Besten des Landes dürfen die Welt regieren. Nur die Besten werden die Auslese überstehen. Cia gehört zu denen, die die Ehre hat, an der Auslese teilzunehmen. Doch bei der Auslese geht es um mehr als nur einen Studienplatz - Nur die Besten werden überleben. Gehört Cia auch dazu?


    Auch ich bin natürlich auf "Die Auslese - Nur die Besten überleben" aufmerksam geworden, da oft der Vergleich zu "Tribute von Panem" fiel und ich die Reihe damals regelrecht verschlungen habe. Nun, nach dem Lesen dieses Buches muss ich sagen, dass "Die Auslese" für mich überhaupt nicht mithalten konnte.


    Leider wollte einfach der Funke nicht so wirklich überspringen. Ich habe sehr lange gebraucht um in die Geschichte hinein zu finden, da der Anfang sehr zäh war und es mir eindeutig an Spannung fehlte. Die fehlende Spannung zog sich auch leider über das ganze Buch.


    Zwischenzeitlich gab es zwar Passagen, die mir mehr zu gesprochen haben, aber im Großen und Ganzen war ich leider eher enttäuscht. Es war mir alles ein wenig zu lasch, da hat der Pfeffer gefehlt. Handlung war zwar genug vorhanden, aber diese konnte mich nicht mitreißen.


    Zudem haben mir noch einige Informationen gefehlt, die zum Verständnis der Welt, in der Cia lebt, beitragen hätte. Zwar wird einiges angedeutet, aber der Leser bleibt den größtenteil im Dunkeln. Die Geschichte dreht sich eigentlich hauptsächlich nur um Cia und die Auslese. Für mich war dies zu wenig.


    Der Schreibstil von Joelle Charbonneau ist angenehm zu lesen. Aber ich hatte keine Höhen und Tiefen beim Lesen. Es war vergleichbar mit einem Ton, der immer gleich blieb, von Anfang bis zum Ende. Wahrscheinlich lag es auch daran, dass "Die Auslese - Nur die Besten überleben" nicht "meins" war.


    Die Charaktere waren ebenfalls in meinen Augen noch nicht ganz ausgereift. Cia ist noch die stärkste Figur, die mir auch recht sympathisch war. Alle andere sind fast untergegangen und waren eher blass im Vergleich. Was wirklich schade war, da ich einige Nebenfiguren wirklich interessant fand und sehr gerne mehr von ihnen gelesen hätte. Aber da hoffe ich noch auf die Folgebände.


    Das Ende wiederum macht neugierig auf die Folgebände und auf die eventuelle Entwicklung der Geschichte. Ich werde dem zweiten Band eine Chance geben und bin gespannt, ob Frau Charbonneau mich doch noch überzeugen kann.


    Fazit:


    "Die Auslese - Nur die Besten überleben" konnte mich leider nicht von sich überzeugen. Zu schwache Charaktere, kaum Spannung und mir persönlich zu wenig Hintergrundinformationen. Auch der Vergleich zu "Tribute von Panem" ist in meinen Augen unpassend. Die Handlung ähnelt sich zwar, der Rest ist in meinen Augen aber nicht zu vergleichen.


    2ratten + :marypipeshalbeprivatmaus: