Tanja Bern - Ruf der Geister

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Tanja Bern - Ruf der Geister


    Joshua Benning, der als Streetworker arbeitet, besitzt seit Kindheit übersinnliche Fähigkeiten: er kann die Geister von Verstorbenen sehen, bei ermordeten Opfern kann er die letzten Minuten ihres Todes miterleben und ihre Mörder sehen. Eine Gabe, die zwar belastend ist, aber auch zur Überführung der Täter sehr hilfreich ist, daher arbeitet er inoffiziell mit der Polizei zusammen.
    Bei den jüngsten Mordfällen versagt jedoch seine Gabe, es ist ihm nicht möglich, den Mörder der jungen Frauen zu erkennen. Gemeinsam mit den Polizisten Erich Salberg und Lea Schmidt macht er sich auf die Suche nach dem Täter.


    Meine Meinung:
    „Ruf der Geister“ ist mein erster Roman von Tanja Bern – aber sicherlich nicht der Letzte. Die Krimihandlung spielt im Ruhrgebiet um Gelsenkirchen, die um übersinnliche Elemente erweitert wird. Der Autorin gelingt es perfekt, Spannung und Mystery miteinander zu verknüpfen.


    Ich hatte zwar relativ früh einen Verdacht, um wen es sich bei dem Mörder handeln könnte, der sich schlußendlich auch bestätigt hat, aber dennoch war es spannend, die Ermittlungen der Polizei mit Unterstützung durch Joshua zu verfolgen und darüber zu rätseln, ob die Hinweise, die sich ergeben, die Ermittler auf die richtige Spur führen oder nur der Verwirrung dienen. Das Ende war spannend und sehr traurig, aber auch versöhnlich und stimmig – ich gebe zu, ich habe das ein oder andere Taschentuch für den Schluß gebraucht.


    Das Ende des Buches hat mich in jedem Fall zum Nachdenken angeregt, wie es zu so einem Drama hat kommen können und ob man es hätte verhindern können.


    Für mich lag der Fokus bei diesem Buch nicht alleine auf der Krimihandlung, sondern auch auf den gefühlvollen Beschreibungen von Freundschaft und Liebe, Hoffnung und Glaube an den Menschen, aber auch von Psychoterror und Gewalt in der Familie.


    Der Hauptprotagonist Joshua Benning hat mir sehr gefallen: ich denke, er entspricht dem idealen Wunschbild eines Partners für jede Frau – teilweise war er schon fast zu perfekt. Zudem ist er sensibel, einfühlsam und setzt sich intensiv als Streetworker für das Wohl seiner Schützlinge auf der Straße ein. Aber auch Lea Schmidt konnte mich mit ihrer lockeren und unkomplizierten Art überzeugen. Weiterhin hat mir Erich Salberg gut gefallen, ein Freund von Joshuas Vater, der als Kommissar an Joshuas Fähigkeiten glaubt und diese für seine Ermittlungen zu schätzen weiß – von ihm hätte ich gerne noch etwas mehr erfahren.


    Die Autorin hat angekündigt, daß es einen zweiten Band um Joshua geben wird: ich freue mich darauf, ihn wiederzutreffen und seine, sowie die Entwicklung der Anderen, weiterzuverfolgen. Ich bin gespannt, wie sich die Geschehnisse aus „Ruf der Geister“ auf die Protagonisten auswirken werden, denn eines ist nach dem Ende klar: sie werden nicht einfach wieder zur Tagesordnung übergehen können, sondern die Folgen werden noch lange Einfluss auf sie nehmen.


    Wer einen Regionalkrimi mit mysteriösen Einschlägen und viel Gefühl sucht, ist mit diesem Buch sicherlich gut bedient.


    4ratten

    Liebe Grüße

    Karin

  • Zum Buch


    Hauptberuflich ist Joshua Streetworker, aber einer mit einer besonderen Gabe.. er sieht tote Menschen. Diese Fähigkeit ermöglicht es ihm, die örtliche Polizei bei Ermittlungen zu unterstützen, da er in gewisser Weise auch mit den Geistern der Opfer von Gewaltverbrechen kommunizieren kann. Eigenartigerweise lässt ihn seine Fähigkeit beim aktuellen Mordfall im Stich. Ist Joshua möglicherweise selbst in den Fall verwickelt oder ist Ihm der Täter oder die Täterin so vertraut, dass er die Wahrheit nicht sehen will ?


    Meine Meinung


    Das Buch wird mit dem Genre "Mystery-Krimi" angeben und auch genau das ist es.
    Tanja Bern schafft einen spannenden Kriminalfall, bei dessen Lösung die besondere Fähigkeit von Joshua, Geister zu sehen, ausschlaggebend ist.


    Joshua selbst ist ein sehr sympathischer Charakter, der mit Leidenschaft und Hingabe seiner Arbeit als Streetworker nachgeht. Seine Schützlinge sind oft Opfer häuslicher Gewalt, Hintergründe sind in die Hauptgeschichte gut eingeflochten.
    Auch die Polizistin Lea ist eine interessante vielschichtige Figur, etwas chaotisch, mit Durchsetzungskraft bei der Arbeit als Polizistin.


    Sowohl die Hauptprotagonisten als auch die weiteren Figuren, die im Buch auftauchen sind nachvollziehbar und fein beschrieben. ich konnte mir zu jedem ein Bild machen, das hat den Lesefluss noch verstärkt, die Autorin hat aber auch einen wirklich schön lesbaren Schreibstil.


    Der Kriminalfall selbst ist spannend, ich hatte schon recht früh eine Ahnung, wer als Täter/Täterin in Frage kommt, der Spannungsbogen reisst allerdings nicht ab.
    Man findet auch gruselige Szenen, denkt man dabei zum Beispiel nur an die äussere Erscheinung von Opfern von Gewaltverbrechen in Geistform..


    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es war mein erstes Buch von Tanja Bern und es wird mit Sicherheit nicht mein letztes gewesen sein. Ich hoffe ganz stark, dass es noch weitere Fälle um Joshua geben wird.


    4ratten

    Das sind keine Stirnfalten. Das ist ein Sixpack vom Denken.

  • Joshua Benning ist Streetworker und kümmert sich vor allem um obdachlose Jugendliche. Seit seiner Kindheit hat er zudem die Fähigkeit, Geister wahrzunehmen. Da ein guter Freund seines Vaters von seiner besonderen Gabe weiß und dieser Erich zufällig Kriminalkommissar ist, setzt er Joshua auch immer wieder bei Fällen ein, bei denen die Polizei sonst nicht recht weiter weiß. Für Joshua ist dies einerseits sehr belastend, andererseits ist er auch immer froh, wenn er helfen kann. Doch als sie mit einer Reihe von Morden an jungen Frauen konfrontiert werden, ist Joshua zum ersten Mal überfordert, denn er kann den Täter nicht richtig wahrnehmen. Gemeinsam mit Erichs Kollegin Lea Schmidt versucht er sich dennoch an der Auflösung des Falles, denn die Todesfälle lassen ihm keine Ruhe.


    Nach vielen schönen Lesestunden mit den „Sidhe des Kristalls“ war ich sehr gespannt auf dieses neue Werk von Tanja Bern, welches in eine ganz andere Richtung geht. Durch Joshuas Gabe kommt auch in diesem Buch das Mystische nicht zu kurz, dennoch spielt es eben in der Realität. Ob man an Fähigkeiten wie die von Joshua glaubt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen, im Buch überzeugt er sein Umfeld recht schnell mit seiner erstaunlichen Trefferquote. Nur so ist es wohl zu erklären, dass ein eigentlich kritisch eingestellter Kommissar einem Außenstehenden in heiklen Fällen derart viel anvertraut und ihn so einbindet.


    An einigen Stellen ist die Handlung vielleicht etwas vorhersehbar und den geübten Krimileser wird die Aufklärung, wer der Mörder ist, sicherlich nicht überraschen. Dennoch hat das leider viel zu kurze Buch mir spannend-unterhaltsame, aber auch romantisch-amüsante Lesestunden geschenkt und ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird, Potential dazu hat die Geschichte auf jeden Fall!


    4ratten

    LG, Dani


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  • Inhalt
    Schon seit seiner Kindheit besitzt der 35jährige Joshua Benning, der als Streetworker Problemkinder betreut, übersinnliche Fähigkeiten – er kann Geister sehen. Daher wird er auch des Öfteren von Erich Salberg, Leiter der Mordkommission im Ruhrgebiet, zu schwierigen Fällen hinzugezogen. Doch bei der neuen Mordserie an jungen Frauen kann Joshua mit seiner Gabe erstmals auch nicht weiterhelfen. Obwohl ihn seine Arbeit im Jugendamt und seine Schützlinge voll in Anspruch nehmen, versucht er gemeinsam mit der jungen Polizistin Lea Schmidt dem grausamen Mörder auf die Spur zu kommen.


    Meine Meinung
    Mit ihrem neuen Buch „Ruf der Geister“ hat die Autorin Tanja Bern einen spannenden „Mystery-Krimi“ vorgelegt, der auf sehr gelungene Weise die fesselnde Kriminalhandlung mit mystischen, paranormalen Elementen kombiniert.
    Äußerst reizvoll ist auch das Lokalkolorit des Ruhrgebiets eingefangen, das in den atmosphärisch dichten Beschreibungen vieler Schauplätze das besondere Flair dieser Region einfängt und sehr gut als stimmungsvolle Kulisse für diesen Mystery-Krimi dient.
    Sehr differenziert und lebensnah sind durchweg die Charaktere in diesem Krimi ausgearbeitet. Durch ihre besonderen Eigenheiten und gewissen Schwächen bekommen die vielschichtigen Hauptfiguren eine besondere Tiefe und wirken auf mich sehr authentisch und sympathisch. Vor allem der wunderbare Charakter von Joshua Benning und seine engagierte, emotional aufreibende Arbeit als Streetworker haben mich sehr beeindruckt. Sehr gut passt auch seine übersinnliche Gabe in die Geschichte, die ihn zwar oft sehr belastet, sich vor allem aber bei seiner Kontaktaufnahme mit den Mordopfern als nützlich erweist. Sehr geschickt hat die Autorin neben der Kriminalhandlung auch verschiedene Episoden aus Joshuas Arbeitsumfeld eingeflochten, das sehr realistisch beschrieben wirkt. Hierdurch werden wir auch mit den bedrückenden Einzelschicksalen seiner jugendlichen Schützlinge konfrontiert und lernen das Milieu kennen, in dem sie sich bewegen.
    Sehr gelungen und fesselnd fand ich die vielschichtige Gestaltung der Kriminalhandlung. Sehr mysteriös sind die in die Geschehnisse eingefügten, kursiv hervorgehobenen Erinnerungen und Traumsequenzen, deren Zusammenhänge und Bedeutung für die Morde man anfangs nicht zu deuten weiß. Hierdurch gelingt es der Autorin hervorragend, bei uns für Verwirrung beim Miträtseln zu sorgen und uns kurzzeitig auf eine falsche Fährte zu locken. So musste ich mehrfach meine frühen Verdachtsmomente in Frage stellen, so dass der Fall bis zum fesselnden Showdown spannend blieb und noch einige Überraschungen für mich bereithielt. Die Auflösung des sehr interessanten und komplexen Falls und die Erläuterung der Beweggründe des Serienmörders waren in sich schlüssig und auch die psychologischen Hintergründe nachvollziehbar.
    Schön, dass der Fall in sich abgeschlossen ist, man sich aber auf ein Wiedersehen mit einigen interessanten und sympathischen Charakteren freuen darf.


    Fazit
    Ein Mystery-Krimi mit einem stimmungsvollen, mystischen Flair, dem richtigen Schuss Lokalkolorit und sehr authentischen, berührenden Charakteren. Ein fesselnder, sehr lesenswerter Krimi mit viel Tiefgang!


    4ratten