Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 37 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von bird.

  • Hier könnt ihr zum ersten Teil schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Abschnittbegrenzung nicht vorgesehen.

    Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere! - Erich Kästner<br /><br />SLW 2016 9/30

  • Ich habe den Teil noch nicht beendet, habe gerade mal die ersten zwei Kapitel darin geschafft, aber ich muss mal schnell was loswerden: Thomas Mann bringt hier meiner Ansicht nach sehr viele, fast schon zu viele, Namen und Figuren in die Handlung ein. Beim ersten Lesen war ich regelrecht erschlagen davon. Jetzt weiß ich ja schon welche im weiteren Verlauf wichtig sind :breitgrins:
    aber ich frage mich dennoch: warum macht er das? Will er den Leser verscheuchen?


    Zudem geht es mir extrem auf die Nerven wenn immer haarklein beschrieben wird was jemand anhat. Mich stört sowas total. Ich bin auch beim zweiten Lesen vom Anfang nicht sehr angetan, dabei freue ich mich wirklich sehr auf das Buch weil es später eine wunderbare Geschichte wird.


    Katrin

  • Wenn ich mal meinen Senf dazugeben darf, die ich das Buch vor ein paar Jahren gelesen und überraschend gerne gemocht habe: Mann schreibt halt einfach ausufernd. Ich mag ja auch so ausführliche Beschreibungen.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Ich habe bisher nur das erste Kapitel gelesen. Mir ist beim Aufschlagen direkt aufgefallen, dass mein Buch komplett in Fraktur geschrieben ist, was mich noch langsamer beim Lesen macht.
    Ein paar Freunde haben mal vor ein paar Jahren ein Seminar zu Buddenbrooks gemacht, und sie fanden es ganz, ganz schlimm, nicht zuletzt wegen des Dozenten. Deswegen war ich bisher immer ein bisschen von Thomas Mann abgeneigt.
    Er schreibt schon sehr detailliert, aber gleichzeitig auf eine angenehme Weise, sodass es mich bisher nicht allzu sehr stört.


  • Mann schreibt halt einfach ausufernd. Ich mag ja auch so ausführliche Beschreibungen.


    Wie man im "Zauberberg" sehr gut sehen kann :breitgrins:




    Er schreibt schon sehr detailliert, aber gleichzeitig auf eine angenehme Weise, sodass es mich bisher nicht allzu sehr stört.


    Details sind ja okay, aber mich erschlagen sie am Anfang ein bisschen. Dabei finde ich das Buch echt toll. Hört sich zwar noch nicht so an, aber ich bin froh dass ich damals über das erste Kapitel hinaus weiter gelesen habe.


    Katrin

  • Ich habe noch nicht einmal begonnen und da ich kein großer Fan von Thomas Mann bin, bin ich direkt etwas abgeschreckt. Oh je. :breitgrins::rollen:

  • Ich wollte niemanden abschrecken. Sorry. :winken:


    Ich bin heilfroh dass ich damals weiter gelesen habe sonst wäre mir eine tolle Geschichte entgangen.


    Katrin

  • Ich habe gerade sage und schreibe 13 Seiten gelesen und bin nun schon ein bisschen verwirrt. :breitgrins:
    Zum Glück lese ich das Buch nicht alleine, sodass die Wahrscheinlichkeit geringer ist, das Buch einfach wieder ins Regal zu stellen.



    Ich bin heilfroh dass ich damals weiter gelesen habe sonst wäre mir eine tolle Geschichte entgangen.


    Da bin ich aber gespannt, wie es mir damit geht. :smile:

  • Irgendwie dachte ich die ganze Zeit, dass wir mit dem Buch erst am 24.11. anfangen werden zu Lesen und war sehr überrascht als ich las, einige haben schon angefangen. :breitgrins:
    Euch viel Spaß, mal schauen ob ich übers Wochenende Zeit für Thomas Mann habe.

  • Oh man! Ihr macht mir gerade ein wenig Angst :angst: . Ich wollte jetzt gerade mit dem Buch beginnen, aber ich glaube ich mache mir erstmal einen schönen Tee :breitgrins:

    Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere! - Erich Kästner<br /><br />SLW 2016 9/30

  • Ich melde mich dann auch mal :winken:
    Spontan habe ich mich dazu entschieden, die Buddenbrooks noch einmal zu lesen.



    Ich sehe schon, mit meiner Thomas-Mann-Begeisterung bin ich in dieser Runde eine Minderheit :breitgrins:
    Als Schullektüre hatten wir damals "Mario und der Zauberer" und das Zerpflücken dieses Buches hat mich lange von weiteren Werken abgehalten - bis ich dann aus Neugier zu den Buddenbrooks griff. Mittlerweile habe ich fast alle Romane von Mann gelesen, viele Erzählungen und auch angefangen, seine Tagebücher zu sammeln.


    Ich habe den ersten Teil noch nich ganz gelesen und es hat ein paar Seiten gedauert, bis ich wieder mit Manns Stil, den langen Sätzen, den genauen Beschreibungen, etc. zurecht kam, aber jetzt freue ich mich auf die Buddenbrooks.
    Außerdem sind mir jetzt schon so viele Kleinigkeiten aufgefallen, die kurz erwähnt wurden und die später noch eine Rolle spielen oder wieder vorkommen werden.
    So, das war jetzt wahrscheinlich alles eher durcheinander... ich melde mich dann wieder, wenn ich den ersten Teil beendet habe! :zwinker:

  • Ich bin mittlerweile voll drin in der Geschichte und ich finde diese Gesellschaft sehr interessant. Auch die Personen der Familie buddenbrooks selber sind faszinierend.


    Enid : ich bin auch begeistert von Mann. Mir fällt nur immer der Einstieg in das Buch so schwer. Bin ich erst mal drin ist es eines der besten Bücher die ich kenne.


    Katrin


  • Enid : ich bin auch begeistert von Mann. Mir fällt nur immer der Einstieg in das Buch so schwer. Bin ich erst mal drin ist es eines der besten Bücher die ich kenne.


    Dann bin ich doch erleichtert, dass ich nicht alleine bin! :breitgrins: :winken:


  • Zudem geht es mir extrem auf die Nerven wenn immer haarklein beschrieben wird was jemand anhat. Mich stört sowas total.


    Die Bekleidung? Das ist mir gar nicht aufgefallen. Aber die vielen Leute auf einmal, die musste ich mir notieren. :redface: Ob die Leute alle wichtig sind?


    Mich hat ja direkt der 2. Satz geschockt: Französisch! Das erinnert mich leider an den seitenlangen französischen Dialog im Zauberberg, der mir ohne Übersetzung serviert wurde. Grrr.


    Im 2. Kapitel nimmt es für meinen Geschmack mit den Fremwörtern überhand. Soll das Angeberei sein?

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

  • Hallo :winken:


    So jetzt bin ich auch mitten im Geschehen. Ich befinde mich aktuell etwa auf der Hälfte des ersten Teils und bin ziemlich erleichtert. :schwitz: Ich hatte es irgendwie noch anders erwartet. Jedoch die Mischung aus dieser sehr detailreichen Beschreibung mit plattdeutschen und französischen Satz- und Worteinwürfen liest sich für mich erstaunlich gut (es ist wohl hilfreich, dass ich aus einer plattdeutschsprechenden Familie komme :zwinker: ). Ich denke mit den Fremdwörtern ist es damals wie heute. Wir benutzen sie, weil wir sie en vogue/ cool/ toll finden. Ich denke nicht, dass das irgendetwas mit sich als etwas besseres finden zu tun hat, sondern eher ein Ausdruck für den Zeitgeist ist.


    Heute bin ich zu müde, um noch weiter zu lesen, bin jedoch froh, dass ich meine Befürchtungen grundlos waren :smile:

    Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere! - Erich Kästner<br /><br />SLW 2016 9/30

  • Nach dem ich hier mit gefolgt habe was ihr geschrieben habt war ich doch zu neugierig, um bis Montag zu warten. :breitgrins:
    Ich habe die ersten 4 Kapitel geschafft und ja die Namen zuzuordnen fällt mir schwer. Spontan konnte ich mir nur Tony, Christian und die Großeltern merken. Plattdeutsch ist wie eine Fremdsprache, zu minderst habe ich beim Lesen nichts verstanden. :breitgrins: Es wird sehr viele Fremdwörter benutzt, davon sind Gott sei Dank vieles bekannt und bei einigen muss ich nachschauen was sie bedeutet. Schlimm wird es für mich nur wenn ganze Sätze auf französisch sind, denn dann verstehe ich wirklich nichts!
    Was ich immer wieder bei Thomas Mann mag ist wie er die Umgebung und die Menschen beschreibt. Ich habe immer sofort ein Bild vor mein Augen.


  • Ich sehe schon, mit meiner Thomas-Mann-Begeisterung bin ich in dieser Runde eine Minderheit :breitgrins:
    Als Schullektüre hatten wir damals "Mario und der Zauberer" und das Zerpflücken dieses Buches hat mich lange von weiteren Werken abgehalten -


    Das Buch hatten wir auch in der Schule als Thema. :breitgrins:


    Plattdeutsch ist für mich dank meiner Herkunft kein Problem, das Französisch plagt mich dagegen auch ein wenig. Mal sehen, ob ich mich einlesen kann.
    Weit gekommen bin ich gestern allerdings nicht, nur die ersten zwei Kapitel habe ich gelesen. Aber groß gestört haben mich die detailreichen Beschreibungen bisher noch nicht.

  • Den ersten Teil habe ich nun beendet. Ich liebe bei den "reichen", dass sie ein Essenssaal besitzen und meistens haben sie ja 7 Gang Menü, dann wird noch Obst und Käse serviert, dann Kaffee etc. genau mein Ding. Ich liebe zu essen. :breitgrins:
    Endlich habe ich auch erfahren, was in dem Brief stand, dass der 1. Sohn von der ersten Ehe geschrieben hat.
    Nachteil bei den Reichen ist wohl das Geld und die Erbe! Der Gotthold Buddenbrook, der den Brief schrieb fand ich aus zwei Gründen unsympathisch. Erstens wegen des Geldes (ich hasse gierige Menschen) und zweitens wegen der ganze gute Christ böse Christ Bemerkungen. Er kommt gleich mit Sünden und was christliche Verhalten ist/ nicht ist.


    Bin mal gespannt was im zweiten Teil passiert. Vielleicht lerne ich die einzelnen nun besser kennen ? Bin mal gespannt.

  • Erst heißt es, man habe ein paar gute Freunde zu einem einfachen Mittagsbrot eingeladen. Dann kommen die Gäste nachmittags um 5 und kriegen mindestens 7 Gänge. Komisch.


    Die arme Thilda wird so merkwürdig geschildert. Was es damit wohl auf sich hat?


    Gottholds Brief ist ja in einem unglaublich unverschämten Ton geschrieben, du liebe Zeit! Da schaltet man doch schon aus Prinzip auf NEIN.

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

  • Ich hab den teil nun auch beendet und der Brief ist wirklich eine Frechheit. Da würde ich auch nicht nachgeben.


    Das mit dem späten Mittagessen ist mir schon bei den russischen Autoren aufgefallen. Vielleicht war das früher so dass die vornehme Gesellschaft so spät gegessen hat.


    Ich kann zwar kein französisch aber das stört mich beim lesen nicht. Und das plattdeutsche krieg ich irgendwie zusammen.


    Katrin