Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 16 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Enid.

  • Hier könnt ihr zum elften Teil schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Abschnittbegrenzung nicht vorgesehen.

    Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere! - Erich Kästner<br /><br />SLW 2016 9/30

  • Es gibt Einblick in Hannos Schülerleben.
    Tja, und was ist das da, wo er und Kai davon reden, was sie nach der Schule so vorhaben? Hanno sprichtvon spielen, wird rot und ist irgendwie peinlich berührt.
    Komisch.


    Und später spielt er Klavier, es folgt eine lange Beschreibung des Klavierspiels, wie es sich ändert, weitergeht...
    Eigentlich ist es eher, als würde Mann etwas Sexuelles beschreiben. Aber eigentlich spielt Hanno ja nur Klavier. Aber schon im Zauberberg musste/sollte man ganz schön zwischen den Zeilen lesen, um zu erfahren, dass da irgendwo mit irgendwem was lief...

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

  • So, ich bin fertig. Zum Schluss ging es dann ganz schnell.


    Die Buddenbrooks haben mir deutlich besser gefallen als der Zauberberg, es war viel leichter verdaulich.

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

  • Ich bin auch fertig geworden! :smile:


    Dass Hanno am Ende stirbt, habe ich ja schon fast vermutet, da er so oft krank war. Auch wenn es grausam klingt, vielleicht ist es zum Teil besser für ihn. Tony hatte ja alle Hoffnungen in ihn gesetzt und hätte gewollt, dass er etwas Größeres, Besseres aufbaut, um den Stolz der Familie aufrecht erhalten zu können. Ich vermute, daran wäre er früher oder später sowieso zerbrochen.
    Gerda hat auch in diesem Teil erstaunlich wenig Anteil an der Trauer oder habe ich das überlesen?
    Nur Tony rückt sich mal wieder in den Vordergrund mit ihrem Ausbruch, wie sehr sie ihn geliebt hat. Dass Gerda dann zurück zu ihrem Vater möchte, kann ich sehr gut verstehen. Richtig hinein gepasst hat sie meiner Meinung nach nicht in diese Familie.

  • Seit Hanno diesen Doppelstrich durch den Familienstammbaum gezogen hat, weil er meinte, danach käme nichts mehr, hatte ich schon nicht besonders viel Hoffnung für ihn.


    Irgendwie hatte ich bei dem Untertitel "Verfall einer Familie" damit gerechnet, dass sich dieser Prozess über mehr Generationen hinzieht. Aber die Buddenbrooks haben es schneller geschaftt.

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr


  • Seit Hanno diesen Doppelstrich durch den Familienstammbaum gezogen hat, weil er meinte, danach käme nichts mehr, hatte ich schon nicht besonders viel Hoffnung für ihn.


    Ich hatte das eher darauf bezogen, dass er keine Kinder will, weil sein Verhältnis zum Vater ihn abgeschreckt hat oder weil er davon ausging, niemals eine Familie zu haben, weil er zu schlecht in der Schule ist und bin nicht davon ausgegangen, dass er seinen eigenen Tod ausdrückt,

  • So auch ich habe das Buch beendet. :smile: Ich fand das Buch eigentlich ganz gut. Tony als Kind fand ich sehr interessant, schade dass sie bis zum Schluss jemand blieb, die sich in die Vordergrund stellte. Selbst als Hanno starb, sagst sie neben Gerda keine hat den Jungen so geliebt wie ich! :rollen:
    Ich mochte von Anfang an die Freundschaft zwischen Hanno und Kai und hätte noch mehr über die beiden gelesen.


  • Ja, Kai war ziemlich interessant.


    Ich hätte sehr gerne mehr über seine Lebensumstände erfahren.
    Es wurde ja oft genug betont, dass er von der Kleidung her nicht ganz so gut ausgestattet ist und dass er nur mit seinem Vater zusammenlebt.

  • Zum letzten Kapitel habe ich eine Frage: Wer ist Friederike Buddenbrook? Habe ich da etwas verpasst?


    Den Einblick in den Schulalltag Hannos fand ich recht interessant, auch wenn er sich ein wenig gezogen hat. Dass er es nicht mehr allzu lange macht, hat mich nicht wirklich schockiert. Und dass Tony unverwüstlich ist, war irgendwie auch klar.
    Das Ende finde ich im Gesamten sehr gelungen, insgesamt fand ich das Buch aber stellenweise eher mittelmäßig, weil es wirklich sehr lang war.


  • Zum letzten Kapitel habe ich eine Frage: Wer ist Friederike Buddenbrook? Habe ich da etwas verpasst?


    Sie war die Tochter von Gotthold Buddenbrook. Und er war der Sohn von Johann Buddenbrook( dem Senior )aus der ersten Ehe ,der Geld von Vater haben wollte ganz am Anfang der Geschichte.

  • Sie war die Tochter von Gotthold Buddenbrook. Und er war der Sohn von Johann Buddenbrook( dem Senior )aus der ersten Ehe ,der Geld von Vater haben wollte ganz am Anfang der Geschichte.


    Aaaaaahaaa, dankeschön für die Aufklärung :P

  • Ich bin gestern mit dem Buch fertig geworden. Ich kann nur sagen - ich habe diese Bildungslücke behoben, aber ich verspüre keine große Lust noch ein weiteres Buch von Thomas Mann zu lesen. :smile:
    Dennoch muss ich ihm zugestehen, dass er wunderbar Personen, Handlungen und Stimmungen beschrieben kann. Trotzdem empfand ich den Roman als langatmig und ich konnte keinerlei Mitgefühl mit den Protagonisten empfinden. Sie blieben mit fremd und unsympathisch und ich konnte kaum ihre Reaktionen und Empfindungen teilen.

  • Also ich fand es deutlich unterhaltsamer als den Zauberberg.

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

  • Und ich mag beide Bücher sehr! *duck*
    Allerdings die Buddenbrooks doch lieber als den Zauberberg, das schon. :breitgrins:
    (und bald werde auch ich noch die Leserunde beenden - mir fehlt ja nur noch der elfte Teil :zwinker:)

  • Nun habe ich die Buddenbrooks ein zweites Mal gelesen.


    Die Auflösung der Firma war unausweichlich. Für Thomas war also klar, dass Hanno die Firma niemals fortführen würde. Für Tony hingegen schien dies, wie so vieles, mal wieder ein großes Unglück, da so der Name Buddenbrook bedeutungslos werden würde. Ihre Hoffnung, Hanno werde einmal eine neue Firma gründen, ist auch lächerlich, auch sie sollte wissen, dass er das nie tun würde.
    Ebenso ihre Reaktion, als Gerda ihr Haus verkaufen möchte. Sie mischt sich ein, obwohl sie nicht betroffen ist. Und obwohl es längst zu spät ist, hat sie immer noch nicht erkannt oder vielmehr will sie immer noch nicht erkennen, dass es mit dem Ruhm und Ansehen der Buddenbrooks vorbei ist.


    Hannos Schulalltag dann zeigt, dass er, wie sein ganzes Leben - von der Musik abgesehen - eine Qual für Hanno ist. Der Arme leidet wirklich sehr. Wie er zu seinem Freund Kai sagte: Er weiß nich, welchen Beruf er ergreifen soll, er hat ständig große gesundheitliche Probleme und dazu kommt noch der Misserfolg in der Schule.


    Die letzte Szene erinnert an den Anfang: Erneut steht Tony im Zentrum, damals war sie inmitten ihrer großen erfolgreichen Familie, nun hat sie den kläglichen Rest um sich versammelt.