08 - Kapitel 18 - Ende (S.445 - Ende)

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 32 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Rosenprinzessin.

  • Hallo Ihr Lieben,


    ui, was für ein Ende und wie geschickt uns Boyne die ganze Zeit an der Nase herum geführt hat. Ethel hat den Mord begangen, aber Crippen hat das die ganze Zeit gewusst. Ich hatte ja die Szene zuerst nicht verstanden, als Ethel zu ihm ins Bett zurück klettert und sowohl das Bett, wie auch er so kalt sind, aber jetzt macht das Ganze natürlich Sinn. Sehr geschickt von dem Autor mich immer wieder so zu verwirren.


    Während des Lesens habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob es besser gewesen wäre, hätte Ethel den Brief an Louise nicht geschrieben. Die war doch eh stocksauer auf Cora und wollte mit ihr nichts mehr zu tun haben. Vielleicht hätte sie sie gar nicht vermisst? Und den nächsten Fehler, den sie begangen haben, war natürlich ganz klar, dass Ethel sich gleich Cora's Schmuck umgehängt hat. Das hätte sie besser lassen sollen. Spannend übrigens, dass sich diese Begebenheiten wohl tatsächlich so zugetragen haben. Habe jetzt einiges über den wahren Fall nachgelesen und die Sache mit dem Schmuck und auch diese Briefe bzw. Telegramme beruhen wohl auf Tatsachen.



    Ihre Gedanken, als Crippen ihr auf dem Schiff sagt, dass er von ihrem Mord weiß, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Ich glaube, ich an ihrer Stelle wäre eher erleichtert gewesen, dass er mich für diese Tat (immerhin ein ziemlich kaltblütiger Mord!) nicht verabscheut. Natürlich kann Crippen froh sein, dass er Cora los ist, aber Mord bleibt eben Mord.


    Etwas habe ich mich da auch gewundert, aber ich hatte auch so das Gefühl, dass Ethel erst da klar geworden ist, was sie eigentlich getan hat. Schon bizarr, dass sie beide die ganze Zeit in einer Kabine mit dem Kopf über sich geschlafen haben. :entsetzt:



    Die Gerichtsverhandlung fand ich klasse. Ich habe diesen Abschnitt zweimal lesen müssen, weil ich zuerst überhaupt nicht begriffen habe, über wen dort verhandelt wird. Ich las nur "not guilty" und dachte erst nur: "Hä?" . Super gemacht!


    Oh ja, da war ich auch zuerst total verwundert. Habe schon gedacht, dass Crippen gar nie verurteilt wurde, da ich mich ja vorab nicht mit dem Fall beschäftigt hatte, aber dann wurde das ja schnell aufgeklärt.
    Mir war übrigens auch schon vorher klar, dass Crippen vermutlich alle Schuld auf sich nehmen wird. Endlich wird er mal von einem Menschen geliebt, da riskiert er bestimmt nicht, dass genau dieser Mensch stirbt.


    Oh ja, das hat mich auch total gefreut für ihn! Billy gehört zu meinen Lieblingsfiguren hier im Buch!


    Billy finde ich auch ganz großartig und musste auch darüber schmunzeln, dass er für verrückt erklärt wurde, weil er bei der Geburt anwesend sein wollte. Klasse! :breitgrins:


    Lustig finde ich auch, dass Viktoria ihren Hang zu Frauen entdeckt hat. Das wird Mrs Drake aber auf Dauer gar nicht gefallen. :elch: Tom ist mir immer noch so unsympathisch, wie zu Beginn und teilweise richtig unheimlich. Bin ja gespannt, ob in dem Buch über Matthieu auch Tom noch mehr erwähnt wird. Auf das Buch freue ich mich auch schon richtig!



    Im Nachwort wird erwähnt, dass Crippen sich mit einem Bild von Ethel begraben hat lassen. Und Ethel hat in ihrem Testament darum gebeten, mit einem Bild von Crippen begraben zu werden. Sie ist 84 Jahre geworden, hatte einen Ehemann und Kinder. Trotzdem hat sie wohl ihr ganzes Leben lang immer wieder an Crippen gedacht, oder? Sonst hätte sie sich nach so langer Zeit doch nicht mit einem Bild von ihm begraben lassen!? Ich nehme mal an, dass das auch auf Tatsachen beruht. Das finde ich irgendwie bewegend, muss ich gestehen.


    Ich habe das so verstanden, dass das auf Tatsachen beruht. Das finde ich dann ja schon wieder so richtig romantisch. Bei meinen Internet-Recherchen zu dem wahren Fall Crippen bin ich mittlerweile darauf gestoßen, dass Crippen wohl wirklich ein sehr liebenswürdiger Zeitgenosse gewesen sein muss und laut einem aktuellen DNA-Test im Keller des Hauses sich nicht Cora's Leiche befunden hat. Jedoch wird dieser Test noch angezweifelt, aber es bleibt doch alles sehr dubios.


    Alles in allem ein sehr gelungenes Buch und ich bin mal wieder begeistert von Boyne. Ein wirklich toller Autor!



    Ich hab das Gefühl einen komplett anderen Roman als ihr zu lesen...


    So schlimm? Liegt es daran, dass du den Fall schon kennst? Hast du es schon durch gelesen? Ich denke auch dich kann Boyne noch überraschen. :zwinker:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)

  • @Tammy
    Nö kann er nicht. Ich hab mit der Wendung am Ende dann eigentlich schon gerechnet, da es in dem ganzen Fall dann nicht mehr viel Spielraum für eine andere Möglichkeit gab.
    Ich hab es hier heute Abend schon an anderer Stelle geschrieben fasse es aber gerne noch mal zusammen: Ich denke bei mir liegt es an mehreren Faktoren:
    Die Konstruktion des Falls kann mich nicht überzeugen weil mir Boyne an einigen Stellen zu dick aufträgt. Vor allem das armes Opfer Crippen vs. Böser böser Cora-Drachen. (Im Hinterkopf bleibt gleichzeitig seine Konstruktion eines Mannes der gerne Tiere zerrteilt und total darauf steht)


    Dann habe ich natürlich immer wieder den Vergleich mit dem echten Fall gezogen, das hat hier definitiv auch seinen Nachteil - muss es aber nicht zwangsläufig. Hier konnte mich einfach eher die Art und Weise wie Boyne das ganze interpretiert nicht überzeugen. Und ja meine Krimileseerfahrung schlägt mir dabei immer wieder ein Schnippchen... Es ist einfach sehr sehr schwer mich hier noch wirklich zu überzeugen.


    Im Grunde hat Boyne hier vor allem eines umgedreht: Die Tatsache wer hier von den beiden in einen Mörder verliebt ist. Vielleicht sogar in einen psychopathisch veranlagten Mörder. So oder so haben beide Schuld auf sich geladen. Im Roman wird Crippen eben in eine Märtyrer Rolle gedrängt. Das passt für mich nicht. Bei mir bleibt der Eindruck das Boyne sich mitten im Roman anders entschieden hat und Crippens Person positiver gestalten wollte. Schade das er hier nicht etwas konsequenter geblieben ist.


    Das Nachwort fand ich überflüssig. Schade das er hier nicht genauere Informationen über den Fall und seine Deutung geliefert hat. Gerade die Ungereimtheiten, die sich Boyne ja auch zu Nutze macht, wären hier von Interesse gewesen.
    Für mich bleibt der Beigeschmack das Boyne unbedingt einen anderen Blickwinkel schaffen wollte und Crippen auch irgendwie mal nicht als das Monster dargestellt sehen wollte, als das er normalerweise gesehen wird. Das ist einerseits gerechtfertigt, weil ich es für falsch halte einen Mörder als zu abgehoben darzustellen, aber dieses Opfergetue fand ich genauso unpassend. Für mich ist das zu wenig und kann mich keinesfalls überzeugen. Das hätte es auch nicht, wenn ich den Fall nicht gekannt hätte.


    Nun ja, zumindest gibt es im Thread zum Buch nun eine negative Meinung - kann ja auch ganz interessant sein ;) :breitgrins:


    Zur Leserunde: Nochmals eine große Entschuldigung das ich dieses Mal so eine Leseschnecke war. Ich hab einfach total unterschätzt das ich Blockseminare habe und damit innerhalb kurzer Zeit mehr zu tun als normal. Und ich konnte natürlich nicht ahnen das mir der Roman keinen Spaß machen würde... Diese Mischung war sehr fatal.

  • Holden, ich finde es sogar gut, wenn nicht alle die gleiche Meinung haben. Aber stimmt natürlich, manchmal kommt es einem tatsächlich komisch vor, wenn man die einzige ist, die nicht begeistert ist. Ist mir aber auch schon passiert.


    In einem gebe ich dir Recht: Etwas mehr zum wahren Fall hätte ich mir in einem Nachwort auch gewünscht.


    Spannend finde ich, dass die Leiche, die in Crippens Haus gefunden wurde, gar nicht Coras ist. Gibt es da tatsächlich immer noch Ermittlungen? Boah.

  • @Holden: Danke für die ausführliche Antwort. Ich finde das immer total spannend, wenn es auch gegensätzliche Meinungen gibt. Von daher finde ich es auch super, dass du dich hier so ausführlich noch äußerst! Es gibt einfach Bücher, die einen so gar nicht überzeugen können. Kenne ich auch gut genug und noch anstrengender finde ich es dann tatsächlich, wenn ich sie in einer Leserunde lese und mich nur wegen dieser dazu zwinge das Buch zu beenden. Von daher hast du mein vollstes Verständnis.


    Hoffe, dass das nächste Buch wieder besser wird. Ich denke bei diesem Buch ist es das Beste, wenn man sich vorher nicht über den Fall informiert hat. Wenn ich das Ende schon vorher gewusst hätte, hätte ich ihn glaube ich auch nicht mehr so spannend gefunden.


    Womit ich euch auch Recht gebe, dass auch mir das Nachwort zu kurz war. Da hätte er ruhig detaillierter darauf eingehen können, was Fiktion ist und was nicht.


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)

  • Claudi
    Ja wobei hier auch angezweifelt wird ob die Untersuchungen tatsächlich so haltbar sind.Die angewandte Methode wird dabei am stärksten kritisiert. Daher kann man davon ausgehen das die Untersuchung damals vermutlich nicht die Wahrheit ans Licht gebracht hat. Ich finde es aber spannend das ein so alter Fall die Medien noch so bewegen kann.


    @Tammy
    Für mich war das auch interessant, weil ich vor allem zu Beginn manchmal gar nicht so genau wusste was mich am Roman so stört. Durch die Leserunde wurde mir das klarer.

  • @Holden:


    Entschuldigen musst du dich überhaupt nicht. Uni ist halt nicht immer nur Spaß. :zwinker:
    Ich fand deine teilweise sehr gegensätzliche Meinungen sehr interessant, da sie mich immer dazu animiert haben, nochmals darüber nachzudenken, warum ich etwas gut oder eben nicht so gut fand. :winken:

  • @Holden: ich habe mich zwar super unterhalten mit dem Buch und hatte wirklich Spaß daran, kann aber Deine Kritik durchaus nachvollziehen. Coras ekelhaftes Benehmen war mir ab und zu auch zu dick aufgetragen.


    Boynes Interpretation von Crippens Charakter fand ich hingegen gar nicht so unglaubwürdig. Dass man aufgrund Crippens kühlem Interesse an Anatomie und seinem Verhalten im Schlachthaus gewisse Schlüsse zieht, die sich am Ende als falsch erweisen, hat mir als Erzählkniff sogar ziemlich gut gefallen.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Ich habe das Buch auch am WE beendet und gehöre zu denen, die es toll fanden. Mich hat der Autor wiederholt an der Nase herumgeführt und ohne die Leserunde wäre ich das eine oder andere Mal sicher noch viel mehr aus allen Wolken gefallen als so schon!
    Ich bezeichne mich eigentlich auch als geübten Krimileser, aber das Buch hatte ich nicht wirklich als Krimi eingeordnet und daher mit solchen Wendungen gar nicht gerechnet!


    Crippens Enthüllung, dass er alles wusste, fand ich jetzt nicht so schockierend wie Ethel. Zumindest nicht beim ersten Lesen. Als ich dann näher drüber nachgedacht habe, war es aber schon gruselig. Da bricht er in ein neues Leben auf, mit einer Frau, von der er genau weiß, dass sie einen ziemlich kaltblütigen Mord verübt hat.
    Dass Ethel ihrerseits dann aber so entsetzt ist, konnte ich nicht so recht verstehen. Sie hätte doch froh sein können, dass das Geheimnis keins ist und nicht zwischen ihnen steht. Stattdessen fühlt sie sich nun beinahe irgendwie bedroht.
    Alles ziemlich verrückt, aber mir gefiel es.


    Dass Crippen die Schuld auf sich nimmt und Ethel freikommt, war zu erwarten. Bei der öffentlichen Meinung über ihn wäre die Alternative nur ihrer beider Bestrafung gewesen (das hätte man bei ihm bestimmt zu einer Mittäterschaft und somit Mitschuld hingebogen), von daher war es nur folgerichtig, dass er die Tat auf sich nimmt und so wenigstens Ethel ein Leben in Freiheit ermöglicht.
    Ich fand ihre Gedanken bei der erneuten Auswanderung aber auch ein bisschen gruselig. Sie war schon deutlich härter, als es anfangs den Anschein hatte, selbst wenn das am Ende nur ein Versuch war, sich selbst alles schönzureden.

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Ich bin nun auch durch :breitgrins:


    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen - nur die Auflösung am Ende fand ich etwas zu konstruiert. Ich kann noch nicht so genau den Finger auf die Stelle drücken, was genau mir nicht passt. Vielleicht, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, wie eine eher schmächtige, schlanke Frau eine so wuchtig beschriebene Frau das Treppenhaus in den Keller tragen können soll.


    Die Szene im Gefängnis fand ich schon rührend. Sie konnten sich wenigstens noch verabschieden. ich glaube schon, dass Ethel Hawley aufrichtig geliebt hat und sie sich an Bord - auf dem Weg in ein neues Leben - einfach ein bisschen schönreden will, dass sie sich noch einmal so verlieben kann.


    Das sehe ich auch so.


    Ich schreibe meine Antwort jetzt bewusst im letzten Abschnitt, um vorher nicht zu spoilern. Also im Nachhinein verstehe ich, warum sie als Vater-Sohn-Gespann gereist sind. Sie wurden ja als Paar gesucht und Ethel war durch ihre Narbe natürlich sehr auffällig. (Scheinbar konnte man so etwas damals noch nicht wegschminken?). Da war es natürlich am Einfachsten Ethel's Geschlecht zu ändern, um unauffälliger zu sein. Die Narbe bleibt zwar, aber nach einem jungen Burschen wurde ja nicht gefahndet.


    Das Verkleidungsspiel kann ich nun auch besser nachvollziehen, denn wenn Crippen von Anfang an wusste, dass Ethel Cora ermordet hat, lag die Verkleidung auf der Hand. Seine Ausrede war etwas fadenscheinig, hat aber funktioniert, weil sie auch Ethel entgegenkam.



    Ich hab es hier heute Abend schon an anderer Stelle geschrieben fasse es aber gerne noch mal zusammen: Ich denke bei mir liegt es an mehreren Faktoren:
    Die Konstruktion des Falls kann mich nicht überzeugen weil mir Boyne an einigen Stellen zu dick aufträgt. Vor allem das armes Opfer Crippen vs. Böser böser Cora-Drachen. (Im Hinterkopf bleibt gleichzeitig seine Konstruktion eines Mannes der gerne Tiere zerrteilt und total darauf steht)


    Ich glaube wirklich, dass du ein anderes Buch gelesen hast. Wo wurde jemals erwähnt, dass er total darauf steht, Tiere zu zerteilen? Es wurde nur darüber geschrieben, dass er es gut konnte und dass er in wissenschaftlicher Hinsicht davon fasziniert war. Wenn man den Wunsch hat, Arzt zu werden und als Kind schon wissenschaftliche Magazine gegen die Erlaubnis der Mutter gehortet hat, ist das völlig nachvollziehbar. Es gibt Menschen, die ekeln sich nicht vor dem Zerteilen von Tieren. Ich zum Beispiel. Obwohl ich keine Tiere esse :zwinker:


    Für mich bleibt der Beigeschmack das Boyne unbedingt einen anderen Blickwinkel schaffen wollte und Crippen auch irgendwie mal nicht als das Monster dargestellt sehen wollte, als das er normalerweise gesehen wird.


    Wikipedia meint dazu übrigens:


    Zitat

    Das öffentliche Interesse an Indizien, Beweisen, Gutachten und Protokollen wendete sich während des Prozesses zunehmend dem Eindruck zu, den der Angeklagte bei Justiz, Publikum und Presse hinterließ: er war ganz offensichtlich ein liebenswürdiger Mensch.


    Hätte Boyne ihn als "Monster" dargestellt, dann wäre das doch völlig unglaubwürdig gewesen. Er hielt sich also an die Fakten und nicht an menschliche Emotionen. Was genau stört dich daran?


    Zu Cora: Es gibt solche Menschen.


    Liebe Grüße
    nimue

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.

    Einmal editiert, zuletzt von nimue ()


  • Vielleicht, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, wie eine eher schmächtige, schlanke Frau eine so wuchtig beschriebene Frau das Treppenhaus in den Keller tragen können soll.


    Das hat mich auch ein bisschen gewundert. Andererseits wächst man manchmal auch kräftemäßig ordentlich über sich selbst hinaus, wenn starke Emotionen im Spiel sind.


    Zitat

    Zu Cora: Es gibt solche Menschen.


    Auch wieder wahr. Man trifft ja durchaus manchmal Leute, die man als Romanfigur total überzeichnet fände :breitgrins:

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Nimue
    Wie gesagt mich störte da einfach der Gesamteindruck. Ich fand schon das es so dargestellt wurde das ihm das zerrteilen Spaß macht, aber das ist mein subjektiver Eindruck. Für mich hat er einfach die gesamte Persönlichkeit nicht rund genug dargestellt, weshalb das für mich dann nicht gepasst hat. Auch wenn er sich so weit es ihm möglich war an die Fakten gehalten hat. Aber das ist ja nicht zwingend ein Punkt der dafür sorgt das man einen Roman gut oder schlecht findet.
    Zu Cora: Klar gibt es solche Menschen, aber ich fand es trotzdem zu überzeichnet, ich hab es auch als plump empfunden. Schwierig das noch genauer aus zudrücken.


    Was Ethel angeht: Ja da stimme ich Dir zu. Das war für mich auch ein Punkt den ich nicht glaubhaft fand. Hier hätte ich es logischer gefunden wenn Boyne Crippen anders eingebunden hätte. Ich denke er wollte auch noch einmal herausstellen wie er die Liebe der beiden sieht und interpretiert.


  • Ich bezeichne mich eigentlich auch als geübten Krimileser, aber das Buch hatte ich nicht wirklich als Krimi eingeordnet und daher mit solchen Wendungen gar nicht gerechnet!


    So geht es mir auch.
    Ich habe überhaupt nicht mit einem Krimi gerechnet und war von diesem Buch sehr überrascht. Positiv überrascht, muss ich sogar sagen.
    Es hat mir richtig gut gefallen!

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