06 - Kapitel 15 + Kapitel 16 (S. 344 - S. 407)

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 33 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Valentine.


  • Aber Hallo. Das macht er gut, oder? Ich finde es aber sympathisch, dass er offenbar davon ausgeht, dass es einige Leser gibt, die zumindest stutzig werden bei der Tatbeschreibung. Da trifft er ja hier auf genau die richtigen. Ich hätte als Autor wahrscheinlich Angst, dass keiner meine literarischen Findigkeiten bemerkt und würde den Leser direkter darauf stoßen. Aber andererseits mag ich es, wenn der Leser nicht unterschätzt wird und Pointen, oder wie hier versteckte Hinweise und Andeutungen, nicht allzu offensichtlich sind.


    Ich bin auch ganz hin und weg. Wirklich toll gemacht! Ob ich aber ohne Leserunde die Hinweise entdeckt hätte? Ich lese bei Leserunden meist genauer, als alleine... :rollen:
    [/quote]


    Ja, ich auch. Außerdem bin ich auch mutiger, an meine eigenen Spekulationen zu glauben, wenn ich merke, dass ich damit nicht alleine dastehe.
    Bei dieser Leserunde wäre es wirklich äußerst interessant gewesen, den Autor dabei zu haben. Aber wie man sieht: Wir sind findige Leser, die man nicht so leicht in die Irre führen kann. :breitgrins:

  • So, jetzt gehts endlich wieder mehr auf dem Schiff weiter.
    Da wäre die Situation am Ende ja beinahe eskaliert. Victoria ist wirklich ein grässliches Mädchen! Wie kann man sich nur so verstellen. Es geht ihr ja gar nicht wirklich um Edmund, sondern nur darum, dass kein Kerl sie zurückweisen darf - wenn sich das rumspräche :breitgrins:


    Tom ist auch furchtbar. Wie alt ist der Junge, 14? Und schon so ein gewalttätiges kleines Ungeheuer? Allzu intelligent scheint er mir auch nicht zu sein, es dauert ja ewig, bis bei ihm der Groschen fällt, während Onkel Mathieu schon längst weiß, dass Edmund kein Kerl ist. Er schweigt aber dazu und will erstmal mehr rausbekommen, wozu die Maskerade eigentlich dient. Kein Wunder, dass er so erfolgreich ist, er ist intelligent und besonnen und wahrscheinlich gut in der Lage, immer das Beste aus seinem Wissen zu machen.


    Crippen dreht beinahe wieder durch, wenn Mathieu nicht rechtzeitig gekommen wäre, hätte er Tom vielleicht wirklich über Bord geworfen?


    In dieser Ausnahmesituation scheinen ihm wirklich beinahe die Sicherungen durchzubrennen. Jahrelang hat er sich demütigen und quälen lassen, aber mit dem Mord und der Zerstückelung von Cora hat er wohl eine Hemmschwelle überwunden und wenn nun jemand Hand an seine geliebte Ethel legt...


    Ich muss gestehen, ich war bis zu dem Kapitel, in dem der Mord geschildert wird, immer wieder unsicher, ob es wirklich Crippen war. Insbesondere bei dem Hinweis, dass die Leiche total unfachmännisch zerlegt wurde. Hätte Crippen das nicht besser wissen müssen?
    Ich hatte da zeitweise den Gedanken, dass Ethel beteiligt war, aber nach den Schilderungen hier im Abschnitt hat er es ja doch alleine getan.


    Nachdem ich jetzt eure Beiträge gelesen habe, bin ich aber doch wieder unsicher. Für mich war es eindeutig Crippen, der das Gift gekauft und Cora zerteilt hat. Aber vielleicht muss ich das nochmal nachlesen!

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Diesen Abschnitt habe ich nun auch beendet.
    Nun hat Crippen es also tatsächlich nicht mehr ausgehalten, von seiner Frau immer gedemütigt und misshandelt zu werden. Er hat sie getötet. Von einer Tat im Affekt kann man ja eigentlich nicht mehr sprechen, denke ich, denn er hat das Gift gekauft und Cora dann gezielt vergiftet. Zwar hat sie ihn am Abend vorher noch mal sehr fertiggemacht und auch vor ihren Freunden endlich ihr wahres Gesicht gezeigt, aber eine Affekthandlung ist es wohl dennoch nicht.
    Trotz allem habe ich fast ein bisschen Verständnis für Crippen. Natürlich billige ich keinen Mord (!), aber über Jahre hinweg so gedemütigt und fertiggemacht zu werden - das muss ja irgendwann zu einem bösen Ende führen. Selbst der sanftmütigste Mensch würde doch irgendwann Hassgedanken bekommen bei so einer Behandlung.


    Ich glaube, auch Dew kann ein Stück weit Crippen verstehen. Jedenfalls habe ich immer noch den Eindruck, dass es ihm fast ein bisschen leidtut, dass aus ihrer Freundschaft nun nichts wird.


    Victoira hat es tatsächlich geschafft, sich Edmund anzunähern. Kein Wunder, dass Edmund/Ethel über den Kuss so verwirrt ist. Eine total neue Erfahrung für sie!
    Und Tom ist wieder unmöglich! Zu Anfang habe ich ja wirklich noch versucht, ihn sympathisch zu finden, immerhin hatte er es scheinbar bisher auch nicht leicht in seinem Leben. Aber Tom ist wirklich nicht mehr zu helfen; wie er hier wieder mit Edmund umgegangen ist, ist nicht mehr zu entschuldigen.


    Mich wundert und ängstigt es, dass sein Onkel ihm nun auch noch sagt, dass Edmund ein Mädchen ist! Ich glaube nicht, dass er mit dieser Kenntnis umgehen kann und ich befürchte da noch Schlimmes!

    Lesen aus Leidenschaft


  • Nachdem ich jetzt eure Beiträge gelesen habe, bin ich aber doch wieder unsicher. Für mich war es eindeutig Crippen, der das Gift gekauft und Cora zerteilt hat. Aber vielleicht muss ich das nochmal nachlesen!


    So geht es mir auch. Ich war mir eigentlich auch sehr sicher, dass Crippen tatsächlich auch der Täter ist.
    Nun, es bleibt auf jeden Fall spannend! :lesen:

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  • Mich wundert und ängstigt es, dass sein Onkel ihm nun auch noch sagt, dass Edmund ein Mädchen ist! Ich glaube nicht, dass er mit dieser Kenntnis umgehen kann und ich befürchte da noch Schlimmes!


    Ich glaube, das gehört zu Mathieus "Erziehungsmethoden". Wahrscheinlich versucht er, dem Jungen Vertrauen entgegenzubringen und ihm so zu zeigen, dass auch er vertrauen kann. Dazu gehört auch, dass man in einer Familie ehrlich miteinander ist und auch mal ein Geheimnis teilen kann. Wenn Mathieu sich auf Tom verlässt, dann ist Tom gleich auch in der Verantwortung, ein bisschen verlässlicher zu werden.

  • Ich glaube, das gehört zu Mathieus "Erziehungsmethoden". Wahrscheinlich versucht er, dem Jungen Vertrauen entgegenzubringen und ihm so zu zeigen, dass auch er vertrauen kann. Dazu gehört auch, dass man in einer Familie ehrlich miteinander ist und auch mal ein Geheimnis teilen kann. Wenn Mathieu sich auf Tom verlässt, dann ist Tom gleich auch in der Verantwortung, ein bisschen verlässlicher zu werden.


    Eigentlich eine wunderbare Erziehungsmethode, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob sie an Tom nicht verschwendet ist. :redface:

  • Hallo Ihr Lieben,



    Ich muss gestehen, ich war bis zu dem Kapitel, in dem der Mord geschildert wird, immer wieder unsicher, ob es wirklich Crippen war. Insbesondere bei dem Hinweis, dass die Leiche total unfachmännisch zerlegt wurde. Hätte Crippen das nicht besser wissen müssen?
    Ich hatte da zeitweise den Gedanken, dass Ethel beteiligt war, aber nach den Schilderungen hier im Abschnitt hat er es ja doch alleine getan.


    Nachdem ich jetzt eure Beiträge gelesen habe, bin ich aber doch wieder unsicher. Für mich war es eindeutig Crippen, der das Gift gekauft und Cora zerteilt hat. Aber vielleicht muss ich das nochmal nachlesen!


    Geht mir gerade genauso. Bevor ich die Beiträge hier gelesen habe, war ich mir auch sicher, dass es Crippen gewesen sein muss. Andererseits hat es mich auch gewundert, dass die Leiche unfachmännisch zerlegt wurde. Liegt es daran, dass Crippen vielleicht doch zu aufgeregt war? Oder hat er das mit Absicht gemacht? Oder hat er vielleicht in dem Schlachthof doch nicht so gut das Zerteilen gelernt? Oder ist tatsächlich jemand anders der Mörder? Aber irgendwie kann ich mir das fast gar nicht vorstellen. Dann hätte Crippen doch mit Ethel nicht die Flucht ergreifen müssen, denn dann wüsste er ja gar nicht, was mit seiner Frau passiert ist.


    Der Spielabend war wirklich wieder eine komplette Katastrophe. Was ich nur nicht verstehe, warum Louise sich nach diesem Desaster so dafür stark macht heraus zu finden, was mit Cora passiert ist. Sie hätte doch eher froh sein sollen, dass sie diese furchtbare Frau los geworden ist. Gerade nach diesem Abend geht es doch Louise nur um die Schlagzeilen und darum, dass sie im Mittelpunkt steht. :grmpf:



    Ich glaube, auch Dew kann ein Stück weit Crippen verstehen. Jedenfalls habe ich immer noch den Eindruck, dass es ihm fast ein bisschen leidtut, dass aus ihrer Freundschaft nun nichts wird.


    Ja, diesen Eindruck habe ich auch. Obwohl Dew alles dransetzt Crippen nach London zu holen, hat er trotzdem Verständnis für ihn und verteidigt ihn ja fast vor dem Kapitän. Echt schade, dass Crippen nicht einfach geblieben ist. Dann hätte er jetzt einfach einen neuen Freund und wäre nie wieder belästigt worden.


    Ich vermute übrigens schon, dass Kendall eigentlich schwul ist. Da das aber zu der Zeit überhaupt gar keine Option war und er es sich selber wohl auch nie eingestehen würde, entschuldigt er seine innige Beziehung zu dem 1. Offizier damit, dass sie sich schon so lange kennen. Alleine seine Gedanken über den 1. Offizier haben eher etwas von einem alten Ehepaar, als von Arbeitskollegen. Ich finde das aber gut vom Autor gemacht, dass Kendall da auch noch in so einem Zwiespalt ist: Einen Mörder an Bord zu haben, ist schon schlimm genug, aber private Sorgen überlagern dann doch trotzdem alles.



    Da wäre die Situation am Ende ja beinahe eskaliert. Victoria ist wirklich ein grässliches Mädchen! Wie kann man sich nur so verstellen. Es geht ihr ja gar nicht wirklich um Edmund, sondern nur darum, dass kein Kerl sie zurückweisen darf - wenn sich das rumspräche :breitgrins:


    Victoria ist einfach unmöglich. Ein "Nein" kann es nicht geben, also setzt sie alles dran, dass sie ja Edmund herum bekommt. Ich habe mich dabei aber auch über Ethel geärgert, dass sie sich so den Alkohol hinein schüttet. Ihr sollte doch eigentlich klar sein, dass Victoria da was im Schilde führt. Oh man!



    Tom ist auch furchtbar. Wie alt ist der Junge, 14? Und schon so ein gewalttätiges kleines Ungeheuer? Allzu intelligent scheint er mir auch nicht zu sein, es dauert ja ewig, bis bei ihm der Groschen fällt, während Onkel Mathieu schon längst weiß, dass Edmund kein Kerl ist. Er schweigt aber dazu und will erstmal mehr rausbekommen, wozu die Maskerade eigentlich dient. Kein Wunder, dass er so erfolgreich ist, er ist intelligent und besonnen und wahrscheinlich gut in der Lage, immer das Beste aus seinem Wissen zu machen.


    Tom ist der absolute Irre. Besonders intelligent ist er auch nicht, sonst hätte er doch sehen müssen, dass Edmund Victoria doch abweist und einfach alleine zurück lässt. Anstatt seine Chance zu ergreifen, bedroht er Edmund / Ethel. So ein Idiot! Warum sein Onkel im dann reinen Wein bezüglich Edmund einschenkt, verstehe ich auch nicht so ganz. Der Junge ist ein absolutes Pulverfass und wird sein Wissen definitiv nicht für sich behalten. Entweder macht er sich jetzt an Ethel ran und versucht sie auch noch zu erpressen oder er erklärt Victoria, dass sie sich an eine Frau hängt. Oh je, ich ahne Schreckliches! :entsetzt:


    Aber anscheinend scheint Ethel wirklich nicht zu wissen, dass Crippen seine Frau umgebracht hat. Puh, dann bin ich aber neugierig, wie sie reagiert, wenn sie die Wahrheit erfahren sollte.


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)


  • Eigentlich eine wunderbare Erziehungsmethode, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob sie an Tom nicht verschwendet ist. :redface:


    Ehrlich gesagt, befürchte ich das auch. Nach dem, was Tom sich bisher alles geleistet hat und wie er sich benommen hat, habe ich da ernsthafte Bedenken, dass das ganze nicht noch ein böses Nachspiel haben könnte.

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  • Das Unsachgemäße Zerrteilen der Leiche ist heute mit einer der wenigen Punkte die gegen Crippen sprechen und eigentlich immer angeführt wird, wenn es darum geht seine Unschuld in den Raum zu werfen.
    Mir geht Boyne hier trotzdem irgendwie zu plump vor. Ich finde nach wie vor das er zu sehr in die Richtung lenkt das er dem Fall eine neue Wendung geben möchte, das überzeugt mich einfach überhaupt nicht. Ihr seid alle so begeistert, tja ich bin dann die Einzige die eine komplett andere Meinung hat.
    Keine Ahnung warum der Roman mir überhaupt nicht gefällt, zu Mal hier in der Runde auch einige mit lesen, die einen ähnlichen Lesegeschmack wie ich haben. Aber es muss wohl immer einen Ausreißer geben ;)


    Noch mal zurück zu der schlecht zerrteilten Leiche: Ich neige eher dazu zu sagen das Crippen das absichtlich gemacht hat um von sich abzulenken. Ob Boyne das im Roman auch so interpretieren wird - ich vermute nein. Dazu legt er die Fährte für mich zu offensichtlich in eine andere Richtung. Ich denke mein Problem ist, ich habe sehr sehr viele Krimis gelesen - einer der Gründe weshalb mich viele nicht mehr überraschen können und ich kenne den wahren Crippen Fall. Diese Mischung vermießt mir vermutlich das Lesevergnügen. Der Stil kann da auch nicht mehr viel Retten. Für mich muss einfach die Handlung passen, hier packt es mich einfach nicht. Die Wendungen gehen mir zum Teil sogar auf die Nerven...


  • Ich denke mein Problem ist, ich habe sehr sehr viele Krimis gelesen - einer der Gründe weshalb mich viele nicht mehr überraschen können und ich kenne den wahren Crippen Fall.


    Das ist wirklich eine schlechte Mischung ;) Ich bin mittlerweile ja auch eine relativ gewiefte Krimileserin und hatte auch hier mit der einen oder anderen Fährte recht ... hätte ich den Fall gekannt, wäre die Überraschung wohl auch weniger gut gelungen.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Wie bin ich eigentlich auf den Gedanken gekommen, dass da Säure im Spiel war? :confused:


    Ich bin auch der Meinung, dass Ethel nicht aktiv an dem Mord mitgemacht hat.



    Und Boyne spricht ja auch jetzt zum Teil noch von "Er" und "Ihm" wenn es um Ethel geht.


    Das ginge ja sonst auch schwer. Wenn Ethel als Edmund auftritt, müsste Boyne sonst womöglich immer er/sie schreiben. Schriftstellerisch finde ich diese Lösung so am elegantesten. Nur "sie" ginge nicht, weil man dann nie wüsste: Ist Ethel gerade verkleidet oder nicht?



    Das unsachgemäße Zerteilen hat mich am meisten stutzig gemacht. Dieses stümperhafte Verhalten traue ich Crippen nicht zu - auch nicht um etwas zu vertuschen. Vielleicht hat er Cora vergiftet, aber jemand anders hat sie zerstückelt?


    Ich verstehe gar nicht, warum ihr alle daran zweifelt, dass Crippen diesen Mord begangen hat. Mal ernsthaft: So einfach zerstückelt man eine Leiche nicht mit einem gewöhnlichen Messer. Knochen, Muskeln und Fettgewebe lassen sich teilweise sehr schwer durchtrennen (nicht, dass ihr jetzt sonstwas annehmt: Ich barfe meine Hunde :breitgrins: ). Und hätte er sich dafür nun extra etwas zum Zerlegen beschaffen sollen? Und inwiefern stümerhaft? Ihm ging es nicht darum, die Leiche auf schönstmögliche Art zu entsorgen, sondern sie einfach wegzuschaffen. Er musste das nicht zelebrieren und hat den Mord oder das Zerlegen nicht genossen. Bis zum Schluß hatte er Hemmungen, es wirklich zu tun, aber dann trieb Cora es wieder auf die Spitze (hätte sie die Entscheidung, ihn zu verlassen, einen Tag früher getroffen). Ich glaube, er hat sich schlicht und einfach gar nichts dabei gedacht :schulterzuck:


    Liebe Grüße
    nimue

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.


  • So einfach zerstückelt man eine Leiche nicht mit einem gewöhnlichen Messer. Knochen, Muskeln und Fettgewebe lassen sich teilweise sehr schwer durchtrennen (nicht, dass ihr jetzt sonstwas annehmt: Ich barfe meine Hunde :breitgrins: ). Und hätte er sich dafür nun extra etwas zum Zerlegen beschaffen sollen? Und inwiefern stümerhaft? Ihm ging es nicht darum, die Leiche auf schönstmögliche Art zu entsorgen, sondern sie einfach wegzuschaffen. Er musste das nicht zelebrieren und hat den Mord oder das Zerlegen nicht genossen. Bis zum Schluß hatte er Hemmungen, es wirklich zu tun, aber dann trieb Cora es wieder auf die Spitze (hätte sie die Entscheidung, ihn zu verlassen, einen Tag früher getroffen). Ich glaube, er hat sich schlicht und einfach gar nichts dabei gedacht :schulterzuck:


    Ok, dass man zum Zerteilen möglicherweise spezielles Werkzeug bräuchte, daran habe ich gar nicht gedacht. Ich dachte man nimmt einfach ein scharfes Küchenmesser und es flutscht (wenn man weiß, wo man ansetzen muss) :redface:
    Wie meinte ich das denn mit stümperhaft?... Ich hätte gedacht, er würde die Leiche eben genauso zerteilen, wie in der Schlachterei die Tiere. Warum von einem gut funktionierenden Konzept abweichen? Ich hefte ja zu Hause auch meine Unterlagen so ordentlich ab, wie in der Arbeit, weil das System gut funktioniert (ich weiß ist ein blöder Vergleich).

    Pessimisten stehen im Regen, Optimisten duschen unter den Wolken.


  • Wie meinte ich das denn mit stümperhaft?... Ich hätte gedacht, er würde die Leiche eben genauso zerteilen, wie in der Schlachterei die Tiere. Warum von einem gut funktionierenden Konzept abweichen? Ich hefte ja zu Hause auch meine Unterlagen so ordentlich ab, wie in der Arbeit, weil das System gut funktioniert (ich weiß ist ein blöder Vergleich).


    Im Schlachhof hat man normalerweise auch spezielles Gerät zum Zerlegen. Knochensägen meinetwegen. Extrem scharfe Messer usw. Das funktioniert normalerweise nicht sehr gut mit dem, was man zu Hause hat und dann kann das schon stümperhaft wirken :breitgrins:

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.


  • Wie bin ich eigentlich auf den Gedanken gekommen, dass da Säure im Spiel war? :confused:


    Keine Ahnung. Ich dachte aber auch, dass "er" in der Apotheke Säure kauft (wahrscheinlich hat sich mein krankes Hirn vorgestellt, dass darin die Leichenteile aufgelöst werden sollen).


    Deine Argumentation zur Zerstückelung ist übrigens exzellent. Dass das mit einem Küchenmesser nicht so unproblematisch geht wie mit den Werkzeugen im Schlachthof, ist eigentlich klar wie Kloßbrühe.

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    (Agnès Varda)